Ich bin Circe

Ungekürzte Lesung mit Ann Vielhaben
(5)
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Der Mythos von Circe – modern und fesselnd neu erzählt

Circe, Tochter des Sonnengotts Helios, ist anders: Denn sie besitzt Zauberkräfte. Von ihrer Familie missachtet und von Zeus verbannt, führt sie ein zurückgezogenes Leben auf der Insel Aiaia unter wilden Tieren, die sie gezähmt hat. In der Abgeschiedenheit entwickelt sie ihre magischen Fährigkeiten weiter, bis sie sich wahrhaftig eine Hexe nennen kann. Doch sie bleibt nicht lange allein: Als Hermes, Daidalos, Odysseus, Iason, Medea und die mächtige Athene ihre Wege kreuzen, muss sich Circe die Frage stellen: Will sie zu den Göttern gehören oder zu den Sterblichen, die sie lieben gelernt hat?

Ann Vielhaben lässt Circe in all ihren Facetten lebendig werden.


Aus dem Amerikanischen von Frauke Brodd
Originaltitel: Circe (Little, Brown and Company)
Originalverlag: Eisele Verlag
Hörbuch Download, Laufzeit: ca. 14h 29min
ISBN: 978-3-8371-4725-4
Erschienen am  02. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Hexe von Aiaia

Von: Barbara62

08.12.2019

Obwohl ich als Jugendliche Gustav Schwabs "Sagen des klassischen Altertums" mit großer Freude gelesen habe, waren die griechischen Götter seitdem weitgehend aus meinem Blickfeld verschwunden. Mit "Ich bin Circe", der fiktiven Autobiografie der Zaubergöttin aus der Hand der US-amerikanischen Altphilologin Madeline Miller, hat sich das glücklicherweise geändert. Die Begegnungen ihrer Circe mit den Figuren der griechischen Mythologie hat mir Zeus & Co., die Welt der Olympier und Titanen, die Geschichten von Prometheus, Glaukos, Skylla, Daidalos, Minotaurus, Ariadne, Ikarus, Achilles, Odysseus, Athene, Hermes und vieler anderer wieder sehr nahe gebracht. Doch so interessant diese Charaktere auch sind, so reichen sie doch nicht an Millers Circe heran, der mit ihrer Entwicklung von der unterdrückten, ängstlichen Tochter zur selbstbestimmten, selbstbewussten Frau eindeutig meine Sympathien gehören. Verbannung als Chance Als Tochter des Sonnengottes Helios und der schönen Perse wächst Circe einsam im Schatten ihrer angeseheneren, glanzvolleren Geschwister auf. Früh fühlt sie, die von der eigenen Familie verachtet wird, sich zu Sterblichen hingezogen, zeigt Empathie, wo sie Leid spürt, und experimentiert mit Kräutern, eine von den Göttern gefürchtete Gabe. Ihre Verbannung auf die einsame Insel Aiaia, verhängt von Zeus und ihrem Vater Helios und gedacht als Strafe, wird für sie zum Schritt in die Freiheit. Hier kann Circe endlich leben, singen, wilde Tiere zähmen, den eigenen Garten anlegen und ihre Zauberkräfte ausbilden. Mit ihren wachsenden Fähigkeiten steigt auch ihr Selbstbewusstsein, sie setzt sich gegen ungebetene Besucher mit List, notfalls mit Brutalität, aber nie unreflektiert zur Wehr. Gleichzeitig bleibt sie aber auch eine Frau, die sich in Liebe völlig hingibt oder sich – wie im Fall von Hermes – berechnend nimmt, was sie haben möchte. Ein Besucher, der alles ändert Mit der Ankunft von Odysseus auf Aiaia ändert sich Circes Leben noch einmal von Grund auf. Nicht nur, dass sie mit diesem Sterblichen unvergessliche Monate verbringt und den gemeinsamen Sohn Telegonos zur Welt bringt, erschien mir die besorgte, ängstliche alleinerziehende Circe menschlicher denn je. Ann Vielhaben liest Mit gut 12 Stunden bietet das Hörbuch mit dem wunderschönen, klassisch gestalteten Cover nur eine gekürzte Version des Romans, und obwohl ich sonst vollständige Lesungen vorziehe, habe ich nichts vermisst. In der ersten Hälfte schien mir die Zahl der Figuren aus der griechischen Mythologie mit ihren Kurzauftritten sogar etwas zu hoch und der Überblick fiel mir nicht immer leicht. Mit der Ankunft von Odysseus wurde das Geschehen dann übersichtlicher und ich habe mich über die erneuten Begegnungen mit nunmehr „alten Bekannten“ gefreut. Die Hörbuchstimme von Ann Vielhaben war für mich neu. Gut gefallen hat mir ihr weicher Klang und insgesamt habe ich ihr nach kurzer Eingewöhnung gerne zugehört. Allerdings wäre mir weniger Schauspielerei lieber gewesen und die gedehnten Silben am Satzende empfand ich im Laufe der langen Hörzeit als zu gleichförmig. Trotzdem werde ich "Ich bin Circe" ganz bestimmt noch öfter anhören, denn es steckt viel mehr in diesem Roman, als man beim ersten Hören erfassen kann.

