Doctor Sleep

Ungekürzte Lesung mit David Nathan
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Die große Fortsetzung von "Shining"

Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf.

„Eine tiefe Verneigung vor David Nathan, der es versteht, die Werke von Stephen King so sagenhaft umzusetzen. (…) unbedingt anhören!!!“

www.gelderblom-arthur.de

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Doctor Sleep (Scribner)
Originalverlag: Heyne
Hörbuch Download, Laufzeit: ca. 20h 17 min
ISBN: 978-3-8371-1874-2
Erschienen am  28. Oktober 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Viel mehr als nur Horror

Von: lex

02.03.2019

Keine seiner literarischen Figuren habe ihn je zu einer Fortsetzung gereizt, sagte Stephen King einmal. Mit einer Ausnahme: der kleine Danny Torrance aus „Shining“. Auf die Idee, dessen Geschichte weiterzuerzählen, brachte King ein Fan, der von ihm wissen wollte, was wohl aus Danny nach dessen traumatischen Erlebnissen im Overlook-Hotel geworden sei. Die Frage ließ den Autor nicht mehr los. Die Geburtsstunde von „Doctor Sleep“. Nachdem ich gerade erst sehr angetan „Shining“ gelesen habe, interessierte mich der Nachfolger natürlich auch. Vom Ergebnis bin ich überrascht: In vielerlei Hinsicht ist „Doctor Sleep“ das passgenaue Gegenstück zum Original-Roman. Während Jack Torrance in „Shining“ von seinen inneren Dämonen zerfressen, in einen alkoholumnebelten Gewaltrausch abgleitet, vollzieht sich die Entwicklung in „Doctor Sleep“ umgekehrt: Jacks inzwischen erwachsener Sohn Dan, der natürlich (wie könnte es anders sein?) ebenfalls zum Alkoholiker wird, überwindet seine Sucht und schafft über die Konfrontation mit seinen Ängsten den Sprung zurück in die Gemeinschaft. Gut. Klingt nun nicht gerade nach Horrorstory. Eher nach Selbstfindungstrip. Ist es tatsächlich auch. Aber Stephen King wäre nicht Stephen King, wenn das schon alles gewesen wäre. Derweil der Leser sich zunächst vorwiegend mit Dans Weg in und aus dem Alkoholsumpf befasst, bahnt sich fast nebenbei ein zweiter Handlungsstrang an: Ein bunt gemischter Haufen hochgefährlicher Mörder mit so illustren Namen wie Rose the Hat, Barry the Chink, Grampa Flick und Crow Daddy, fährt – getarnt als Camper – mit Wohnmobilen kreuz und quer durchs Land. Auf der Suche nach Kindern mit dem Shining, dem zweiten Gesicht, das sie „Steam“ nennen. Dieser Steam ist bei Kindern in besonderem Maße vorhanden und die Hauptnahrungsquelle der Gruppe. Shining-Vampire sozusagen. Leider ist die Steam-Gewinnung keine blitzsaubere Angelegenheit: Um an die Essenz zu gelangen, müssen die Kinder nämlich Todesqualen erleiden und bis auf’s Äußerste gefoltert werden. King hält sich mit Details zurück, wenngleich es innerhalb des Buches eine Szene gibt, die stark unter die Haut geht. Danny ist da fein raus. Er hat zwar das Shining, ist aber erwachsen. Der Wahre Knoten, wie sich die Gruppe hochtrabend nennt, stellt keine Gefahr für ihn dar. Außerdem ist er ja gerade damit beschäftigt, so richtig im Dreck zu kriechen, dann noch etliche Jahre rastlos umherzuwandern, schließlich in einer Kleinstadt in Maine (!) anzukommen, sesshaft zu werden, Freunde zu finden, sich den Anonymen Alkoholikern anzuschließen und in einem Hospiz seine paranormalen Fähigkeiten dazu zu nutzen, Sterbenden den Übergang ins Jenseits zu erleichtern. Daher auch sein Spitzname, Doctor Sleep. Man kann King nicht vorwerfen, seinen Geschichten nicht genügend Vorlauf zu geben. Selbst die zweite wichtige Hauptfigur, Abra Stone, führt er beginnend mit deren Geburt (!) in die Handlung ein. Alles ist sehr gemächlich. Weitschweifig möchte man sagen. Langatmig teilweise. Aber nie völlig uninteressant. Dazu schreibt King mit zuviel Lebensweisheit, Empathie, unerwartet viel Humor und bewegend-persönlicher Alkohol-Erfahrung. Viele, sehr viele Zeilen darf man wohl als großes Dankeschön an die AA verstehen. Auch wenn man sich zugunsten der Dichte hätte kürzer fassen können. Die Verknüpfung zwischen Anfang und Ende läuft im Mittelteil etwas aus dem Ruder. So wirkt der Grusel im letzten Drittel fast wie ein Bruch. Nichtsdestotrotz zieht der Autor noch einmal alle Register, wenn er die inzwischen 12-jährige, übersinnlich extrem begabte Abra und Dan Torrance auf die Psycholeute vom Wahren Knoten treffen lässt, die ihrerseits über einige Talente verfügen. Dabei arbeitet er viel mit Informationslücken, curiosity gaps, die eine hohe Spannung erzeugen, indem Dinge immer wieder nur angedeutet werden. Die Möglichkeiten des Shinings werden grandios ausgereizt. Mehr als einmal trauert man um den bereits 1999 verstorbenen Stanley Kubrick, der den Vorgänger so kongenial verfilmt hat. „Doctor Sleep“ hat etliche starke Momente, die Mike Flanagan, der ersten Informationen zufolge mit der Umsetzung fürs Kino beauftragt wurde, hoffentlich zu einem ähnlich überzeugenden Ergebnis zusammenführt wie zuletzt seinen Netflix-Erfolg „Haunting of Hill House“. Insgesamt ist „Doctor Sleep“ nicht DIE Horrorgeschichte, die King-Fans der ersten Stunde von ihm erwarten. Sie zeigt, wie schon seit einigen Jahren zu beobachten, eine nachdenklichere, versöhnlichere Seite des Autors. Im direkten Vergleich mit „Shining“ fehlt ein Jack Torrance, der den Leser über seine charismatische Ambivalenz einfängt. Das kann eine an Selbstherrlichkeit kaum zu übertreffende, aber zu berechenbare Antagonistin wie Rose the Hat nicht ausgleichen. Trotzdem ist „Doctor Sleep“ auch ein typischer King. Nicht nur wegen des Wortreichtums, der viel zur Realitätsnähe der Charaktere beiträgt. Sondern schlicht deshalb, weil es eine richtig gute Geschichte ist, die trotz ihrer Längen einer bemerkenswerten Logik folgt, in der alles miteinander zusammenhängt. Den Vorgänger „Shining“ muss man zum Verständnis nicht zwingend gelesen haben. Sollte man aber, da immer wieder Bezüge einfließen und die Chronik der Familie Torrance auf Teil eins aufbauend abgerundet wird. Warum ich übrigens noch kein einziges Wort über die Umsetzung des Audio-Books verloren habe, ist schnell erklärt. Zwei Worte: David Nathan! Es gibt wenige Sprecher, die so angenehm-unaufdringlich und gleichzeitig einfühlsam-intensiv lesen. David Nathan gelingt dies fast immer. Top!

