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»Leben«

Die Regeln des Überlebens haben sich geändert
Antilopenherden in Südafrika und Fledermauskolonien auf der Schwäbischen Alb: Weltweit verenden innerhalb kürzester Zeit große Tierpopulationen, ganze Arten sterben in erschreckendem Tempo aus. Experten schlagen Alarm, denn das mysteriöse Massensterben scheint vor keiner Spezies Halt zu machen. Der junge Pharmareferent Fabian Nowack stößt auf Hinweise, dass selbst der Fortbestand der Menschheit unmittelbar bedroht ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, an dessen Ende unsere Erde nie wieder so sein wird wie zuvor.

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Uwe Laub
© Marion Laub

Uwe Laub

Uwe Laub wurde 1971 in Rumänien geboren. Er war zwei Jahre alt, als seine Eltern mit ihm nach Deutschland zurückkehrten. Laub arbeitete mehrere Jahre im Pharma-Außendienst, seit 2010 führt er das Unternehmen eigenständig. Seine Liebe gilt dem Schreiben. Für seine Wissenschafts-Thriller recherchiert er jahrelang. Sein Roman »Sturm« wurde zum Bestseller.

Interview mit Uwe Laub

Herr Laub, nach Ihrem Bestseller „Sturm“ erscheint mit „Leben“ im April nun Ihr zweiter Wissenschaftsthriller im Heyne Verlag. Worum geht es in Ihrem neuen Buch?

Es geht um eine reale Bedrohung für uns Menschen, die erst seit einigen Jahren, dafür aber zunehmend in unseren Fokus gerät. Weltweit verenden innerhalb kürzester Zeit große Tierpopulationen, ganze Arten sterben in erschreckendem Tempo aus. Unversehens spitzt sich auch für uns die Lage unerwartet zu. Innerhalb weniger Wochen altern und sterben immer mehr Menschen. Der junge Pharmareferent Fabian Nowack, selbst stark gealtert, stößt auf Hinweise, dass der Fortbestand der Menschheit unmittelbar bedroht ist. Fabians Arbeitgeber, ein internationaler Pharmagigant, sowie eine geheimnisvolle Stiftung scheinen beide jeweils im Besitz eines Heilmittels zu sein. Doch nur eines davon kann die Menschheit tatsächlich vor dem Aussterben bewahren. Allerdings ist der Preis dafür unfassbar hoch und nicht verhandelbar.

Die Liste der vom Aussterben bedrohten Spezies wird kontinuierlich länger. Wie viele Arten jährlich aussterben, ist kaum festzustellen – alleine deswegen, weil nicht genau bekannt ist, wie viele Arten es überhaupt auf der Erde gibt. Uns könnte das sechste große Massensterben seit dem Exitus der Dinosaurier bevorstehen – was bedeutet das genau?

Unter Experten überwiegt inzwischen die Ansicht, dass wir uns längst inmitten eines neuen Massenaussterbens befinden. Die Fachliteratur zu diesem Themenbereich hat sich seit den 1980er Jahren annähernd verzehnfacht. Das globale Artensterben ist nicht mehr zu leugnen. Hunderttausende Tier- und Pflanzenarten verschwinden jedes Jahr unwiederbringlich von unserem Planeten, und zwar so rasch, dass der bewährte Kompensationsmechanismus der Natur – die Evolution – nicht mehr mithalten kann. Schätzungen zufolge werden alleine in den nächsten 50 Jahren vermutlich so viele Säugetierspezies aussterben, dass die Natur drei bis fünf Millionen Jahre brauchen wird, um sich davon zu erholen.

In Ihrem neuen Buch „Leben“ denken Sie das Artensterben bis zum Schluss durch, sodass sogar die Existenz der Spezies Homo sapiens massiv bedroht ist. Wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario?

Jede Tier- und Pflanzenart besitzt eine Funktion im Ökosystem. Durch das Wegfallen von Arten gerät dieses System durcheinander. Das unumkehrbare Verschwinden einzelner Arten löst somit eine Kettenreaktion aus, die stets weitere Arten bedroht. Am Ende dieser Todesspirale steht letztlich immer auch der Mensch. Unter anderem erkannte auch Stephen Hawking, dass wir uns - trotz all unseres Wissens und moderner Techniken - einem derart umwälzenden globalen Prozess nicht entziehen können. Gerade der Homo sapiens ist bedroht, denn während allen bisherigen Massenaussterben sind immer die beherrschenden Arten ausgestorben. Und heute sind das nun einmal eindeutig wir Menschen.

