Ich bin Circe

Gekürzte Lesung mit Ann Vielhaben
(4)
Hörbuch Download (gekürzt)
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Der Mythos von Circe – modern und fesselnd neu erzählt

Circe, Tochter des Sonnengotts Helios, ist anders: Denn sie besitzt Zauberkräfte. Von ihrer Familie missachtet und von Zeus verbannt, führt sie ein zurückgezogenes Leben auf der Insel Aiaia unter wilden Tieren, die sie gezähmt hat. In der Abgeschiedenheit entwickelt sie ihre magischen Fährigkeiten weiter, bis sie sich wahrhaftig eine Hexe nennen kann. Doch sie bleibt nicht lange allein: Als Hermes, Daidalos, Odysseus, Iason, Medea und die mächtige Athene ihre Wege kreuzen, muss sich Circe die Frage stellen: Will sie zu den Göttern gehören oder zu den Sterblichen, die sie lieben gelernt hat?

Ann Vielhaben lässt Circe in all ihren Facetten lebendig werden.


Aus dem Amerikanischen von Frauke Brodd
Originaltitel: Circe (Little, Brown and Company)
Originalverlag: Eisele Verlag
Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 12h 15min
ISBN: 978-3-8371-4724-7
Erschienen am  02. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Geschichte einer starken Frau/Göttin

Von: buchina

29.11.2019

Die griechische Götterwelt fand ich schon als Kind spannend. Leider habe ich mich seit der Schulzeit kaum noch damit beschäftigt. Umso mehr freute ich mich, dass sich Madeline Miller an eine Neuadaption einer Göttersage gewagt hat. Circe gehört sicher nicht zu den bekanntesten der Götter, ist aber dank der Odysseus Sage keine Unbekannte. Die Geschichte um Circe erzählt die Autorin chronologisch. Es beginnt mit der nicht so schönen Kindheit, wenn es so etwas bei den Göttern überhaupt gibt. Durch die Ich-Perspektive fühlte ich mich Circe von Anfang an sehr nah. Mit ihrer Verbannung auf „ihre“ Insel kann sie sich endlich frei entwickeln und wird zu einer selbstbewussten interessanten Persönlichkeit. Ihre vielen Verwandten und deren Beziehungen zueinander verwirrten mich etwas. Manchmal habe ich auch im Internet nachgeschlagen. Aber insgesamt hat mich das nicht gestört. Denn selbst wenn ich nicht immer wusste, wer genau ihre Schwester war, blieb Circe als Anhaltspunkt und es war für ihre Geschichte nicht entscheidend. Gefallen hat mir sehr, dass immer wieder bekannte Ereignisse wie der Minotaurus oder die Begegnung mit Odysseus als Anhaltspunkte gibt. Dadurch bleibt die Geschichte auch spannend. Die Entwicklung von Circe vom naiven Mädchen zur manchmal auch brutalen selbstbewussten Frau hat Miller gut und nachvollziehbar dargestellt. Die Autorin hält sich zum Großteil an die bekannten Göttersagen, nur manches interpretiert sie sie neu, da von Circe auch nicht der gesamte Lebensweg bekannt ist. Gelungen fand ich auch das Ende, es ist rund, logisch und lässt auch noch etwas Spielraum zur eigenen Interpretation. Gelungen ist die auch die Hörbuchadaption. Es ist eine gekürzte Ausgabe, aber das merkte ich nicht. Es gab keine Brüche in der Handlung und es wirkte alles logisch auf mich. Die Sprecherin macht auch einen guten Job, ihre Betonung ist nicht übertrieben und dennoch passt die Stimme zu der jeweiligen Situation.

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Unterhaltsam und lehrreich, aber anstrengend!

