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Wenn’s weiter nichts ist

Ungekürzte Lesung mit Irina von Bentheim

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€ 25,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2938-8

Erschienen:  16.04.2018
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Pubertierende Kinder. Demente Schwiegermutter. Ehe in der Krise. Wenn's weiter nichts ist ...

Kate Reddy bewegt sich unaufhaltsam auf ihren 50. Geburtstag zu. Dass Frauen in diesem Alter nahezu unsichtbar werden, ist nicht ihre einzige Sorge. Sie plagt sich außerdem mit zwei Teenagern, die ihre Mutter zwar brauchen, aber nicht mit ihr sprechen wollen, mit kränkelnden Schwiegereltern und einer hilfsbedürftigen Mutter. Gleichzeitig sucht Kate wieder den Wiedereinstieg ins Berufsleben, da ihr Mann sich entschlossen hat, dem Hamsterrad ade zu sagen und die Kunst der Achtsamkeit zu erlernen. Als sich dann auch noch eine verflossene Liebe bei Kate meldet, wird es richtig kompliziert.

Gelesen von Irina von Bentheim.

(Laufzeit: ca. 15h 53)

Allison Pearson (Autorin)

Allison Pearson ist Journalistin und Autorin. In England wurde sie durch Zeitungskolumnen bekannt, bevor ihr der Durchbruch als Autorin mit dem Roman »Working Mum« gelang. Der Bestseller wurde mit Sarah Jessica Parker und Pierce Brosnan verfilmt. Aufgrund ihres Witzes, ihres Scharfsinns und ihrer Art zu erzählen wurde sie als „die neue Nora Ephron“ gefeiert. Die New York Times lobt ihre unnachahmliche Fähigkeit, innerhalb eines einzigen Absatzes zwischen Komödie und Tragödie zu wechseln. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Cambridge.


Irina von Bentheim (Sprecherin)

Irina von Bentheim war bereits als Kind an der Seite von Heinz Erhardt, Heinz Rühmann oder Peter Alexander ein Star. Seit langem gehört sie zum festen Stamm der Synchronsprecher und leiht ihre Stimme neben Sarah-Jessica Parker auch Naomi Watts und vielen anderen bekannten Stars. Auch an zahlreichen Hörbuchprojekten ist sie beteiligt. Seit vielen Jahren tourt sie mit Lesungen und gibt ihr Wissen als Coach weiter.

Übersetzt von Jörn Ingwersen
Originalverlag: Wunderraum

Hörbuch Download, Laufzeit: 953 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2938-8

€ 25,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen:  16.04.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Herrlich amüsant !

Von: Ina's Little Bakery Datum: 09.06.2018

www.inas-little-bakery.blogspot.de

Mittlerweile bin ich ja ein Fan des Wunderraum Verlags, doch ich gestehe, das ich bei diesem Titel im Vorfeld skeptisch war. Nicht weil sich die Story nicht interessant angehört hätte, sondern wegen des Aufdrucks auf der Verpackung, mit der der Verlag darauf aufmerksam macht, das es sich hier um die Fortsetzung des Titels "Working Mom" handelt. Und den habe ich leider nicht gelesen.

Ich habe also ein wenig gezögert, das Buch auf der Liste der zu lesenden Bücher nach hinten verschoben, mich schließlich dann aber doch getraut, nachdem ich so viele positive Stimmen dazu gehört habe. Und ich kann euch beruhigen: Man kann das Buch komplett unabhängig lesen. Und sollte es unbedingt tun, wenn man auf der Suche nach einer heiteren, selbstironischen Geschichte ist, die direkt ins Herz zielt.
Denn genau solch eine ist "Wenn's weiter nichts ist".

Kate steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag und ihre Familie dreht gerade durch. Die Teenager fallen dem digitalen Zeitalter zum Opfer, ihr Mann schmeißt seinen Job, um sich fortan um die Ausbildung als Lifecoach zu kümmern und auf der Achtsamkeitsschiene zu fahren. Nicht das Kate damit ein wirkliches Problem hätte, doch das alles verschlingt jede Menge Geld und irgendwie bleibt sie selbst ein wenig auf der Strecke.

