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Der Knochenjäger

Lincoln-Rhyme-Thriller (1)

Ungekürzte Lesung mit Dietmar Wunder

Kundenrezensionen (3)

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€ 29,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8371-1095-1

Erschienen: 05.11.2011
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ex-Detective Lincoln Rhyme ist nach einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmt und zieht sich immer mehr zurück. Bis ein Serienkiller die Stadt in Angst versetzt: an jedem Tatort hinterläßt er einen Hinweis auf seinen nächsten Mord. Lincolns Interesse wird geweckt - denn langsam kommt ihm der Verdacht, daß er den Mörder kennen muß...

Offizielle deutsche Webseite zu JEFFERY DEAVER www.jeffery-deaver.de

Offizielle Webseite (engl.) www.jefferydeaver.com

ÜBERSICHT ZU JEFFERY DEAVER

Jeffery Deaver, ehemals Rechtsanwalt und heute erfolgreicher Schriftsteller, wurde von der Londoner Times als der "beste Autor psychologischer Thriller weit und breit" gewürdigt. Seine intelligenten Thriller um das höchst ungewöhnliche Ermittlerduo Rhyme / Sachs - der querschnittsgelähmten Lincoln Rhyme löst die Fälle durch analytische Intelligenz, das Ex-Model Amelia Sachs übernimmt als Assistentin die "Beinarbeit" - haben ihm eine riesige Fangemeinde eingetragen.
Mit John Pellam schickt Deaver einen weiteren faszinierenden Helden auf Spurensuche, der durch seine einfallsreichen Ermittlungsmethoden glänzt. Neu in der Deaver'schen Ermittlerriege: Kathryn Dance, Verhörspezialistin beim California Bureau of Investigation.

"Jeffery Deaver schreibt brilliant" Minette Walters

Mehr Informationen: www.jeffery-deaver.de

Lincoln-Rhyme-Thriller

Kathryn-Dance-Thriller

John-Pellam-Thriller

Weitere Titel des Autors

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Jeffery Deaver (Autor)

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans Die Assistentin unter dem Titel Der Knochenjäger (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.


Dietmar Wunder (Sprecher)

Dietmar Wunder leiht seit Jahren Hollywoodstars wie Adam Sandler, Cuba Gooding Jr. und Daniel Craig seine Stimme. Außerdem ist er als Synchronregisseur und -autor tätig und ein sehr gefragter Hörbuchsprecher.

Aus dem Englischen von Hans-Peter Kraft
Originaltitel: The Bone Collector (Hodder & Stoughton)
Originalverlag: Goldmann

Hörbuch Download, Laufzeit: ca. 782 Minuten

ISBN: 978-3-8371-1095-1

€ 29,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 05.11.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Sehr gutes Buch

Von: Jiskett Datum: 07.07.2016

archive-of-longings.blogspot.de/

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, sie war von Anfang an interessant und blieb dies auch bis zuletzt.
Lincoln Rhyme ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnlicher Protagonist - nicht nur, weil er querschnittsgelähmt ist, sondern auch aufgrund seiner Art, mit allem umzugehen und seinem enormen Wissen über verschiedene Aspekte der kriminaltechnischen Arbeit. Der Charakter hat Ecken und Kanten, ist rechthaberisch und teilweise auch unfreundlich, aber er war mir sehr sympathisch. Seine Behinderung an sich war meiner Meinung nach sehr realistisch, ohne etwas zu beschönigen, aber auch ohne unnötige dramatische Ausschmückungen, dargestellt. Es wird klar gemacht, dass seine Situation sehr schwer ist und stellenweise ist dies sehr beklemmend, vor allem, da der Autor kein Blatt vor den Mund nimmt und uns mit harten Fakten konfrontiert, aber mir hat gut gefallen, dass Rhyme trotz seiner Situation Möglichkeiten findet, langsam wieder Spaß am Leben zu haben.
Rhyme zur Seite gestellt ist Amelia Sachs, eine Streifenpolizistin. Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mit ihr warmzuwerden, doch nachdem sie und Lincoln ihre Differenzen beseitigen konnten, ist sie mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Sie hat ebenfalls einige Fehler, was sie menschlich und echt macht. Vor allem die Entwicklung ihrer Beziehung zum Protagonisten war sehr schön dargestellt. Die Zusammenarbeit der beiden war wirklich gelungen und sie bilden ein gutes Team; ich bin schon gespannt, welche Fällen sie in den nächsten Büchern lösen werden.

