The Fourth Monkey - Das Haus der bösen Kinder

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Wer sich in die dunklen Tiefen der Seele eines Serienkillers begibt, findet nie mehr zurück …

Auf dem Friedhof von Chicago wird eine Frauenleiche entdeckt. Augen, Zunge und Ohren wurden entfernt und in kleinen Schachteln verpackt daneben gelegt. Kurz darauf tauchen weitere, ähnlich zugerichtete Opfer auf. Für die Polizei und das FBI ist klar, dass die Morde die Handschrift des immer noch flüchtigen Four Monkey Killers Anson Bishop tragen. Doch Detective Sam Porter glaubt nicht daran. Als Bishop sich stellt und betäuert unschuldig zu sein, fällt der Verdacht auf Sam Porter selbst – denn er hat kein Alibi, dafür aber ein verheerendes Geheimnis …


Aus dem Amerikanischen von Leena Flegler
Originaltitel: The Sixth Wicked Child (Hampton Creek Press 2019)
Originalverlag: Blanvalet
Hörbuch Download, Laufzeit: ca. 17h 15min
ISBN: 978-3-8371-5011-7
Erschienen am  27. Juli 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Fesselnd bis zum letzten Satz

Von: Aequitas et Veritas

26.09.2020

Auch der dritte Band der Sam-Porter-Reihe bietet das, was ich mir von einem großartigen Thriller wünsche: einen findigen Serienkiller (oder vielleicht sogar mehrere?), der sich kreative Folter- und Mordmethoden einfallen lässt und die Behörden in ein Katz-und-Maus-Spiel verwickelt, bei dem er den Behörden immer mehrere Schritte voraus ist. Und natürlich bietet das Buch atemberaubende, actionreiche Spannung, was durch die kurzen Kapitel, die oft mit einem Cliffhanger enden, noch verstärkt wird. Hinzu kommen überraschende Wendungen, was dafür sorgt, dass die Spannung während des gesamten Buches sehr hoch bleibt und der Leser/Hörer nicht zum Atemholen kommt. Auch die Auflösung der Geschichte ist alles andere als einfallslos und klischeehaft, sondern überraschend und unerwartet. Und wie bei Thrillern üblich, geht es ausgesprochen grausam und blutig zu – wodurch das Buch nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete ist. Dazu trägt auch das grundlegende Thema des Romans bei – das aber an dieser Stelle nicht gespoilert werden soll –, das die Motivation des Killers (der Killer?) erklärt und für den einen oder anderen Leser mit einer Triggerwarnung versehen sein sollte. Dennoch fällt auf, dass "Das Haus der bösen Kinder" noch komplexer ist als seine Vorgänger. Während man in "Geboren, um zu töten" im Grunde nur zwei Handlungsstränge hatte – den der Ermittler sowie die Tagebucheinträge des 4MK –, sind es hier deutlich mehr, was dem Leser oder, in meinem Fall, dem Zuhörer deutlich mehr Aufmerksamkeit abverlangt. Und dem Schriftsteller natürlich auch, muss er die unterschiedlichen Fäden doch im Auge behalten und zu einem logischen Abschluss zusammenweben. Aber Barker verliert meines Erachtens den roten Faden nie aus den Augen. Aufgrund der unterschiedlichen Handlungsstränge kommt ein enormer Fundus an Ermittlern, Tätern, Verdächtigen, Opfern und Familienangehörigen zusammen, was dem Leser, aber vor allem dem Zuhörer ebenfalls viel Aufmerksamkeit abverlangt. Dennoch wird diese große Ansammlung an Charakteren vom Autor – Natürlich? Leider? – nur relativ oberflächlich ausgearbeitet; sie bleiben typische Thriller-Akteure; das gilt sowohl für die schon aus Band 1 und 2 bekannten Ermittler wie Nash oder Norton oder auch für die FBI-Ermittler. Was treibt sie an (außer ihrem Job)? Was ist ihre Geschichte? Welche Art Mensch sind sie? Wie sehen sie äußerlich aus? Hier hapert es handwerklich dann doch etwas beim Autor. Da Sam Porter Protagonist des Buches bzw. der Romanserie ist, erhält er natürlich ein wenig mehr Tiefgang. Über das Hörbuch Da die Geschichte drei unterschiedliche Erzählperspektiven enthält, wird auch das Hörbuch von drei unterschiedlichen Sprechern gelesen. Dies hilft dem Hörer, sofort zu erkennen, in welchem Erzählstrang er sich gerade befindet, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass die Grenzen zwischen den Sprechern Wunder und Barenberg im Buch zunehmend verwischen. Das Buch ist so spannend, dass es irgendwann auch gar nicht mehr wichtig war, ob nun gerade Wunder oder Barenberg spricht. Was definitiv für die Qualität des Thrillers spricht. Dietmar Wunder liest dabei die Handlung um Detective Porter. Und er erweist sich auch hier wieder als einer der besten Sprecher, die mir untergekommen sind. Er liest den Roman nicht einfach nur vor und verleiht den einzelnen Figuren durch eine unterschiedliche Sprechweise einen eigenen Charakter, wie dies viele Sprecher tun. Nein, er erschafft ein regelrechtes Hörerlebnis und erweckt die Figuren geradezu zum Leben. Auch die Dialoge sind überaus realistisch gehalten, weil die einzelnen Charakteristika der Figuren, ihre Sprechgeschwindigkeit, Pausen und anderes echt wirken. Die Passagen um die übrigen Ermittler werden von Richard Barenberg gelesen. Er liest sehr deutlich, variiert Stimme, Stimmhöhe etc. aber nicht so intensiv wie Wunder, dennoch habe ich auch seinen Abschnitten mit atemloser Spannung gelauscht. Auch in diesem dritten Roman werden neuerliche Tagebucheinträge und Nachrichten des Killers von Oliver Brod gelesen. Seine Lesegeschwindigkeit und seine Art des Lesens unterscheiden sich von der Wunders und Barenbergs, dennoch passen diese sehr gut zur Figur des eiskalten Killers bzw. seiner Tagebucheinträge. Mein Fazit: Absolute Lese- bzw. Hörempfehlung – allerdings muss man sich bewusst sein, dass die Geschichte durch das große Arsenal an handelnden Figuren bzw. den ständigen Perspektivwechseln viel Aufmerksamkeit abverlangt. Der Abschlussband um den Fourth Monkey Killer ist seit langer Zeit wieder einmal ein Thriller, der meine Aufmerksamkeit von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt hat – und dem es gelungen ist, mich immer wieder neu zu überraschen. Bis zum letzten Satz!

