Eine spannende Reise zum Abenteuer unserer Existenz

»In diesem Buch setzt Clemens Kuby das faszinierende Puzzle eines Menschen in zwei Leben Stück für Stück zusammen und gibt einen völlig neuen Einblick in die Gesetzmäßigkeiten unseres Lebens und Sterbens.

Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wie komme ich wieder?


Diesen Fragen geht der Bestsellerautor und Dokumentarfilmer Clemens Kuby am Beispiel eines tibetischen Lamas nach. Jamgon Kongtrull III. starb mit 38 Jahren nach einem Verkehrsunfall. Kurz nachdem Kuby ihn über Reinkarnation interviewt hatte.

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Autor Clemens Kuby über sein Buch

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Auf dem Weg

Jamgon fährt am 24.4.1992 in dem nagelneuen BMW und seinen
drei Begleitern, seinem jungen Assistenten Tenzin, seinem
Zeremonienmeister Kunga und seinem Chauffeur Norbu von
Sikkim hinunter nach Kalimpong in West-Bengalen. Sie brechen
um fünf Uhr früh in Rumtek auf, um zunächst noch Jamgons
Mutter Pema Yudron in Kalimpong zu besuchen. Pema
wird es eine Freude sein, zu sehen, welch großherziges Geschenk
der eine ihrer zwei großen Söhne dem anderen gemacht
hat. Kalimpong liegt am südwestlichen Ausläufer des
Himalajas. Dort vorbeizufahren ist kein großer Umweg, um
von Rumtek in Sikkim zum Flughafen Bagdogra zu kommen,
der zu der großen nordindischen Stadt Siliguri gehört.
Jamgon und sein Team sind auf den Flug nach Tibet am
26.4. um 9 Uhr früh gebucht. Obwohl es nur ein Katzensprung
von Gangtok nach Lhasa in Tibet wäre und auch eine
uralte Handelsstraße an dieser Stelle den Himalaja überquert,
geht die Reise über Delhi und Kathmandu – und zwar aufgrund
der restriktiven chinesischen Kontrollen aller Besucher,
die in das von ihnen besetzte Tibet einreisen wollen.
Alle vier sind auf der Fahrt vorschriftsmäßig angeschnallt –
und plötzlich, von einer Sekunde auf die andere, sind drei
Menschen tot.

Was ist passiert?

Bei Mutter Pema klingelt um 6.15 Uhr das Telefon.
Eine Frau sagt: Ein Unfall ist passiert.
Pema fragt: Gibt es Verletzte?
Die Frau antwortet: Nein.

Pema: Bitte sagen Sie mir die Wahrheit.
Da hängt die Frau auf.
Pema verständigt sofort ihren Sohn Topga in Nepal. Ihn überkommen augenblicklich die schlimmsten Schuldgefühle.

Topga: Kurz vor dem Unfall war er hier bei mir in Nepal und fragte
mich, ob ich mit ihm nach Kalimpong komme, unsere Mutter zu besuchen. Aber ich hatte zu tun und sagte, ich kann nicht, ein andermal gerne. Das bereue ich zutiefst.

Topga quält die Frage: Wie konnte das passieren? Er kannte den Fahrer als sehr zuverlässig. Das Auto war nagelneu, die Straße völlig gerade und ungefährlich, was ist da passiert? Es erreichen ihn die wildesten Gerüchte. Da es große Spannungen in Jamgons Kloster wegen der Reinkarnation Karmapas
gibt, könnte sein Tod vielleicht damit etwas zu tun haben? Kann es sein, dass an dem neuen Auto eine technische Manipulation vorgenommen wurde? War es ein Attentat?

In dem letzten Gespräch, das ich mit Jamgon in Rumtek am späten Abend vor seiner Abreise hatte, lag in der Tat eine spürbare Spannung in der Luft. Sie ist in der Aufnahme unseres Gesprächs
auch deutlich zu sehen. Aber dass Jamgon 55 Stunden später tot sein wird, so weit hat natürlich niemand gedacht. Aber Pema hört, dass ihre Stimme so zittert.

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Kuby, Clemens
© Susanne Krauss

Clemens Kuby über Reinkarnation

Der Dokumentarfilmer und Bestsellerautor Clemens Kuby hat vielfältige Belege gesammelt, die das Konzept der Reinkarnation begreiflich machen, das in einzigartiger Form das Geheimnis unseres Lebens und Sterbens zu erklären vermag.

Herr Kuby, Sie sagen: Wir sterben schon mitten im Leben – wenn uns unsere Liebe verlässt, wenn eine erfüllende Zeit zu Ende geht, wenn wir eine Absage erhalten. Haben wir eine falsche Vorstellung vom Sterben – und vom Leben?

