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Der Name des Windes Die Königsmörder-Chronik - 1. Tag

Die Königsmörder-Chronik (1)

Ungekürzte Lesung mit Stefan Kaminski

Kundenrezensionen (8)

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€ 17,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-0803-1

Erschienen: 10.09.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Hörbuch MP3-CD

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„Ein Fantasy-Epos voll MUSIK und MAGIE.“ Denis Scheck

„Vielleicht habt ihr von mir gehört“ ... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Stefan Kaminski leiht dem berühmten Zauberer Kvothe und seiner spannenden Geschichte eine Stimme, die von der ersten Minute an fesselt.

(Laufzeit: 28h 19)

"Stefan Kaminski leiht dem berühmten Zauberer Kvothe und seiner spannenden Geschichte eine Stimme, die von der ersten Minute an fesselt."

Rheintalische Volkszeitung (28.09.2012)

ÜBERSICHT ÜBER DIE WERKE VON PATRICK ROTHFUSS

Die Königsmörder-Chronik

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Patrick Rothfuss (Autor)

Patrick Rothfuss, geboren 1973 in Madison (Wisconsin), unterrichtet als Universitätsdozent und lebt in Wisconsin. In seiner Freizeit schreibt er satirische Kolumnen und versucht sich in Alchemie. "Der Name des Windes" ist sein erster Roman. 2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman "Der Name des Windes" mit dem Quill Award sowie dem Publishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet, 2009 hat das Buch den Deutschen Phantastik Preis als bester internationaler Roman erhalten.


Stefan Kaminski (Sprecher)

Stefan Kaminski ist Schauspieler, Sprecher und Autor. 1974 geboren, in Berlin aufgewachsen, wollte er immer Meeresbiologe werden, hat dann aber Mikrofone, Kassetten und Geräusche für sich entdeckt – und seine Stimme, die aus vielen zu bestehen schien! Sein professioneller Weg begann 1996 beim Hörfunk. Danach Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch'. Seit 2001 spielt er am Deutschen Theater Berlin, wo er mit Regisseuren wie Jürgen Kruse, Dimiter Gotscheff und Leonhard Koppelmann arbeitete. 2004 entstand dort sein Live-Hörspielformat Kaminski ON AIR. Filmklassiker, Theaterstoffe und Opernlibretti sind hier Gegenstand freier Bearbeitung. Sein 'Stimmen-Morphing' führt ihn dabei von einer Figur zur nächsten und lässt bekannte Geschichten neu entstehen. Eine erfolgreiche Mischung aus Theater, Hörspiel und Entertainment, die auch auf Tour zu erleben ist. Darüber hinaus ist Stefan Kaminski in vielen Produktionen von Rundfunk, Fernsehen und Hörbuchverlagen vertreten.
Beim Hörverlag war er bereits in Lewis Carrolls "Alice im Wunderland", Nick Hornbys "A Long Way Down", Sergej Lukianenkos "Trix Solier" in "Lautlos" und "Der Schwarm" von Frank Schätzing und in "Der Name des Windes" und "Die Furcht des Weisen 1 und 2" zu hören.

Mehr unter www.kaminski-on-air.de

"Stefan Kaminski leiht dem berühmten Zauberer Kvothe und seiner spannenden Geschichte eine Stimme, die von der ersten Minute an fesselt."

Rheintalische Volkszeitung (28.09.2012)

Übersetzt von Jochen Schwarzer, Hans-Ulrich Möhring
Originaltitel: © 2008 J.G. Cotta’sche Buchhandlung, (p) 2012 Der Hörverlag

Hörbuch Download, Laufzeit: 1689 Minuten

ISBN: 978-3-8445-0803-1

€ 17,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 10.09.2012

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch MP3-CD)

Epische Geschichte mit meisterhaften Sprecher, unbedingt als Hörbuch!

