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Gerit Bertram »Das Gold der Lagune«

„Wussten Sie, dass eine glückliche Fügung des Schicksals das Autorenpaar Gerit Bertram zusammengeführt hat und sie beide neben der Leidenschaft für historische Romane, die Liebe zu Süßigkeiten verbindet?“

Interview mit dem Autorenpaar Gerit Bertram (alias Iris Klockmann und Peter Hoeft)

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Peter Hoeft: Meine Hobbys sind Lesen und Reisen. Was mich ärgert, bzw. wütend macht: der gewissenlose Umgang mit unseren Mitgeschöpfen, z.B. in der Massentierhaltung.

Iris Klockmann: Durch das Schreiben lebe ich meinen größten Traum. Ich liebe das Reisen, lese viel und beschäftige mich mit fremden Kulturen, Archäologie und Anthropologie. Mich ärgert Intoleranz und der leichtfertige Umgang der Menschen mit der Erde und seinen Bewohnern.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Peter Hoeft: Wie viele Autoren habe ich schon als Jugendlicher geschrieben, damals Gedichte und Abenteuergeschichten und zwar zusammen mit meinem besten Freund, der leider nicht mehr lebt. Als junger Familienvater nahm ich dieses Hobby dann wieder auf und schrieb mehrere Erzählungen, die in deutschsprachigen Verlagen veröffentlicht wurden.

Iris Klockmann: Geschichten erfunden habe ich schon immer, aber erst meine Kinder motivierten mich dazu, sie auch niederzuschreiben. Von dem Moment an fügte sich alles zusammen. Ich lernte Leute kennen, denen meine Geschichten gefielen. Die ersten Kurzgeschichten wurden veröffentlicht. Ich lernte Peter übers Internet kennen, und wir entdeckten, dass wir zum gleichen Thema zur selben Epoche an einer Idee arbeiteten. Schicksal eben.

Wie finden Sie Ihre Themen?
Iris Klockmann: Oft tatsächlich im Schlaf, ich träume von Schauplätzen oder Figuren. Manchmal reicht schon eine Zeitungsmeldung oder ein Gespräch. Ideen kommen mir schnell, ob sie letztlich zu einer kompletten Story werden, entscheidet sich während der Arbeit.

Peter Hoeft: Meist in Gesprächen mit Iris, wenn wir uns treffen.

An welchem Buch arbeiten Sie gerade?
Iris Klockmann: Gleich an zweien. An Das Lied vom Schwarzen Tod, der Roman wird 2014 erscheinen, und an einem weiteren Roman, dessen Titel noch nicht feststeht.

Welche Szene war bisher am schwierigsten zu schreiben?
Iris Klockmann: In Das Lied vom Schwarzen Tod waren es die Szenen, in denen ich mich in die Gedankenwelt eines Fanatikers hineinversetzen musste.

Haben Sie eine Lieblingsszene?
Peter Hoeft: Da gäbe es mehrere. In Das Lied vom Schwarzen Tod sitzt Anna, unsere Protagonistin, in einer Zelle der Nürnberger Lochgefängnisse, ein schauriger Ort, wie Iris und ich bei unserer Recherche in Nürnberg feststellten. Da erhält sie Besuch von Agnes Dürer, der Frau des berühmten Malers. Diese verspricht Anna, sich für sie einzusetzen, obwohl … Ich glaube, ich höre hier auf, sonst verrate ich zu viel.

Iris Klockmann: Ja, in Das Lied vom Schwarzen Tod gibt es eine Szene, in der ein Buchmaler der Protagonistin die Kunst erklärt, wie ein Maler sein Motiv naturnah wiedergeben kann.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Peter Hoeft: In Das Lied vom Schwarzen Tod ist es der reformatorische Pfarrer Andreas Osiander, eine historische Persönlichkeit.

Iris Klockmann: In Das Lied vom Schwarzen Tod fühle ich mich Korbinian Dietl, dem Buchmaler, sehr nah.