Der Fall selbst war spannend und vor allem die Polizeiarbeit war wahnsinnig interessant beschrieben. Die Tatortbegehungen werden sehr detailliert geschildert, da Amelia sie vornimmt und Lincoln am Telefon alles beschreibt, was sie entdeckt. Dies hat mir gut gefallen, man hatte fast das Gefühl, selbst am Tatort zu stehen und nach Spuren zu suchen, um den (wirklich sehr intelligenten) Täter zu überführen. Ein schönes stilistisches Mittel hierbei war, dass der Autor regelmäßig einen 'Steckbrief' zum Mörder abgedruckt hat, der alle Informationen enthielt, die die Ermittler zu diesem Zeitpunkt hatten. So konnte man gut sehen, welche Fortschritte gemacht wurden. Die Auflösung hat mich dennoch überrascht, ich hatte den Täter überhaupt nicht im Verdacht. Die Enthüllung war allerdings überzeugend und plausibel, sie passte gut zum Rest der Geschichte und sorgte für einen durch und durch befriedigenden Abschluss.
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Fehlverhalten des Teams Konsequenzen hat, auch wenn sie nur temporär sind. So wird zum Beispiel nicht einfach übergangen, dass Rhyme aus dem Dienst ausgeschieden ist und eigentlich nicht mehr an Fällen arbeiten dürfte...

"Der Knochenjäger" ist eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Es ist spannend und sehr gut geschrieben, bietet realistische, ungewöhnliche Protagonisten und einen interessanten Fall, bei dem es mir vor allem bei die detaillierten Beschreibungen der Ermittlungen angetan haben. Den kleinen Abzug gab es hauptsächlich wegen der Probleme, die ich anfänglich mit Amelia hatte.
Den zweiten Band der Reihe werde ich definitiv lesen.
4,5/5 Sternen

Auftakt zu einer der besten New York City-Crime-Serien der letzten Jahrzehnte!

Von: WortGestalt Datum: 30.09.2015

wortgestalt-buchblog.blogspot.de/

Wenn die Protagonisten eines Romans gleichzeitig rasend brillant und bildhübsch sind, rümpft der Leser ja gerne einmal die Nase. Perfekte, makellose Menschen, wie unrealistisch, wie idealisiert! Tja, wie wäre es damit: Eine junge Streifenpolizistin, Amelia Sachs, Anfang 30, schlank, lange rote Haare, wunderschön und vor ihrem Polizeidienst Mannequin. Und ein junger brillanter Forensiker, Lincoln Rhyme, Anfang 40, dichtes dunkles Haar, braune Augen, gutaussehend. Ah, das klingt doch wie Musik. Oberflächlich betrachtet wie für ein Hochglanzmagazin gemacht. Sie auf dem Cover der Vogue, er im Time-Magazine. Ja, aber das hier ist ein Thriller von Jeffery Deaver und da sieht es dann so aus, dass der gutaussehende Forensiker und Star-Kriminalist der New Yorker Polizeibehörde seit einem Arbeitsunfall vor dreieinhalb Jahren querschnittsgelähmt ist, ihm außer einer Restfunktion im Ringfinger der linken Hand nur noch die Beweglichkeit von Schultern, Hals und Kopf geblieben ist. Er lebt zurückgezogen, ist so herrisch wie stur und würde sein Leben gern beenden. Wenn er denn könnte. Und die attraktive Polizistin? Bis auf die Nagelhaut abgekaute, blutverkrustete Fingernägel, blutig gekratzte Kopfhaut, eine Vorliebe für hohe Geschwindigkeiten beim Fahren motorisierter Fortbewegungsmittel und eine stark ausgeprägte Abneigung gegen enge Räume.

Um diese beiden Charaktere hat Autor Jeffery Deaver eine der besten New York City-Crime Serien der letzten Jahrzehnte entwickelt. Seit 1997 wurden bisher insgesamt 11 Bände veröffentlicht, ein zwölfter ist in Vorbereitung und soll voraussichtlich 2016 auf dem englischsprachigen Markt erscheinen. In "Der Knochenjäger" (in deutscher Übersetzung erstmals unter dem Titel "Die Assistentin", Goldmann 1999, erschienen) treffen der gelähmte Forensiker Lincoln Rhyme und die Streifenpolizistin Amelia Sachs zum ersten Mal aufeinander, Jeffery Deaver legt damit den soliden Grundstein für eine Reihe, bei der sich insbesondere die Figuren als besonders haltbar erweisen werden.