Von: KayaDominica Datum: 02.12.2016

isabellsbooks.blogspot.de/



FAKTEN ZUM HÖRBUCH

Titel: Der Name des Windes - Die Königsmörder-Chronik - 1. Tag

Englischer Titel: The Name of the Wind - The Kingkiller Chronicle: Day One

Autor: Patrick Rothfuss

Sprecher: Stefan Kaminski

Verlag: der Hörverlag

Band: 1 von 3

Preis: 18,49€

Länge: 28h 19 min

CD Anzahl: 4 MP3 CDs

Genre: Fantasy

Amazonlink: hier klicken

Rezensionsexemplar? Ja. Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom "der Hörbuch" Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zugeschickt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. :)

Meine Meinung bleibt selbstverständlich meine eigene.




vage Inhaltsbeschreibung und Vorab-Warnung

Ich kann euch nur dringend raten, dass ihr, wenn ihr Interesse an dieser Geschichte habt, so wenig wie möglich vorher lest!

Allein der Klappentext spoilert meiner Meinung nach leider schon einiges, weshalb ich froh war, dass ich ihn vorher nicht gelesen habe.

Ich werde deshalb in dieser Rezension komplett spoilerfrei bleiben, jedoch trotzdem versuchen, euch einen Eindruck von der Geschichte zu geben.

Deshalb nur so viel zum Inhalt:


Die Geschichte spielt in einer anderen, fiktiven Welt, weshalb man es wohl als High Fantasy einstufen würde. (Lasst euch davon aber bitte nicht abschrecken, wenn ihr normalerweise nicht so viel damit anfangen könnt!)

Es wird die Geschichte von Kvothe erzählt - in zwei verschiedenen Ebenen. Als Leser begegnet man am Anfang des Buches erstmal den älteren Kvothe und bekommt dann den Hauptteil des Buches von ihm seine eigene Geschichte erzählt. Dadurch hat man zwei Erzählebenen.

Kvothe erzählt in diesem Buch die Geschichte seiner Kindheit und Jugend.


Ihr seht schon, ich versuche so vage wie möglich zu bleiben, um so gut wie nichts zu verraten. Denn ich kann euch nur empfehlen, euch meine Rezension durchzulesen und danach zu entscheiden, ob es euch anspricht. :)




MEIN HÖRERLEBNIS


Puh. Wo soll ich nur anfangen? Vom 19. Oktober bis gestern, den 01. Dezember, habe ich dieses Hörbuch gehört. Das heißt, es hat mich wirklich eine lange Zeit über begleitet. Was aber auch kein Wunder ist, denn es handelt sich um ein fast 30 Stunden Hörbuch.

Deshalb könnte diese Rezension auch etwas länger werden, da ich versuchen möchte, dem Hörbuch alle Ehre zu machen.



Der Sprecher: Stefan Kaminski - Fallen lassen & einfach lauschen


Die Stimme des Sprechers konnte mich sofort fesseln. Es ist einfach die perfekte Hörbuch-Zuhör Stimme. Man kann sich als Zuhörer komplett fallen lassen und einfach nur lauschen. Gebannt lauschen, schmunzelnd lauschen, traurig lauschen,.. - und vorallem: interessiert und fasziniert lauschen.

Stefan Kaminski hat eine wahnsinnig angenehme Stimme und das Talent, jedem einzelnen Charakter so viel Persönlichkeit allein durch seine Stimmveränderungen zu geben. Das hat mich wirklich die kompletten 30 Stunden über immer wieder zum Staunen gebracht.

Ich habe mir allein von der Art, wie er einen Charakter gesprochen hat, jemanden bildlich vorstellen können. Das regte meine Fantasie total an und ließ sie sprudeln.

Ich musste mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass das nur ein Mensch ist, der da gerade eine hitzige Diskussion führt, die so lebhaft wirkt, und bei der beide Charaktere so unterschiedlich wirken, da sie so unterschiedlich sprechen.

Es ist wirklich eine Meisterleistung, die Stefan Kaminski hier vollbracht hat. Hut ab.

Er kreiiert so eine einzigartige Atmosphäre mit diesen Charakteren, wie ich es bisher noch nie in einem Hörbuch erlebt habe.

Natürlich liegt das auch an der fantastischen Buchgrundlage, jedoch wirkte jeder Charakter durch die Art, wie der Sprecher ihn gesprochen hat, noch gruseliger, noch zerbrechlicher, noch gemeiner, noch faszinierender, noch vielschichtiger.

Ich kann wirklich nicht genug davon schwärmen, da mich das so fasziniert.

Der Sprecher gleitet in einer Unterhaltung von einer Stimme in die andere, und schafft es dabei, dass man als Leser eine Stimme davon fürchtet und vor ihr bangt.