Zeit also, sich um einen neuen Job zu bemühen und zu sich selbst zu finden. Da sie aber ja mittlerweile kurz vor der 50 steht, sieht die Situation auf dem Arbeitsmarkt natürlich etwas mau aus. Also macht sie sich kurzerhand einfach ein wenig jünger und hat Erfolg.
Was sie nicht ahnen konnte, ist allerdings, wie aufreibend die Vereinbarung von Job und Familie sein kann. Völlig aus der Bahn gerät dann aber alles mit der Email einer längst verflossenen Liebe.

Ach, herlich. Dieses Buch ist so urkomisch und amüsant, Kate so eine wunderbare Protagonistin, das mir beim Lesen immer wieder das Herz aufging. Ich konnte mich absolut gut in sie hineinversetzen, da meine Situation zumindest zu Teilen manchmal schon ganz ähnlich ist und ich weiß wie es sein kann, einen nicht ganz ernst zu nehmenden Teenager im Hause zu haben.

Der Schreibstil ist angenehm leicht, so das man gar nicht merkt, wie schnell man durch die doch recht anständigen 600 Seiten fliegt.
Neben all der unterhaltsamen Momente in Kates Leben, gibt es aber auch ernste Töne, die zum Nachdenken anregen.

Ein ganz wunderbarer Roman !

To Do Listen, nachlassendes Gedächtnis, das Leben, das Universum und der ganze Rest in immer noch patriarchalischer Zeit

Von: Thursdaynext Datum: 13.05.2018

https://feinerbuchstoff.wordpress.com/

How hard can it be, so der Originaltitel von „Wenn’s weiter nichts ist“. Wieder einmal schlägt das Original den deutschen Titel um Längen. Aber zu diesem Thema mag ich nichts mehr schreiben. Es ist eine unendliche Geschichte …

Was vorliegt ist optisch und haptisch ein kleines Schmuckstück, das mich aufgrund des Covers mit hübsch gestalteter To-Do-Liste und seiner Inhaltsbeschreibung lockte. Beides weist deutlich auf die Zielgruppe hin. Frauen, speziell Mütter, die sich von ihrer Jugend unwillig aber unaufhaltsam verabschieden müssen. In Würde zu altern klingt so logisch und einfach, bis Mensch selbst an diesem Punkt angekommen ist.

„Mein Badezimmerschrank beispielsweise ist ein Schrein für die Göttin des Anti-Agings. Nennen wir sie Utopia.“

Protagonistin und Ich-Erzählerin Kate Reddy, ehemalige erfolgreiche Fondsmanagerin, muss sich damit und mit all den anderen kleinen sich summierenden Problemchen einer Mittelschichtexistenz herumschlagen und sie nimmt den Kampf auf. Das mag sich trivial anhören, ist sicher keine hohe Literatur, doch nah, sehr nah an der Realität etlicher Frauen. Kates unaufhaltsamem inneren Monolog zu lauschen, teils in Form von E-Mails mit Freundinnen, teils im Zwiegespräch mit Roy, ihrem Hüter des Gedächtnisses der einen harten Job hat, weil Kate so viel Krimskrams verschiedenster Art auf ihrer Agenda stehen hat. Ab und an liefert Roy ihr die benötigten Informationen zu spät. Aber er liefert noch. Das alles ist so banal wie unglaublich witzig, enthält sowohl Screwball- als auch Slapstickmomente.