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Vita

J.D. Barker hat bereits einen preisgekrönten Horrorroman veröffentlicht, für den er hochgelobt wurde. Mit »The Fourth Monkey: Geboren, um zu töten« hat er den fulminanten Auftakt der Thriller-Reihe um Detective Sam Porter und den perfiden Four Monkey Killer nachgelegt, auf den noch zwei weitere Bände – »Das Mädchen im Eis« und »Das Haus der bösen Kinder« – folgen. Barker lebt in Englewood, Florida, und in Pittsburgh, Pennsylvania.

Zur AUTORENSEITE

Dietmar Wunder leiht seit Jahren Hollywoodstars wie Adam Sandler, Cuba Gooding Jr. und Daniel Craig seine Stimme. Außerdem ist er als Dialogregisseur tätig und ein sehr gefragter Hörbuchsprecher.

Seit 1995 ist Schauspieler und Sprecher Oliver Brod für diverse Rundfunkanstalten im Einsatz und arbeitet als Literatur- und Featuresprecher im WDR (Stammsprecher ZeitZeichen). Oliver Brods Stimme ist untrennbar mit den Hörbüchern von Dmitry Glukhovsky verbunden.

Richard Barenberg studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Anschließend führten ihn Engagements u.a. ans Nationaltheater Weimar, Maxim Gorki Theater Berlin, Theater Oberhausen, Volkstheater Rostock und die Komödie am Ku‘damm. Er ist ein gefragter Hörbuchsprecher.

Richard Barenberg
Oliver Brod
© © krohnphoto.com
Dietmar Wunder

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