Er setzt dazu wirklich alle Mittel ein: Seine Stimme verändert ihre Lautstärke, ihre Tonhöhe, ihren Nachdruck, ihre Kraft... und vieles mehr.

Immer wenn ich dem Hörbuch zuhörte, hüllte es mich ein und ich konnte der Außenwelt damit entfliehen.

Allein um Stefan Kaminski zuzuhören und zu bewundern, lohnt sich dieses Hörbuch schon.

Um ehrlich zu sein, kann ich mir die Geschichte sogar gar nicht nicht als Hörbuch vorstellen, da der Sprecher so einen dicken Stempel darauf gedrückt hat.




Die erste Erzählebene / Schwieriger Einstieg -> Nicht aufgeben!


Wie oben schon erwähnt, besteht das Buch aus zwei Haupterzählebenen, wobei die erste Erzählebene mit dem älteren Kvothe etwa 20% ausmacht, und der Hauptteil aus den Erlebnissen des jungen Kvothe in dessen Kindheit und Jugend besteht.

Dennoch kommt einem diese erste Erzählebene am Anfang sehr lange und zäh vor, da man da ja noch nicht das große Ganze sehen kann.

Deshalb kann ich hier nur mit Nachdruck an euch appellieren: Haltet durch! Gebt diese komplexe und wunderbare Geschichte nicht gleich am Anfang auf!

Ich wusste am Anfang noch nicht so ganz, was ich von allem halten sollte, und es fühlte sich etwas ziellos an. Man wusste nicht wirklich, was für eine Geschichte da jetzt erzählt wird, da sich kein wirklicher Handlungsstrang fassen ließ.

Jedoch ist das alles nur wie ein Vorspann, bis man dann in die 2. Erzählebene abtauchen kann.

Es kommt natürlich darauf an, wie schnell man das Hörbuch hört, oder das Buch liest, ob einem der erste Teil lang vorkommt oder nicht. Denn als ich gerade nochmal nachgeschaut habe, bemerkte ich, dass es wirklich nicht lange dauert, bevor die eigentliche Geschichte beginnt.


Was ich auch sehr schade fand, und mir das Hörbuch gleich zu Beginn madig gemacht hat, war, dass innerhalb dieser ersten Erzählebene gleich ein Spinnentier vorkommt.

Da ich Spinnen absolut nicht ausstehen kann, hatte das Hörbuch an dieser Stelle für mich seinen Tiefpunkt, und ich hatte tatsächlich keine Lust mehr, ab da weiterzuhören.

Falls es euch ähnlich geht, kann ich euch hier verraten: Es kommt im ganzen restlichen Hörbuch kein Spinnentier mehr vor.

Und man würde wirklich alles verpassen, wenn man an dieser Stelle schon abbrechen würde - wo die eigentliche Geschichte noch nichtmal begonnen hat.


Es ist auch vollkommen normal, am Anfang etwas verwirrt zu sein, und nicht ganz zu wissen, was man von allem halten soll. Und es ist auch normal, wenn man die ganzen Namen hier durcheinander bringt. Das wird alles, glaubt mir. Ihr werdet euch wunderbar in alles einfügen, wenn ihr nur dranbleibt.

Ich muss sagen, dass diese erste Erzählebene für mich wirklich die meisten Abzüge beinhaltet, die ich an diesem Hörbuch finden kann.

Die meisten Fantasy-Aspekte kommen auch in dieser Erzählebene vor, wovon ich auch nie wusste, was ich jetzt davon halten sollte.


Was ich der ersten Erzählebene jedoch zu gute halten muss ist ihre Atmosphäre:

Es ist eine fast gruselige Atmosphäre, die wunderbar in den Herbst passt, da sie auch da spielt, und das schön bildlich beschreibt.

Es kommen in dieser Ebene unglaublich viele undurchsichtige Charaktere vor, bei denen man nicht weiß, auf wen man sich jetzt konzentrieren soll.



Der Fantasy - Aspekt - auch was für Nichtfans?


Da ich vor dem Hören dieses Hörbuchs wirklich keine einzige inhaltliche Information zu der Geschichte gelesen habe, sondern mich nur auf die Empfehlungen von den Youtuberinnen Lisa und Reading Teabag und Mona verlassen habe, wusste ich auch nicht, um welches Genre es sich handelt.

