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Unterleuten

Ungekürzte Lesung mit Helene Grass

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€ 29,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2246-4

Erschienen:  08.03.2016
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„Die Geschichte ist wie ein Kaleidoskop. Man dreht ein wenig, und alles sieht anders aus.“ Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf „Unterleuten“ irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick darauf wirft, ist bezaubert von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtige aus Berlin gerne kaufen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Kein Wunder, dass schon wenige Tage später im Dorf die Hölle los ist …

Mit "Unterleuten" hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der hochspannend wie ein Thriller ist. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

(Laufzeit: 18h 9)

Juli Zeh und Felicitas von Lovenberg erkunden bei lesenswert (SWR) die Einwohner von "Unterleuten" in einer Modellversion des Dorfes. zum Video

Juli Zeh (Autorin)

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) sowie dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt (2017).

www.juli-zeh.de


Helene Grass (Sprecherin)

Helene Grass, geboren 1974, hatte nach ihrer Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule die ersten Engagements an Theater in München, Braunschweig und Zürich. Sie ist immer wieder um Kino ("3/4", "Bach in Brazil") und im TV ("Rentnercops" und "Polizeiruf 110") zu sehen. Außerdem spricht sie regemäßig in Hörspiel- und Hörbuchproduktionen.

23.06.2018 | 19:00 Uhr | Erfurt

Lesung
Moderation: Torsten Unger

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Mehr Infos

12.07.2018 | 18:30 Uhr | Tübingen

Lesung
im Rahmen der 15. Tübinger Mediendozentur

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Mehr Infos

Eberhard Karls Universität Tübingen
Geschwister-Scholl-Platz
72074 Tübingen

Weitere Informationen:
Institut für Medienwissenschaft, Universität Tübingen
72074 Tübingen

11.09.2018 | Berlin

Lesung und Gespräch
Moderation: Jürgen Thadeusz

Website der Autorin

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Mehr Infos

Haus der Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin

Hörbuch Download, Laufzeit: 1089 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2246-4

€ 29,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen:  08.03.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Rezension: „Unterleuten“ von Juli Zeh

Von: Erik Pischel Datum: 09.05.2018

https://www.epischel.de/wordpress/category/medien/buecher/

Juli Zehs Roman spielt im Jahr 2010 in einem (fiktiven) Dorf mit dem sprechenden Namen Unterleuten in der Ostprignitz, Brandenburg, ca. 100 km von Berlin entfernt. Der geplante Bau von zehn Windrädern am Rande des Dorfes erzeugt neue Konflikte unter den Dorfbewohnern und lässt alte Konflikte wieder aufbrechen. Aus der Sicht von gleich elf Personen treibt die Autorin die Handlung voran. Dies gelingt ihr sehr gut. Ich fand den Roman in weiten Teilen spannend. Es gibt nur wenige Stellen, in denen die Handlung etwas abflaut. Für mich immer ein willkommende Gelegenheit, das Buch beiseite zu legen und mich auch mal anderen Dingen zu widmen.

Gefallen hat mir, dass die erzählenden Personen auch in ihrem Innenleben und in ihrer „Lebensphilosophie“ beschrieben werden. So habe ich eine Bandbreite von „Wie man das Leben sieht“ und „Wie man durchs Leben kommt“ kennen gelernt.

Bei den alteingesessenen Dorfbewohnern sind vor allem Rolf Gombrowski und Kron hervorzuheben. Gombrowski hatte die damalige LPG geleitet und sie nach der Wende in eine Nachfolgeorganisation hinüber gerettet. Sie gibt Bewohnern Arbeit und unterstützt Einrichtungen des Dorfes wie Kindergarten und Feuerwehr. Daher sieht sich Gombrowski permanent im Einsatz für das Dorf und die Region. Kron wiederum trauert der DDR nach und ist dem „neuen System“ äußerst kritisch eingestellt. Er lebt allein. Ich habe ihn mir als Rentner vorgestellt, aber laut unterleuten.de ist erst 56 Jahre alt.

