Die Kinder Húrins

Ungekürzte Lesung mit Gert Heidenreich
(3)
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In den Ältesten Tagen Mittelerdes, lange vor "Herr der Ringe", wird Húrin von Morgoth, dem Schwarzen Feind, gefangen genommen und verflucht. Sein tapferer Sohn Túrin nimmt den Kampf gegen die dunkle Macht auf, um seine Famlie zu rächen und einem düsteren Schickal zu entgehen.
Gert Heidenreich liest "Die Kinder Húrins" Wort für Wort: Er erzählt von Orks und Drachen, von Krieg und finsteren Machenschaften, aber auch von Freundschaft und Treue, Mut und Tapferkeit. Erst mit der Stimme Gert Heidenreichs wird die Welt J.R.R. Tolkiens lebendig.

(Laufzeit: 8h 3)

"Groß!"

Mbeat

Originaltitel: © 2010 Der Hörverlag, (p) 2010 Der Hörverlag
Hörbuch Download, Laufzeit: 8h 3min
ISBN: 978-3-8445-0591-7
Erschienen am  02. März 2010
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine gefährliche und düstere Reise, die offenbarte wie weit die Macht des Bösen reichen kann

Von: The Librarian

16.04.2020

Die Geschichte um die Kinder Húrins nahm mich auf eine gefährliche und düstere Reise mit und offenbarte wie weit die Macht des Bösen reichen kann. Mehr erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text. Meine Meinung zur Geschichte: Die Geschichte um die Kinder Húrins ist viel düsterer als ich erwartet hatte. Nach dem Beenden des Hörbuches bin ich noch immer von der Vielschichtigkeit und Komplexität des Geschehens begeistert. Túrin, der Sohn Húrins, erlebt so viel, was ein normaler Mensch kaum ertragen könnte. Er muss fliehen, sich beweisen, unter widrigen Umständen zum Mann heranwachsen und viele Schicksalsschläge ertragen. Seine Persönlichkeit ist nicht gerade einfach. Er trägt Liebe in sich und ist absolut loyal. Gleichzeitig ist er leicht reizbar, von sich überzeugt und überheblich. Sein Stolz und seine Eigensinnigkeit bringen nicht nur ihn, sondern auch die Menschen und Elben um ihn herum in Gefahr. In dieser Geschichte lernte ich viele Namen und Orte kennen, die mir vorher nur am Rande bekannt waren. Einen Teil kannte ich aus dem Silmarillion. In den ersten Kapiteln musste ich stark aufpassen, dass ich die Namen nicht verwechsele. Später merkte ich das kaum mehr, denn die Geschichte wurde von Kapitel zu Kapitel spannender. Túrins Taten waren oft grausam. Doch fand er immer wieder zu seinem Herzen zurück und tat was richtig, sowie notwendig war. Mehr als einmal habe ich Morgoth verflucht. Ich fand es schrecklich, was er den Wesen von Mittelerde und den Ländern in seiner Machtgier antat. Jeder kleine Sieg von Túrin oder den Völkern wurde doppelt vergolten, glaubte ich, dass er einmal Glück hatte, kam es ganz anders. Die letzten Kapitel um seine Schwester, seine Mutter und ihn waren grausam. Die Handlungsstränge trennten sich, flossen wieder ineinander und machten klar, dass Morgoth mit seinen Grausamkeiten noch lange nicht am Ende war. Túrin vollbrachte am Ende etwas Großes, wurde dann doppelt ins Elend gestürzt und wählte sein Ende selbst. Ich litt so sehr mit seiner Sippe, wie ich es seit dem Lesen von „der Herr der Ringe“ nicht mehr getan habe… Nachdem die letzten Hörminuten vorbei waren, wäre ich am liebsten in die Geschichte zurückgekehrt. Meine Meinung zum Sprecher: Ich kenne den Sprecher Gert Heidenreich schon aus anderen Produktionen und höre gerade ebenso „die unendliche Geschichte“, welche von ihm vertont wurde. Seine Stimme hat etwas, das meine Aufmerksamkeit komplett fesselt. Das Vorlesen ist ruhig, den Szenen angepasst und flüssig. Er schaffte es, dass ich das Geschehen um Túrin vor meinem inneren Auge sah. Für mich ist Gert Heidenreich der Erzähler für die Welt von Tolkien. Mein Fazit: Ich bin froh, dass Christopher Tolkien dieses wunderbare Werk seines Vaters herausgegeben hat. Tolkien hat eine komplexe, düstere und vielschichtige Geschichte um Túrin geschrieben, die von Anfang an spannend war. Nach dem sich ein Fluss im Geschehen bildete, war ich vollkommen gebannt und lauschte Gert Heidenreichs Stimme, der dieses Buch vortrefflich vertont hat. Der Krieg und die Kämpfe waren grausam und das Böse allgegenwärtig. Doch es gab immer einen Hoffnungsfunken, wenn gleich das Ende traurig war. Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

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Tollkühne Helden und hinterlistige Bösewichte

