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Ich war Hitlers Trauzeuge

Ungekürzte Lesung mit Matthias Koeberlin, Hanns Zischler

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Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2779-7

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Erschienen: 18.09.2017
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Lauf für ein Leben

Ostersonntag, 1945. In Berchtesgaden startet zum 13. Mal der große Volkslauf „Wir laufen für den Führer“. 1000 Kilometer in 20 Etappen durch das Tausendjährige Reich, und wie jedes Jahr darf der Sieger am 20. April Adolf Hitler zum Geburtstag gratulieren. Doch im Frühjahr 1945 ist es nicht leicht, eine stattliche Läuferschar aufzubieten. Dank Leni Riefenstahl, die das Ereignis verfilmen soll, landet der untergetauchte Jude Harry Freudenthal im Pulk der Läufer statt in den Fängen seiner Häscher. Der irrwitzige Lauf nach Berlin wird für Harry, der sich Paul Renner nennt, zur Odyssee – durch Deutschland und durch sein erinnertes Leben.

Gelesen von Matthias Koeberlin und Hanns Zischler.

(Laufzeit: 19h 7)

Interview mit Peter Keglevic über "Das Rennen seines Lebens" und Hintergrundinformationen Zum Special

Peter Keglevic (Autor)

Peter Keglevic, geboren 1950 in Salzburg und gelernter Buchhändler, ist ein erfolgreicher TV-Regisseur, ausgezeichnet u.a. mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis. Seit über 20 Jahren hat er für "Laufen für den Führer" und die Lebensgeschichte von Harry Freudenthal recherchiert. "Ich war Hitlers Trauzeuge" ist sein erster Roman.


Sprecher

Matthias Koeberlin, geboren 1974, hat sich seit seinem Fernsehdebüt 1999 in "Ben & Maria – Liebe auf den zweiten Blick" zu einem der beliebtesten deutschen Schauspieler entwickelt. Er spielte in der erfolgreichen Andreas-Eschbach-Verfilmung "Das Jesus Video" und war seitdem in Produktionen wie "Wir sind das Volk" oder "Laconia" zu sehen. Für "Tornado – Der Zorn des Himmels" wurde er als Bester Schauspieler mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Mit der Darstellung des Kommissar Marthaler landet Koeberlin sowohl beim Publikum als auch bei der Presse einen großen Erfolg, aktuell hat er in der ZDF-Reihe "Die Toten vom Bodensee" eine Hauptrolle als Kommissar. In "Charité" überzeugte Koeberlin als Dr. Emil Behring ein Millionenpublikum. In dem vierteiligen Hörspiel "Otherland" ist Matthias Koeberlin als Orlando Gardiner zu hören und in "Der Orientzyklus" von Karl May leiht er Hadschi Halef Omar seine Stimme, außerdem hat der "Der Distelfink" von Donna Tartt gelesen.

Hanns Zischler arbeitet als Schauspieler und Publizist in Berlin und anderswo. Neben seiner Mitwirkung im Fernsehen und in internationalen Filmen gründete er 2006 den Alpheus Verlag wieder. 1996 erschien "Kafka geht ins Kino", 2008 (mit Sara Danius) "Nase für Neuigkeiten – Vermischte Nachrichten von James Joyce"; 2010, zusammen mit Hanna Zeckau: "Der Schmetterlingskoffer", und ebenfalls 2010 zusammen mit Friederike Gross der Comic "Aus der Nachwelt". 2009 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik der Akademie der Künste Berlin. 2010 erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis.

04.11.2017 | 19:30 Uhr | Salzburg

Lesung

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Tyrolia Buch Rupertus Buchhandlung
Dreifaltigkeitsgasse 12
5020 Salzburg

Tel. 0043/662/8787330, info@rupertusbuch.at

12.11.2017 | 13:30 Uhr | Wien

Lesung im Rahmen der BUCH WIEN

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BUCH WIEN
Messe Wien
Literaturcafé, Halle D
Wien

30.11.2017 | 18:30 Uhr | Berlin

Lesung

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Ingeborg Drewitz Bibliothek
Grunewaldstraße 3
12165 Berlin

Tel. 030/90299-2410

Weitere Informationen:
Konrad-Adenauer Stiftung
Politisches Bildungsforum
10787 Berlin

Hörbuch Download, Laufzeit: 1147 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2779-7

€ 17,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

NEU
Erschienen: 18.09.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Laufen für den Führer

