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Leviathan erwacht Roman

The Expanse-Serie (1)

Ungekürzte Lesung mit Matthias Lühn

€ 29,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2993-7

DEMNÄCHST
Erscheint: 29.01.2018

E-Mail bei Erscheinen

Weitere Ausgaben: Paperback, Taschenbuch, eBook (epub)

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Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel – überall gibt es Kolonien und werden Rohstoffe abgebaut. Doch noch ist das Sonnensystem die Grenze. Als der Kapitän eines kleinen Minenschiffs einen havarierten Frachter aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält – ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.

(Laufzeit: 21h)

Leviathan Wakes © 2011 by Daniel Abraham and Ty Franck; published in agreement with the author, c/o BAROR INTERNATIONAL, INC., Armonk, New York, U.S.A

ÜBERSICHT ZU JAMES COREY

The Expanse-Serie

The Expanse-Serie: Storys

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

James Corey (Autor)

Hinter dem Pseudonym James Corey verbergen sich die beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Beide schreiben auch unter ihrem eigenen Namen Romane und leben in New Mexico.


Matthias Lühn (Sprecher)

Matthias Lühn, geboren 1970, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie und absolvierte anschließend seine Ausbildung zum Schauspieler am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Seine ersten Engagements führten ihn unter anderem ans Wiener Burgtheater und ans Schauspiel Frankfurt. Von Beginn an war er auch als Sprecher für den Rundfunk tätig und machte sich einen Namen als Synchronsprecher, als Stimme für das Fernsehen und als Interpret zahlreicher Hörbücher. Für den Hörverlag liest Matthias Lühn nun James Coreys "Leviathan"-Trilogie.

Übersetzt von Jürgen Langowski
Originaltitel: 978-3-8445-2993
Originalverlag: Heyne TB

Hörbuch Download, Laufzeit: 1260 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2993-7

€ 29,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

DEMNÄCHST
Erscheint: 29.01.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Spannend, tiefgreifend und lesenswert - bewegende Konflikte in einer glaubhaften Menschheitszukunft

Von: Nerd-Gedanken.de Datum: 10.11.2017

nerd-gedanken.blogspot.de/

Im 23. Jahrhundert hat die Menschheit das Sonnensystem kolonisiert. Neben der Erde haben sich Menschen auf dem Mond, dem Mars und im zwischen Mars und Jupiter befindlichen Asteroidengürtel niedergelassen, um dort sowohl Ressourcen wie auch neuen Lebensraum zu finden, da die Erde hoffnungslos übervölkert ist und unter den Folgen der Erderwärmung leidet. Als der Eisfrachter »Canterbury« dem Notruf eines havarierten Schiffes folgt, wie es unter Raumfahrern üblich ist, die sich fernab jeglicher Raumstationen befinden, wird der Frachter, als die Mannschaft eine Rettungsmission wagt, von einem unbekannten Angreifer beschossen.

Nur das kleine Rettungsteam kann entkommen, birgt jedoch einen Hinweis auf ihren Gegner – angeblich ein Schiff der marsianischen Raummarine. Der nun unversehens zum Anführer der Gruppe gewordene ehemalige erste Offizier der »Canterbury«, James Holden, teilt die Informationen zum Vorfall auf einem öffentlichen Funkkanal und bringt somit das fragile Gleichgewicht zwischen Erde, Mars und Gürtel an den Rand eines politischen Kollaps …
Gleichzeitig erhält der auf Ceres stationierte Cop Joe Miller von seiner Vorgesetzten den Auftrag, die verschwundene Julie Mao wiederzufinden, obwohl das eigentlich nicht zu seinen Aufgaben gehört. Doch Julies einflussreichen und vermögenden Eltern haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihre Tochter aufzuspüren.
Der »Canterbury«-Zwischenfall wirft schnell seine Schatten auch auf die Ceres-Raumstation und macht den bislang beschaulichen Alltag des Gesetzeshüters zu einem unvorhersehbaren Tanz auf dem Pulverfass …

In einer gar nicht zu fernen Zukunft gibt es zwar keine Konflikte mit Außerirdischen, doch für echte Problemherde haben Menschen schließlich noch nie Aliens gebraucht: die Bewohner der von Menschen kolonialisierten Welten und Regionen des Sonnensystems haben sich zum guten Teil auseinander entwickelt und eigene kulturelle Ausprügungen sowie unterschiedliches Aussehen entwickelt. Vergangene Auseinandersetzungen haben zu schwelenden Konflikten zwischen den Großmächten Erde und Mars geführt, während die »Gürtler« - also die Bewohner des Asteroidengürtels – meist von beiden Seiten am Gängelband geführt werden, damit diese weiterhin die dringend benötigten Ressourcen abbauen und liefern.

