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München

Ungekürzte Lesung mit Frank Arnold

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€ 25,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8371-3937-2

Erschienen:  30.10.2017
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Die Welt am Abgrund – nach Vaterland der neue Geschichtsthriller von Robert Harris

September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Er ist Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen?

Der neue Politthriller von Robert Harris – ein Hörbuch über Hochverrat und Unbestechlichkeit, über Loyalität und Vertrauensbruch. Und wie immer bei Robert Harris lassen sich über die historischen Figuren und Ereignisse erhellende Bezüge zur aktuellen Weltpolitik herstellen.

Grandios gelesen von Frank Arnold

Weitere Infos zu Robert Harris und seinen Romanen

Robert Harris (Autor)

Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Seine Romane Vaterland, Enigma, Aurora, Pompeji, Imperium, Ghost, Titan, Angst, Intrige, Dictator und zuletzt Konklave wurden allesamt internationale Bestseller. Seine Zusammenarbeit mit Roman Polański bei der Verfilmung von Ghost (Der Ghostwriter) brachte ihm den französischen »César« und den »Europäischen Filmpreis« für das beste Drehbuch ein. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.


Frank Arnold (Sprecher)

Frank Arnold ist Regisseur, Schauspieler, Dramaturg und ausgezeichneter Hörbuchsprecher. "München" ist nach "Dictator" und "Konklave" sein drittes Harris-Hörbuch für Random House Audio.

Aus dem Englischen von Wolfgang Müller
Originaltitel: Munich
Originalverlag: Heyne HC

Hörbuch Download, Laufzeit: ca. 681 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3937-2

€ 25,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen:  30.10.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Kein guter Start für Robert Harris und mich

Von: eulenmatz liest Datum: 16.02.2018

https://eulenmatz-liest.com/

INHALT:
September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen?

MEINUNG:
Robert Harris ist ein Autor, von dem ich unbedingt mal etwas lesen wollte. Ich schaue sehr gerne mal Politthriller und wollte es gerne mal mit einem Buch in diese Richtung probieren. Der Roman befasst sich mit dem Münchner Abkommen, welches am 29. September 1938 zwischen Hitler, Chamberlain. Daladier und Mussolini geschlossen worden ist. Dieses Abkommen bestimmte, dass die damalige Tschechoslowakei das Sudetenland an das ehemalige Deutsche Reich abtreten musste. Sowohl die Tschechoslowakei als die Sowjetunion waren allerdings bei diesem Treffen nicht dabei.

Das Buch wechselt immer wieder zwischen den Sichten von Hugh Legat und Paul von Hartmann. Man spürt die Beklommenheit auf englischer Seite. Chamberlain möchte unbedingt einen Krieg verhindern. Legat und von Hartmann sind fiktive Charaktere. Das Treffen der Herren ist wirklich geschehen und der Personenkreis um die Regierungschefs existierte z.T. auch wirklich, aber die sonstige Handlung ist aus der Feder von Robert Harris gesprungen. Dennoch hält er sich sehr nah an die Fakten. Man hat das Gefühl, dass quasi jedes wichtige Dokument aus dieser Zeit ausgespürt und dieses in dem Roman verarbeitet hat. Dieser Bürokratismus ist zwar wichtig für das Ereignis, hat mich aber dann doch sehr ermüdet.

Der Personenkreis ist auch sehr groß. Ich hatte große Mühe, die zu großen Teilen nur aus Männern bestehenden Nebencharaktere auseinander zu halten. Mir sagten die Namen auch alles nichts. Ich habe nebenbei immer gegoogelt, um mich ein bisschen vertrauter mit den Herren zu machen. Dennoch wäre ein Personenverzeichnis wirklich hilfreich gewesen, denn man erfährt zwar die Funktionen der Männer, aber sonst bleiben sie recht farblos und so auch weniger Gedächtnis.

Die Handlung schleicht so 200 Seiten vor sich hin bis sich die Delegation dann endlich auf den Weg nach München macht. Das Buch hat nur gute 400 Seiten. Es tut dem Ablauf nicht gut, wenn auf der Hälfte eigentlich nichts Nennenswertes passiert, aber ich habe auf den zweiten Teil gehofft. Ich habe weitere 300 Seiten gelesen, die minimal spannender waren, weil sich auch endlich Legat und von Hartmann wieder begegnen. Auch der Widerstand gegen Hitler auf deutscher Seite hätte Spannungspotential haben können, aber auch das wurde nicht ausgeschöpft. Man führte eher steife Gespräche. Nach 300 Seiten habe ich das Buch dann abgebrochen, weil es einfach nicht mehr ging und es mich auch einfach nicht mehr interessiert hat.

FAZIT:
Mein erster Harris war jetzt leider nicht von Erfolg gekrönt. Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen, geschweige denn mitreißen. Mir fehlten hier schlichtweg die Spannung und der Sog, der mich die Geschichte hätte weiterverfolgen lassen. Trotzdem bekommt Robert Harris nochmal ein Chance.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen…

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 31.01.2018

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Wenn es darum geht, aus historischen Fakten und/oder Persönlichkeiten interessante Romane zu kreieren, dann ist man bei dem englischen Autor Robert Harris an der richtigen Adresse. Ganz gleich, ob er die Lebensgeschichte des römischen Konsuls Cicero oder, wie in seinem neuesten Roman, die Ereignisse rund um das Münchner Abkommen von 1938 beschreibt. Das Ergebnis liefert dem historisch interessierten Leser immer eine nicht nur informative sondern auch unterhaltsame Lektüre, die es schafft, auch aktuelle politische Strömungen und Ideen in diesem fiktionalen Rahmen zu verarbeiten.

