Gottesdienstpraxis Serie B

Erprobte Modelle für die Gemeindearbeit – aus der Praxis für die Praxis.

Gottesdienstpraxis Serie B — das sind Arbeitshilfen für die Gestaltung von Gottesdiensten zu Kasualien, Festen im Kirchenjahr und besonderen Anlässen oder Themen. Alle Bände enthalten erfolgreich erprobte Gottesdienste, meist komplett mit Liturgie und Predigt sowie ggf. weiterem Material. Die Autorinnen und Autoren der Reihe stammen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich) und verfügen über eine große Bandbreite an praktisch-theologischer Erfahrung.

Gemeindegottesdienste mit Menschen mit Demenz
und ihren Angehörigen

Einleitung von Wiebke Bähnk

Die Wahrnehmung der Situation der demenziell Erkrankten wie auch ihrer (pflegenden) Angehörigen führen zu der Überlegung, durch Gottesdienste in einer Gemeinde, in der Erkrankte und Nicht-Erkrankte, Angehörige und andere Gemeindeglieder, Alte und Junge zusammen feiern, ein Gegenbild zu der vielschichtigen Isolation und Trennung zu schaffen sowie Beistand und Trost zu vermitteln. Der Wunsch dabei ist, den demenziell Erkrankten und ihren Angehörigen da Gefühl selbstverständlicher Zugehörigkeit zur Gemeinde zu vermitteln – das Bild einer Gemeinde aus vielen Gliedern, seien sie jung oder alt, krank oder gesund, schwach oder stark, belastet oder zuversichtlich, gemeinsam Gestalt werden zu lassen.

Angehörige von demenziell Erkrankten stehen vor der Notwendigkeit, sich auf eine völlig veränderte Wahrnehmung einstellen, andere Kommunikationsstrukturen als die lange Gewohnten erlernen zu müssen und mit ihren erkrankten Müttern, Vätern oder Partnern nur noch mit großen Anstrengungen an einem Leben außerhalb der eigenen vier Wände teilnehmen zu können. Hierbei stoßen sie nicht selten auf Unverständnis und Ablehnung, wenn die Erkrankten sich ›anders‹ und teilweise für die Umwelt herausfordernd verhalten. Die Bindung der eigenen Kräfte durch die Pflege und die immer weiter zunehmende Verantwortungsübernahme für die Erkrankten wie auch die Erfahrung von Unkenntnis und Rückzug seitens anderer Menschen isolieren und kränken auch sie.

Den Mitgliedern der Gemeinde, die nicht in einer vergleichbaren Lebenssituation sind, soll umgekehrt die Möglichkeit gegeben werden, Berührungsängste abzubauen und ein größeres Verständnis zu entwickeln. Sie können erfahren, welche besonderen Möglichkeiten in der Kommunikation mit Menschen mit Demenz liegen, und für sich die Zusammengehörigkeit Aller, die von Gott beim Namen gerufen sind, erleben.

Theologisch geht es in einem gemeinsam gefeierten Gemeindegottesdienst um den Ausdruck der in der unverlierbaren (und eben durch nichts, auch nicht durch Demenz eingeschränkten) Gottebenbildlichkeit aller Menschen begründeten Würde (auch das demenziell veränderte Leben sieht Gott ähnlich) und um die unangreifbare Gültigkeit der Zusammengehörigkeit aller durch die Taufe in dem einen Leib Christi (1 Kor 12,13). Besonders für die, die selbst mehr und mehr vergessen, wer sie sind, geht es darum, vor aller Augen und Ohren zu erfahren, dass sie nicht vergessen sind bei Gott, dass ohne Einschränkung und für immer gilt: »Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.« (Jes 43,1) Dass es einen Gott gibt, der sie nicht vergisst, auch wenn sie selbst sich vergessen. Ihnen soll das Evangelium von Jesus Christus weitergegeben werden, der gesagt: »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.« (Mt 11,28) In einem Gottesdienst in einer Senioren- oder Pflegeeinrichtung kann in besonderer Weise auf die Kommunikations- und Erfahrungsstrukturen der Erkrankten Bezug genommen werden. Ebenso können diese Gottesdienste, meist im Unterschied zu Gemeindegottesdiensten mit demenziell Erkrankten, wöchentlich oder monatlich gefeiert werden und damit zu einem festen Bezugspunkt, zu einem Anker in einer sich mehr und mehr auflösenden Wahrnehmung werden.

Demenziell Erkrankte, die in ihren Familien oder von Freunden gepflegt werden, werden von diesen Gottesdiensten aber in der Regel nicht erreicht; ebenso bleiben die Erkrankten weitgehend unter sich, erfahren die Zusammengehörigkeit der gottesdienstlichen Gemeinde in der jeweiligen Einrichtung, nicht aber darüber hinaus. In diesem Sinne verstehen sich Gemeindegottesdienste mit demenziell Erkrankten als ergänzendes Angebot, das einen anderen theologischen und seelsorglichen Schwerpunkt setzt. Zudem bieten sie die Möglichkeit, den besonderen Erinnerungs- und Gefühlswert einer Kirche für den Gottesdienst mit zu nutzen, was bei den Gottesdiensten in Senioren- und Pflegeeinrichtungen eher selten möglich ist. Gottesdienste und Andachten finden dort häufig in Mehrzweckräumen statt, in denen nur unter großem Aufwand ›etwas wie Kirche‹ erlebbar gemacht werden kann (Glocken und Orgelmusik vom Tonband, Herrichten eines Altars …)

[...]

Kirchliche Trauerfeiern zur Bestattung finden in vielfältigen Kontexten und mit sehr unterschiedlichen Trauergemeinden statt. Dieser Band stellt Modelle für die wichtigsten Situationen zur Verfügung, um flexibel auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen zu können.

• Entwürfe zur Gestaltung von Trauerfeiern und Bestattungen
• Einfühlsame Texte und Gebete
• Praktisch und direkt einsetzbar

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Die »Gottesdienstpraxis Serie A« erscheint vierteljährlich (September, Januar, April, Juli)
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