In diesen Konfliktherd muss nur ein einziger Funke geworfen werden, um alles lichterloh zu entfachen, was durch den »Canterbury«-Zwischenfall auch passiert: geschickt gelingt es den Autoren Daniel Abraham und Ty Franck unter dem Pseudonym James S.A. Corey, eine glaubhafte Zukunftsmenschheit mit all ihren Problemen zu entwickeln, bei der es schwierig ist, sich eindeutig auf eine Seite zu schlagen.
Doch auch die im Roman beschriebene Technik weitab von mit fiktiven Elementen betriebenen Superantrieben lässt beim Lesen Freude aufkommen: die auf Schiffen arbeitenden Menschen werden bei Beschleunigungs- und Bremsmanövern G-Kräften ausgesetzt und müssen sich mit verschiedenen Mitteln und Tricks Möglichkeiten schaffen, solche Belastungen dauerhaft zu überleben. Immer wieder findet man ein neues Detail, welches beweist, wie durchdacht die Weltkonstruktion ist und macht Lust darauf, umso tiefer einzutauchen.

Durch die beiden Haupthandelnden, welche der Leser die ganze Erzählung hinweg auf ihren Wegen begleitet, wird das Vorhandensein reichlicher Grauzonen deutlich gemacht: der auf der Erde geborene James Holden ist ein aufrechter, ehemaliger Marinesoldat, der nun eigentlich auf einem Eisfrachter eine recht ruhige Kugel schieben will und sich plötzlich als unfreiwilliger Anführer mitten in einem galaktischen Krieg wiederfindet.
Seine Werte kollidieren oft genug sowohl mit den Umgebungsbedingungen wie auch mit denen des zweiten Haupthandelnden Joe Miller, einem schon etwas älteren Gürtler, der stark an einen Film-Noir-Detektiv erinnert und einem die Vielfältigkeit menschlichen Verhaltens, aber auch die Stärken und Schwächen unserer Art vor Augen führt.

Miller ist, ohne es zu wissen, auf der Suche nach einer Lebensaufgabe und findet diese unverhofft an unvorhergesehener Stelle, um sich ihr dann bedingungslos und mit Leidenschaft zu widmen. Dabei zeigt er trotz seiner Kompromisslosigkeit ein klares Wertesystem und eine Aufrichtigkeit, die vielen der Gegenspieler vollkommen abgeht: selten habe ich eine fiktive Figur so verabscheut wie Antony Dresden, und selten eine Entscheidung so gut nachvollziehen können wie jene von Joe Miller, der dafür einen harten Preis zahlen musste.
Die Autoren spielen ihr ganzes Können in den schnellen Perspektivwechseln in recht kurz gehaltenen Einzelkapiteln aus, die von auf den Punkt gebrachten Dialogen, abwechslungsreicher Handlung und vielen Grauschattierungen nur so strotzen: Dabei gelingt ‚Corey‘, einen Kriegsschauplatz gerade durch die Vermeidung einer allzu genauen Darstellung desselben eindrücklich zu gestalten: Die Rahmenhandlung wird immer wieder durch Nachrichten oder Reaktionen anderer auf den Krieg mit weitergeführt und beeinflusst indirekt das Handeln der Hauptpersonen.

Die wenigen wirklich während des gesamten Erzählflusses immer wieder auftauchenden Nebenfiguren erhalten vom Autor ebenso viel Liebe zum Detail, sodass diese schon zum Beginn des Romanes Wiedererkennungswert und Format erhalten. Selbst eine Romanze spendieren die Autoren den Hard-SF-Fans, ohne sie jedoch kitschig oder übertrieben abzuliefern: gerade, dass diese mit Höhen und Tiefen und reichlich Unsicherheiten abläuft, lässt sie umso realistischer und glaubhafter wirken.
Bei einer echten SciFi-Geschichte dürfen natürlich auch Aliens nicht fehlen – auf welche Art und Weise sie in die Erzählung eingebunden werden, verdient eine Menge Respekt vor dem Ideenreichtum der Autorem und ihrem Blick auf menschliche Verhaltensweisen. Und lässt einen neugierig auf die Folgebücher zurück, da die Geschichte des Expanse-Universums nicht mit diesem ersten Band abgeschlossen ist, aber für jeden, der nur ein Buch lesen möchte, dennoch sinnvoll abgerundet wird. Die 2015 erschienene TV-Serie »The Expanse« basiert in der ersten Staffel auf den Ereignissen von »Leviathan erwacht«.

Fazit: Hervorragende, abwechslungsreiche Hard-SF-Story mit interessanten Hautptcharakteren und spannendem Grundkonflikt. Zehn von zehn möglichen Punkten.

Science-Fiction at its best!

Von: Wulf | Medienjournal Datum: 04.05.2017

medienjournal-blog.de/2017/05/review-leviathan-erwacht-expanse-serie-1-james-corey-buch/

Unter dem Deckmantel des Pseudonyms James Corey entwerfen Daniel Abraham und Ty Franck in "Leviathan erwacht" eine ungemein einnehmende und spannende Version "unserer" Zukunft und punkten dabei mit einer angenehmen Bodenständigkeit, statt sich auf bombastische Weltraumschlachten zu verlassen, die man hier vergebens suchen wird. Stattdessen folgt man den Geschicken eines idealistischen Schiffs-Offiziers und eines zynisch gewordenen Detectives, die jeder auf ihre Art einen interessanten Blick auf die sich zuspitzenden Ereignisse erlauben, die als erste Andeutung der sich noch entspinnenden Stories verstanden werden dürfen, handelt es sich schließlich erst um den Auftakt einer im selben Maße erfolgreichen wie auch langlebigen Science-Fiction-Reihe, die mich bereits nach wenigen Seiten in ihren Bann geschlagen hatte.

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