In Harris‘ aktuellem Roman „München“ geht es um nichts weniger als den Weltfrieden. Deutschland rasselt mit dem Säbel, Europa befindet sich an der Schwelle zu dem nächsten großen Krieg, weshalb sich Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland – vertreten durch Chamberlain, Mussolini, Daladier und Hitler – auf Initiative des britischen Premiers in München treffen, um das Unheil abzuwenden und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Hitlers Begehr ist das Großdeutsche Reich, und darum möchte er sich die nach dem Ersten Weltkrieg verlorenen Territorien zurückholen. Sein Expansionsdrang geht Richtung Osten, konkret möchte er sich das Sudetenland zurückholen, am liebsten mit Waffengewalt. Und genau das gilt es, mit aller Kraft und sämtlichen Tricks zu verhindern.

Soweit die historisch verbürgten Tatsachen, auf die sich Harris in seinem Roman stützt. Fiktion sind die beiden vom Autor hinzugefügten Protagonisten: Hugh Legat (Brite und Privatsekretär Chamberlains) und Paul von Hartmann (Deutscher und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts). Sie kennen sich von früher und waren befreundet. Und vielleicht können die beiden über ihre persönlichen Beziehungen den Lauf der Weltgeschichte beeinflussen…

Dass dem nicht so war, ist ja hinreichend bekannt, und dennoch lockert gerade dieses fiktionale Element das stellenweise sehr trocken erzählte Prozedere der Konferenz auf und sorgt gleichzeitig durch die thematisierte Septemberverschwörung für eine minimale Dosis Dramatik. Dennoch bleibt dieser Roman doch hinter meinen Erwartungen zurück. Harris hat zwar wie immer gut recherchiert, aber im Großen und Ganzen ist mir das Ergebnis zu langatmig, zu detailverliebt, zu bedächtig – es fehlen die entsprechenden Verwicklungen, die ich von einem spannenden Politthriller erwarte.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

München: Zitterpartie mit Führer

Von: Kurt Lhotzky aus Wien Datum: 20.11.2017

Buchhandlung: Lhotzkys Literaturbuffet

Robert Harris hat in historisch bestens fundierten Werken wie der epochalen Cicero-Trilogie, “Enigma” (rund um die Entschlüsselung der deutschen Funkcodes während des 2. Weltkrieges) ,”Intrige” (die Darstellung der Dreyfus-Affäre) bewiesen, dass man mit rasanter Spannung Geschichten erzählen kann, deren Ende man ohnehin kennt. Ja, Cicero wurde am Ende wirklich ermordet, in Bletchley Park wurde Enigma tatsächlich geknackt, Dreyfus war in der Tat unschuldig. Und trotzdem erzählt Harris jede dieser Geschichten wie einen Thriller, und bis zuletzt kann man mit den Protagonisten mitzittern.
Auch in “München” ist dem britischen Autor das Kunststück geglückt, ein historisches Ereignis mit unerhörter Dichte - und durch die Einführung zweier fiktionaler Handlungsträger - zu einem faszinierenden Geschichtsthriller zu gestalten. Ja, im September 1938 kamen der englische Premier Neville Chamberlain, der französische Ministerpräsident Edourard Daladier, der italienische Diktator Benito Mussolini und natürlich Reichskanzler Adolf Hitler in München zusammen; die “Sudetenkrise” war am Höhepunkt, Hitlers “Plan Grün”, die militärische Zerschlagung der Tschechoslowakei, lag bereit. Ein deutscher Angriff auf die CSR hätte Frankreich auf Grund eines militärischen Beistandspaktes zur Kriegserklärung an Nazideutschland genötigt, womit England fast zwangsläufig in einen europäischen Krieg mit Tendenz zur weltweiten Eskalation hineingezogen worden wäre.
Die in München ausgehandelte Abtretung des Sudetenlandes bedeutete einen Aufschub - vom “Peace in our time”, wie Chamberlain nach seiner Rückkehr nach London erklärte, war die Welt weit entfernt. England, militärisch auf einen Krieg nicht vorbereitet hatte Zeit gewonnen. Hitler sah sich um einen “schönen” Krieg gebracht - die Nazis holten den Angriff auf die Tschechoslowakei im März des folgenden Jahres nach.
“Munich” ist im englischen Sprachraum ein Synonym für Beschwichtigungspolitik, Nachgiebigkeit gegenüber einer Diktatur, Schwäche … nicht zuletzt Winston Churchills “Geschichte des 2. Weltkrieges” hat dazu beigetragen, das Bild des schwachen Neville Chamberlain in den Köpfen der kommenden Generationen zu verankern. Harris unternimmt den literarischen Versuch einer Ehrenrettung für den Premier, der sich der Schwäche seiner Position wohl bewusst war, aber mit Intelligenz und taktischer Raffinesse das Maximum aus den Verhandlungen herausholte.
Die fiktionalen Handlungsträger Hugh Legat, aufstrebender Diplomat im Tross Chamberlains, und der Mitarbeiter im deutschen Außenamt Paul von Hartmann versuchen auf ihre Weise, den Lauf der Geschichte zu beeinflussen. Wir fiebern mit ihnen mit, wenn sie sich im hakenkreuzgeschmückten München zu heimlichen Treffen verabreden. Die Figur des Paul von Hartmann lehnt sich übrigens an die historische Persönlichkeit des außergewöhnlichen Widerstandskämpfers Friedrich Adam von Trott zu Solz an.
Ein Buch, das die Feiertage garantiert um mindestens zwei Nächte verkürzen kann...

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