(Ich habe von den Rezensionen nur die Empfehlung mitgenommen, und das inhaltliche vorerst übersprungen. Das hebe ich mir für Nach-dem-Rezensions-Schreiben auf, damit ich meine eigene Meinung wiedergebe, und mich nicht beeinflussen lasse.

Dennoch verlinke ich euch hier die Rezensionsvideos der drei zum Draufklicken:

Lisas Rezension, Reading Teabags Rezension, Monas Rezension)


Ich empfand das Buch nicht unbedingt als Fantasy-lastig. Auch wenn viele sagen, es sei DAS FANTASYBUCH schlechthin, kann ich dem irgendwie nicht zustimmen.

Die Übernatürlichkeit zieht sich durch das gesamte Buch, aber für mich ist da ein Unterschied zwischen übernatürlichen Wesen, wie zum Beispiel Tier-Mensch Kreuzungen, und zwischen übernatürlichen Gedächtnistraining. Denn das erste fällt bei mir unter die Kategorie Fantasy, und das andere kann ich mir irgendwie trotzdem vorstellen, und kommt mir daher mehr interessant und zum Nachdenken anregend vor, als fiktiv.


Dennoch kann man natürlich nicht leugnen, dass es ein Fantasy Buch ist, da es ja, wie oben erwähnt, auch in einer ganz anderen Welt spielt.

Jedoch ist diese Welt so extrem detailliert ausgebaut, dass sie mir so echt vorkam.

Mir fällt das schwer zu beschreiben, deshalb hoffe ich, ihr versteht was ich meine.


Es geht mir darum, Nicht-Fantasy-Fans zu erklären, dass das Buch sich für mich gar nicht so nach Fantasy angefühlt hat, und ich es euch deshalb wärmstens empfehlen kann.


Denn das Buch lässt sich eigentlich weder in ein Genre, noch in Worte fassen.

Es ist vollkommen anders als alles andere was ich je gelesen habe.




Meine Faszination an der Geschichte


Die Geschichte wird immer interessanter und komplexer und konnte mich vollkommen fesseln.

Es dreht sich sehr viel darum, den Geist zu erweitern, was ich wahnsinnig faszinierend fand.

Die Geschichte plätschert eigentlich kaum dahin, sondern bestraft einen eher dafür, wenn man bei ein paar Worten mal kurz nicht zugehört hat.

Fast 30 Stunden lang schafft es diese Geschichte, auf so einem starken Niveau zu bleiben, dass es mich nur immer wieder von neuem erstaunt hat.

Ich empfand es als sehr intensives Hörerlebnis und habe es wirklich sehr sehr gerne gehört.

Es entfacht auch immer wieder das Gefühl, etwas Größeres zu hören. Dass alles, was man erzählt bekommt, Fäden sind, die am Ende zu etwas Großem zusammenführen werden - die gemeinsam eine große, komplexe und einzigartige Geschichte erzählen werden.

Und auch das entfernte es für mich von dem Genre: Fantasy: Dass ich das Gefühl hatte, etwas von Bedeutung zu hören.


Ich glaube, es gibt kaum ein besseres Hörbuch als dieses.

Es hat alles, was man sich nur davon wünschen kann, sowohl was das Hören ausmacht, als auch die Geschichte selbst, die wahnsinnig spannend erzählt wird.

Und wenn es mal nicht spannend ist, ist es einfach nur schön zum Anhören.


Vorallem ab der 3. CD kam sehr viel Witz dazu. Kvothe hat so einen faszinierenden Charakter entwickelt. Es kam zu vielen lustigen, listigen Momenten, in denen ich beim Hören nur schmunzelnd den Kopf schüttelte.


Was ich erst als Negativ empfunden habe, mir jetzt aber nur wieder die Intensität des Hörens unterstreicht, war die etwas längere "Durststrecke" in CD2.

Die Geschichte wurde plötzlich sehr viel düsterer und tragischer und die Stimmung war generell recht negativ. Mich hat das auch sehr mitgenommen.

Doch sobald es Kvothe wieder besser geht, lichtete sich auch für mich das Hören wieder.

Mir wird jetzt erst bewusst, wie gut Kvothes Stimmung dabei rübergebracht wurde.





