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Von der Gestapo verhaftet und in ein Hotelzimmer gesperrt, flüchtet Dr. B. in die abstrakte Welt des Schachspiels, um sich so seine geistige Widerstandskraft zu erhalten.
Eindrucksvoll sind Willy Trenk-Trebitsch als Dr. B und Mario Adorf als Schachweltmeister Mirko Czentovic zu hören, die eine ungewöhnliche Schachpartie auf einem Passagierdampfer gegeneinander spielen.
Gert Westphal führt als Erzähler durch dieses legendäre Hörspiel und verdichtet gekonnt die beklemmende Atmosphäre der Schachpartie, die in die Abgründe der menschlichen Seele mündet.

(Laufzeit: 1h 5)

"Man kann sich tatsächlich keine dramatisch geglücktere und in ihrer Intensität fesselndere Bearbeitung des Stoffes vorstellen."

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Originaltitel: © 1943 by Bermann-Fischer, Stockholm, © S. Fischer Verlag, (P) Hessischer Rundfunk/Saarländischer Rundfunk/Schweizer Radio DRS 1959
Hörbuch Download, Laufzeit: 1h 5 min
ISBN: 978-3-8445-0617-4
Erschienen am  17. Juni 2010
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Vita

Stefan Zweig

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Noch während seiner Studienzeit veröffentlichte er 1901 seinen ersten Gedichtband "Silberne Saiten". 1904 folgte sein erster Erzählband "Die Liebe der Erika Ewald", 1907 sein erstes Drama "Tersites". Mit den 'Vier Geschichten aus Kinderland. Erstes Erlebnis" (1911) wurde er erstmals einem breiteren Publikum bekannt. Zum aktiven Militärdienst untauglich, wurde er im Ersten Weltkrieg ins Kriegspressequartier versetzt, bis er 1917 als Kriegsgegner für die 'Neue Freie Presse' nach Zürich gehen konnte. Von 1919 bis 1934 lebte er in Salzburg, wo ein Großteil seiner berühmten Biographien, Erzählungen und Essays entstand wie z.B. "Marie Antoinette", "Baumeister der Welt" oder "Amok". 1934 zog er sich nach London zurück. Die Geschichte als Spiegel der Zeit verdeutlichen umfangreiche Essays: "Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam" und "Castellio gegen Calvin" oder "Ein Gewissen gegen die Gewalt" wurden 1935 und 1936 dort bzw. auf Studienreisen in Zürich und Paris geschrieben. Zunehmend ruheloser geworden, ging er 1940 zunächst für einige Monate nach New York und übersiedelte im August 1941 nach Brasilien. Seine Autobiographie "Die Welt von Gestern" und "Die Schachnovelle" vollendete er noch, die Biographie Balzacs blieb Fragment, als er am 23. Februar 1942 mit seiner Frau 'aus freiem Willen und mit klaren Sinnen' aus dem Leben schied.

Zur AUTORENSEITE

Gert Westphal (Erzähler), 1920 in Dresden geboren, erhielt 1945 sein erstes Engagement an den Bremer Kammerspielen. Nebenbei begann er bei Radio Bremen als Hörspielsprecher zu arbeiten, 1948 avancierte er dort zum Chef der Hörspielabteilung. 1953 wechselte er zum Südwestfunk in Baden-Baden, wo er bis 1959 die Hörspielabteilung leitete. Zum Theater kehrte er 1959 ans Zürcher Schauspielhaus zurück, dem er bis 1980 angehörte. Seitdem war er freiberuflich als Schauspieler und Regisseur tätig, vor allem aber als Rezitator. Er ver starb 2002 in Zürich.

Mario Adorf (Mirko Czentovic), 1930 in Zürich geboren, spielte die Rolle des Mirko Czentovic auch in der Verfilmung von Gerd Oswald 1960 an der Seite von Curd Jürgens. In seiner über 50-jährigen Karriere war Adorf in zahlreichen Theaterstücken, Fernseh- und Kinofilmen zu sehen, u. a. in "Der große Bellheim", "Die Affäre Semmeling" und "Same Same But Different". Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen u. a. 1994 den Adolf-Grimme-Preis und 2004 den Deutschen Filmpreis. Auch als Autor ist er erfolgreich, so schrieb er z. B. "Der Fenstersturz" und "Der römische Schneeball".

Willy Trenk-Trebitsch (Dr. Blatt), 1902 in Wien geboren, gab den Mackie Messer aus Brechts "Dreigroschenoper" bei ihrer Uraufführung 1928 in Berlin. Bis 1933 spielte er unter Max Reinhardt an der Berliner Volksbühne. Danach ging er nach Wien, wo er hauptsächlich beim Rundfunk arbeitete. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich floh er nach Paris und konnte von dort aus in die USA emigrieren. 1952 kehrte er nach Deutschland zurück, um dort vor allem Theater zu spielen. Er starb 1983 in Berlin.

Mario Adorf
Willy Trenk-Trebitsch
Gert Westphal

Zitate

"Eine Meisterpartie."

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Ein Klassiker der Weltliteratur, von höchster Spannung auch in diesem Medium."

HESSISCHE ALLGEMEINE

"Zum Glück ist dieser Klassiker jetzt wieder käuflich zu erwerben."

Münchner Merkur (29. April 2011)

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