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Madame Bovary

Hörspiel mit Dietmar Mues, Friedhelm Ptok, Chris Pichler, Bernhard Schütz, Samuel Weiss

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
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Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-0154-4

Erschienen: 23.05.2005
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Als die attraktive junge Bauerntochter Emma den Landarzt Charles Bovary heiratet, ist sie voller Träume von einem Leben voller Glück und Leidenschaft. Ihr Bild von der Liebe und dem Leben außerhalb der Mauern ihrer Klosterschule hat sie sich aus Romanen gebildet. Dementsprechend enttäuscht ist Madame Bovary als sie nach ihrer Hochzeit mit der Tristesse des Landlebens am Ende des 19. Jahrhunderts konfrontiert wird.
Obwohl ihr Mann alles versucht, um seine Frau glücklich zu machen, stürzt sie sich in Affären...

Flauberts Meisterwerk zog bei seinem Erscheinen einen Skandal nach sich und hatte einen überwältigenden Publikumserfolg.

(Laufzeit: 4h 6)

Gustave Flaubert (Autor)

Gustave Flaubert, 1821 in Rouen als Sohn eines Chirurgen geboren, besuchte zuerst die Schulen in seiner (durch "Madame Bovary" berühmt gewordenen) Vaterstadt, studierte eher lust- und erfolglos die Rechte in Paris und mußte sich dann aufgrund eines rätselhaften Nervenleidens aus jeder Berufstätigkeit zurückziehen. Er lebte in strenger schriftstellerischer Askese in Rouen, unternahm immer wieder Reisen in Europa, nach Nordafrika und dem Nahen Osten und starb 1880 im Alter von 59 Jahren. Flaubert war unerbittliche Präzision in der Kunst wichtiger als überhitzte Inspiration und das Suchen nach bisher unbeschriebenen Aspekten der Wirklichkeit wesentlicher als romantische Gefühlsdarstellung. Diese strenge Forderung setzte er in "Madame Bovary" in revolutionärer Weise um - doch vorher hatte es in seinem Leben eine Epoche gegeben, die in ihrer anarchischen Heftigkeit ihresgleichen sucht.


Sprecher

Chris Pichler, 1969 in Linz geboren, absolvierte nach der Matura ein Schauspiel-Studium am Konservatorium der Stadt Wien. Von 1994 bis 1998 hatte sie ein Engagement am Deutschen Nationaltheater in Weimar, seit 1999 ist sie beständiger Gast am Volkstheater Wien. Ihre wichtigsten Rollen waren u. a. das 'Gretchen' im "Urfaust" von Johann Wolfgang von Goethe, die 'Marianne' in "Geschichten aus dem Wienerwald" von Ödön von Horváth und die 'Recha' in "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing. Der ORF kürte sie zur Schauspielerin des Jahres 2008. Daneben hatte sie zahlreiche Fernsehauftritte, u. a. in 'Der Salzbaron', 'Gebürtig' und 'Twinni'.

Dietmar Mues, (1945–2011) in Dresden, spielte an zahlreichen renommierten deutschen Theatern, u. a. an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, an den Städtischen Bühnen Nürnberg und am Nationaltheater in Mannheim, und gehörte zwölf Jahre lang zum Ensemble des Hamburger Schauspielhauses. Darüber hinaus wirkte er seit 1994 in weit über 100 Fernseh- und Kinofilmen mit, z. B. in "Die Bubi Scholz-Story" (1997), "Gangster" (1998), "Prinz und Paparazzi" (2004), "Up! Up! To the Sky" (2008) und "Ladylike" (2009).

Friedhelm Ptok, geboren 1933 in Hamburg, absolvierte nach einer Buchdruckerlehre eine private Schauspielausbildung. Nach seinem ersten Engagement in Flensburg spielte er beispielsweise in Bremen unter Peter Zadek, an den Münchner Kammerspielen und dem Schauspielhaus Hamburg, bis er 1972 an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin bis zu deren Schließung ein Engagement erhielt. Er wirkte in verschiedenen Fernsehproduktionen mit, so zum Beispiel in "Alphateam", "Praxis Bülowbogen" oder "Unser Lehrer, Dr. Specht" und "Kartoffeln mit Stippe", und ist darüber hinaus auch als Regisseur tätig.

Samuel Weiss wurde 1967 in Männedorf bei Zürich geboren und wuchs in einer lebhaften Großfamilie auf. Seine Schauspielausbildung erhielt er am Max-Reinhardt-Seminar und am Burgtheater in Wien. Weitere Stationen seiner Theaterlaufbahn waren das Landestheater Tübingen und das Staatstheater Stuttgart, an dem er auch selbst inszenierte. Neben seiner Schauspieltätigkeit ist Samuel Weiss auch als Sprecher und Moderator beim Südwestrundfunk engagiert.


Christiane Ohaus (Regisseurin)

Christiane Ohaus, 1959 in Osnabrück geboren, studierte Philosophie und Germanistik in Tübingen und Berlin, Volontariat in der Künstlerischen Wortproduktion des Rias Berlin, arbeitete als Rundfunkautorin und -regisseurin, Theaterarbeit in einer Off-Theatergruppe, seit 1993 fest als Regisseurin bei Radio Bremen. Im Hörverlag erschienen von ihr "Robin Hood" von Maria Seidemann, "Madame Bovary" von Gustave Flaubert, "Der Steppenwolf" von Hermann Hesse, "Jane Eyre" von Charlotte Bronte und Hans Magnus Enzensbergers "Hammerstein oder Der Eigensinn".

