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Ich bin nicht tot Thriller

Ungekürzte Lesung mit Steffen Groth

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€ 21,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2849-7

NEU
Erschienen: 13.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Sein Gesicht zu lesen war ihre gesamte Existenz

Drei Jahre lang wurde Detective Jude Fontaine von der Außenwelt ferngehalten. Eingesperrt in einer unterirdischen Zelle hatte sie zu niemandem Kontakt außer ihrem sadistischen Entführer. Nach ihrer Flucht bleibt ihr nur ein unstillbares Verlangen nach Gerechtigkeit. Obwohl ihre Kollegen an ihrer psychischen Gesundheit zweifeln, nimmt sie ihre Arbeit in der Mordkommission wieder auf. Ihr neuer Partner, Detective Uriah Ashby, traut ihrer Zurechnungsfähigkeit nicht, doch ein Killer ist unterwegs und ermordet junge Frauen. Die Detectives haben keine Wahl: Sie müssen zusammenarbeiten, um den Psychopathen zu stellen, bevor er sein nächstes Opfer findet. Und niemand kennt sich mit Psychopathen so gut aus wie Jude Fontaine ....

Gelesen von Steffen Groth.

(Laufzeit: ca 10h 38)

Anne Frasier (Autorin)

Anne Fraiser ist eine New York Times und USA Today Bestsellerautorin. Sie teilt ihre Zeit zwischen der Stadt Saint Paul in Minnesota und ihrem Schreibstudio im ländlichen Wisconsin auf.


Steffen Groth (Sprecher)

Steffen Groth, Jahrgang 1974, spielt zwischen „Traumschiff” und „Tatort” in nahezu jedem Genre. Bekannt ist er vor allem durch seine Hauptrollen in „Doctor´s Diary” und „Großstadtrevier”, doch Steffen Groth ist auch ein erfahrener Synchron- und Hörbuchsprecher.

Aus dem Amerikanischen von Anu Katariina Lindemann
Originaltitel: The Body Reader
Originalverlag: Amazon Publishing New York

Hörbuch Download, Laufzeit: 638 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2849-7

€ 21,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

NEU
Erschienen: 13.11.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Eine Flucht und tote Mädchen

Von: Denise Datum: 03.12.2017

www.tapsisbuchblog.blogspot.de

Jude Fountaine wurde vor 3 Jahren entführt und in einem Keller festgehalten. Durch einen glücklichen Zufall kann die Polizistin ihrem Peiniger entkommen. Doch die neu gewonnene Freiheit verwirrt sie. Am wohlsten fühlt sie sich in ihrem alten Job. Gegen alle Widerstände fängt sie wieder in der Mordkommission an. Mit ihrem neuen Partner Uriah Ashby ermittelt sie in einem mysteriösen Mordfall. Kann Jude dieser Belastung Stand halten?

"Ich bin nicht tot" war mein erster Thriller von Anne Frasier und lässt mich fasziniert, aber auch ein wenig verwirrt zurück. Mit ihren eigenwilligen Hauptfiguren erschafft die Autorin ein durchaus spannendes Duo. Und doch konnte mich das Buch nicht komplett mitreißen.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man kapitelweise Jude Fountaine, die versucht einen Weg zurück in den Alltag zu finden, Uriah Ashby, der mit seiner neuen Partnerin mehr gestraft denn gesegnet ist und einem jungen Mädchen, das von ihrem Martyrium erzählt. Diesen Aufbau fand ich sehr gut und abwechslungsreich. Obwohl es sich verwirrend anhört, behält man als Leser die gesamte Zeit den Überblick und kann so den Ermittlungen folgen. Klasse!

Mit den beiden Polizisten Jude und Uriah bin ich erst spät warm geworden. Zu Beginn konnte ich mit beiden nicht viel anfangen. Jude ist nach ihrer Flucht verständlicherweise distanziert, kühl und emotionslos. Uriah hingegen wirkte anfangs wie ein Chauvinist, der Frauen für zu schwach für alles hält. Je weiter der Thriller voranschreitet, desto mehr offenbaren die beiden Figuren ihre Gedanken, Zweifel und Erkenntnisse. Das hat mir sehr geholfen, Zugang zu finden. Jedoch blieben mir beide Charaktere bis zum Ende hin fremd.

Die Story selbst ist spannend erzählt. Die Ermittlungen verlaufen nicht geradlinig, sondern werden immer wieder durch Judes Aussetzer gebremst. Dies wirkt zwar authentisch, jedoch verlor ich dadurch ab und an den Faden. Der Spannungsbogen wird nicht permanent gespannt, sondern durch einige große Knalleffekte fast zum Bersten gebracht. Diese Art der Erzählung war für mich neu, ungewohnt, aber faszinierend.

Der Schluss mutiert leider zu einem vorhersehbaren und typischen Finale. Der Täter liefert sich ein knallhartes Finale, gewisse Details werden leider in Nebensätzen abgehandelt. Hier hätte ich mir mehr Kreativität und auch Zeit gewünscht.

Der Stil von Anne Frasier ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise wirkt ab und an zerstreut, was gut zu ihrer weiblichen Hauptfigur passt. Dennoch schafft sie es, ihre Leser bei der Stange zu halten.

Fazit: Ein solider Thriller, der einen für mich neuen Weg geht. Trotz der kleinen Kritikpunkte kann ich ihn empfehlen.

Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht

Von: Magische Momente Datum: 20.11.2017

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Schon früher habe ich die Thriller von Anne Frasier sehr gern gemocht. Als ich jetzt hörte, das es neues von ihr gibt, war ich sehr gespannt auf mehr.
Hierbei handelt es sich um den Auftakt der Jude Fontaine Reihe.
Der Schreibstil von Anne Frasier ist sehr einnehmend, fließend und bildgewaltig. Im Nu war ich von dem Buch nicht mehr wegzubekommen. Der Sog hatte mich einfach wieder einmal erfasst.

Der Einstieg begann gleich sehr nervenzehrend und explosiv. Man taucht ein, in Judes Leben und begreift, was in ihr brennt, was sie erleidet, welche Qualen sie aussteht. Dabei ist ihre Entführung, die sie von ihrem früheren Leben abschnitt, nicht Vergangenheit. Sie ist präsent, man spürt sie mit jedem Atemzug.
Man fühlt mit ihr, leidet stumm und wartet voller Spannung, was als nächstes folgt.
Bei diesem Thriller erfährt man verschiedene Perspektiven, aus der Sicht eines Erzählers. Man erlebt Jude, Uriah, aber auch den Täter hautnah. Das verschafft nicht nur mehr Raum, dadurch wird es einfach greifbarer und man zittert nur umso mehr mit.

Jude ist eine Frau, die mir sofort ans Herz ging. Sie ist kaputt, ohne Frage. Aber wie kann sie das auch nicht sein, bei dem was sie mitmachen musste. Wie kann eine Seele so etwas ertragen, ohne Schaden zu nehmen?
Doch anhand Jude wird sehr gut aufgezeigt, das man nicht zerbrechen muss. Das man Stärke besitzt, die auftstehen und weitermachen lässt.
Man erfährt mit der Zeit immer mehr über ihren Hintergrund und was sie selbst als Menschen ausmacht. Dadurch kann man sich noch besser in sie hineinversetzen und ihrem Handeln folgen.
Dabei geht es nur vordergründig um Jude und ihr Martyrium. Da draußen ist längst noch ein anderer Psychopath, der junge Frauen in seine Gewalt bringt, ermordet.
Jude und ihr neuer Partner nehmen die Fährte auf und niemand kann das Böse so gut sehen, wie Jude selbst.
Wird es ihr letztlich dabei helfen , ihn zu schnappen oder ist es ihr eigener Untergang?

Mir hat dieser Thriller wirklich enorm gut gefallen. Anne Frasier versteht es den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten und immer wieder hochschellen zu lassen. Sie legt langsam Fährten und ist man erstmal auf einer rechten Spur, so tut sie das unmögliche. Sie schwenkt in eine andere Richtung und stürzt den Leser somit vollends in Verwirrung.
Dabei hatte ich oftmals tatsächlich das Gefühl, das Judes Leben enorm viel Raum einnimmt. Aber genau dieser Umstand ist auch wichtig, um sie besser verstehen und verinnerlichen zu können.
Nicht selten hatte ich Angst, sie verliert sich dabei selbst und verfällt dem Wahnsinn.
Es gab einige Szenen, die haben mir einfach nur Gänsehaut über den Rücken rieseln lassen. Ich kam kaum zum Luft holen, weil ständig neues passierte.
Und während man in die Seele und die Qualen der Ermittlerin eintaucht, folgt man auch voller Spannung den Emittlungen. Diese sind nicht weniger gut ausgearbeitet, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, daß man den Fokus etwas mehr darauf gerichtet hätte.
Ich hatte keine Ahnung wohin mich das Ganze führen würde, doch plötzlich war alles an seinem richtigen Platz.
Man sah klar und wusste plötzlich, warum es so war, wie es war.
Es war nachvollziehbar, schockierend und machte mich sprachlos.
Das Böse ist zum greifen nah und man taucht in die Abgründe ein, die tiefer kaum sein könnten.
Ein Thriller der pures Grauen auslöst und an den Rand der Belastbarkeit bringt.
Es geht um Schmerz.
Emotionalen, körperlichen. Dabei versteht es die Autorin , dies recht eindringlich zu verdeutlichen. Es zeigt auf, was man durchlebt, was es mit den Menschen macht, wie es sie verändert. Welche Qualen, welche Zerrissenheit und welche Kämpfe es bedeutet. Aber man begreift auch, wie das Umfeld damit umgeht.
Vergangenheit ist nicht länger Vergangenheit. Präsenter und greifbarer denn je. Die Grenzen verschwimmen unmerklich ineinander. Alles explodiert über einem und der Tumult bricht los.
Ein Thriller dessen Wendungen mich ganz besonders in Atem gehalten haben und dessen Abschluss wirklich sehr gut gelungen ist. Es ist zwar nicht sehr blutig, dennoch ist es psychologisch sehr gut ausgearbeitet und bringt den Leser wirklich zum zittern und mitfiebern.
Eine Thematik die nicht kaltlässt uhd deswegen auch so mitreißt. Ich bin schon sehr gespannt auf den Folgeband.

Fazit:
Anne Frasier ist zurück.
Ihr Auftakt der Jude Fontaine Reihe ist sehr komplex, nervenzehrend und abgründig.
Eine Frau die weiß, was Qualen bedeuten und ein Täter, der immernoch auf der Jagd ist.
Eine komplexe Handlung und Charaktere , die unweigerlich ans Herz wachsen.
Das Wort Schmerz bekommt eine völlig neue Bedeutung und man begreift, das die Abgründe enorm tief werden können.
Ein Thriller, bei dem auch die Ermittlungsarbeit nicht zu kurz kommt, der aber besonders durch die Wendungen beeindruckt.
Unbedingt lesen.

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