Kvothe - komplexer & wahnsinnig gut ausgearbeiteter Protagonist


Da in meinem Studium auch sehr viel Literaturwissenschaft dran kommt, konnte ich nicht anders, als immer wieder die Charakterausarbeitungs-Eigenschaften auf Kvothe anzuwenden.

Und er ist wirklich der rundeste, tiefgründigste, komplexeste, vielschichtigste und realste Charakter, der mir je untergekommen ist.

Es hat mich wirklich immer wieder begeistert und verblüfft, wie extrem gut er ausgearbeitet ist. Er kommt einem so real menschlich vor, da er so wahnsinnig komplex ist.

Seine Selbstreflektion hat mich teilweise zu Tränen gerührt.

Ich wünschte, es würde öfters so wahnsinnig tolle Charaktere geben, die so real sind, dass es schon weh tut, und man sich nicht wundern würde, wenn sie aus den Seiten des Buches herausklettern würden.

Auch deshalb fällt es mir wieder schwer, das ganze als Fantasie Geschichte einzustufen, da der Hauptcharakter echter ist, als alle Contemporary-Romane die ich je gelesen habe.

Es ist auch wunderbar, wie ausgearbeitet die ganze Geschichte scheint, da man als Leser/Hörer Kvothe erst nach und nach immer besser und tiefer kennenlernt. Es eröffnen sich Schluchten in diesem Charakter, die man am Anfang der 2. Erzählebene nie für möglich gehalten hätte.

Man sieht dabei zu, wie das Bild von Kvothe immer besser gezeichnet und langsam in Farben ausgemalt wird.

Vorallem ab CD3 lebt der Charakter wirklich wahnsinnig auf. Jedoch gibt ihm alles was in CD1 und 2 geschieht, die Tiefe, die ich an ihm so bewundere und bestaune.

Als Kvothe die Universität besucht, konnte ich mich auch sehr gut mit ihm und der Umgebung identifizieren. (ein weiterer Punkt der gegen Fantasy für mich spricht)

Und da Kvothe als Hauptfigur der Kern und Mittelpunkt des Ganzen ist, ist es auch nicht so schwer, über Durststrecken oder andere Längen in der Geschichte hinwegzukommen. Denn da ist immer dieser komplexe Charakter, an den man sich lehnen kann, und mit dem man so gut mitfühlen kann und von dem man fasziniert wird.


Natürlich darf ich nicht nur den unglaublich tollen Sprecher Stefan Kaminski in den Himmel loben, sondern muss, vorallem was Kvothe angeht, dem Autor Patrick Rothfuss die Füße küssen.

Was er da geschrieben hat, ist wirklich ein wahres Meisterwerk und es war mir eine Ehre, es erleben zu dürfen.



Ein paar negative Aspekte

Trotz dass ich auch etwas zu meckern habe, ist das, wenn man sich überlegt, dass es 30 Stunden Material sind, nicht wirklich viel.

Die übernatürlichen Wesen sprachen mich alle nicht wirklich an. Diesen Teil hätte ich nicht gebraucht, war jedoch froh, dass er auch nicht wirklich dominant vorkam.

Vorallem störte mich hierbei, wie oben schon erwähnt, das Spinnentier direkt am Anfang des Hörbuches.

Dann kamen auch, zu meiner Überraschung, einige brutale Stellen vor, die gar nicht angenehm zum Hören waren. Jedoch kann man bei Kvothes Geschichte auch nicht erwarten, dass es nicht zu Brutalität kommt.

Dennoch war es vereinzelt wirklich sehr gewaltsam, hart und unschön.


Die doch sehr detaillierten Beschreibungen der Gewalttaten, die vereinzelten unanständigen Ausdrücke, und die teilweise gruseligen Szenen und Stimmen, machen die Geschichte für mich auf keinen Fall zu einem Kinderbuch. Ich finde dagegen, dass man, um die Geschichte in seiner ganzen Komplexität begreifen zu können, schon erwachsen oder kurz davor sein sollte.



Da es eine fiktive Welt ist, gibt es auch einen fiktiven Gott. Zu diesem gab es mal eine Gottgeschichte, ähnlich die in der Bibel. Das konnte mich auch nicht wirklich ansprechen, jedoch ist es jetzt im Rückblick gesehen, auch nur ein winziger Teil des großen Ganzen und wichtig dafür, dass man den Glauben dieser Welt versteht.

