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Charlotte

Ungekürzte Lesung mit Devid Striesow

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€ 12,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-1998-3

Erschienen:  31.08.2015
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"Ein großartiges literarisches Monument" ELLE

„Das ist mein ganzes Leben“ – mit diesen Worten übergibt Charlotte einem Vertrauten kurz vor ihrem Tod einen Koffer voller Gemälde. Bilder, die ihre viel zu kurze Geschichte erzählen: von ihrer Kindheit im Berlin der 20er Jahre, dem frühen Tod der Mutter, dem Zugang zu Berlins Künstlerkreisen durch die neue Frau des Vaters, dem Studium an der Kunstakademie, dem Leben als Malerin. Und dann: Flucht vor den Nationalsozialisten nach Südfrankreich, Liebe, Hochzeit und schließlich Tod im KZ Auschwitz. Nur Charlottes Bilder überleben – und damit ihre Geschichte, die David Foenkinos anrührend erzählt. "Charlotte" ist das Porträt eines verheißungsvollen Lebens, das viel zu früh beendet wurde.

(Laufzeit: 4h 57)

Eine Liebe auf den ersten Blick: David Foenkinos und die deutsch-jüdische Malerin Charlotte Salomon Zum Special

Devid Striesow über den Fall Alan Turing und das Hörbuch Der Sündenfall vom Wilmslow

David Foenkinos (Autor)

David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft und wurde auch in Deutschland zum Bestseller. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste und kommt 2019 in die Kinos.


Devid Striesow (Sprecher)

Devid Striesow, geboren 1973 in Bergen auf Rügen, erhielt seine schauspielerische Ausbildung an der 'Hochschule Ernst Busch' in Berlin. Es folgten Engagements an Bühnen in Hamburg und Düsseldorf. Auf der Leinwand war Striesow erstmals 2000 in der Literaturverfilmung "Kalt ist der Abendhauch" zu sehen. 2007 spielte er im österreichischen Kinofilm "Die Fälscher" den SS-Offizier Friedrich Herzog, eine Rolle die ihm den Bundesfilmpreis als "Beste männliche Nebenrolle" einbrachte. Der Film erhielt den Oscar als "Bester fremdsprachiger Film". Von 2005 bis 2012 wirkte Striesow in der ZDF-Krimireihe "Bella Block" mit. Seit 2013 ermittelt er als Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink im "Tatort" Saarbrücken. Für den Hörverlag stand Striesow bereits für "Die Falle" von Melanie Raabe vor dem Mikrophon.


Christian Kolb (Übersetzer)

Christian Kolb, 1970 geboren, studierte französische Literatur und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Neben den Romanen von David Foenkinos übersetzte er u. a. Jérôme Colin, Nicolas Fargues und Monica Sabolo. Er lebt in Berlin.

Übersetzt von Christian Kolb
Originalverlag: DVA

Hörbuch Download, Laufzeit: 4h 57 min

ISBN: 978-3-8445-1998-3

€ 12,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen:  31.08.2015

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Ein überaus gelungenes Hörbuch !

Von: tausendléxi Datum: 14.09.2018

https://tausendléxi.de/

1942, mit den Worten :“ Das ist mein ganzes Leben “ – übergibt Charlotte Salomon einer vertrauten Person ihre Gemälde. Diese Bilder erzählen vom gar so kurzen Leben der jungen Künstlerin.

Charlotte wächst in Berlin auf. Schon früh verstirbt ihre geliebte Mutter. Sie hat den Freitod gewählt, ebenso wie deren Schwester, der Namensvetterin von Charlotte.

Charlottes Vater, ein Arzt, verliebt sich in eine neue Frau. Paula, eine sehr gefragte Sängerin, inspiriert Charlotte zu einem Studium an der Berliner Kunstakademie. Dies ist schon sehr erstaunlich, da sich die Nationalsozialisten, mit großen Schritten, zu diesem Zeitpunkt – 1935/36 – an die Macht manipulieren.

Nachdem, bei einem Wettkampf an der Kunstschule, ihr, durch ihre jüdische Herkunft, der erste Platz versagt wird, verlässt sie diese Schule.

Ihre Stiefmutter Paula wird es untersagt weiter als Sängerin aufzutreten. Sie legt sich einen Gesangslehrer zu um nicht aus der Übung zu kommen. Alfred. Charlotte und er kommen sich näher und verlieben sich. Doch Charlotte muss fliehen, sie soll sich in Frankreich bei ihren schon emigrierten Großeltern, in Sicherheit bringen.