Spricht man über die Bedrohung der Artenvielfalt, denkt man zu allererst an die Pflanzen- & Tierwelt. Unterfangen wie beispielsweise das bayrische Volksbegehren zur Rettung der Bienen im Jahr 2019 haben dabei öffentliche Sichtbarkeit erlangt. Doch auch der Mensch ist Teil des komplexen Ökosystems der Erde, dennoch wird eine Bedrohung der eigenen Spezies von uns Menschen kaum wahrgenommen. Warum fühlt sich der Mensch in der Diskussion rund um das Artensterben selbst nicht angesprochen?

Das ist eine gute Frage. Die uns eigene Hybris spielt dabei sicher eine gewisse Rolle. Wir machen uns zu wenig Sorgen, weil wir glauben, dass uns die moderne Wissenschaft und Technik „schon irgendwie vor dem Schlimmsten bewahren wird“. Doch das ist ein Irrglaube. Es sind tiefgreifende Prozesse in Gang geraten, für die wir zwar mitverantwortlich sind, die wir aber nicht kontrollieren können. Und das ist nun wirklich kein angenehmer Gedanke, denn wir alle sind somit auch ein Teil des Problems. Der Expansionsdrang des Menschen stellt für unsere Ökosysteme eine gewaltige Herausforderung dar. Verständlicherweise möchten wir uns das nur ungern eingestehen, daher verdrängen wir diesen Aspekt im Alltag gerne. Ich nehme mich da übrigens keineswegs davon aus.

Im Moment ist kein Krankheitserreger präsenter als der Coronavirus, doch jährlich sterben auch bis zu 1,5 Millionen Menschen an Pilzinfektionen. Während in der Öffentlichkeit meistens nur Bakterien und Viren wahrgenommen werden, gelten Pilze als unterschätzte Krankheitserreger. Warum laufen Pilzinfektionen derart unter dem öffentlichen Radar?

Meldungen über plötzlich auftretende virale Epidemien oder gar Pandemien, wie aktuell bei SARS-CoV-2, lesen sich natürlich spektakulärer. Aufgrund staatlicher Meldewesen werden derartige Ausbrüche in der Regel zum Glück aber meistens relativ schnell entdeckt. Systemische Pilzerkrankungen hingegen nehmen weltweit immer mehr zu, aber trotz steigender Todeszahlen haben die meisten Länder noch keine meldepflichtige Überwachung für Pilzinfektionen eingerichtet. Vermutlich, weil die allermeisten Pilzerkrankungen eher lästig als gefährlich sind. Doch dazwischen tauchen immer wieder gefährliche Mutationen praktisch aus dem Nichts auf. Dieses momentan noch nicht existente Meldewesen könnte sich also irgendwann einmal als fataler Fehler erweisen. Diesen Umstand greife ich in „Leben“ auf.

Im Juli 2019 macht das Deutsche Ärzteblatt auf eine neue Mutation eines Hefepilzes aufmerksam. Einrichtungen des Gesundheitswesens wie die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA oder das European Center of Disease Control (ECDC) warnen vor dem Hefepilz Candida auris, der sich seit seiner ersten Entdeckung 2009 in Japan weltweit zunehmend ausbreitet. Ein ähnlich mutierter Pilz löst in Ihrem neuen Buch ein gigantisches Massensterben aus. Was macht Pilzinfektionen generell und den Candida auris speziell so gefährlich?


Einige Pilzarten können ihre Genetik binnen Minuten verändern, und wenn die Bedingungen stimmen, können sie den gesamten menschlichen Körper über den Blutkreislauf in Rekordzeit befallen. Candida auris ist solch ein Phänomen und stellt die Ärzte vor ein echtes Rätsel. 2009 in Japan entdeckt, trat dieser Pilz kurz darauf beinahe gleichzeitig in verschiedenen Regionen der Erde auf. Zwischen den Erkrankten konnte keine Verbindung festgestellt werden. Da sich die Pilzstämme zudem genetisch von Kontinent zu Kontinent unterscheiden, geht man davon aus, dass dieser Pilz nicht an einem Ort entstanden ist und sich von dort ausgebreitet hat. Eher scheint es, als habe Candida auris überall auf der Welt gleichzeitig damit begonnen, Menschen zu befallen. Warum, das ist ungeklärt. Für Aufsehen sorgt die Hypothese einiger Wissenschaftler, dass der Klimawandel Schuld an der Mutation und Ausbreitung des Pilzes sein soll. Mit der Erderwärmung musste sich Candida auris an höhere Temperaturen anpassen und ist deswegen nun auch in der Lage, den Menschen zu besiedeln. Erschwerend kommt hinzu, dass Candida auris Resistenzen gegen beinahe alle bekannten Antimykotika aufweist. Ein Szenario, wie ich es in „Leben“ beschreibe, ist also durchaus denkbar. Leider.