Die 2. CD hatte einige Längen und zog sich eine ganze Weile etwas. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte recht lange das Wesentliche aus dem Blick verlor.

Jedoch war das, jetzt im Rückblick gesehen, genau richtig und wichtig zu dem Zeitpunkt.

Das Ende spielte wieder in der 1. Erzählebene, was zu erwarten war, ich jedoch trotzdem schade fand. Mir gefällt diese erste Erzähleben einfach nicht so gut und immer wenn sie vorkam, wollte ich sofort wieder in die 2. Erzählebene abtauchen. Glücklicherweise nahm die 1. Erzählebene ja nur 20% ein, jedoch war mir das schon zu viel.

Eine wichtige weibliche Figur in der Geschichte wurde extrem pompös angekündigt, sodass hohe Erwartungen in mir aufkeimten. Jedoch war ich dann ehrlich gesagt etwas enttäuscht von ihr, da sie sich dennoch nicht so wahnsinnig anders als andere Frauen verhielt.

Es war generell so: Je mehr Übernatürliches vorkam, desto weniger mochte ich es.

Daher war ich froh, dass sich das ziemlich in Grenzen hielt.



Die Länge des Hörbuchs: fast 30 Stunden


Da dies ein Rezensionsexemplar war, wollte ich nicht zu lange dafür brauchen. Jedoch erwies sich das als relativ schwierig. Denn wo und wann bekommt man diese 30 Stunden unter?
Ich hörte es zu Beginn immer beim täglichen Busfahren. Jedoch merkte ich, als ich es schon seit 3 Wochen hörte, und noch keinen überzeugenden Fortschritt erzielt hatte, dass ich das ändern musste.

So versuchte ich zum Ende hin, so viel wie möglich jeden Tag zu hören, wann immer es ging.


Ich kann euch nur empfehlen, euch vorzunehmen, jeden Tag etwa 1 Stunde zu hören. Einfach, damit ihr nicht ewig daran hört. Denn sonst zieht sich das alles zu lange.


Denn obwohl ich es einerseits wirklich gerne hörte, stresste mich die lange Hörspieldauer doch etwas. Und auch jetzt, nach Beenden des Buches, würde ich nur zu gerne sofort den nächsten Teil hören, einfach um das große Ganze der Geschichte so nah beieinander zu haben.


Und doch werde ich das nicht tun, da ein Hörbuch dieser Reihe einfach ein großes "Commitment" einfordert.

Man muss sich darauf einlassen, und dem Hörbuch die Zeit geben, sich in seiner Größe, Länge und Komplexität zu entfalten.


Denn, obwohl einem das etwas seltsam vorkommt nachdem man so lange daran gehört hat, handelt es sich ja bei diesem Teil erst um den Anfang der Geschichte.


Ich war wirklich einige Wochen damit beschäftigt und so hin und hergerissen, da ich es einerseits schon beenden wollte, und andererseits immer wieder Momente beim Hören hatte, in denen ich dachte: "Wow, was für ein wahnsinnig gutes Hörbuch!"






FAZIT


Das Hörbuch konnte mich insgesamt sehr begeistern, fesseln und faszinieren. Die Geschichte ist so vollkommen anders als alles, was ich je gelesen habe. Sie besticht vorallem auch durch ihre Komplexität und die Ausarbeitung ihres Hauptcharakters Kvothe.

Es eignet sich hervorragend als Einstiegshörbuch, wenn man sich die 30 Stunden Zeit dafür nimmt, da der Sprecher Stefan Kaminski eine unglaubliche Arbeit vollbracht hat. Er verleiht jeder Figur so viel Individualität und Charakter, dass man immer wieder ins Staunen gerät.

Ich hatte sogar das Gefühl, Deutsch beim Hören zu lernen, da so ein enorm großer Wortschatz verwendet wird, es kaum Wiederholungen gibt, und immer wieder neue Redensarten und Wege gefunden werden, um etwas auszudrücken.

Hätte ich vorher gelesen, worin es in der Geschichte geht, hätte ich wohl nicht dazu gegriffen, da es mich allein vom Klappentext her (den ihr nicht vorher lesen solltet, da es spoilert!) nicht anspricht.

Daher empfehle ich euch, euch einfach darauf einzulassen. Alles was ihr braucht, sind fast 30 Stunden Zeit, um es zu hören.

