Racheherbst

Thriller

Ungekürzte Lesung mit Achim Buch
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Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...

(Laufzeit: 13h 30)


Hörbuch Download, Laufzeit: 13h 30 min
ISBN: 978-3-8445-2042-2
Erschienen am  14. September 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Nichts für Zartbesaitete und Nervenschwache!

Von: Chridhe

30.07.2019

"Racheherbst" ist Band 2 in der Reihe um Ermittler Walter Pulaski, der sich beim Leipziger Kriminaldauerdienst eher auf dem Abstellgleis befindet (Band 1: "Rachesommer"). Protagonist des Romans ist zum einen der 54-jährige Kommissar Walter Pulaski. Dieser hat sich nach dem Krebstod seiner Frau vor acht Jahren vom LKA Dresden zum Kriminaldauerdienst in Leipzig versetzen lassen, um im geregelten Dienst mehr Zeit für seine Tochter zu haben. Nicht nur seine Degradierung ist dafür verantwortlich, dass man den cleveren kettenrauchenden Ermittler nicht mehr ernst nimmt, auch sein Asthma sorgt dafür, dass man ihm nur noch harmlose Fälle überträgt. Doch Pulaski ist ein guter Beobachter mit ausgeprägter Schnüfflernase, der auch hinter die Fassade vermeintlich todsicherer Fälle blickt. Als in der Elster die schrecklich zugerichtete, nackte Leiche einer Achtzehnjährigen gefunden wird, der alle Knochen im Körper gebrochen wurden, ist er der Einzige, der ahnt, dass er es nicht einfach nur mit einer namenlosen Prostituierten zu tun hat, die im Drogenrausch Selbstmord begangen hat. Und so beginnt der wortkarge, einsame Ermittler, gegen den Willen seiner Vorgesetzten Nachforschungen anzustellen, und setzt seine berufliche Laufbahn ein weiteres Mal aufs Spiel. Begleitet wird er dabei von einer zweiten Protagonistin: Mikaela, der Mutter der toten Natalie. Sie stammt aus der Tschechischen Republik und ist in Berlin in zweiter Ehe mit einem Expolizisten verheiratet, der sie ausnutzt, misshandelt und auch ihre beiden Töchter aus dem Haus getrieben hat. Mikaela glaubt nicht an einen Selbstmord ihrer ältesten Tochter und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln; darüber hinaus sucht sie ihre zweite (jüngere) Tochter Dana, die ebenfalls in Leipzig lebte und seit dem Tod ihrer Schwester verschwunden ist. An dieser Stelle verwandelt sich die Figur allerdings m. E. zu schnell von einem geprügelten Hund in eine zielstrebig agierende Rachegöttin. Die Tschechin folgt den Spuren mit dem Mut und der Verzweiflung einer Mutter, die gerade ein Kind verloren hat, und hat dabei das eine oder andere Mal mehr Glück als Verstand. Aber vor allem hat sie Pulaski an ihrer Seite, den sie an seine verstorbene Frau erinnert und der sie wiederholt aus gefährlichen Situationen rettet. Und davon auch nicht ablässt, als sie ihn wiederholt bestiehlt, um sich auf Alleingänge zu begeben. Aber gemeinsam finden die beiden Hinweise, die sie zuerst nach Prag, dann nach Passau und schließlich nach Wien führen – allesamt Schauplätze weiterer Morde an Prostituierten. Zur gleichen Zeit wird in Wien Anwältin Evelyn Meyers von dem plastischen Chirurgen Dr. Konstantin engagiert, dem vorgeworfen wird, vor einem Jahr eine junge Frau ermordet zu haben, deren verweste Leiche gerade auf einem Autofriedhof gefunden wurde. Obwohl ihr Freund Patrick, ein Privatdetektiv, sie vor dem Mediziner warnt, setzt die Anwältin sich über seine Bedenken hinweg und beschließt, Konstantin trotz eines unguten Gefühles zu vertreten. An dieser Stelle wurde ich das Gefühl nicht los, dass Andreas Gruber ein Problem mit Frauenfiguren hat. Oder vielleicht sind seine Darstellungen von Frauenfiguren auch meine persönliche Achillesferse. In Racheherbst fällt auf, dass sich die intelligente und (angeblich so) toughe Anwältin Evelyn Meyers ausgesprochen out of character verhält, als eine der männlichen Figuren sie auf leicht durchschaubare Weise zu manipulieren versucht und ihr eine Lügengeschichte nach der anderen auftischt. Dass Meyers hier wie eine pubertierende Teenagerin weiterhin an diesem Fall festhält, ist für mich eines der großen Rätsel des Buches. Und eine klare Schwäche. Aber leider nicht die einzige. Als sie am Ende die Identität des Killers gelüftet hat, wendet sie sich nicht an die ermittelnden Beamten, sondern sucht den Täter zu Hause auf, um auf eigene Faust Beweise zu finden – ohne jemanden davon in Kenntnis zu setzen. Und selbst als sich ihr mindestens zweimal Gelegenheiten bieten, ihm zu entkommen, ergreift sie diese nicht. Es gibt für mich persönlich nichts Schlimmeres in einem Krimi als eine offensichtlich dumm agierende Figur, die dem Leser als intelligent und einfallsreich verkauft wird. Und dann greift Gruber am Ende auch noch auf das Klischee des Killers zurück, der seine Tat und seine Motivation in allen Details darlegt, bevor er sich anschickt, sein Opfer außer Gefecht zu setzen. Eine weitere Schwäche des Buches, die – wie leider so oft – den Fall des Täters begünstigt. Allerdings macht der Autor diese Schwäche dann mit einem packenden Showdown wett, der mich vor atemloser Spannung lange wachhielt, als alle Akteure zusammenkommen und um ihr Überleben kämpfen. In einem weiteren kleineren Handlungsstrang bekommt der Leser/Zuhörer Einblick in die Vorgehensweise des noch unbekannten Killers. Dieser hat im Laufe der Jahre diverse Frauen ermordet – seine Morde sind bizarr, brutal und sehr verstörend. Und seine Motivation ist es ebenfalls. Wer lieber Cozy Mystery liest, sollte daher einen Bogen um Grubers Romane machen. Die Enttarnung des Täters gehört allerdings wiederum zu den großen Schwächen des Buches. Lange hatte ich gehofft, dass Gruber mir hier (mindestens) einen Red Herring präsentiert, aber leider ist die Auflösung doch einfacher als gedacht. Der Autor bietet zwar mehrere Verdächtige an, aber die Identität des Mörders stellt keine große Herausforderung dar. Durch die relativ kurzen Kapitel, die oftmals mit Cliffhangern enden, steigt die Spannung des Lesers/Zuhörers immer wieder, und der Thriller entwickelt sich rasch zum Pageturner mit einigen überraschenden, aber leider auch wenig überraschenden, unlogischen Wendungen. Andreas Gruber lässt Pulaski und Meyers lange Zeit getrennt ermitteln, erst spät im letzten Viertel des Buches führt er die Handlungsstränge zusammen. Zum Hörbuch Gelesen wird das Hörbuch zu Racheherbst von Achim Buch, und das wirklich exzellent. Er findet in meinen Augen genau die richtige Sprechgeschwindigkeit, hat eine ruhige, angenehme Art und spricht klar und deutlich, sodass man sich einerseits beim Zuhören nicht langweilt, andererseits der zum Teil komplexen Handlung mit den diversen Perspektiv- und Zeitwechseln sehr gut folgen kann. Und die Art und Weise, wie Buch die unterschiedlichen Figuren spricht und ihnen so einen individuellen, unverwechselbaren Charakter verpasst – großartig! Gerade wenn er in Figuren schlüpft, die Dialekt sprechen (hauptsächlich Sächsisch und Niederbayerisch, aber ein wenig Berlinerisch und Wienerisch sind ebenfalls dabei), hatte ich großen Spaß und musste das eine oder andere Mal herzlich lachen. Es war ein echtes Vergnügen, Achim Buch zu lauschen! Mein Fazit: Abgesehen von einigen gravierenden Schwächen bei der Charakterisierung/Beschreibung von Evelyn Meyers und dem Täter liefert Andreas Gruber wieder solide Krimikost, die den Zuhörer trotz allem vom Prolog an gefangen nimmt. Nichts für Zartbesaitete und Nervenschwache!