In „Leben“ thematisieren Sie auch das Problem der Überpopulation und dessen Zusammenhang mit dem Klimawandel. Herr Laub, wie viele Menschen kann unser Planet noch ertragen?

Das kann ich nicht beurteilen. Wenn wir uns aber vor Augen führen, dass die Weltbevölkerung vor gerade einmal 200 Jahren etwa eine Milliarde betrug und wir in Kürze die acht Milliarden überschreiten, und wenn wir dann sehen, dass wir global betrachtet bereits jetzt jährlich die Ressourcen von 1,75 Erden verbrauchen, dann muss man sich schon fragen, wie lange diese Entwicklung noch gutgehen kann? Wir sehen hier eine diametrale Entwicklung, die bereits heute zu großen Problemen führt. Die Landwirtschaft zum Beispiel hat immer größere Schwierigkeiten, die wachsende Weltbevölkerung ausreichend zu ernähren. Klimatische Veränderungen werden diese Probleme in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten deutlich verschärfen – dann bei entsprechend noch mehr Menschen.

Können Sie uns mehr zu den Organisationen in Ihrem Roman, dem „Club of Magyar“ und „Population matters“, erzählen?


Der Club of Magyar hat ein reales Vorbild: den Club of Budapest, der eine Ergänzung zum wesentlich bekannteren Club of Rome darstellt. Der Unterschied ist – kurz gesagt – dass der Club of Budapest vornehmlich ein Zusammenschluss einflussreicher, kreativer Menschen aus Kunst, Literatur und spiritueller Bereiche ist. Sie alle wollen die Herausforderungen, vor denen die Menschheit derzeit steht, durch die Entwicklung eines globalen Bewusstseins sowie den Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt meistern. Population Matters ist eine Bewegung, die in Großbritannien entstand und weltweit immer mehr Zuspruch erfährt. Bekannte Persönlichkeiten wie Sir David Attenborough oder Jane Goodall vertreten die Meinung, dass das ungebremste Bevölkerungswachstum die Umwelt schädigt, Ressourcen ausbeutet und Armut und Ungleichheit fördert. Man propagiert mehr Verhütung und weniger Kinder in die Welt zu setzen. Von den deutlich radikaleren und politisch fragwürdigen Forderungen der Anfangstage der Bewegung ist man offiziell zwar abgekommen, doch hinter verschlossenen Türen dürfte sich an so manch radikalen Ansichten vereinzelter Anhänger wenig geändert haben. Ein Beispiel für einen solchen extremen Verfechter finden wir in meinem Roman wieder.

Wie Ihr Protagonist Fabian Nowack waren Sie selbst früher im Pharma-Außendienst tätig. Wie viel Uwe Laub steckt in Fabian Nowack?

Immer wenn es im Roman um Fabians Arbeit geht, schreibe ich natürlich aus eigener Erfahrung. Entsprechend steckt in diesen Abschnitten sicherlich auch ein Stück weit Uwe Laub in Fabian. Allerdings enden die Gemeinsamkeiten dann auch schnell. Ich habe zum Beispiel doch lieber einen Hund als Begleiter an meiner Seite als ein Chamäleon. Fabian Nowack ist in erster Linie ein fiktiver Charakter.

Können Sie uns zum Schluss noch berichten, wie sich Ihre Recherchearbeit zu „Leben“ gestaltet hat?

Die Idee, einen spannenden Roman über das globale Artensterben zu schreiben, geisterte schon längere Zeit durch meinen Kopf, denn zu diesem Thema gibt es bislang überwiegend nur Sachbücher. Zur „Einstimmung“ habe ich demnach auch Elizabeth Kolberts „Das sechste Sterben“ gelesen; sehr empfehlenswert. Wie heutzutage wohl üblich, recherchierte ich danach ausgiebig im Internet. Daneben besuchte ich den ein oder anderen spannenden Vortrag im Paläontologischen Museum in München zum Thema, sprach mit einem Mikrobiologen, und ich traf mich zu einem hochinteressanten Austausch mit einem sehr sympathischen Fachreferenten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Es ist immer spannend, von Experten Einblicke in ihre Arbeit zu bekommen, was sich letzten Endes dann auch im Roman widerspiegelt.

Vielen Dank für das Gespräch!

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