Von: Andrea Karminrot Datum: 09.10.2017

karminrot-lesezimmer.blogspot.de

1000 km, mussten gelaufen werden, damit am Ende der Sieger, Adolf Hitler den Geburtstagsgruß überreichen durfte. Quer durchs Reich ging dieser Lauf. Täglich liefen die Athleten um die 50 km. In den “guten” Zeiten, liefen sehr viele Sportler mit. (Gab es einen solchen Lauf wirklich? Ich fand nichts heraus) Auch, als schon alles verloren schien. 1944 startete noch einmal ein Trupp von über 70 Mann. Nur Vier von ihnen waren echte Athleten. Die Anderen, zusammengesucht, entbehrlich, was der Krieg und die Verteidigung des Landes zuließ. Unter ihnen, Harry. Ein Jude, der sich bisher, als “U Boot”, vor den Narzis verstecken konnte. Einkassiert, als er mit Anderen, versteckt Lebenden, gerade das Land verlassen wollte. Die Anderen, hatten kein so großes Glück an dieser Laufveranstaltung teilzunehmen. Sie würden, ohne Federlesen, einfach erschossen werden. Leni Riefenstahl, persönlich, schob den 23 jährigen in die Mitläufer, damit genügend Männer auf ihrem Film, den sie über den Lauf drehen wollte, dabei sind.

Harry Freudenthal, ist der Erzähler und er hat einen trockenen Humor, sehr trocken! Dass er wieder in seiner Heimatstadt Berlin laufen soll, erschreckt ihn eher weniger. Obwohl, er viel lieber aus dem Reich verschwinden wollte. Er versorgt sich mit der “besten” Kleidung aus einem Kleiderstapel, der den “einkassierten” Läufern zur Verfügung gestellt wird. Er sucht sich ein paar derbe Bergschuhe heraus und vertraut auf die vier Engel, die seine Bobe (Großmutter), ihm bei seiner Geburt an die Seite gestellt hat. Denn er ist mit einer Glückshaube geboren. Auch Leni Riefenstahl scheint ein Auge auf ihn zu haben. Die Regisseurin treibt die Läufer zusätzlich an, denn sie dreht einen Film über diesen Lauf, zu Ehren Hitlers Geburtstag.

Der Roman liest sich wirklich flott. Am Anfang, kamen mir zu oft einige sexistischen Einlagen vor, die sich aber im Laufe der Story in das Gesamtbild einfügen. Je weiter die Geschichte fortschreitet, und während Harry beim Laufen seine letzten Jahre überdenkt, um so mehr gefiel mir, was ich da las. Ironisch, mit trockenem schwarzen Humor garniert, las sich der Roman schnell und spannend. Grotesk, wie der Jude Harry mit den arischen Läufern durch ein Deutschland läuft, dass sich in Teilen ergibt, zerstört und marode.
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Immer mehr, erfährt man über den Läufer Harry, der unter dem Decknamen “der Pilger” oder “Paul Renner” seine täglichen Kilometer läuft. Seine ganz persönliche Geschichte, wie er sich als Jude vor den Nazis retten musste. Wie ihm geholfen, oder er denunziert wurde. Immer mit einer gehörigen Würze von schwarzem Humor.

Der Autor, Peter Keglevic, hat 20 Jahre an diesem Roman recherchiert. Er ist selber die Strecke, die er sich erdacht hat, mal mit dem Fahrrad oder per Pedes abgelaufen. Er hat sich mit den damaligen Möglichkeiten auseinander gesetzt, die ein versteckt lebender Jude in der Naziherschaft hatte.

Ich finde es grandios geschrieben. Und es würde mich nicht wundern, dieses Buch, eines Tages, verfilmt zu sehen.

Eine gelungene, tragikomische Odyssee

Von: Bücherserien.de Datum: 27.09.2017

www.buecherserien.de/rezension-peter-keglevic-ich-war-hitlers-trauzeuge/

Ich war Hitlers Trauzeuge von Peter Keglevic.

