Cover Gottesdienstpraxis Serie B

Gottesdienstpraxis Serie B

Erprobte Modelle für die Gemeindearbeit – aus der Praxis für die Praxis.

Gottesdienstpraxis Serie B — das sind Arbeitshilfen für die Gestaltung von Gottesdiensten zu Kasualien, Festen im Kirchenjahr und besonderen Anlässen oder Themen. Alle Bände enthalten erfolgreich erprobte Gottesdienste, meist komplett mit Liturgie und Predigt sowie ggf. weiterem Material. Die Autorinnen und Autoren der Reihe stammen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich) und verfügen über eine große Bandbreite an praktisch-theologischer Erfahrung.

Konfirmation

Die Einleitung zum aktuellen Band

Diese kirchliche Feier ist für die Jugendlichen nach wie vor attraktiv, auch für deren Familie im weitesten Sinne. Der Gegenpol jedoch ist die Verweltlichung. Damit meine ich, dass wir immer weniger auf Tra¬ditionen zurückgreifen können. Das beklage ich nicht, nein, damit freunde ich mich an. Ich freunde mich an in der inneren Vorbereitung auf diese Feier auch mit den zu erwartenden »Weltlichen«. Schön, dass sie kommen. Schön, dass sie zuschauen. Schön, dass sie Kirche von innen erleben. In meiner Wahrnehmung ist das der wichtigste Teil, um diese Feiern interaktiv gestalten zu können. Im Sinne von: jede Person mitnehmen in diese Feier.» Mit dem Zweiten sieht man besser« ist das Motto von Jesus, wenn er Zachäus, diesem Weltlichen, begegnet.» Auch du bist ein Sohn Abrahams.« Er sieht durch alles hindurch auf das Gottebenbildliche auch dieses Menschen.
Darum ist eine gute Begrüßung so wichtig. Freundlich, ohne alle Vor¬würfe, etwa indem wir meinen betonen zu müssen, dass sogar das Credo auf dem Liturgieblatt abgedruckt sei für alle, die es nicht (mehr) auswendig können. Nein. Die Begrüßung darf ausführlich sein, um die Menschen wohlwollend in diesem besonderen Raum und Rahmen auf¬zunehmen. Interaktiv wird es, wenn die Frage gestellt wird, woher die Menschen kommen. Aus dem Ort? Aus der Region? Aus anderen Län¬dern? Wenn dann Menschen mit erhobenen Händen zeigen, woher sie kommen, gehen die Blicke all der anderen umher. Es gibt ein Raunen: Was, so viele aus anderen Gegenden oder Ländern? Oder so ähnlich. Es ereignet sich ein Gefühl von Miteinander, von Mitmenschlichkeit. Gleich welcher Weltanschauungen.
Lieder. Nicht schon wieder das alte Lied, dass die Lieder nicht mehr gekonnt werden, die man so gerne singen würde. Es gibt bereits viele Melodien aus dem Weltlichen, die mit geistlichen Texten gewürzt sind.