Ich würde das nicht eine falsche Vorstellung nennen, sondern eine materialistische. Die schmerzt ungemein, denn Materie wird und muss nun mal vergehen. Daran führt kein Weg vorbei. Auch wenn die Medizin und der allgemeine Wohlstand es geschafft haben, die Lebenserwartung in den letzten 500 Jahren zu verdoppeln: Unser Körper muss dennoch sterben. Betrachten wir uns aber als ein geistig-seelisches Wesen, was jeder Mensch und jedes andere Wesen auch ist, dann sind wir unsterblich. Die Seele beispielsweise, wenn wir den Begriff für unser geistiges Sein einmal benützen dürfen, ist ohne Anfang und ohne Ende. Sie kann nicht sterben, denn sie besteht nicht aus physikalischen Elementen. Wenn wir uns mit ihr identifizieren, ist der Tod nur ein Abschnittswechsel, aber kein Ende, wie bei einer materialistischen Betrachtung. Das macht alles viel leichter.

Inwiefern?

Weil meine Lieben nach dem Tod nicht weg sind. Ich habe sie ja auch schon vor dem Tod als seelisch-geistiges Wesen wahrgenommen, habe mich mit ihnen verbunden gefühlt ohne ihre physische Anwesenheit. Diese Verbundenheit kann ich weiter pflegen, vorzugshalber schriftlich.

Wie meinen Sie das – schriftlich?

Ich schreibe einen Dialog mit meinem Verstorbenen. Kläre mit ihm alle Fragen, die bei seinem physischen Tod noch offengeblieben sind. Kann ihn sogar als meinen Berater für alles Mögliche einsetzen – das funktioniert. Das muss ich nur mal anfangen, dann merke ich, dass ich, mit meinem Schreiben, nur das Werkzeug für den Verstorbenen bin.

In zwanzig Jahren wird jeder ganz selbstverständlich von Wiedergeburt sprechen, sind Sie überzeugt. Wie soll das gehen?

Das geht, indem das allgemeine Bewusstsein wächst. Und das tut es ja unbestritten. Man braucht sich nur anzusehen, wie viele Regale für Lebenshilfe-Bücher in den Buchhandlungen in den letzten zwanzig Jahren hinzugekommen sind. Außerdem wird die Unternehmenswelt mehr und mehr entdecken, dass die im Vorleben erworbenen Fähigkeiten viel zu wertvoll sind, als dass wir ihnen keine Beachtung schenken sollten. Jede Firma wünscht sich, den Mitarbeiter wieder einstellen zu können, der schon in seinem letzten Leben wertvolle Dienste für die Firma geleistet hat. Deshalb wird die Wirtschaft bald nichts mehr dagegen haben, dass das Bewusstsein von Reinkarnation in den Schulen gelehrt wird und die Menschen damit nicht immer wieder alles neu lernen müssen, sondern auf ihrem in früheren Leben erworbenes Wissen aufbauen können. Das wiederum befördert die Bewusstseinsentwicklung ungemein. Das entspricht dann den natürlichen Wachstumsprozessen, die keine linearen Entwicklungen sind, sondern sprunghafte.

Sie haben für Ihr Buch „Gelebte Reinkarnation“ die Geschichte von Jamgon Kongtrul Rinpoche aufgeschrieben, einer bedeutenden Persönlichkeit des tibetischen Buddhismus. Erst 26 Jahre nach seinem Autounfall veröffentlichen Sie, was Sie über 30 Jahre lang gesammelt haben. Warum jetzt?

Ich habe mit Jamgon Kongtrul schon seit 1987 gefilmt. Ich war ihm immer auf den Fersen. Deshalb war ich auch derjenige, dem er sein letztes Interview einige Stunden vor seinem Tod gab. Das war für mich natürlich der Startschuss, um die wahrscheinlich erste Dokumentation zu drehen, die einen Menschen in zwei Leben zeigt und vor allem, wie wir ihn in seinem neuen Leben 1996 finden konnten. Aber um ganz sicher zu sein, dass er es auch ist, den ich in seinem Vorleben gut kannte, habe ich ihn in seinem neuen Leben bis heute beobachtet. Insofern ist es eine never ending story. Aber ich kann mir jetzt sicher sein, dass er es ist, und deshalb veröffentliche ich von den vielen Hunderten von Stunden Filmmaterial 120 Minuten aus zwei Leben.

Für Sie ist Wiedergeburt etwas ganz Konkretes. Hand aufs Herz: Kennen Sie Ihr eigenes Vorleben?

Ich bin diesmal als Clemens Kuby in Bayern wiedergeboren. Gestorben bin ich in meinem letzten Leben 1937 in Tibet. In diesem Leben habe ich vom Prinzip her wenig Neues gelernt. Ich bin Legastheniker, habe kaum etwas gelesen und nichts fertig studiert, außer das Filmemachen. Das Filmemachen ist aber kein akademisches Wissen, sondern ein Werkzeug, mit dem man sich seine eigenen Inhalte erschließen kann. In meinem früheren Leben war ich sehr stark mit Input beschäftigt, in diesem hauptsächlich mit Output. Jedes Leben hat seinen eigenen Charakter. Man wechselt ja auch manchmal das Geschlecht und/oder die Hautfarbe, also nicht nur die Eltern, sondern auch die Kultur. Das alles unterliegt bestimmten Gesetzen und die lege ich in „Gelebte Reinkarnation“ auf fast 400 Seiten genau dar. Der Film gibt dafür die Basis und die Seminare die praktische Anleitung.

Das Gespräch mit Clemens Kuby führte Andreas Bernheim am 13. April 2018

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