Der Fall, an dem Rhyme und Sachs hier arbeiten, könnte in vielerlei Hinsicht als Wink des Schicksals verstanden werden. Eine Hand samt Unterarm ragt aus dem Erdboden einer alten Bahnanlage in Manhattan, Haut und Fleisch vom Ringfinger sind entfernt worden, dafür ziert ein schöner Diamantring den nackten Knochen. Die Leiche wurde angeschossen und dann lebendig vergraben, senkrecht in der Erde stehend. Außerdem wird eine weitere Person vermisst, es scheint, als habe der Täter Spuren am Tatort hinterlassen, die einen klugen Ermittler zum nächsten Opfer führen könnten, um es eventuell zu retten...

Und es deutet sich rasch an, die Tatortarbeit ist das, was diesem Thriller seinen Stempel verpassen wird, "Der Knochenjäger" ist geprägt von der Suche nach Spuren, der Suche nach dem Mörder, der Analyse von Beweismaterial und dem Kombinieren von Erkenntnissen. Es geht oft wissenschaftlich zu, wenn Proben von einem Tatort im heimischen Labor verdampft und in ihre Einzelteile zersetzt werden, um aus den verschiedenen Elementen Rückschlüsse auf die Herkunft der Substanzen zu ziehen. Oft tauchen da charakteristische Merkmale auf, die sich einem bestimmten Stadtgebiet zuordnen lassen, nicht selten lernt man dabei auch etwas über das historische New York. Und immer fasziniert es einen, welche Hinweise sich in den kleinsten Erdklumpen verstecken können, wenn man sie denn zu deuten weiß. Sollte die Kriminaltechnik im realen Leben auch nur annähernd auf dem Niveau arbeiten, mit dem Lincoln Rhyme seine Schlüsse zieht, bleibt nur die Erkenntnis, Verbrechen lohnt wirklich nicht.

Doch bei all den wissenschaftlichen Analysen ist "Der Knochenjäger" auch geprägt von dem Thrill der Jagd, der Jagd nach dem Mörder. Während Amelia Sachs die Tatorte untersucht, entsteht meist eine ganz besondere Stimmung, beklemmend, unheimlich, angespannt, drängend. Auch wenn die Tat längst verübt wurde, nährt sich die Spannung aus dem Tatort, hängt das Grauen noch schwer und träge in der Luft, bedrückend und morbide die Atmosphäre.

Und wie ein Duell nimmt der gelähmte Forensiker Lincoln Rhyme diesen Fall, wie auch seine späteren, als eine Art persönliche Herausforderung, dem Killer geistig überlegen zu sein und ihn anhand seiner Spuren zu überführen. Dabei hat es oft den Anschein, als würden für Rhyme die Opfer eine untergeordnete Rolle spielen, als ginge es ihm beim Lösen eines Verbrechens weniger um Gerechtigkeit oder Moral, sondern um das Übertrumpfen, die Möglichkeit, die Überlegenheit seines Geistes unter Beweis zu stellen. Vielleicht eine Art Kompensation für seinen nutzlos gewordenen Körper. Vielleicht aber auch, weil Rhyme ein unverbesserlicher alter Klugscheißer ist. ;) In Kombination mit der geradlinigen, konsequenten und engagierten Amelia Sachs, die erfreulicherweise ohne Rollenklischees auskommt, entsteht ein nahezu perfektes Gleichgewicht im Figurenspiel, das funktioniert einfach, das liest sich, das passt.

Fazit: Im ersten Fall für den gelähmten Forsensiker Lincoln Rhyme und die Streifenpolizistin Amelia Sachs werden zwei Dinge deutlich. Erstens: In dieser (einer der besten) New York City-Crime Serien dreht sich alles um Spuren, Tatorte, Hinweise und die Jagd nach dem Täter. Und zweitens: Traue niemandem, auch nicht dem Autor, Jeffery Deaver ist der Meister der Täuschung! Das klingt pathetisch, ist aber so. Wirklich.

Bewertung: 86,6 %
Stil: 4/5 | Idee: 5/5 | Umsetzung: 4/5 | Figuren: 5/5 | Plot-Entwicklung: 4/5
Tempo: 4/5 | Tiefe: 4/5 | Komplexität: 5/5 | Lesespaß: 4/5 | = 4,33 Punkte


Rezension auch auf
http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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