Von: Geschichtentänzer

08.11.2019

Schon als Kind war ich von der griechischen Mythologie fasziniert. All die Götter- und Heldengeschichten rund um die Eifersucht Heras, die Stärke Herkules oder den Liebreiz Aphrodites ließen mir oft keine Ruhe und ich hörte und las die Geschichte immer wieder. Zum Glück war ich nicht das einzig faszinierte Kind, denn die Adaptionen der griechischen Mythen haben breiten Einzug in den deutschen Buchmarkt gefunden. Allein der Name Rick Riordan sollte hier als Hinweis genügen. Doch griechische Mythologie ist keinesfalls alleinig eine Angelegenheit für Kinder oder nur das Erzählen von uralten Märchen. Oft steckt in den Geschichten ein Fünkchen Wahrheit. Und natürlich können auch Erwachsene ihren Spaß an den alten Sagen haben, denn nicht immer werden die Bücher kindgerecht und humorvoll erzählt. Ein Buch, das ebendiesen Erwachsenenanspruch erfüllt, ist definitiv Madeline Millers „Ich bin Circe“. Die amerikanische Geschichtsdozentin hat mit der biografisch angelegten Lektüre eine vielschichtige und interessante Geschichte geschaffen, die neben Unterhaltung viel Wissenszuwachs garantiert. Für diese Art der Unterhaltung muss der Leser/ Zuhörer allerdings ausdauernd sein. Klappentext Circe, Tochter des Sonnengotts Helios, ist anders: Denn sie besitzt Zauberkräfte. Von ihrer Familie missachtet und von Zeus verbannt, führt sie ein zurückgezogenes Leben auf der Insel Aiaia unter wilden Tieren, die sie gezähmt hat. In der Abgeschiedenheit entwickelt sie ihre magischen Fährigkeiten weiter, bis sie sich wahrhaftig eine Hexe nennen kann. Doch sie bleibt nicht lange allein: Als Hermes, Daidalos, Odysseus, Iason, Medea und die mächtige Athene ihre Wege kreuzen, muss sich Circe die Frage stellen: Will sie zu den Göttern gehören oder zu den Sterblichen, die sie lieben gelernt hat? Meinung Als ich von „Ich bin Circe“ erfuhr, ergriff ich meine Chance, meine Leidenschaft für griechische Mythen mit meiner Vorliebe für Hörbücher zu koppeln und schaffte mir die Hörbuchversion der Geschichte an. Das Cover fand ich von Anfang an ansprechend und auf neutrale Art und Weise interessant. Mir gefällt die klassische Komponente an der Darstellungsweise und auch nach dem Kennen der Geschichte muss ich sagen, dass das Cover wirklich gut zur Geschichte selbst passt. Der Klappentext sprudelt meines Erachtens geradezu über vor Spannung und deswegen war meine Entscheidung, das Hörbuch zu hören, schnell getroffen. Wer sich auf dieses Hörbuch aber einlassen möchte, muss vor allem eines mitbringen: Ausdauer. Eine Dauer von über 12 Stunden fordert nämlich eine ganze Menge Konzentration vom Hörer, denn tatsächlich handelt es sich nicht um eine locker leichte Lektüre für nebenbei. Madeline Miller hat einen hohen Anspruch an ihr eigenes Werk und diesen bemerkt man in jeder Zeile des Buches. Wer also denkt, dass hier ein Held nach dem nächsten in unterhaltsamer Weise auftauchen wird und Circes Leben auf den Kopf stellt, der irrt gewaltig. All die Helden und Götter aus dem Klappentext kommen natürlich in der Geschichte vor. Doch zwischen all den kleinen Geschichten liegen große Zeitabstände. Insgesamt erzählt die Geschichte das Leben der Göttin Circe. Beginnend bei der Kindheit und furchtbaren Jugend, über die Verbannung des Mädchens, hin zu ihrem Leben als Hexe und all ihren Erfahrungen und Berichten. Problematisch war für mich der fehlende Höhepunkt. Man fragt sich immer wieder, wo das Buch hinführen soll und irgendwann erkennt man: nirgendwohin. Es befasst sich einfach mit dem gesamten Dasein einer Göttin. Dieses Dasein hat mal spannende und mal langweilige Momente und der Leser verfolgt sie alle. Man erlebt mit, wie Circe von ihren Geschwistern gehänselt, von ihrer Familie verachtet und verbannt wird. Wie sie ihre Fähigkeiten entdeckt und ausbaut und letztlich vor der Frage steht, was sie sein will. Das Hören ist unterhaltsam, gerade durch die vielen mythologischen Figuren, die sozusagen Gastauftritte in Circes Leben haben, allerdings findet es auch auf einem sehr hohen und intellektuellen Niveau statt. Man kann sich keinesfalls von der Geschichte berieseln lassen und deswegen wird das Hören zwischenzeitlich sehr