So wie das früher auch vielfach gehandhabt wurde. Gestern Abend auf dem Weinfest wurde lauthals von Leonard Cohen das »Halleluja« gesungen, öffentlich. Warum nicht dieses Lied bei dieser Feier wie selbstverständlich auch? Das »Danke«-Lied gibt es glücklicherweise in unterschiedlichen Textvarianten für die unterschiedlichsten Anlässe.
Mit Symbolen diesen Gottesdienst gestalten. Das ist bildhafte, darum auch weltliche Sprache für geistliche Beschreibungen und Vorgänge. Auf diese Art lässt der Poet Jesus die Menschen Himmelsnähe spüren. Ich nenne das Symbol »Quelle«. Wir nehmen es am Vorabend in der Bußfeier und der Feier des Abendmahls auf als das Symbol »Wasser«. Aufgebaut ist vor dem Altar ein Zimmerbrunnen, drum herum sind verschiedene Blaufarben mit Chiffontüchern ausgelegt. Das Wasser plätschert all die Zeit putzmunter. Tags darauf in der Feier der Konfir-mation wird diese Symbolik erweitert: Während von den Konfirman¬den Texte vorgetragenen werden, wird deren jeweilige Fußspur Rich¬tung »Quelle« (Zimmerbrunnen) ausgelegt. Nach dem abschließenden Segen, noch bevor die Jugendlichen aus dem Kirchenraum ausziehen, werden die Fußspuren umgedreht, Richtung Ausgang, Richtung Welt. Umsetzung des eben Gefeierten. Selbstverständlich ziert das Bild einer Quelle das Liturgieblatt. Auch die Konfirmationsurkunde ist schnell mit diesem Symbol erstellt und erinnert dauerhaft an dieses Ereignis. Wer es ganz dolle treiben möchte, nimmt dieses Symbol schon gleich im Vorstellungsgottesdienst zu Beginn der Konfi-Zeit auf.
Ganz kurz zur Sprache: Sie muss präsentisch sein.» Jesus ist …« Warum? Das sagt Jesus selber: »Wo zwei oder drei (oder dreihundert) in meinem Namen versammelt sind, da bin ich unter ihnen.« Warum nicht auch die so genannten Einsetzungsworte beim Abendmahl so formulieren: »Und Jesus nimmt das Brot …«.Wir glauben doch die Realpräsenz Jesu im Wort und im Mahl. Die Sprachform der Vergangenheit würde vom Jetzt ins Damals führen, was für ein Bruch. Wir kegeln Menschen hin und her. Präsentische Sprache ist interaktiv, weil im Jetzt.
Eine gewisse Inszenierung tut jedem Gottesdienst gut. Es braucht eine gewisse Dramaturgie, wie in einem guten Musikstück. Mal das Tempo aufnehmen, mal Zeit für Ruhe, Zeit für Stille geben. Mal in der Predigt mehr diskutierend, dann wieder mehr meditierend. Gerade, wenn doch erstaunlich viele Weltliche da sind. Die Sprache, darf/muss weltlich sein. Gerade bei Symbolen, siehe oben, gelingt das einfach und gut.
Der Einzug, warum auch nicht unter Beifall? Im Fokus stehen die Jugendlichen. Zuerst. Dann untereinander sich kennenlernen mit der Frage, woher die Einzelnen kommen, siehe oben. Und dann Gott begrü¬ßen, retardierend sprechen. Zum Atmen kommen … zur Stille … tut allen von der Festvorbereitung Gestressten und Angereisten gut. Um dann wieder Fahrt aufzunehmen mit einem ersten Lied, das von der Melodie her möglichst vielen bekannt ist. Und ruhig gut rhythmisch sein darf.
Interaktiv sein. Weltliche Menschen sind es gewohnt und wollen mit¬genommen werden. Interaktiv sein. Kirchlich Orientierte, so mein Ein¬druck, suchen ebenso danach. Wollen mitgenommen sein. Interaktiv werden.

Martin Auffarth

Erprobte Modelle für die Gemeindearbeit

GottesdienstPraxis Serie B bietet Arbeits- und Gestaltungshilfen für die Feste des Kirchenjahres, die Kasualien sowie besondere Veranstaltungen und Aktivitäten in der Gemeindearbeit. Diese reichhaltige Fundgrube erleichtert nachhaltig die Vorbereitung von Predigten und die Gestaltung von Gottesdiensten.

Konfirmation: ein eigenes Ja zur Taufe formulieren und sich über seinen Glauben klar werden; mit allen Rechten und Pflichten zur Gemeinde gehören; erwachsen werden und sich von den Eltern ablösen …
Für die verschiedenen Gottesdienste auf dem Weg zur Konfirmation werden hier zahlreiche Beispiele angeboten. Dabei wird die Situation der Jugendlichen kreativ und einfühlsam aufgenommen und in Beziehung zum christlichen Glauben gesetzt.

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Bezugsbedingungen/Jahresbezugspreis ab September 2018:
Die »Gottesdienstpraxis Serie A« erscheint vierteljährlich (September, Januar, April, Juli)
Gesamtjahresbezugspreis: (4 Ausgaben): je Exemplar € 19,00

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