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Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Ungekürzte Lesung mit Thomas Balou Martin, Michael-Che Koch

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€ 18,95 [D]* inkl. MwSt.
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Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2074-3

Erschienen: 10.08.2015
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"Man muss seine Feinde kennen, wenn man sie besiegen will."

Im Sommer 2014 führte Jürgen Todenhöfer mehrere Monate lang Gespräche mit deutschen Islamisten (via Skype), die sich dem IS-Staat angeschlossen haben. Die Erkenntnisse, die er in diesen Gesprächen gewann, sind mehr als erschreckend und enthüllen die mörderischen Absichten des sogenannten Kalifats, das einen weltweiten Gottesstaat errichten will und dabei auch vor Massenmorden nicht zurückschreckt, selbst unter Muslimen. Im November 2014 fuhr er als bislang weltweit einziger westlicher Journalist in das Zentrum des IS-Staats, nach Mossul, und nahm dort weitere Interviews auf. Seine dortigen Erlebnisse bringen Thomas Balou Martin und Michael Che Koch eindringlich zu Gehör.

(Laufzeit: ca. 8h 36)

Jürgen Todenhöfer (Autor)

Jürgen Todenhöfer, geboren 1940, saß 18 Jahre im deutschen Bundestag. Er war Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Entwicklungshilfe und Rüstungskontrolle. Anschließend arbeitete er 22 Jahre an der Spitze eines großen europäischen Medienunternehmens. Immer wieder hat er die Kriegsschauplätze des Mittleren Ostens bereist, vor allem Afghanistan, Irak, Syrien und Palästina. Davon hat er in bewegenden Büchern wie »Wer weint schon um Abdul und Tanaya?«, »Andy und Marwa« und »Warum tötest du, Zaid?« berichtet. Zuletzt erschienen seine Bestseller »Teile dein Glück« (2010) und »Du sollst nicht töten« (2013). Mit seinen Buchhonoraren finanzierte er u. a. ein Waisenhaus in Afghanistan, ein HIV-Kinderkrankenhaus im Kongo und ein israelisch-palästinensisches Versöhnungsprojekt. Das Honorar für sein letztes Buch spendete er schwer verletzten syrischen Kindern. Das Honorar dieses Buches geht an syrische und irakische Flüchtlinge sowie an Kinder in Gaza.


Sprecher

Thomas Balou Martin, geboren 1962, begann seine Karriere als Theaterschauspieler und wechselte 1994 zum Fernsehen. Er war bereits in vielen TV-Serien zu sehen, darunter "Der Landarzt" (2001-2011), „Tatort Frankfurt“ (2001-2009) oder SOKO Köln. Als Sprecher wirkte er unter anderem beim Hörspiel zu Frank Schätzings "Der Schwarm" mit, las Mischels „Marshmallow-Test“, Mandelas „Der lange Weg in die Freiheit“, Gigerenzers „Risiko“ und viele mehr.

Michael-Che Koch, geboren 1973, hat schon an verschiedenen deutschen Bühnen gespielt (u.a. Schauspiel Düsseldorf und Grenzlandtheater Aachen) und bei diversen Filmen und Serien mitgewirkt. Seit einiger Zeit arbeitet er verstärkt als Sprecher für Synchronisation (Funk/Fernsehen) sowie für Hörspiele und Lesungen.

Hörbuch Download, Laufzeit: 516 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2074-3

€ 18,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 10.08.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Inside IS lässt das Blut in den Adern gefrieren

Von: Benjamin Neumaier aus Abensberg Datum: 29.05.2015

www.live.mittelbayerische.de/Event/bennis_wuehlkiste

Inside IS - 10 Tage im Islamischen Staat
Es ist blanker Hass, der einem aus vielen der 288 Seiten aus Jürgen Todenhöfers neuestem Werk "Inside IS - 10 Tage im Islamischen Staat" entgegen schlägt. Die Lektüre des Buches lässt mich verstört zurück, teilweise ratlos, teilweise zornig, oftmals kopfschüttelnd. Es ist die krude totalitäre Ideologie des IS, die Rechtfertigung der Taten durch den Koran und es sind vor allem Sätze wie "Enthauptungen gibt es definitiv. Je nachdem, welches Verbrechen jemand begeht, wird ihm der Kopf oder die Hand abgeschlagen. [...] Bei Christen ist es so, dass sie die Möglichkeit haben, Jizya [eine Schutzsteuer] zu zahlen und den Islam anzunehmen, oder sie werden halt getötet. Ihre Frauen werden dann versklavt. [...] Wir werden nach Deutschland zurückkehren - aber nicht mit Freundlichkeiten, sondern mit der Waffe in der Hand." , die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Deutsche IS-Kämpfer im Interview

Dieser Satz stammt von Abu Qatadah, einem deutschen IS-Kämpfer und überzeugten Jihadisten aus Solingen, der in der Medien-Abteilung des IS arbeitet. Über ihn nimmt Todenhöfer Kontakt zum IS auf und plant seine zehntägige Reise. Während dieser schildert Todenhöfer Unglaublliches, überlebt manche Situationen nur knapp, wird offen angefeindet, bedroht - immer auf der Suche nach Antworten: Wie mächtig ist der IS wirklich? Welche Motive leiten die Anführer? Was treibt ihre Gefolgschaft zu Greueltaten? Um was geht es dem Westen in diesem Konflikt? Ist Deutschland Terrorziel des IS?