Zu den Hinzugezogenen gehören die Paar Fließ und Franzen/Wachs. Gerhard Fließ war Soziologie-Professor in Berlin und Zeit seines Lebens politisch aktiv. Mit dem neuen, eher unpolitischen Zeitgeist kann er nicht so viel anfangen. Außerdem war seine Uni-Karriere ins Stocken geraten. Daher zog er mit seiner ehemaligen Studentin und jetzigen Ehefrau Jule aufs Land und wurde Vogelschützer. Linda Franzen ist „Pferdeflüsterin“ und „angehenden Super-Geschäftsfrau“. Sie verausgabt sich täglich, um endlich ihren geliebten Hengst „Bergamotte“ zu sich auf den Hof zu holen. Ihr Freund Frederick Wachs ist Software-Entwickler bei der Computerspiele-Firma seines Bruders und unter der Woche meist in Berlin. Er ist eher das Gegenteil von Linda – unergeizig und „turnschuhweich“.

Die Protagonisten haben sowohl positive als auch negative Eigenschaften. Dies macht sie greifbar und das Buch realistisch. Mir hat es sehr gut gefallen.

Übrigens gibt es mit unterleuten.de eine Webseite zum Buch. Auch zwei weitere, im Buch erwähnte Webseiten gibt es tatsächlich, sowie Profile von zwei Romanfiguren bei Facebook. Das Buch „Mein Erfolg“ des Management-Gurus, den Linda Franzen so verehrt und aus dem sie Merksätze zitiert, gibt es wirklich zu kaufen – sogar als Hörbuch. Die Autorin und der Verlag versuchen anscheinend, die Romanwelt und die „echte“ Welt in einander übergehen zu lassen. Hut ab.

Dörfliche Idylle?

Von: ulliken Datum: 25.01.2018

ulliken.blogspot.de/p/meine-buch-rezensionen.html

Unterleuten, ein kleines Dorf in Brandenburg, scheint eine bezaubernde Idylle zu sein. Nicht nur aus diesem Grund zieht es immer mehr Menschen aus dem Westen hierher. Einerseits wollen sie den Stress der Großstadt loswerden, andererseits scheinen sie aber nicht zu wissen, dass ein Dorf eine Gemeinschaft ist, der man sich anschließen muss.

Dieses Dorf hat wie viele andere auch Familien, die seit mehreren Generationen dort wohnen. Bekannt ist ebenfalls, dass es eine tiefe Kluft, wenn nicht einen Krieg zwischen zwei Männern gibt, die dieses Dorf prägen.

Der Roman von Juli Zeh spiel im Sommer 2010, in diesem Sommer wird von einer großen Investmentfirma geplant, einen Windpark in dieser Idylle aufzustellen. Genehmigt ist schon alles, nur der Bauplatz steht noch nicht fest.
Mindestens 10 ha werden gebraucht und es gibt verschiedene Möglichkeiten.

Jetzt zeigen sich die inneren schon lange schwelenden Konflikte der Dorfbewohner, die schon seit Ewigkeiten hier wohnen, zusätzlich kommen die der Zugezogenen, die nur die Hälfte von dem begreifen, was hier eigentlich abläuft. Letztendlich scheint es nur ums Geld zu gehen. Ich denke, nur die beiden Alten, die schon lange verfeindet sind, haben irgendwann den Durchblick.

In Unterleuten liegt vieles in den Köpfen der Menschen verborgen und bricht aus, jeder fühlt sich im Recht und manch einer nimmt es sich - mit den falschen Mitteln. Familien brechen auseinander. Dieser Gesellschaftsroman gerät zum Drama und endet meines Erachtens auflösend.

Juli Zeh hat den Roman über das soziale Gefüge dieses Brandenburgischen Dorfes in sechs Teile geteilt, die jeweils in bis zu 13 Kapitel eingeteilt sind und den Namen einer Figur tragen, aus deren Perspektive das Geschehen geschildert wird.