Durch die enorme Länge fallen kleinere Schwächen auch kaum ins Gewicht, da es insgesamt so gut ist.

Ich kannte mich zum Ende des Buches hin wirklich sehr gut in der fiktiven Welt, in der die Geschichte spielt, aus. Ich wusste, wie weit es in etwa von der einen Stadt zur anderen war, wo welche Orte lagen, und hatte eine gefestigte Vorstellung davon. Unterstützt wird das jedoch auch noch durch die Karte der Welt, die sich in dem Coverumschlag der CDs befindet.

Die Geschichte hat eigentlich alles, was man sich von einer großen, epischen Geschichte wünschen kann, und ist gespikt mit unzählig vielen kleinen, überraschenden Momenten.




MEINE BEWERTUNG IN STERNEN

Ich verleihe diesem Hörbuch 4,5 von 5 Sternen.

Allergrößtes Lesevergnügen!

Von: Philip @ Book Walk Datum: 14.09.2016

www.book-walk.de

Der Name des Windes ist der erste Teil einer sehr umfangreichen und fantastischen Trilogie, welche den Titel Die Königsmörder-Chronik trägt, aus der Feder vom US-amerikanischen Autoren Patrick Rothfuss stammt und in Deutschland in der Hobbit Presse von Klett-Cotta erschienen ist. Zentraler Charakter der Trilogie, von welcher bis dato zwei Romane (Der Name des Windes und Die Furcht des Weisen) veröffentlicht worden sind, ist der überaus talentierte Kvothe. Wie das Leben so spielt, ist dabei die zufällige Begegnung eines der begabtesten Chronisten seiner mit dem verehrten und gesuchten Kvothe ausschlaggebend für diese Geschichte, denn ohne dieses Treffen hätte es diese Chroniken nie gegeben. Innerhalb von drei Tagen erzählt Kvothe dem Chronisten sein ganzes Leben, weshalb die Titel auch einen Untertitel mit Tag 1-3 tragen. Dieses Aufeinandertreffen ist quasi der eigentliche Startschuss der Geschichte, welche als eine Art gigantische Biografie aufgezogen wird.

Wie es sich für eine vernünftige Biografie gehört, beginnt man auch im ersten Band dieser Trilogie in der frühen Kindheit. So lernt man Kvothe, obwohl er mittlerweile ein bodenständiger erwachsener Mann geworden ist, auch als Kind kennen. Der junge Kvothe ist bereits seit seinen frühen Lebensjahren ein über alle Maßen talentierter und kluger Mensch, welcher seine Fähigkeiten kontinuierlich schärft und ausbaut. Als Kind einer Art Gauklertruppe reist er dabei durch die Lande, lernt das Schauspielhandwerk, seine Liebe zur Musik und das Lautenspiel und erhält durch einen Lehrmeister, eines sogenannten Arkanisten, zahlreiche vertiefende Einblicke in die Allgemeinbildung, in Sprachen und die Magie. Somit kann Kvothe sein Wissen in einem ersten Schritt kräftig aufstocken, was ihm im weiteren Verlauf der Handlung immer wieder positiv zuspielt.

Doch wie das Leben nun einmal so ist, bleibt auch der junge Kvothe nicht von Schicksalschlägen und Verlusten befreit, denn ihn trifft es ganz besonders hart, was ihn für viele Jahre komplett aus der Bahn wirft. Erst viele Jahre später kann er sich wieder aufraffen und sein Leben wieder in den Griff bekommen. Dabei kommt er seinem Ziel nicht nur kontinuierlich näher, sondern kann seinen Fähigkeiten zu einem enormen Schub verhelfen und eines der wohl wichtigsten Ereignisse seines Lebens geschieht, die Begegnung mit einer ganz besonderen Frau…

Ohne mich nach der Lektüre des ersten Romans dieser Trilogie zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen behaupte ich einfach einmal an dieser Stelle, dass die Königsmörder-Chronik, beginnend mit dem Roman Der Name des Windes, mit das Beste ist, was die Fantasy-Welt in den letzten Jahren, wenn nicht sogar aller Zeiten, gesehen hat. Dabei stechen trotz des fantastisch angehauchten Genres die Fantasy-Elemente nur sehr dezent hervor. Natürlich gibt es diese, denn ohne Magie oder die Chandrian würde es diese Romanreihe nicht geben. Allerdings sind diese insgesamt angenehm zurückhaltend und tauchen nur sporadisch einmal auf.

