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Tiere denken Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen

Ungekürzte Lesung mit Ernst Walter Siemon

Kundenrezensionen (3)

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€ 15,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2429-1

Erschienen: 17.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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»Können wir wirklich so weitermachen?«

Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Wir lieben und hassen, wir verzärteln und essen sie. Doch ist unser Umgang richtig und moralisch vertretbar? Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle. Ist der Mensch nicht auch ein Tier – und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen großen Bogen von der Evolution und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag. Am Ende steht eine aufrüttelnde Bilanz. Ein Anstoß dazu, Tiere neu zu denken und unser Verhalten zu ändern.

(Laufzeit: 14h 36)

Richard David Precht (Autor)

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seine Bücher wie "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?", "Liebe - ein unordentliches Gefühl" und "Die Kunst, kein Egoist zu sein" sind internationale Bestseller und wurden in insgesamt mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung "Precht" im ZDF.


Ernst Walter Siemon (Sprecher)

Ernst Walter Siemon studierte evangelische Theologie in Marburg und Berlin. Zudem absolvierte er eine Opernsängerausbildung. Nach mehrjähriger Bühnentätigkeit im Bassbariton-Fach führte ihn seine berufliche Laufbahn in den 1980er Jahren als Rundfunksprecher zunächst zum Hessischen Rundfunk, dann zum damaligen Südwestfunk in BadenBaden und zum SWR Landesfunkhaus Mainz. Seine Stimme lieh er in Hörfunk und Fernsehen für Nachrichtensendungen, Synchronisationen, Features, künstlerische Sprachaufnahmen und Moderationen. Ernst Walter Siemon lebt heute in Baden-Baden und ist als freiberuflicher Sprecher, Rhetoriktrainer und Sprechlehrer tätig.

31.05.2017 | 19:00 Uhr | Wissen

Veranstaltung im Rahmen der WERKtage 2017
Moderation: Michael Au

Tickets

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Mehr Infos

kulturWERKwissen
Walzwerkstr. 22
57537 Wissen

11.06.2017 | 17:00 Uhr | Köln

"Religion versus Aufklärung"
Mit Christoph Jamme und Richard David Precht
Veranstaltung im Rahmen des Internationalen Festivals der Philosophie phil.cologne

Tickets im VVK: 16 € / 12 € erm., 21 € AK

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Mehr Infos

WDR Funkhaus, Klaus von Bismarck Saal
Wallraffplatz 5
50667 Köln

Tel. 0221/220 - 0, redaktion@wdr.de

Weitere Informationen:
phil.cologne
50667 Köln

info@philcologne.de

11.06.2017 | 20:00 Uhr | Köln

"Die vierte Revolution - zur Zukunft unserer Gesellschaft" mit Richard David Precht
Veranstaltung im Rahmen des Internationalen Festivals der Philosophie "phil.cologne"

Tickets im VVK: 16 € / 12 € erm., 21 € AK

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Mehr Infos

Börsensaal der IHK
Unter Sachsenhausen 10-26
50667 Köln

Tel. 0221 1640-130

Weitere Informationen:
phil.cologne
50667 Köln

info@philcologne.de

15.06.2017 | 19:30 Uhr | Bad Homburg

Lesung im Rahmen des 8. Bad Homburger Poesie & LiteraturFestivals

Bad Homburger Poesie & LiteraturFestival

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Mehr Infos

Rotunde-Forum im Landratsamt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
61352 Bad Homburg

03.08.2017 | 20:00 Uhr | Kampen

Lesung im Rahmen des 20. Literatur- und Kultursommers auf Kampen
Kartenvorverkauf 17 € Abendkasse 19 €

Signierstunde um 17 Uhr im Buchhaus Voss, Friedrichstr. 27, Westerland/Sylt

Tickets

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Mehr Infos

Kaamp Hüs
Haupstr. 12
25999 Kampen

Hörbuch Download, Laufzeit: 876 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2429-1

€ 15,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 17.10.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Tiere als Ware oder als Mitgeschöpfe betrachten?

Von: Michael Brehmer  aus Nürnberg Datum: 11.02.2017

Meiner Meinung nach betrachten wir dieses Thema, ob wir Tiere essen dürfen, zu philosophisch.
Wenn selbst Tiere andere fressen, warum sollten wir es nicht auch.
Unsere nächsten Verwanden, die Menschenaffen, fressen gelegentlich auch kleinere Artgenossen.
Vmtl. weil sie als Pfanzenfresser auch tierisches Eiweis benötigen. Oder einfach weil sie der Jagdtrieb übermannt.
Unsere Vorfahren in der Steinzeit und Eiszeit waren vorwiegend Fleischesser, weil sie es als Kraftquelle benötigten und sie ohne Ackerbau kein Equivalent zur Verfügung hatten.
Wir sollten uns deshalb lieber mit der Frage beschäftigen, wie wir mit unseren Nutztieren umgehen. Massentierhaltung und- Schlachtung sind auf die Dauer nicht zu vertreten im Sinne eines humanen Umgang mit Tieren. Doch wird dies bei kommerziellen Produzenten solange ungehört bleiben, wie wir es als Verbraucher akzepzieren.