Auf manche Frage findet der langjährige Bundestagsabgeordnete, der mit seinem Sohn und dessen Freund reist, Antworten, aber oft bleibt er ratlos und zutiefst erschrocken zurück.
Doch vielmehr als die Reise selbst fesseln die vorangegangenen Interviews mit zwei deutschen Jihadisten, darunter eben Abu Qatadah alias Christian Emde. Todenhöfer spricht offen, kritisiert, geht auf Konfrontationskurs, überdreht teilweise. Doch es sind nicht die Fragen, es sind die Antworten, die mehr als einige Male schockieren: "Was verstehen Sie unter Vergewaltigung? Das ist immer relativ. Was bedeutet [zum Sex] zwingen? Was bedeutet zwingen, wenn einem diese Frau als Sklavin gehört?"

Todenhöfers dramatischer Report aus dem Herzen des IS-Kalifats ist eine eindringliche Mahnung, einen politischen Ausweg aus der Gewaltspirale zu finden. Dabei ist der Publizist stets um Respekt gegenüber dem Islam bemüht, geht auf dessen Entstehung durch "die Ignoranz des Westens" ein, warnt eindringlich vor den radikalen, unmenschlichen Zielen des IS, für die es keine Rechtfertigung gibt - auch keine islamische.
Selbstbeweihräucherung hätte man sich sparen können.

Das Buch verstört den Leser, lässt ihn ratlos zurück, lässt in verzweifeln, ist aber fesselnd, spannend und informativ - zumindest meistens: Denn was ich zwischen Seite 32 und 36 zu lesen bekam, hätte mich beinahe dazu veranlasst, das Buch zuzuklappen und wegzulegen. Jürgen Todenhöfers Vita in allen Ehren, aber in einem Kapitel, das "Auf der Suche nach der Wahrheit heißt", eine Selbstbeweihräucherung in diesem Umfang auszubreiten, war mir dann doch zuwider. Da kann Todenhöfer wohl nicht aus seiner "politischen" Haut. Und leider schlägt diese Ader mehrmals zu auch kurz vor Schluss, wenn Todenhöfer seinen linken Schuh sucht. Ansosnten: TOP! Aber lesen Sie lieber selbst...

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Beeindruckendes und mutiges Buch

Von: Jana Fundner Datum: 02.02.2017

www.testiversum.at

Hört man den Namen „Islamischer Staat“ denkt man sofort an Terrorismus, vermummte Gestalten, eine fremde Gefahr. Viel näher möchten sich die meisten mit dem Thema eigentlich gar nicht beschäftigen, sie hoffen nur, dass all dem bald ein Ende gemacht wird. Und schon gar nicht würde jemand, der sich dem Islamischen Staat nicht anschließen möchte, auf die Idee kommen, sich unter die Kämpfer zu begeben, direkt ins Zentrum des IS nach Mossul.

Eine Reise ins Ungewisse

Keiner? Das stimmt nicht ganz, denn der Journalist Jürgen Todenhöfer hat genau dies getan. Er ist mit deutschen Islamisten per Skype ins Gespräch gekommen und schließlich ist es ihm gelungen einen Urkunde vom Büro des Kalifen zu erhalten, die ihm bestätigt, dass er sich für eine Weile im Territorium des Islamischen Staats aufhalten darf, ohne dass ihm etwas passieren kann. Und so machte er sich gemeinsam mit seinem Team auf die Reise – und das als Christ!

Diese Reise hat er nun in seinem im Penguin Verlag erschienen Buch „Inside IS – 10 Tage im Islamischen Staat“ beschrieben. Er berichtet von seinen Erlebnissen und Begegnungen und zitiert Gespräche, die er geführt hat. Dabei gibt er den IS-Kämpfern ein Gesicht. Sie zeigen sich manchmal wirklich menschlich, wenn sie Frühstück servieren oder über Fußball sprechen. Aber wehe, man spricht sie auf „Ungläubige“ an, dann reden sie vom Töten.

Beeindruckendes und mutiges Buch

So viel erschreckendes wir in der westlichen Welt auch vom Islamischen Staat hören, so überraschend ist doch der Blick hinter die Kulissen. Todenhöfer redet den IS keinesfalls schön, im Gegenteil. Er zeigt jedoch die Beeinflussbarkeit einiger Männer auf und macht deutlich, dass sie nicht immer diese brutalen und skrupellosen Kämpfer waren. Umso erschreckender ist es dann zu lesen, wie diese Männer nun ticken – und wo sie herstammen. Denn die Menschen, auf die der Journalist trifft, stammen nicht nur aus Syrien oder anderen muslimischen Ländern, sondern auch aus den USA oder Deutschland.

„Inside IS – 10 Tage im Islamischen Staat“ ist kein Reisetagebuch, sondern ein wirklich eindrucksvolles, aufklärendes und schockierendes Werk. Der Autor geht zu Beginn auf die Geschichte des Islamischen Staats ein, erläutert dann die Ziele des Westens (und ist dabei durchaus auch kritisch), ehe er mit seinem eigentlichen Bericht beginnt. Dieser liest sich dann fesselnd wie ein spannender Thriller – nur das es leider die bittere Realität ist. Aber der spannende und gut lesbare Schreibstil macht es möglich, dass viel mehr Menschen dieses Buch lesen können und sollte. Es handelt sich eben nicht um einen trockenen Polit-Bericht und ist dennoch unheimlich informativ.

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