Håkan Nesser

Håkan Nesser - Ein begnadeter Krimiautor

Håkan Nesser - Biographie des Autors

Håkan Nesser
© Andreas Ortner / Trunk Archive
Håkan Nesser wurde am 21.02.1950 in Kumla geboren, Abitur 1968, ab 1969 geisteswissenschaftliches Studium (Englisch, Literaturgeschichte, Nordische Sprachen, Geschichte und Philosophie) in Uppsala, danach Lehramtsstudium in den Fächern Schwedisch und Englisch, Abschluss 1974. Arbeitete bis 1998 als Lehrer, zuerst in Märsta, danach in Uppsala. Seither freier Autor. Håkan Nesser lebt mit seiner (zweiten) Frau Elke in London und auf Gotland.

Håkan Nesser debütierte 1988 mit einem existentiellen Liebesroman „Der Choreograf“ (2020 erstmals auf Deutsch erschienen), der zwar von der Presse positiv aufgenommen wurde, aber keinen Verkaufserfolg erzielte.

Fünf Jahre später, 1993, publizierte er seinen ersten Kriminalroman „Das grobmaschige Netz“, für den er den Preis für das beste Genredebüt von der Svenska Deckarakademin, der Schwedischen Akademie für Kriminalliteratur, erhielt. „Das grobmaschige Netz“ ist der erste von zehn Romanen, in denen Kommissar Van Veeteren und seine Kollegen in der fiktiven Stadt Maardam ermitteln. Diese Serie ist in Schweden wie auch im Ausland überaus erfolgreich, sie erscheint in 15 Ländern, allein in Deutschland wurden bislang insgesamt 5,3 Millionen Exemplare verkauft.

Nessers Kindheit auf dem Land (er wuchs auf einem Bauernhof, dem Elvesta gård, auf) in den sechziger Jahren inspirierte ihn zu zwei Büchern: „Kim Novak badete nie im See Genezareth“ (1998, dt. 2003) und „Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla“ (2002, dt. 2004). Nach dem Abschluss der Van Veeteren-Reihe schrieb Håkan Nesser eine weitere hochgelobten Serie um Inspektor Gunnar Barbarotti. Es sind fünf Bände auf Deutsch erschienen, zuletzt 2014 „Am Abend des Mordes“.

2019 feierten die beliebten Ermittler Van Veeteren und Gunnar Barbarotti ihr Comeback auf überraschende Weise: in „Der Verein der Linkshänder“ begegnen sich Nessers Romanfiguren erstmals im Rahmen eines Mordfalles.

Der Choreograph

Sonderausgabe zum 70. Geburtstag - Håkan Nessers erster Roman erstmals auf Deutsch

Ein Mann und eine Frau. Er sieht sie eines Tages, als der Winter vorbei ist; etwas zögerlich sucht sie ein Kleid in einem Laden aus. Sie gefällt ihm. Sie erwidert seinen Blick. So werden sie - gelenkt von einer unüberwindlichen Choreographie - zu einem Liebespaar. Fahren schließlich gemeinsam zu einem abgelegenen Ferienhaus. Aber warum verschwindet sie immer wieder? Und warum hält er auf einmal ein Messer in der Hand?

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Lesen Sie hier ein Interview: »In Deutschland gibt es die besten Leser«

Preise

Für „Das vierte Opfer“ (1994, dt. 1999) und „Die Frau mit dem Muttermal“ (1996, dt. 1998) erhielt er den Preis für den besten schwedischen Kriminalroman von der Schwedischen Akademie für Kriminalliteratur. Für „Der unglückliche Mörder“ (2002) erhielt er von der Skandinavischen Krimigesellschaft den Glasnyckeln für den besten Kriminalroman Skandinaviens. Der zweite Roman mit Inspektor Gunnar Barbarotti, „Eine ganz andere Geschichte“, wurde 2007 mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet. 2010 erhielt Nesser den Europäische Preis für Kriminalliteratur (Ripper Award).

Die Van-Veeteren-Krimis

Gunnar Barbarotti

Filme

Die Hakan-Nesser-Box (10 DVDs)
Håkan Nessers Bücher wurden zu einem Großteil filmisch adaptiert. So wurde die gesamte Reihe der Van-Veeteren-Krimis verflimt und im deutschen Fernsehen gezeigt – alle Teile sind als deutschsprachige DVD im Handel erhältlich. Auch Gunnar Barbarotti wurde zum erfolgreichen Fernsehermittler.

2005 kam die Verfilmung von „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ in die Kinos, 2014 folgte die Kinofassung des Jugendromans „Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla“. Zu beiden Geschichten wurde Nesser durch seine Kindheit auf dem schwedischen Land inspiriert - sie spielen jeweils in den 1960er Jahren.

Zuletzt wurden drei Geschichten von Håkan Nesser als Mysterythriller-Trilogie unter den Titeln „Intrigo – Tod eines Autors“ (2018), „Intrigo – Samaria“ (2019) und „Intrigo – In Liebe, Agnes“ (2019) von Fox verfilmt.