"Unterleuten" lässt sich gut lesen, war allerdings stellenweise etwas zäh.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Einfach großartig!!

Von: Beate Leinweber aus Leipzig Datum: 10.06.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Hugendubel, Petersstr.12, 04109 Leipzig

"Teilweise Spoiler"!
Ich finde: Dieser neueste Roman von Julie Zeh ist einfach großartig und unbedingt lesenswert:
Was als Roman, oder auch als eine Art Stück Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach und immer mehr zu einem äußerst klugen, psychologischen Kammerspiel, über menschliche Abgründe. Der Roman zeigt auf (anfangs sehr subtil, später immer deutlicher und drängender), was Neid und Missgunst, jahrelange, unter der Oberfläche brodelnde, unterdrückte Wut und lang gehegte, unausgesprochene Konflikte, gepaart mit einer gut funktionierenden Gerüchteküche im Menschen an sich und in einer kleiner Dorfgemeinschaft, wo die Nachbarn sich ein Leben lang kennen, anrichten können- wenn man nur einen passenden „Aufhänger“ findet, der den schon lange Zeit vor sich hin schwelenden Vulkan schließlich zum emotionalen Ausbruch bringt.
Und wie erschreckend einfach es ist, eine kleine Gemeinschaft von Leuten so gegeneinander aufzuhetzen und so sich gegenseitig auszuspielen, dass Würde, Freundschaft und Anstand auf der Strecke bleiben- man braucht dazu nur ein paar gezielte Seitenhiebe.
„Unterleuten“ mag zwar an manchen Textstellen etwas überspitzt wirken, aber im Kern trifft Juli Zeh mit ihrer ganz eigenen Beobachtungsgabe völlig ins Schwarze, meiner Meinung nach; sie legt quasi ihren Finger in die noch immer aktuelle, brisante Wunde, die (stellvertretend dafür) das Dörfchen Unterleuten in verschiedene Lager spaltet: Auf der einen Seite stehen die Menschen, die nach der Wende nie mehr so richtig auf die Beine kamen, dann sind da noch die Menschen, die den „alten Zeiten“ nachtrauern, oder die Einwohner, die die „neue Zeit“ als Chance sehen und schließlich kommen noch die vermeintlich reichen Zugezogenen aus dem „Westen“- und mittendrin ein Windpark, der neu gebaut werden soll... Und der letztenendes das Fass zum Überlaufen bringt, bzw. die vor sich hin brodelnden Probleme der Dorfgemeinschaft zum Überkochen. (Denn hier zeigt sich ganz deutlich ein weiteres gesellschaftliches Phänomen: Viele Bürger sind für die Abschaffung der Atomkraftwerke und wollen gerne die Energiewende haben- aber „bitte nicht vor der eigenen Haustür“.)
Beeindruckend finde ich, mit welcher Genauigkeit die Autorin unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält: Unwillkürlich musste ich beim Lesen an solche Redewendungen wie „Schuld sind immer die Anderen“, oder „Jeder ist jedermanns Feind“, oder auch „Jeder ist sich selbst der Nächste“ denken, denn solche Sätze werden in diesem großartigen Gesellschaftsroman zur bedrückenden Realität. Toll finde ich den Schreibstil der Autorin: Sie schreibt einfach über gesellschaftliche und persönliche Abgründe, ohne dem Leser ihre eigene, ganz persönliche Meinung aufzudrängen, nein - sie schreibt ganz einfach so, dass man sich beim Lesen in die Protagonisten hineinversetzen kann, ob man dies nun will oder nicht, und Juli Zeh regt mit ihrem Roman „Unterleuten“ zum Nachdenken an.
Also: Wie schon oben gesagt: Unbed

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum: 16.03.2016

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Der Gesellschaftsroman aus der Provinz liest sich spannend wie ein Thriller und enthält eigentlich alles, was uns zeitgeschichtlich umtreibt. Mein Frühjahrsfavorit!

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