Gibt es bestimmte geographische Orte, zu denen Sie oder Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Iris Klockmann: Ja, Venedig beim Gold der Lagune. Aber auch alle anderen Schauplätze unserer Romane mag ich, sonst hätten wir sie nicht ausgesucht.

Peter Hoeft: Venedig kenne ich im Gegensatz zu Iris noch nicht. Lübeck, einer der Schauplätze unserer Goldspinnerin, mag ich sehr gern. Iris lebt ja dort, und auch meine Tochter hat dort eine Weile gewohnt.

Was lesen Sie selber gerne?
Peter Hoeft: Historische Romane einer Reihe von Autorenkollegen, Sachbücher, Biografien und Philosophisches

Iris Klockmann: Ich liebe Bücher wie "Der Medicus" von Noah Gordon und "Der alte Mann und das Meer" von Hemingway, außerdem lese ich gern Abenteuerromane mit einer Prise Mystery und Zeitgenössisches

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Peter Hoeft: Titus Müller, Kathrin Lange sowie einige andere deutsche Autoren im historischen Genre.

Iris Klockmann: Barbara Wood, Federica de Cesco, Noah Gordon, Kai Meyer sowie alte Klassiker wie Jules Verne und Mark Twain

Wer sind Ihre liebsten Romanhelden?
Iris Klockmann: Der Graf von Monte Christo, Claire Fraser und Ben Hur

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Peter Hoeft: Süßigkeiten

Iris Klockmann: Schokolade, aber ich bin meist diszipliniert

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Peter Hoeft: Meine Frau kocht so gut, da könnte ich im Moment keines nennen. Wir leben seit einigen Jahren vegetarisch, da gibt’s immer wieder neue tolle Gerichte aus aller Herren Länder.

Iris Klockmann: Kein konkretes, aber ich mag es mediterran und asiatisch.

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Peter Hoeft: Zwei Wochen Urlaub im Haus unserer Freunde an der Costa Blanca und dort die Seele baumeln lassen, gute Bücher lesen, ans Meer fahren und gut essen.

Iris Klockmann: Die Natur! Lange Waldspaziergänge, eine müßige Stunde am Meer, Zeit mit meinen Freunden verbringen

Haben Sie ein Lebensmotto?
Peter Hoeft: Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr, und die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist jetzt und hier. (Buddha)

Iris Klockmann: Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. (Afrikanisches Sprichwort)

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Iris Klockmann: Mahatma Gandhi

Peter Hoeft: Siddhartha Gautama, auch Buddha genannt, und Jesus Christus

Welche menschliche Leistung des letzten Jahrhunderts bewundern Sie am meisten?
Iris Klockmann: Die Forscher der Medizin und Medizintechnik, die durch ihre Erfindungen vielen Krankheiten ihren Schrecken nahmen. Und Mutter Theresa wegen ihres unermüdlichen Einsatzes für die Armen und Kranken Indiens.

Peter Hoeft: Wenn hier eine technische Leistung gemeint ist: das Internet. Ohne diese Erfindung wäre unsere Zusammenarbeit nicht möglich, bzw. hätten Iris und ich uns überhaupt nicht kennengelernt, da wir uns in einem Autorenforum „getroffen“ haben.

Welche Organisation oder welches Projekt würden Sie gerne unterstützen – oder tun dies bereits?
Peter Hoeft: Ich bin Mitglied im VEBU, dem Vegetarierbund Deutschland. Meine Frau unterstützt seit einigen Jahren die Arbeit des Kinder- und Jugendwerkes Die ARCHE e.V.

Iris Klockmann: ASB, WWF, Greenpeace

Wollen Sie Ihren LeserInnen einen kurzen Gruß schreiben – wir würden uns freuen!
Einen lieben Gruß an all unsere Leser und Leserinnen, die uns seit Jahren die Treue halten. Vielen Dank auch für die netten Zuschriften, Rezensionen und Kommentare. Ohne euch würde das Schreiben nur halb so viel Spaß machen!