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Zwei junge Mädchen überfallen einen Taxifahrer, betäuben ihn mit einem Hammer und töten ihn mit einem Küchenmesser. Als die Polizei sie verhört, zeigen sie keinerlei Schuldgefühl. Kommissar Wallander kann es kaum fassen. Finden junge Menschen heutzutage wirklich nichts dabei, jemanden hinterrücks zu ermorden? Er ist sich sicher, dass etwas anderes dahinterstecken muss.

(Laufzeit: 2h 52)

"Vorsicht: Wer einmal angefangen hat, muß drei Stunden Zeit haben - denn aufhören kann man nicht mit dem Zuhören."

Norddeutscher Rundfunk

Übersetzt von Wolfgang Butt
Originaltitel: © 1998 Henning Mankell, © 2001 Paul Zsolnay Verlag, (P) STIL im Auftrag des Hörverlags 2001
Hörbuch Download, Laufzeit: 2h 52min
ISBN: 978-3-8445-0131-5
Erschienen am  13. Februar 2002
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Der Kurt Wallander-Kosmos: Die Kriminalromane

Leserstimmen

Die Brandmauer - Ein Wallander-Hörspiel

Von: Poldis Hörspielseite

03.06.2010

Erster Eindruck: Hintergründe eines Mordes Ein brutaler Mord erschüttert die schwedische Polizei: Zwei jugendliche Mädchen ermorden grausam einen Taxifahrer. Kurt Wallander, Leiter der Ermittlungen, muss einen Patzer nach dem anderen ausbügeln und kommt so kaum mit seinen Recherchen und Verhören hinterher. Besonders, als eine der Mädchen verschwindet - und an einem ungewöhnlichen Ort wieder auftaucht... Ein nahezu depressiver und einzelgängerischer Kommissar - eine ungewöhnliche Hauptfigur hat sich Henning Mankell für seine Wallander-Romane geschaffen. Doch gerade dies macht seine Bücher so außergewöhnlich und gleichzeitig authentisch. In Wallanders achten Fall muss sich der von der Midlife-Crisis gebeutelte Mann immer wieder aus brenzligen Situationen kämpfen - seien es verpatzte Pressekonferenzen oder eine mediale Schlammschlacht. Diese Abstecher - leicht abseits des eigentlichen Falles - üben nicht nur einen unabsprechbaren Reiz aus, sondern tragen ebenfalls zur Glaubwürdigkeit bei, man hat das Gefühl, das komplette Leben Wallanders aus erster Hand mitzuerleben. Die Geschichte ist hochspannend und führt mit immer neuen Entwicklungen den Hörer mal in eine falsche Richtung, gibt dann wieder wichtige Hinweise und hält die fast dreistündige Inszenierung dabei unglaublich kurzweilig und unterhaltsam. Im Gegensatz zu anderen Wallander-Hörspielen ist hier ein externer Erzähler eingefügt, was geschicktere Formulierungen ermöglicht, ohne Tempo aus der Geschichte zu nehmen. Dass die Charakterdarstellung wieder hervorragend ist, muss kaum noch erwähnt werden. Für mich der bisher beste der Wallander-Romane, voller Spannung, Nebenschauplätze und nicht zuletzt versteckter Gesellschaftskritik. Der Sprechercast bietet nicht allzu viele vertraute Namen, aber sehr prägnante und ausdrucksstarke Sprecher. Thomas B. Hoffmann ist als Martinsson zu hören, ein Kollege Wallanders, und kann mit präzisem Ausdruck und gut dargestellter Gefühlswelt überzeugen. Brunhilde Hansen spricht Lisa Holgersson und gibt ein sehr umfassendes Bild ihres Charakters ab. Der oben erwähnte Erzähler ist Christoph Schobesberger, seine einprägsame Stimme lässt mit viel Dynamik seine Parts alles andere als langwierig wirken. Weitere Sprecher sind unter anderem Till Hagen, Simone Grunert und Gesa Badenhorst. Geschichte und Sprecher sind schon an sich hervorragend - gekrönt wird das Hörspiel aber durch die feinsinnige musikalische Untermalung. Klassische Instrumente schaffen großartige Atmosphären, mal leise und zurückhaltend, mal forsch nach vorn drängend, immer an die jeweilige Stimmung angepasst. Eine sehr intensive Unterstützung des Storyverlaufes. Schlichtes Schwarz ist Hauptfarbe der Aufmachung, durchbrochen von roten Akzenten. Das Titelbild ist nicht nur mysteriös, sondern auch sehr passend gewählt und ansprechend. Das beiliegende Blatt mit den wichtigsten Informationen erfüllt durchaus seinen Zweck. Fazit: Sehr nah an den Figuren wird eine hochspannende Ermittlungsarbeit erzählt, die auch andere Aspekte mit einbezieht. Großartiges Kopfkino!

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Vita

Henning Mankell

HENNING MANKELL wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.

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Christoph Schobesberger

Christoph Schobesberger erhielt seine Schauspielausbildung am Max-Reinhard-Seminar und an der Musikhochschule in Wien. Er spielte u.a. am Stadttheater Bern, an der Komödie im Bayerischen Hof in München, am Theater am Kurfürstendamm und am Theater des Westens in Berlin. Außerdem wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit.
In "Die Brandmauer", "Die weiße Löwin" und in "Mörder ohne Gesicht" von Henning Mankell spricht er den Erzähler.

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Heinz Kloss

Christoph Schobesberger erhielt seine Schauspielausbildung am Max-Reinhard-Seminar und an der Musikhochschule in Wien. Er spielte u.a. am Stadttheater Bern, an der Komödie im Bayerischen Hof in München, am Theater am Kurfürstendamm und am Theater des Westens in Berlin. Außerdem wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit. In "Die Brandmauer", "Die weiße Löwin" und in "Mörder ohne Gesicht" von Henning Mankell spricht er den Erzähler.

Geboren wurde Heinz Kloss 1947 im schwäbischen Tuttlingen und wuchs dort in der Nachkriegszeit auf. Er machte seine Schauspielausbildung an der Stuttgarter Schauspielschule. Von 1993 bis 1996 war er am Schauspiel Dortmund engagiert, wo er in Gorkies "Kinder der Sonne", Brechts "Leben des Galilei", Shakespeares "Sommernachtstraum", Burroughs "Black Rider" und in weiteren Stücken mitwirkte. Von 1996 bis 1999 engagierte ihn das Maxim Gorki Theater in Berlin, wo Kloss unter anderem in Molières "Don Juan", Schillers "Don Carlos", Zuckmayers "Hauptmann von Köpenick" und Döblins "Berlin Alexanderplatz" zu sehen war. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Fernsehproduktionen mit.

Viola Morlinghaus, geboren 1958, studierte Schauspiel an der Folkwangschule Essen. 1989 und 1993 war sie Nachwuchsschauspielerin des Jahres. Sie arbeitete bis 2000 als Schauspielerin in Krefeld, Moers, Berlin, München und Wien. Dann absolvierte sie verschiedene Aus- und Weiterbildungen. Heute arbeitet Viola Morlinghaus als Schauspiellehrerin, Trainerin und Coach. Neben Arbeiten an der Universität der Künste in Berlin, im Justizministerium Sachsen und in der jtw leitet sie ihr eigenes Institut "Resonanz".

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Andreas Neumann

Andreas Neumann ist Heilpraktiker mit besonderer Erfahrung als Körpertherapeut und Chiropraktiker. Im Heilkundezentrum Johanniskirchen von Dr. Ruediger und Margit Dahlke leitet er die Atemtherapie.

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