Von: buecherecke

30.03.2020

Inhalt: In den Ältesten Tagen Mittelerdes, lange vor dem "Herrn der Ringe", wird Húrin von Morgoth, dem Schwarzen Feind, gefangen genommen und verflucht. Sein tapferer Sohn Túrin nimmt den Kampf gegen die dunkle Macht auf, um seine Familie zu rächen und einem düsteren Schicksal zu entgehen. Meine Meinung: Als großer Fan der "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" Bücher und auch der Geschichte des "Silmarillion" möchte ich möglichst viel aus Tolkiens Welt lesen bzw. hören. Ich hatte dieses Hörbuch schon vor einiger Zeit angefangen und nach kurzer Hörzeit irgendwie nicht mehr weitergehört. Weil ich im Moment sehr viel Zeit habe, habe ich mich wieder an die Geschichte heran gewagt und habe es jetzt innerhalb weniger Tage beendet. Meiner Meinung nach kann man während des Hörens wunderbar gleichzeitig Mandalas ausmalen. Zur Geschichte an sich kann ich nur sagen, dass es wie in allen Geschichten Tolkiens, die ich bisher kennenlernen durfte, um Heldentaten und Abenteuer, aber auch um Familienbande und Liebe geht, was für eine abwechslungsreiche Unterhaltung sorgt. Es tauchen sehr viele verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Familien auf, die sich jedoch gut einordnen lassen, da in dem kleinen Booklet vier hilfreiche Familienstammbäume untergebracht wurden, die den Überblick enorm erleichtern. Túrin als Protagonist war zwar keineswegs eine perfekte Figur, aber eben das hat ihn sehr realistisch gemacht. Zum Ende des Hörbuchs möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, nur so viel: Es war spannungsgeladen und ereignisreich. Gert Heidenreich war als Sprecher super, weil er einfach schön betont hat und die Stimmen der einzelnen Figuren sehr überzeugend wirkten. In dem kleinen Booklet finden sich außerdem noch ein paar Informationen zu Tolkien und seinem Leben und dem Sprecher Gert Heidenreich, was ich als Beilage sehr interessant fand. Auch gab es neben der Stammbäume noch eine Karte von Beleriand und Umgebung, die ich wirklich oft zur Hand genommen habe, um mit den landschaftlichen Beschreibungen des Erzählers zurecht zu kommen. Nach dem Hörerlebnis dieser fantasiereichen Erzählung möchte ich auf alle Fälle noch mehr von Tolkien lesen oder hören! Mein Fazit: Ein spannendes Abenteuer mit tollkühnen Helden und hinterlistigen Bösewichten. Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar! Die Kinder Húrins bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

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Vita

J.R.R. Tolkien

John Ronald Reuel Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein in Südafrika geboren. Sein Vater starb, als er vier Jahre jung war, und so musste seine Mutter ihn und seinen jüngeren Bruder in bescheidenen Verhältnissen in England aufziehen. Früh zeigte sich seine Liebe zu Sprachen. Er erhielt ein Stipendium für das Exeter College in Oxford, wo er 1913 seinen B.A. mit Bravour bestand. In dieser Zeit lernte er Edith Bratt kennen, seine "Luthien", die er am 22. März 1916 heiratete. Das Ehepaar Tolkien hatte vier Kinder: 1917 wurde John geboren, 1920 kam Michael zur Welt. Der Herausgeber der kritischen Werkausgabe seines Vaters, Christopher, wurde 1924 und Nesthäkchen Priscilla 1929 geboren. Tolkiens akademische Laufbahn wurde vom ersten Weltkrieg unterbrochen. Er verlor im Laufe der Schlacht an der Somme binnen eines Tages fast alle seine Freunde. Diese Erfahrung prägte ihn für den Rest seines Lebens. 1919 legte er den M.A. ab, zwei Jahre später wurde er Professor für Englisch an der Universität Leeds, und weitere vier Jahre später wurde ihm der Ruf als Rawlingson Professor für Angelsächsisch ans Pembroke College erteilt. Seine letzte Professur erhälte er als Merton Professor für englische Sprache und Literatur 1945 in Oxford. Tolkien ging 1959 in Ruhestand und war überrascht, welchen Erfolg seine Neuschöpfung einer mythischen Welt hat, die im "Silmarillion", dem "Herrn der Ringe" und dem "Hobbit" Ausdruck findet. Gerade in den Vereinigten Staaten wurde der Brite in den 60ern zum Kultautor. 1971 starb Tolkiens Ehefrau Edith. Für seine herausragende literarische Bedeutung wurde Tolkien 1972 von der Queen geadelt. Am Morgen des 2. September 1973 starb der Schöpfer von Mittelerde in einem Krankenhaus in Bournemouth.

Zur AUTORENSEITE

Gert Heidenreich, geboren 1944 in Eberswalde, lebt als freier Schriftsteller und Sprecher in der Nähe von München. Sein Werk umfasst Romane, Theaterstücke, Essays und Lyrikbände sowie Übersetzungen englischer und amerikanischer Dramen. Zuletzt erschienen die Romane "Mein ist der Tod" (2011) und "Der Fall" (2014), sowie die Erzählung "Die andere Heimat" (2013). Er erhielt unter anderem den Adolf-Grimme-Preis (1986), den Marieluise-Fleisser-Preis (1998), den Bayerischen Filmpreis (2013) und den 2014 Deutschen Filmpreis für das Drehbuch, das er gemeinsam mit Edgar Reitz für dessen Film "Die andere Heimat" geschrieben hat. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Der „sprechende Schriftsteller“ (Magazin "hörBücher") ist seit 1972 in zahlreichen Literatursendungen und Hörbuchproduktionen zu hören, u. a. in Umberto Ecos "Der Name der Rose" sowie in J.R.R. Tolkiens "Die zwei Türme", "Die Wiederkehr des Königs" und "Der Hobbit".

www.gert-heidenreich.com

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