Wir schreiben das Jahr 1945, das Dritte Reich liegt in seinen letzten Zügen, doch das Morden hat noch längst kein Ende. Harry Freudenthal, der als Jude den Nazis bisher entkommen konnte, wird von der SS geschnappt. Seinen sicheren Tod verhindert ausgerechnet die Reichsfilm-Ikone Leni Riefenstahl. Allerdings natürlich nicht uneigennützig: Harry, der sich aktuell Paul Renner nennt, soll nun an „Wir laufen für den Führer“ teilnehmen. Diese Lauf-Veranstaltung soll Riefenstahl zum Durchhalte-Film verarbeiten. Harry erlebt während der insgesamt 1000 Kilometer in 20 Etappen, die ihn direkt zum Führer-Bunker bringen, zahlreiche tragikomische Abenteuer - bis hin zu seiner Begegnung mit Adolf Hitler selbst.

Eindringlich beschreibt Peter Keglevic, wie er auf die Idee zu "Ich war Hitlers Trauzeuge" kam. Es war ein Prozess, der sich über mehrere Jahre hinzog: Von den verwirrenden polnischen Tagebüchern in einer Wohnung, in der er als Regisseur in New York einen Film drehte, über Broschüren und Zeitungsartikel, die ihm scheinbar zufällig in die Hand fielen. So enthält sein Roman durchaus kleine Reminiszenzen an tatsächliche historische Begebenheiten: In den 1930ern gab es tatsächlich ein 1000-Kilometer-Rennen, wenngleich es dabei um Autos ging, nicht um einen Langstreckenlauf; und gefilmt hat Leni Riefenstahl u. a. bei der Olympiade in Berlin 1936. Was Peter Keglevic aus solchen kleinen Fetzen gemacht hat, ist eine satirische Tour de Force durch die Geschichte - und vor allem ein amüsanter Roman.

Denn "Ich war Hitlers Trauzeuge" ist bei allem gebotenen Ernst des Themas kein Trauerspiel. Peter Keglevic schafft es vielmehr, den Wahnsinn dieser Zeit durch zahlreiche absurde Details zu vermitteln. Allerdings hätte dem Roman an einigen Stellen eine stärkere Fokussierung gut getan. Man spürt, dass Keglevic Spaß an seiner Geschichte hatte, aber bei knapp 600 Seiten ist für den Leser nicht jede Kleinigkeit genauso spannend wie für den Autor und somit gibt ein paar Längen, die den Lesefluss etwas bremsen. Sei's drum, das ist Meckern auf höchstem Niveau, denn ein beeindruckendes Werk ist der Roman trotz allem geworden: Peter Keglevic schreibt so authentisch und nachdrücklich, dass man ihm seine fiktive Hauptfigur ohne Weiteres abnimmt; man möchte zu gerne glauben, dass es Harry Freudenthal gegeben hat, dass er den Nazis immer wieder entkommen und ihnen so manches Schnippchen schlagen konnte. Doch er ist erfunden, wie vieles in "Ich war Hitlers Trauzeuge" die Realität nur streift - was dem Leser aber egal sein kann, denn der Roman ist einfach grandios unterhaltsam.

Mein Fazit.

Wer hier einen hochdramatischen Roman im Stil von "Schindlers Liste" oder "28 Tage lang" von David Safier erwartet, wird von dem amüsanten Unterton enttäuscht sein. Ebenso werden diejenigen, die einen spannenden Fluchtthriller erwarten, an diesem Werk wenig Gefallen finden. Ihm oder ihr würde dann aber auch eine mit hervorragender Recherche unterlegte, tragikomische Geschichte entgehen, die stellenweise eine echte Biografie sein könnte. Denn während die Läufer die 20 Etappen absolvieren, erfahren wir Leser viel über deren Vergangenheit.

Aufgelockert mit reichlich Absurditäten beleuchtet Peter Keglevic ein dunkles Kapitel unserer Zeit, zumal eines, das nur schwer in einen humorvollen Roman zu fassen ist. Hier ist es gelungen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Lebende Geschichte

Von: Rüdiger Rabenow aus Berlin Datum: 31.07.2017

Buchhandlung: Lust am Lesen Buchhandlung Rabenow

Vor der Kulisse des untergehenden Dritten Reich wird versucht, als Geschenk zu Führer's Geburtstag, wahre Größe zu demonstrieren: der große Volkslauf" wir laufen für den Führer". Um das Alles zu verwirklichen ist jedes Mittel recht und damit kommt Harry Freudenthal, ein untergetauchter Jude, ins Spiel, für den dieser Lauf zum Mittel seines Überlebens wird und durch den er auch noch zum Trauzeugen Hitlers wird. Ich habe diese lebendige Geschichtsbuch mit großer Spannung und Begeisterung gelesen, dessen Charaktere bestimmt niemanden unberührt lassen werden.

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