Auch in Frankreich bleibt Charlotte vor Katastrophen und Repressalien nicht verschont. In diesen Wirren lernt sie den österreichischen Emigranten Alexander Nagler kennen und lieben. Als sie schwanger wird, heiraten sie, Alexander konvertiert. Doch das Schicksal schlägt ungehindert weiter zu. Charlotte Salomon, verstirbt im 5. Monat schwanger , 1943, vermutlich in Ausschwitz. Ihr Mann stirbt Anfang 1944 an den Folgen der unmenschlichen Haftbedingungen.

Meine persönliche Meinung:

Das Hörbuch wird von Devid Striesow besprochen, mit der Story, wie auch mit dem Sprecher hatte ich zu Beginn so meine Bedenken. Zum einen, mit dem sehr oft anmutenden lakonischen Stil des Autors und zu anderen mit der Interpretation von Devid Striesow. Doch mich faszinierte Charlotte Salomon, ihr kurzes Leben. Ich wurde belohnt für meine Treue ! Dieses Hörbuch hat mich sehr nachdenklich und berührt zurück gelassen.

Ein großer Teil von Charlotte Salomons Bilder sind im Joods Historisch Museum in Amsterdam zu sehen. Wobei viele auch im Keller gelagert werden. 800 Bilder und Zeichnungen hat sie in ihrem ach so kurzen Leben geschaffen. 2012 wurde an ihrem ehemaligen Haus in Berlin – Charlottenburg ein > Stolperstein <verlegt.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Jeder Satz wie in Stein gemeißelt

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 01.05.2018

didonia.blogspot.de/

Das Cover ziert ein Selbstbildnis von Charlotte. Ernst schaut sie darauf aus. Ein schönes Leben hat sie aber auch nicht gehabt.

Als ich das Buch aufschlug, habe ich mich gewundert: Verse? David Foenkinos hat seine ganz eigene Art, über das Leben der Charlotte Salomon zu schreiben. Er erklärt es, und dann passt es auch. Ich empfinde jeden Satz wie in Stein gemeißelt. Keine Schnörkel. Nur, worauf es ankommt.

Zu Beginn erfahre ich, wie sich Charlottes Eltern kennengelernt haben. Als sie dann geboren wurde, bekam sie den Namen ihrer Tante Charlotte, Schwester ihrer Mutter, die von der Brücke ins eisige Wasser sprang und einen qualvollen Tod starb.
Als Charlotte neun ist, bringt sich ihre Mutter um, springt aus dem Fenster. Es liegt wohl in der Familie.

Das erste Weihnachtsfest ohne die Mutter. Charlotte spielt ein bisschen Theater, damit es nicht ganz so traurig ist.

Es ist 1930, der Vater lernt die Konzertsängerin Paula kennen und als er Charlotte eröffnet, dass sie heiraten werden, ist diese glücklich. Und mit Paula zieht Leben in die Wohnung. Kunst und Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Erich Mendelsohn oder Albert Schweitzer. Charlotte wird zur leidenschaftlichen Leserin: Goethe, Hesse, Remarque, Nietzsche und Döblin verschlingt sie regelrecht.
Doch sie hat keine Freunde. Nur Paula.

1933. Ein Jahr, bevor Charlotte ihr Abitur machen kann, muss sie die Schule verlassen. Der Hass gegen die Juden schlägt Wellen. Paula darf nicht mehr auftreten. Die vom Vater erbrachten medizinischen Leistungen werden nicht mehr abgerechnet. Bücher werden verbrannt.
Doch immer noch halten einige an dem Glauben fest, dass alles schnell vorbei geht. Doch Charlotte, jung wie sie ist, glaubt nicht daran.

"Das sind nicht ein paar Spinner, das ist ein ganzes Volk.
Das Land wird von einer gewalthungrigen Meute regiert."

In dieser Zeit entdeckt Charlotte ihre Liebe zur Malerei. Die Großeltern nehmen sie mit nach Italien, wo sie die Berufung zur Künstlerin spürt.

Zurück in Deutschland holt sie die Wirklichkeit ein. Die Großeltern verlassen das Land.

Warum glauben so viele zu dieser Zeit immer noch, dass alles gut wird?

Charlotte schafft es, an der Staatsschule für Freie und Angewandte Kunst zu studieren.

Und dann erfahren wir vom Autoren, wie er Charlotte gefunden hat. Und wie er gegrübelt hat, über sie zu schreiben.

Die Lage wird immer brenzliger. Kristallnacht. Der Vater wird abgeholt. In ein Lager gebracht und kommt nach Wochen wieder nach Hause. Paula kennt noch einige Leute, die ihr wohlgesonnen sind. Doch er ist kaum mehr zu erkennen.
Charlotte soll zu den Großeltern nach Frankreich. Sie brauchen lange, um sie zu überzeugen. Und sie gibt nur widerstrebend nach und verlässt das Land und ihren Liebsten Albert.

Doch auch in Frankreich marschiert der Feind ein. Um nicht verrückt zu werden, malt Charlotte. Malt ihr ganzes Leben.

