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Gunnar Homann über sein neues Buch "Sabbatical"

Herr Homann, „Sabbatical“ ist Ihr zweiter Roman und es geht zum zweiten Mal um einen Road-Trip. Was reizt Sie an solchen Konstellationen?

Auf Road-Trips fährt die Verheißung mit, es könnte woanders besser sein. Das etabliert eine gewisse Fallhöhe. Mich reizt auch das Reduzierte an der Situation: zwei, drei, vier Leute auf engstem Raum, mit nicht besonders viel zu tun. Dem Road-Trip in „Sabbatical“ kommt aber die Liebe in die Quere und befiehlt: ‚Ihr kommt erst mal nur bis Frankreich und nehmt an diesem Workshop teil!‘ Und wenn die Liebe ruft, kann man dagegen nichts machen.

Machen Sie selbst auch manchmal solche Road-Trips? Wenn ja, wohin führte Sie der spektakulärste?

Ja, es gibt immer mal wieder kleinere Fahrten, etwa zum Bouldern oder ins Fränkische. Letztes Jahr war ich mit einem Freund in Lissabon. Nach dem Zivildienst bin ich, inspiriert von dem Schriftsteller Jack Kerouac, ein paar Monate lang durch die USA getrampt. Jahre später ist daraus mein Debütroman „All Exclusive“ entstanden.

Haben Sie sich auch schon einmal ein „Sabbatical“, ein Sabbat-Jahr, genommen?

Ich mache momentan eine Art Sabbatical auf Raten: Meine Arbeit in der Redaktion des Magazins „Outdoor“ habe ich um eine Woche pro Monat reduziert. In dieser Zeit ist auch der Roman „Sabbatical“ entstanden.

Welche Outdoor-Sportarten betreiben Sie?

Ich wandere und bouldere. Beim Wandern geht es mir weniger um den sportlichen Aspekt – ich will was Schönes sehen. Beim Bouldern ist das anders: Man klettert an niedrigen Felsen und sucht sich immer schwierigere Wege hinauf. Es ist anstrengend, sinnlos und wunderbar.

Außerdem schreiben Sie auch für das Satire-Magazin „Titanic“. Hilft eine satirische Ader dabei, mit den großen Problemen der Welt besser umzugehen?

Sie hilft allenfalls dabei, Probleme fruchtbar fürs Komische zu machen. Sie hilft aber auch, Probleme zu erkennen, die man ohne sie vielleicht gar nicht hätte.

In „Sabbatical“ trifft der Leser wieder auf Viktor, der schon in Ihrem ersten Roman „All Exclusive“ die Hauptrolle gespielt hat. Wie im Vorgänger steht er auch diesmal vor der Frage: Was will ich denn eigentlich vom Leben?

Die Phasen in Viktors Leben, in denen er darüber besonders intensiv nachdenkt, sind diejenigen, die mich interessieren. In „Sabbatical“ hat er einen sehr konkreten Anlass dafür: Er hat ein Jahr frei und spürt einen immensen Druck, diese Zeit sinnvoll zu verbringen.

Hatten Sie von Anfang an eine Fortsetzung zu Ihrem Debut geplant?

Nein, das wurde erst später klar.

Und nun? Wird es noch ein Wiedersehen mit Viktor geben?

Ja, wird es.

Sabbatical

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