Richard David Precht: Tiere denken

Von: Jürgen Vogler Datum: 30.11.2016

www.wolfsmonitor.de

Richard David Precht widmet sich in seinem mehr als 500-seitigen Werk „Tiere denken“ der Frage, ob unser heutiger Umgang mit den Tieren überhaupt moralisch vertretbar ist. Diese Frage stellt er allerdings nicht zum ersten Mal. Bereits 1997 veröffentlichte er das Buch „Noahs Erbe – Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ und schon damals stellte er fest, dass es einer Korrektur des menschlichen Weltbildes bedarf, um die Natur und damit letztlich auch uns Menschen wirksam zu schützen. Mit dem Buch „Tiere denken“ versucht er nun, die bereits damals gestellten Fragen neu zu beantworten. Precht widmet sich im ersten der insgesamt vier Teile des Buches der Abgrenzung zwischen Mensch und Tier, um im zweiten Teil einen kulturhistorischen Seitenblick vorzunehmen. Im dritten Teil wird Precht zum Architekt einer neuen Tierethik, um im vierten Teil seines Buches die Frage aufzugreifen, was nun eigentlich vor dem Hintergrund des bereits Geschriebenen zu tun ist.

Was das Buch tatsächlich bewirkt: Den im Standpunkt unentschlossenen Leser zum Nachdenken anzuregen, denn selten erschien die Kluft zwischen dem ethischen Anspruch und der schnöden Wirklichkeit in Fragen von Tierhaltung und Tiernutzung so groß und damit für viele Tierfreunde gleichzeitig so unerträglich.

Bereits entschlossene Leser allerdings, gleichgültig ob nun überzeugte Fleischesser, Vegetarier oder Veganer, dürften hier und da Probleme mit den Argumenten und Vorschlägen Prechts bekommen, allein schon deshalb, weil die Begründungen ihnen am Ende sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zu inkonsequent vorkommen könnten.

Und leider hier und da sogar anzuzweifeln sind. Wenn Richard David Precht zum Beispiel im Kapitel „Naturschutz oder Lustmord?“ die These vertritt, das „der gesellschaftliche Hochsitz der Jägerei der Vergangenheit angehört,“ und den Waidmännern und -frauen, die „regelmäßig töten müssen, um glücklich zu sein“, attestiert, sie bräuchten professionelle Hilfe, übersieht er vielleicht, dass die Jagd nicht ausnahmslos „mörderischer Freizeitsport“ ist, sondern darüber hinaus auch einen gesellschaftlich Zweck erfüllt.

Nämlich den, einen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestand zu gewährleisten. Ob es dazu derlei „Hilfswölfe“, wie Precht die Jäger nennt, braucht, ist natürlich Ansichtssache. Eine entscheidende Frage dürfte jedoch die sein, welche Form des Wildtiermanagements für die hohen Wildtierbestände letztlich nötig ist und auch in Zukunft nötigt sein wird.

Denn die landwirtschaftlich geprägten Lebensräume und deren Nahrungsüberangebot für die nicht selten zu Schaden gehenden Wildtierarten werden – daran gibt es kaum einen Zweifel – als wesentliche Ursache für die immer größer werdenden Schalenwildpopulationen gesehen.

Und dieses Nahrungsangebot künstlich zu verknappen wird ebenso schwierig sein, wie dem Wild den Zugang dazu zu verwehren oder darauf zu hoffen, dass der parasitäre Befall einen Großteil der Tiere dahinhinraffen möge, wie Precht es schreibt.

Insofern muss zumindest stellenweise die Frage erlaubt sein, wie treffend manch engagiert vorgetragenes Argument Prechts am Ende tatsächlich ist.

Zweifellos bietet Precht jedoch mit diesem engagierten Buch und seiner kraftvollen Argumentation viele wichtige Denkanstöße. Ob das Buch sich als Meilenstein hin zur einer besseren Tierethik erweist, wird die Zeit zeigen.

Es gehört allerdings schon heute in Hände derer, denen das widersprüchliche Verhältnis zwischen Tier und Mensch zunehmend Sorge bereitet und aller, die sich fragen, ob das alles einfach so weiter gehen kann. Die Antwort lautet (natürlich) nein!

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