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22. Juni 1996. Drei junge Leute feiern zusammen Mittsommer. Sie tragen Kostüme des 18. Jahrhunderts. Danach sind sie verschwunden. Etwa zur gleichen Zeit findet man Svedberg, einen Kollegen Wallanders, in seiner Wohnung mit zerschossenem Gesicht. Was hat das Verschwinden der drei Jugendlichen mit dem Mord an einem Polizisten zu tun? Und wer war dieser sympathisch unauffällige Svedberg eigentlich, der keine anderen Hobbys hatte, als die Sterne zu betrachten und Bücher über Indianer zu lesen?

(Laufzeit: 1 h 50 min)


Originaltitel: © Henning Mankell 1997. © Paul Zsolnay Verlag Wien 2000. (P) Westdeutscher Rundfunk Köln 2001
Hörbuch Download, Laufzeit: 1h 55min
ISBN: 978-3-8445-1898-6
Erschienen am  27. Januar 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Der Kurt Wallander-Kosmos: Die Kriminalromane

Leserstimmen

Wallander - Mittsommermord

Von: Hoerzentrale.de

25.09.2010

Ich mag die „Wallander“-Hörspiele. Das liegt zum einen natürlich an den grandiosen Romanvorlagen aus der Feder von Henning Mankell. Ohne ihn gäbe es die Figur des Kurt Wallanders ja erst gar nicht. Zum anderen finde ich die Hörspielumsetzungen des WDR einfach phantastisch gelungen. Aufs Wesentliche reduziert, mit großartigen Sprechern und einer nüchternen Atmosphäre. Zu den „Wallander“-Fällen passt das wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Das gilt auch für die vorliegende Hörspielproduktion. Kurt Wallander und seine Kollegen sind entsetzt als sie hören, dass ihr Kollege Svedberg ermordet in seiner Wohnung aufgefunden wurde. Warum musste Svedberg sterben? Diese Frage beschäftigt die Polizei. Doch noch eine ganz andere Frage bereitet Wallander Kopfzerbrechen. Wer eigentlich war Svedberg eigentlich? Jahrelang hat der Kommissar Seite an Seite mit Svedberg gearbeitet, doch von Svedberg als Privatmensch wissen die Kollegen überhaupt nichts. Wallander muss sich eingestehen, dass er jetzt, da Svedberg tot ist, mehr über seinen Kollegen weiß als zu dessen Lebzeiten. Bei den Ermittlungen stößt Wallander darüber hinaus auf Hinweise, die darauf hindeuten, dass auch das Verschwinden von drei jungen Leuten mit Svedbergs Tod in Verbindung steht. Ein spannendes Hörspiel mit 120 Minuten Länge erwartet den Krimifan. Denn dieser Fall verlangt dem Ermittler so einiges ab und zieht den Hörer ab Minute eins sogartig in seinen Bann. „Mittsommermord“ bringt alles mit, was ein Krimi braucht. Einen charismatischen Ermittler mit menschlichen Schwächen und eine geniale Story, die nachdenklich macht. Lange wartet man auf die entscheidende Lösung, wie nun die Morde an den Jugendlichen mit dem Mord an Polizist Svedberg zusammenhängen. Die Puzzleteile fügen sich langsam zu einem Gesamtbild. Gelungen finde ich auch das Ende, bei dem auf einen großen, dramatischen Showdown verzichtet wurde. Und genau diese Erzählweise macht dieses „Wallander“-Hörspiel so hörenswert. Mit leisen Tönen wird eine eigenwillige, fast beklemmende Stimmung erzeugt, die durch die sparsame und melancholische Musik nur noch verstärkt wird. In Verbindung mit den zahlreichen Geräuschen wirkt dieses Hörspiel sehr realistisch, gerade weil auf überflüssigen Schnick-Schnack verzichtet wurde. Auch bei dieser Hörspielproduktion ist es die Stimme von Ulrich Pleitgen, die dem Titelhelden Kurt Wallander seine Stimme leiht. Die Stärke von Pleitgen macht sich besonders in den wiederkehrenden Erzählpassagen in der Ich-Perspektive bemerkbar. Diese Textpassagen machen wunderbar deutlich, dass auch Kurt Wallander nur ein einfacher Mensch mit Problemen ist, der bei diesem Fall an seine Grenzen stößt. Mit Wallander ermitteln Christian Koerner als Polizist Martinsson und Anne Weber als Ann Britt Höglund. Dieses Gespann macht nicht nur im Fall, sondern auch am Mikrofon einen guten Job. Weitere Sprecher sind unter anderem noch Udo Schenk, Daniel Werner und Claudia Mischke. Doch egal, wessen Stimme zu hören ist, stets weiß man, dass hier Profis am Werk sind. Die vorliegende Neuauflage von „Mittsommermord“ wurde den Buchcovern angepasst und hat so einen hohen Wiedererkennungswert. Doch auch wenn sich die Verpackung der Zeit angepasst wurde, ändert das nichts am fabelhaften Inhalt. Valerie Stiegele hat hier als Hörspielregisseurin ganze Arbeit geleistet. Danke für ein wunderbares Hörspiel in leisen Tönen und großer Sogwirkung.