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

Zur AUTORENSEITE

David Nathan

David Nathan, 1971 in Berlin geboren, begann bereits mit zehn Jahren erste Synchronrollen zu sprechen und agierte darüber hinaus in diversen Film- und Theaterrollen. Er ist Dialogbuchautor und -regisseur, und als deutsche Stimme von Hollywood-Größen wie Christian Bale, Johnny Depp oder Paul Walker in zahlreichen Kinofilmen zu hören. Mit seiner prägnanten, dunklen Stimme ist er einer der gefragtesten Hörbuchsprecher Deutschlands.

ZUR SPRECHERSEITE

Pressestimmen

“Gute Story, gutes Figurenensemble, großartige Stimme.”

intro (01. Februar 2014)

„Die Fortsetzung des Kult-Horrorthrillers „The Shining“ sorgt für Ohrenzittern.“

Tele (01. Dezember 2013)

„David Nathan ist als Sprecher dieses über zwanzig Stunden dauernden Hörbuchs eine Idealbesetzung!“

literaturmarkt.info

„Vorsicht: extrem hoher Gruselfaktor.“

Lübecker Nachrichten (26. Februar 2014)

„Es dauert nicht lang, und man ist von der Story, die mit der sonoren Stimme von David Nathan aus den Lautsprechern kommt, begeistert.“

n-tv.de (30. März 2014)