Der ganz klare Fokus dieser Romanreihe liegt auf dem gigantisch genialen Setting und den unfassbar autenthischen und starken Protagonisten. Ich kann mich nur an sehr wenige bis überhaupt keine Charaktere anderer Werke erinnern, die auch nur annähernd eine so komplexe Hintergrundgeschichte zugesprochen bekommen haben, wie es in Der Name des Windes geschehen ist. Und genau damit konnte dieser Roman bei mir punkten. Man erlebt von Kvothe viele bedeutende Ereignisse seines noch jungen Lebens und lernt ihn über die Jahre, die während der Geschichte vergehen, immer besser kennen. Man weiß, wie er tickt, was sein Antrieb ist und man lernt so besonders gut zu verstehen, weshalb er so handelt wie er handelt. Das er ab und zu übereifrig handelt und seine Kontrahenten überschätzt, machen ihn dabei nur umso sympathischer, da es zeigt, dass er trotz seiner großen Begabungen ein bodenständiger Mensch gebleiben ist, der lebt und lacht, liebt und trauert.

Neben Kvothe können aber auch die vielen weiteren Charaktere durchweg überzeugen, wobei es mir Denna besonders angetan hat. Viele können mit ihr jaleider nichts anfangen und ich habe ab und zu auch nur den Kopf schütteln können und mich gefragt, was sie zu ihrer Entscheidung geführt hat. Sah mit Sicherheit in der Öffentlichkeit super aus, wenn ich da die ganze Zeit nur kopfschüttelnd gelesen hab. Aber nichtsdestotrotz ist Denna einfach so großartig,vor allem, weil sie einfach nicht perfekt ist. Ich habe absolut genug von diesen in den Himmel gelobten, überaus schönen Charakteren in Büchern. Einfach unrealistisch. Da ist Patrick Rothfuss einfach realistischer unterwegs, wodurch man sich mit allem besser identifizieren kann!

Zum Schluss muss ich einfach auch noch auf das geniale Setting eingehen. Ich finde es so großartig, dass Patrick Rothfuss mit den Königsmörder-Chronik gleich zwei Geschichten kreiert hat, die nahtlos ineinander übergreifen. Das Hier und Jetzt und die Vergangenheit. Durch sogenannte Zwischenspiele wird man so gekonnt aus der Vergangenheit in die Gegenwart zurückgeholt, dass man sich immer wieder wundert, wie tief man in diese Geschichte abdriften konnte ohne wirklich zu merken, dass das ja alles eigentlich nur noch eine Wiedergabe von Ereignissen ist. Super genial! Dabei kann die Handlung gar nicht mal mit vielen Kampfszenen o.ä. punkten sondern überzeugt mit der Charakterentwicklung und den vielen verschiedenen Schauplätzen, Herausforderungen und Begegnungen, derer sich Kvothe immer wieder stellen muss. Die Spannung wird durch das atemberaubende Leben des noch jungen Protagonisten aufrecht erhalten, wodurch die doch sehr stattlichen 860 Seiten dennoch wie im Flug vergehen und man als Leser gar nicht umhin kommt, mehr über diese Welt und das Leben des Kvothe in Erfahrung bringen zu wollen.

Es warten noch viele spannende Abenteuer, Gefahren und Herausforderungen auf den Protagonisten und die vielen Rätsel, v.a. um seine vielen Schicksalsschläge, machen neugierig auf mehr. Die fantastischen Elemente, welche in Der Name des Windes angedeutet worden sind, werden vermutlich auch eine größere Rolle einnehmen. Wohin die Reise geht bleibt abzuwarten.

Ich für meinen Teil kann aber in keinster Weise irgendwie angemessen darlegen, wie großartig dieses Werk ist. Diese Rezension soll auch keine einfache Buchbesprechung sein sondern eine Liebesgeschichte an dieses Werk. Ob Fantasyleser oder nicht, jeder Mensch sollte diese Reihe gelesen haben. Es gibt kaum etwas, das besser ist!

Fazit zu Der Name des Windes

Absolut genialer Weltenentwurf, grandiose Charaktere und trotz des imensen Umfangs zu keiner Zeit langatmig. Allergrößtes Lesevergnügen!

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