Charlotte lernt Alexander kennen. Eine neue Liebe? Sie wächst nur sehr langsam. Und sie wird schwanger.
Die beiden heiraten und leben in der Villa L'Ermitage. Doch sie werden denunziert. Ein Anruf bei einem der grausamsten SS-Männer, Alois Brunner, ging ein und verrät die junge deutsche Jüdin.

Eingepfercht in einem Zug kommen Charlotte und Alexander in dem Durchgangslager Drancy an, dem Wartezimmer des Todes.

Dann müssen sie wieder in einen Zug. Drei Tage später sind sie am Ziel. Über einem Eingangstor ist zu lesen: Arbeit macht frei.
Bei der Registrierung werden Charlotte und Alexander getrennt. Alexander bricht nach drei Monaten tot zusammen.
Für Charlotte bleibt der Weg in die Duschbäder.

Und ich? Ich sitze hier und weine und weiß nicht, wohin mit meiner Wut.

Aber Charlotte hat ein Platz in meinem Herzen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ungewöhnlich und sehr eindringlich

Von: Monika Fuchs aus Hamburg Datum: 19.10.2015

Buchhandlung: Thalia Buchhandlung Nord GmbH & Co KG

Was ist David Foenkinos für ein ungewöhnlicher Autor! Vor einiger Zeit habe ich „Natalie küsst“ (DTV) von ihm gelesen und war begeistert. Danach kam bei mir „Souvenirs“ (DTV), wovon ich enttäuscht war. Und nun wollte ich eigentlich keinen neuen Versuch wagen. Aber nachdem mir Buchhändlerinnen einer kleinen Buchhandlung dieses Buch so sehr empfohlen haben, habe ich es dann doch gewagt. Und das Thema ist ja eins, welches, wie einige von Ihnen gleich erkennen werden, ich sehr gerne lese – eine Geschichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin. David Foenkinos erzählt dieses Mal die Geschichte von Charlotte Salomon, einer jungen Berliner Jüdin, die nur 26 Jahre alt wurde. Sie hat ein einziges, allerdings sehr umfangreiches und ungewöhnliches Werk verfasst – „Leben? Oder Theater?“. Dieses Werk umfasst ca. 800 Gouachen im expressionistischen Stil, die sie mit erläuternden Texten und Hinweisen zu Musikstücken kombiniert hat. Das Ganze ist aufgebaut wie ein Theaterstück. Und es erzählt die Geschichte ihrer Familie und ihrer großen Liebe. Als Buch ist das Werk leider nicht mehr neu erhältlich. Und die Bilder werden im Joods Historisch Museum in Amsterdam verwahrt. Und David Foenkinos erzählt nun diese Familiengeschichte. Eine tragische Geschichte, in der sehr viel von Depressionen und Selbstmord die Rede sein wird. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht zum Inhalt sagen. Als ich das Buch das erste Mal aufgeschlagen hab, hat es mich erschreckt. Auf den ersten Blick sieht es nämlich so aus, als ob es ein Gedicht sei. Aber das täuscht. Der Autor schreibt nur sehr kurze Sätze und macht nach jedem Satz einen Zeilensprung. Dadurch sieht es aus wie ein Gedicht. Was anfangs etwas gekünzelt wirkt, macht nach längerem Lesen durchaus Sinn. Ich habe etwas gebraucht, bis ich in dem Buch drin war. Aber dann hat es mich nicht wieder losgelassen. Und dieser besondere Stil passt hervorragend. Charlotte war nur eine kurze Lebenszeit gegönnt. Und gerade kurz vor ihrem Ende musste sie die Zeit gut nutzen. Und so zieht einen dieses Buch mit seinen knappen Sätzen immer mehr in die Geschichte rein. Man wird beim Lesen hast atemlos. Sehr interessant ist während des Lesens, dass der Autor nicht nur die Geschichte von Charlotte Salomon erzählt, sondern auch immer wieder einmal mit einfließen lässt, wie er überhaupt auf die Idee zu diesem Roman gekommen ist, und was er während der Recherche erlebt hat. Mich hat dieses Buch zutiefst beeindruckt. Ich kann es nur empfehlen. 240 Buchseiten, die einen gefangen nehmen.

Von: Tina Krausekopf aus Bad Bramstedt Datum: 20.07.2015

Buchhandlung: BUCH & medien Handels-GmbH

Habe gerade in einem Rutsch "Charlotte" durchgelesen! Und das, obwohl es schon lange sein Dasein in einem großen Bücherstapel fristet, immer wieder nach unten rutschte, weil... ja weil ich David Foenkinos so belanglos fand. Ich revidiere mein Urteil! Was für ein großartiger Erzählstil! Was für ein beeindruckenes Buch! Faszinierende Charlotte!

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