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Die Geschichte einer starken Frau/Göttin

Von: buchina

29.11.2019

Die griechische Götterwelt fand ich schon als Kind spannend. Leider habe ich mich seit der Schulzeit kaum noch damit beschäftigt. Umso mehr freute ich mich, dass sich Madeline Miller an eine Neuadaption einer Göttersage gewagt hat. Circe gehört sicher nicht zu den bekanntesten der Götter, ist aber dank der Odysseus Sage keine Unbekannte. Die Geschichte um Circe erzählt die Autorin chronologisch. Es beginnt mit der nicht so schönen Kindheit, wenn es so etwas bei den Göttern überhaupt gibt. Durch die Ich-Perspektive fühlte ich mich Circe von Anfang an sehr nah. Mit ihrer Verbannung auf „ihre“ Insel kann sie sich endlich frei entwickeln und wird zu einer selbstbewussten interessanten Persönlichkeit. Ihre vielen Verwandten und deren Beziehungen zueinander verwirrten mich etwas. Manchmal habe ich auch im Internet nachgeschlagen. Aber insgesamt hat mich das nicht gestört. Denn selbst wenn ich nicht immer wusste, wer genau ihre Schwester war, blieb Circe als Anhaltspunkt und es war für ihre Geschichte nicht entscheidend. Gefallen hat mir sehr, dass immer wieder bekannte Ereignisse wie der Minotaurus oder die Begegnung mit Odysseus als Anhaltspunkte gibt. Dadurch bleibt die Geschichte auch spannend. Die Entwicklung von Circe vom naiven Mädchen zur manchmal auch brutalen selbstbewussten Frau hat Miller gut und nachvollziehbar dargestellt. Die Autorin hält sich zum Großteil an die bekannten Göttersagen, nur manches interpretiert sie sie neu, da von Circe auch nicht der gesamte Lebensweg bekannt ist. Gelungen fand ich auch das Ende, es ist rund, logisch und lässt auch noch etwas Spielraum zur eigenen Interpretation. Gelungen ist die auch die Hörbuchadaption. Es ist eine gekürzte Ausgabe, aber das merkte ich nicht. Es gab keine Brüche in der Handlung und es wirkte alles logisch auf mich. Die Sprecherin macht auch einen guten Job, ihre Betonung ist nicht übertrieben und dennoch passt die Stimme zu der jeweiligen Situation.

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Vita

Madeline Miller

Madeline Miller, 1978 in Boston geboren, wuchs in New York und Philadelphia auf, studierte Altphilologie und unterrichtete in Cambridge Latein und Griechisch. Für ihren Debütroman „Das Lied des Achill” wurde sie 2012 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet; er wurde in 25 Sprachen übersetzt. In „Ich bin Circe”, ihrem zweiten Roman und ebenso wie „Das Lied des Achill” ein internationaler Bestseller, erzählt sie Circes Geschichte aus der Odyssee noch einmal neu – als die einer weiblichen Selbstermächtigung. Madeline Miller lebt in der Nähe von Philadelphia, Pennsylvania.

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Ann Vielhaben

Ann Vielhaben, geboren 1975 in Hamburg, studierte Schauspiel und spielte an verschiedenen deutschen Theatern, bevor sie sich als Synchron- und Hörbuchsprecherin einen Namen machte. Sie ist u. a. die Synchronstimme von Deborah Ann Woll (bekannt aus der Serie „True Blood“ und aus dem Marvel-Universum „Daredevil“, „Punisher“, „Crime”). Mit ihrer warmen und atmosphärischen Art zu lesen, erweckt sie v. a. Fantasyhörbücher zum Leben.

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