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Den schrecklichen Überfall auf das alte Bauernehepaar werden die Menschen im südschwedischen Schonen nie vergessen: Eines Nachts hält ein Auto vor einem einsam gelegenen Gehöft, Männer schleichen zum Haus, fesseln die Eheleute und ermorden sie brutal. Dann fliehen sie mit ein paar Kronen Bargeld. "Ausländer, Ausländer!" - die letzten Worte der sterbenden Frau - lösen eine Welle der Gewalt gegen Ausländer in Schonen aus...

Mit "Mörder ohne Gesicht", dem ersten seiner Wallander-Krimis, legte Henning Mankell, geboren 1948, den Grundstein zu seiner Karriere als Erfolgsschriftsteller. Der beharrliche Kommissar mit dem untrüglichen Gespür und den sympathischen Schwächen eroberte seither die Herzen der Leser im Sturm.

(Laufzeit: 1h 36)


Originaltitel: © 1991 Henning Mankell, © 2001 Paul Zsolnay Verlag, (P) STIL im Auftrag des Hörverlags 2002
Hörbuch Download, Laufzeit: 1h 36min
ISBN: 978-3-8445-0157-5
Erschienen am  13. August 2002
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Der Kurt Wallander-Kosmos: Die Kriminalromane

Leserstimmen

Mörder ohne Gesicht - Ein Wallander-Hörspiel

Von: Poldis Hörspielseite

03.06.2010

Erster Eindruck: Ermittler mit Herz und Hirn Ein in die Jahre gekommenes Bauernehepaar wird auf seinem Hof brutal ermordet. Kurt Wallander, ein Kommissar in der schwedischen Kleinstadt, ist für die Aufklärung zuständig. Doch vorerst muss er sich gegen einen gesteigerten Ausländerhass zur Wehr setzten, der durch diese brutale Tat ausgelöst wurde... Kurt Wallander, schwedischer Kommissar mit gescheiterter Ehe, Problemen im Umgang mit Tochter Linda, Hang zu depressiven Stimmungen. Kein strahlender Romanheld, sondern ein bodenständiger Ermittler mit seinen Schwächen. Das alles hat Henning Mankell in seinen Bestsellerromanen über den schroffen Ermittler geschaffen, der erste Band "Mörder ohne Gesicht" wurde im Jahr 2002 von Simon Berteling und Christian Hagitte als Hörspiel vertont. Hier wird logischerweise viel Zeit für die Charakterbeschreibung investiert - was zwar auch in den anderen Fällen eine wichtige Rolle spielt, hier aber besonders bedeutsam ist. Das etwas komplizierte Wesen von Kurt Wallander wird sehr genau abgebildet und kommt in den meisten Szenen stark zum Vorschein. Dabei ist der Fall nicht lediglich ein simpler Krimi, vielmehr wird zudem Gesellschaftskritik geübt, die Ereignisse nach dem Mord spielen eine wichtige Rolle. Doch auch die Ermittlungsarbeit in dem Mordfall ist gelungen und spannend geschildert. Dass Wallander den Mord eher durch einen Zufall klären kann, der kaum etwas mit dem vorherigen Spannungsaufbau zu tun hat, mag nicht jedem hartgesottenen Krimifan gefallen, wirkt aber durchaus realistisch. Ein guter Auftakt der Reihe, aber bei weitem nicht das beste Wallander-Hörspiel. Der wunderbare Heinz Kloss ist in dieser Umsetzung als Kurt Wallander zu hören und vollbringt es, den vielschichtigen Charakter sehr nahe an den Hörer zu bringen, ihn auf seine ganz eigene Art liebenswert zu machen. Nyström, ebenfalls bei der schwedischen Polizei, wird von Friedrich Schoenfelder gesprochen, der mit seiner sehr punktierten Aussprache für genügend Aufmerksamkeit sorgt. Als Erzähler ist Christoph Schobesberger zu hören, der mit seiner ruhigen Art seine Passagen sehr angenehm gestaltet. Weitere Sprecher sind unter anderem Peter Panhans, Angela Hobrig und Katrein Frenzel. Die musikalische Begleitung der Geschichte ist sehr unterschiedlich und dynamisch. Mal ist kein Hintergrundgeräusch zu hören und die Sprecher stehen im alleinigen Mittelpunkt, in anderen Passagen schwingt sich die Musik zu opulenten Höhen auf und beeinflusst die Stimmung des Hörspiels wesentlich entscheidender. Ein Mensch, am Rücken an den Händen gefesselt, ist das Titelmotiv zu diesem Hörspiel. Die rote Kleidung harmoniert dabei wunderbar mit den ebenfalls rot gesetzten Akzenten in der Aufmachung. Der schwarze Hintergrund wirkt dabei ebenso schlicht wie edel. Schön ist, dass schon eine erste Sprecherauswahl auf dem Cover zu finden ist. Fazit: Ein Krimi mit viel Gesellschaftskritik und einem der glaubwürdigsten und interessantesten Ermittler.

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Vita

Henning Mankell

HENNING MANKELL wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.

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Christoph Schobesberger

Christoph Schobesberger erhielt seine Schauspielausbildung am Max-Reinhard-Seminar und an der Musikhochschule in Wien. Er spielte u.a. am Stadttheater Bern, an der Komödie im Bayerischen Hof in München, am Theater am Kurfürstendamm und am Theater des Westens in Berlin. Außerdem wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit.
In "Die Brandmauer", "Die weiße Löwin" und in "Mörder ohne Gesicht" von Henning Mankell spricht er den Erzähler.

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Heinz Kloss

Christoph Schobesberger erhielt seine Schauspielausbildung am Max-Reinhard-Seminar und an der Musikhochschule in Wien. Er spielte u.a. am Stadttheater Bern, an der Komödie im Bayerischen Hof in München, am Theater am Kurfürstendamm und am Theater des Westens in Berlin. Außerdem wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit. In "Die Brandmauer", "Die weiße Löwin" und in "Mörder ohne Gesicht" von Henning Mankell spricht er den Erzähler.

Geboren wurde Heinz Kloss 1947 im schwäbischen Tuttlingen und wuchs dort in der Nachkriegszeit auf. Er machte seine Schauspielausbildung an der Stuttgarter Schauspielschule. Von 1993 bis 1996 war er am Schauspiel Dortmund engagiert, wo er in Gorkies "Kinder der Sonne", Brechts "Leben des Galilei", Shakespeares "Sommernachtstraum", Burroughs "Black Rider" und in weiteren Stücken mitwirkte. Von 1996 bis 1999 engagierte ihn das Maxim Gorki Theater in Berlin, wo Kloss unter anderem in Molières "Don Juan", Schillers "Don Carlos", Zuckmayers "Hauptmann von Köpenick" und Döblins "Berlin Alexanderplatz" zu sehen war. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Fernsehproduktionen mit.

Viola Morlinghaus, geboren 1958, studierte Schauspiel an der Folkwangschule Essen. 1989 und 1993 war sie Nachwuchsschauspielerin des Jahres. Sie arbeitete bis 2000 als Schauspielerin in Krefeld, Moers, Berlin, München und Wien. Dann absolvierte sie verschiedene Aus- und Weiterbildungen. Heute arbeitet Viola Morlinghaus als Schauspiellehrerin, Trainerin und Coach. Neben Arbeiten an der Universität der Künste in Berlin, im Justizministerium Sachsen und in der jtw leitet sie ihr eigenes Institut "Resonanz".

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Paul Berf

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

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