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Racheherbst

Von: Dirk Heinemann

20.02.2019

Zum Inhalt Leipzig: Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst wird zu einer Brücke gerufen. An einem Schiff hat sich die Leiche einer jungen Frau verfangen. Es handelt sich um die Prostituierte Natalie. Als er merkt, dass der Fall von der Polizei nicht ernst genommen wird, ermittelt er auf eigene Faust weiter.... Wien: Die Anwältin Evelyn Meyers übernimmt die Verteidigung eines Schönheitschirurgen. Er ist Tatverdächtiger in einem Mordfall. Die Leiche einer jungen Frau wurde gefunden. Evelyn ahnt nicht, dass sie sich damit selbst in große Gefahr bringt... Meine Meinung Wie bereits im ersten Teil der Pulaski-Reihe Rachesommer, spielt die Handlung wieder in Leipzig und Wien. Auch im zweiten Teil der Reihe gibt es wieder zwei Haupterzählstränge. Wie zu erwarten, führen diese zu einem gemeinsamen Ende. Andreas Gruber schafft es wieder eine spannende Geschichte zu erzählen. Auch wenn man zwischenzeitlich denkt, es ist doch klar, wer der Täter ist, so gibt es immer wieder neue Wendungen, die auf einmal in eine andere Richtung gehen oder zumindest Zweifel streuen. Neben Sachsen und dem Wiener Umland sind die Protagonisten dieses mal in vielen Städten unterwegs und begeben sich in viele brenzlige Situationen. Gelesen wird der Thriller erneut von Achim Buch. Es war ein Genuss ihm zuzuhören. Insgesamt hat mir der Racheherbst sehr gut gefallen. Die Story ist spannend, durchdacht und in sich schlüssig. So macht ein Buch Spaß.

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Vita

Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestsellerliste.

www.agruber.com und auf Facebook: www.facebook.com/Gruberthriller

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Achim Buch

Achim Buch absolvierte seine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen, danach war er Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden, Engagements in Mannheim, Frankfurt und Freiburg folgten. Von 1997 bis 2000 gehörte er dem Ensemble des Thalia Theaters in Hamburg an, danach fünf Jahre lang dem Freiburger Schauspiel. Von 2005 bis 2013 war er Ensemblemitglied am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg. Neben seiner Tätigkeit bei Funk, Film und Fernsehen gastierte er u. a. auch bei den Wiener Festwochen, den Ruhrfestspielen Recklinghausen, an den Staatstheatern Stuttgart und Dresden, am Residenztheater München sowie an den Schauspielhäusern Bochum und Düsseldorf. Im Hörverlag ist er die feste Stimme von Andreas Gruber.

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Andreas Gruber
Todesmal

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