anstrengend. Entschädigend sind dann eben all die erwähnten Passagen, in denen etwa Daidalos, Hermes oder Odysseus eine Rolle spielen. Mit Odysseus Auftauchen wird der Geschichte außerdem eine neue Wendung gegeben. Bis dahin dauert es aber. Circe ist ein sehr interessanter Charakter und mir gefiel sie als Heldin ihrer eigenen Geschichte wirklich sehr gut! Sie ist authentisch, denn sie zweifelt viel und hinterfragt beinahe alles. Ihr Entwicklungsprozess ist sehr komplex und interessant. Am Ende der Geschichte ist sie wahrlich eine andere, als zu Beginn. Sie ist es auch, die die gesamte Geschichte trägt und weshalb ich nie aufgehört habe, der Geschichte zuzuhören. Allerdings gibt es in Circes Leben – was wohl in jedem Leben einer Gottheit über die Dauer so sein muss – unglaubliche Längen. Vieles hätte man kürzer fassen können, dabei ist die Hörbuchfassung bereits gekürzt… Ich hatte mit dieser ausschweifenden Erzählart wirklich zu kämpfen. Und das mag an Millers Schreibstil liegen. So eloquent und wortgewandt die Autorin auch erzählt, so erschwert sie dem Leser und Hörer in gewisser Weise den Zugang. Auch die Sprecherin Ann Vielhaben muss ich in einem Punkt kritisieren. Denn obwohl sie eine überaus angenehme und weiche Stimme hat, liest sie die Satzanfänge oft undeutlich und verschluckt die letzte Silbe. Sie wird am Ende des Satzes also immer sehr leise und man muss schon genau hinhören, um der Sprecherin weiter folgen zu können. Was Vielhaben allerdings mehr als gut macht, ist die Betonung der Stimmen und Ereignisse. Sie bringt Circes Zorn unglaublich gut zur Geltung und auch die fiesen Figuren der Geschichte, wie etwa Circes Geschwister oder die Nymphe Skylla haben wirklich tolle Stimmen bekommen. Die Handlung des Hörbuches ist stringent, was sie eben manchmal so unglaublich langwidrig macht. Trotzdem darf man die Spannung mancher Passagen nicht unterschätzen. Denn diese gibt es auch und gerade das Ende ist absolut gelungen! Miller schafft es in jedem Fall zahlreiche griechische Mythen in die Biografie einer einzelnen Göttin zu bringen und diesen Punkt habe ich an dem Hörbuch nicht nur bewundert, sondern auch genossen! Fazit Insgesamt handelt es sich bei „Ich bin Circe“ um ein interessantes und vielseitiges Hörbuch, das dem Hörer aber auch einiges abverlangt. Denn die vorhandenen Längen müssen überstanden werden, bis man sich wieder den spannenden Handlungsteilen widmen kann. Das Hörbuch kann den Hörer über einen langen Zeitraum hinweg konstant begleiten und in dieser Zeit fühlt man sich, als würde man Teil der antiken griechischen Welt werden. Denn Miller und auch die Sprecherin Vielhaben ziehen den Hörer in diese alte Welt und unterhalten ihn dort durchaus gekonnt. Insgesamt vergebe ich 3,5 Sterne für das Hörbuch, da es eben ein paar Kritikpunkte gab. Wenn man die Zeit und Geduld aber investiert, lernt man mithilfe von „Ich bin Circe“ so einiges – vielleicht auch über die eigene Sicht auf die Welt.

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Vita

Madeline Miller

Madeline Miller, 1978 in Boston geboren, wuchs in New York und Philadelphia auf, studierte Altphilologie und unterrichtete in Cambridge Latein und Griechisch. Für ihren Debütroman „Das Lied des Achill” wurde sie 2012 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet; er wurde in 25 Sprachen übersetzt. In „Ich bin Circe”, ihrem zweiten Roman und ebenso wie „Das Lied des Achill” ein internationaler Bestseller, erzählt sie Circes Geschichte aus der Odyssee noch einmal neu – als die einer weiblichen Selbstermächtigung. Madeline Miller lebt in der Nähe von Philadelphia, Pennsylvania.

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Ann Vielhaben

Ann Vielhaben, geboren 1975 in Hamburg, studierte Schauspiel und spielte an verschiedenen deutschen Theatern, bevor sie sich als Synchron- und Hörbuchsprecherin einen Namen machte. Sie ist u. a. die Synchronstimme von Deborah Ann Woll (bekannt aus der Serie „True Blood“ und aus dem Marvel-Universum „Daredevil“, „Punisher“, „Crime”). Mit ihrer warmen und atmosphärischen Art zu lesen, erweckt sie v. a. Fantasyhörbücher zum Leben.

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