Übersetzt von Maria Dessauer
Originaltitel: © 1996 Insel Verlag, Zeittafel und Begleittext von Karl Markus Michel © Patmos Verlag GmbH & Co. KG / Artemis & Winkler Verlag, (P) Hessischer Rundfunk/Radio Bremen/Deutschlandradio Kultur 2005

Regie: Christiane Ohaus
Musik von Michael Riessler

Hörbuch Download, Laufzeit: 246 Minuten

ISBN: 978-3-8445-0154-4

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 23.05.2005

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Der Skandalroman des 19. Jahrhunderts!

Von: Sophie VERStand Datum: 04.06.2015

https://www.youtube.com/c/VERStand

Madame Bovary bildet den klassischen Ursprung aller folgenden Ehebruchsromane wie Anna Karenina und Effi Briest. Flaubert gelingt 1857 ein skandalöser Glücksgriff, der dieses Werk bis heute zurecht der Weltliteratur zurechnet.
Wir begegnen zu Beginn des Romanes Charley Bovary, der das Ergebnis einer nicht allzu glücklichen Ehe ist, in der Schule das ein oder andere mal gehänselt wurde, sich aber trotz allem zu einem sehr biederen Landarzt mausert, der dem Fortschritt in seiner Disziplin nie ganz abgeneigt ist. Seine erste Ehe dauert keine 30 Seiten an. In dieser Zeit begegnet er bereits Emma, welche zufällig die Tochter eines Patienten von Charles ist. Doch wie kann hier eine feine Liebesgeschichte entsponnen werden? Natürlich muss die 1. Frau sterben, was sie - dem Leser sehr passend - auch umgehend tut.
Danach steht dem Eheglück von Charles und Emma eigentlich nichts mehr im Wege…
Wären da nicht Emmas unmäßige Ansprüche an die Liebe und Leidenschaften, die sie nur aus Romanen kennt, die sie rezipiert hat. Mit Charles hat sie den denkbar leidenschaftslosesten Menschen in ganz Frankreich geheiratet und wenige Woche nach der Hochzeit stellt sich drängende Langeweile ein, die sich zu einer handfesten Depression entwickelt.
Madame Bovary ist als Ehebruchsroman bekannt geworden und letztlich weiß man bereits vor dem Lesen, dass Emma sich in die Arme eines Liebhabers begibt…

Dieser Roman hat mich teils in einem argen Zwiespalt zurückgelassen.
Die Geschichte der unglücklichen Ehefrau, die sich gefangen fühlt in diesem vermeintlichen Glück kannte ich bereits aus „Anna Karenina“ und dort gefiel mir der Bruch der starken Frau etwas besser.
Emma Bovary ist eine Dame, die sich fast ausschließlich den lieben langen Tag in Selbstmitleid und Langweile badet, ohne nur die geringste Kraft aufzuwenden, daran etwas zu ändern. Es mangelt ihr dabei an Kommunikationsstärke und Empathie, … auf ein ruhiges Familienleben kann sie sich ebenfalls nicht einstellen.
Mir muss eine Figur nicht sympathisch sein, damit ich einen Roman gut finde, aber man sollte ihre Handlungsmotivationen nachvollziehen können und für mich ist das bei Emma nicht gegeben.
Ich kann sogar verstehen, wenn LeserInnen dieses Romans die Langeweile, die Madame Bovary empfindet, ebenso beim Lesen empfinden.
In Hinblick auf den Roman wirkt die Figur der Emma sehr unausgewogen. Emma ist ein unmotivierter Mensch, der von Anfang an nur hedonistische Ansprüche an seine Umwelt stellt und sich jeden Tag vorjammert, dass jeder ein besseres Leben habe als sie.
Das große Plus dieses Romans ist seine feinfühlige Sprache. Am Stil Flauberts, bzw. hier in der Übersetzung durch Hans Reisiger, ist absolut nichts auszusetzen. Sprachliche Bilder lassen den Leser die Landidylle und innere Bedrängnis jeder Figur nachempfinden. Allein dieses Stils wegen empfehle ich die Lektüre dieses Klassikers.
Besonders erwähnenswert finde ich aus all den Dorfbewohnern um das Ehepaar Bovary den Apotheker. Dieser bringt eine politische, philosophische und religionskritische Perspektive in den Roman, die einem Einblicke in den Zeitgeist eines Frankreichs Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglicht.
Hervorzuheben wäre noch der Erzähler, der nicht nur jeder Figur folgen kann, sodass wir mehr Perspektiven als die von Emma kennenlernen, sondern absolut wertfrei die Handlung darlegt. Kein einziges moralisches Urteil wird über das Handeln von Emma gefällt. Dem Leser fällt also eine wichtige Aufgabe zu, das ganze Geschehen zu reflektieren und zu beurteilen. Im Jahre 1857 hat das ganze einen Skandal ausgelöst, was heutzutage wohl kaum mehr möglich wäre. Dahingehend hat Flauberts Werk vielen weiteren ähnlich thematisch aufgebauten Romanen den Weg geebnet, was man nicht vergessen sollte.
Letztlich habe ich für die Geschichte 2 Sterne vergeben und für den Stil 4,5 Sterne, womit ich bei einer Gesamtwertung von 3-3,5 Sternen verbleibe. Ein Klassiker, den man gelesen haben kann. In dieser Ausgabe und Übersetzung auf jeden Fall stilistisch absolut empfehlenswert.

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