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Mittsommermord - Ein Wallander-Hörspiel

Von: Poldis Hörspielseite

03.06.2010

Erster Eindruck: Aus dem Leben eines Toten Kurt Wallanders Kolege Svedberg wird mit zerschossenem Gesicht in seiner Wohnung aufgefunden. Der Kommissar ist ratlos, da Svedberg als solide, ja fast langweilig galt. Der Stein kommt erst ins Rollen, als auch die Leichen von drei ermordeten Jugendlichen aufgefunden werden und Wallander schnell eine Verbindung sieht... Einige Krimis leben von dem zugrundeliegenden Mord. Andere von ihren interessanten und reizvollen Charakteren. Die Romane von Henning Mankell über Kurt Wallander leben von beidem. "Mittsommermord" wurde wie andere Romane des Autors als Hörspiel umgesetzt und ist nun wieder bei "Der Hörverlag" erhältlich - und man sollte es sich nicht entgehen lassen. Das vorangestellte Intro, das den Mord an den drei Jugendlichen zum Thema hat, eröffnet eine packende Story, die den Hörer wie den Ermittler gleichermaßen fordert und einen nicht mehr loslässt. Schon von der ersten Minute an ist man wie gebannt und kann die nächsten Informationen kaum erwarten, obwohl der Spannungsbogen steil nach oben geht, sodass man am Ende beinahe das Atmen vergisst. Das Besondere daran ist, dass die Ermittlungen herrlich unspektakulär ablaufen und nicht auf große Schockmomente oder um Achtung heischende Actionszenen gesetzt wird, sondern auf eine fortlaufende Geschichte, die mit Detailverliebtheit und Sinn für ihre Figuren sehr lebendig wirkt. Wunderbar erzählte Kriminalliteratur in einer mehr als würdigen Umsetzung, die rundum gelungen ist. Wieder ist Ulrich Pleitgen als Kurt Wallander zu hören und gestaltet seine Figur mit viel Gefühl für seinen Charakter, sodass alles Abgewrackte, alles Tollpatschige, aber auch alles liebenswert Sympathische gezeigt wird. Christian Koerner spricht Wallanders Kollegen Martinsson mit ebensolcher Ernsthaftigkeit und ist fest in seiner Rolle verankert. Udo Schenk kann auch hier mit seiner außergewöhnlichen und einprägsamen Stimme punkten. Weitere Sprecher sind Dietrich Hollinderbäumer, Kathrin Bührung und Petra Redinger. Die eingesetzte Musik ist vielseitig und perfekt auf die fast schon depressive Grundstimmung des Romans zugeschnitten. Man gerät in eine düstere Welt, die das Psychospiel des Massenmörders noch intensiver und greifbarer wirken lässt. Auch die Geräusche sind wunderbar eingefügt und können an den richtigen Stellen Akzente setzen. Zur Zweitauflage des Hörspiels von 2001 ist die Aufmachung nicht nur abgespeckt, sondern auch verändert worden. So ist ein komplett neues, ebenfalls sehr passendes Titelmotiv gewählt worden, während das allgegenwärtige schwarz ebenso unaufgeregt ist wie die Story an sich. Fazit: Eine packende Geschichte, die mit Erzählkunst zu überzeugen weiß und den Hörer in seinen Bann zieht.

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Vita

Henning Mankell

HENNING MANKELL wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.

Zur AUTORENSEITE

Ulrich Pleitgen, 1946 in Hannover geboren, war 20 Jahre lang einer der renommiertesten deutschen Bühnendarsteller, bevor er sich Ende der 80er Jahre ganz Film und Fernsehen verschrieb. 1994 wurde er mit dem Bambi ausgezeichnet.

Ernst-August Schepmann studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und spielte danach fünfzig Jahre lang an diversen Theatern in Wiesbaden, Frankfurt, Stuttgart, Hannover, München, Berlin, Wien und zuletzt in Köln. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler war und ist er ein begeisterter (Rundfunk-)Sprecher, der schon in vielen Hörspielen und Lesungen mit seiner Sprechkunst überzeugen konnte.

Der deutsche Schauspieler Udo Schenk, geboren 1953 in Wittenberge, absolvierte seine Ausbildung an der Theaterhochschule Leipzig. Von 1975 bis 1985 war er am Maxim-Gorki-Theater in Berlin engagiert und flüchtete dann, 1985 in den Westen. Seither war er in über 100 Film- und Fernseh-Produktionen zu sehen, so unter anderem in den Serien "Tatort", "Der Alte" oder "Balko", ebenso in den Kinofilmen "Dach über'm Kopf" (1980) und "Der Geschichtenerzähler" (1989).
Darüber hinaus ist Udo Schenk die deutsche Stimme vieler Hollywood-Schauspieler, zum Beispiel die von Gary Oldman in "Air Force One", von Ralph Fiennes in "Der englische Patient" und "Harry Potter und der Feuerkelch" und Kevin Spacey in "Die üblichen Verdächtigen".

Ulrich Pleitgen
Udo Schenk
Ernst-August Schepmann

Thomas Leutzbach

Thomas Leutzbach wurde 1963 in Karlsruhe geboren und studierte Germanistik, Philosophie und Informatik in Köln. Er war einige Jahre als Ensemblemitglied in mehreren freien Theatergruppen tätig. Seit 1990 arbeitet er beim Hörfunk des Westdeutschen Rundfunks, zunächst als Regieassistent und heute als Regisseur. Er führt Regie bei den Radio Tatorten des WDR.

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