Monty Python, Martina Schwarzmann, Monika Gruber und Amy Shumer lassen grüßen, denn Autorin Allison Pearson beherrscht die Kunst, einerseits die Realität zu beschreiben, sie dabei gekonnt zu persiflieren, dabei aber die Dramatik die sich daraus für die Betroffenen entwickelt, immer wieder ins tragikomische zu verwandeln, ohne den Tatsachen zu schaden. Ab und an bemüht sie den Zufall ein wenig zu sehr, hat einen der Roman aber bereits gepackt, so wie mich, stört das nicht und, tatsächlich, hatte ich gegen Ende sogar mit feuchteren Augen als normal zu kämpfen.

„Sind meine Ängste noch im Rahmen? Haben alle Frauen das Gefühl, allein im Tower der Flugsicherung zu sitzen? Zugegebenermaßen mache ich schon Sorgen, seit Emily auf der Welt ist. Ich schätze das ist wohl normal. Sind die Kinder denn nicht ein Teil von uns? Und ist es nicht ideal, wenn dieser Teil von dir bei fremden Leuten übernachtet und dir keine Nachricht schickt, weil der >Akku leer war<. Wenn du dir aussuchen könntest, wem du dein lebenswichtigstes Organ mitgibst, dann doch sicher keinem schusseligen Teenager, der sein Handy aufzuladen vergisst, oder?

Leserinnen, die ähnliche Erfahrungswerte haben wie Kate – und sie ist gnadenlos ehrlich, ab und an geradezu brutal – hasten mit der Protagonistin durch ihr Leben, leiden mit und können sich doch bei diesem temporeichen Kopfkino entspannen. Wunderraum sollte ein Mindestalter auf diesen Roman drucken und eine Warnung an die U-30er Mädels, deren Lebenswelt eine völlig andere ist. Es ist nie gut, zu weit in die Zukunft blicken zu können.

Allison Pearson gönnt ihrem Bericht skurriles Nebenpersonal und scheut sich nicht, Klischees einzubauen. Das passt meistens gut, denn interessanterweise treffen diese im Alltag erstaunlich oft zu. Nur ab und an vergaloppiert sie sich ein wenig, wie hier, wo Kate zum X-Mas Konzert des Sohnemanns, hetzt um gemeinsam mit ihrem Gatten zuzuhören:

„Doppelt gut, dass ich zum Konzert gefahren bin, denn Richard war nicht da. Er schrieb mir, er hätte ein wichtiges Achtsamkeits-Treffen vergessen. Wie wäre es, wenn er seinem Kind mal etwas Achtsamkeit entgegenbringen würde?“

Den bitteren letzten Satz hätte sie sich zugunsten des Gags und im Hinblick auf mitdenkende Leserinnenschaft getrost sparen können. Doch das ist Nörgeln auf hohem Niveau. Allison Pearson schreibt für Frauen, doch weit über dem klischeehaften frauenromantypischem No-brain-no-pain-Usus. Sie schildert leicht, amüsant und luftig den Alltag einer Alleinverdienerin, die nach etlichen Jahren Pause versucht, wieder beruflich Fuß zu fassen, Tochter und Sohn heil durch die Pubertät zu begleiten, sich um Mutter und Schwiegereltern zu kümmern und sich selbst dabei nicht völlig aus den Augen zu verlieren, und mit ihrer beginnenden Menopause zurechtzukommen. Ihr Mann ist dabei keine wirkliche Stütze:

„Richard irrte auf seiner Reise zur Selbstfindung durch einen dunklen Wald, wie Leute in unserem Alter es tun, hatte aber vergessen Brotkrumen zu verstreuen, damit ich ihm folgen konnte. Ich hatte keine Ahnung wo er war, und aufgehört es wissen zu wollen, vor allem weil er es anscheinend gar nicht merkte oder es ihn nicht kümmerte, dass ich nicht mehr nach ihm suchte.“

Nebenbei beschreibt sie eine warmherzige, ergreifende Lobeshymne auf die Liebe und die Freundschaften unter Frauen. Ehrlich, ohne andere Frauen, die uns zuhören, sich ab und an mit uns andudeln und rumalbern, könnten wir doch gar nicht überleben!

Loyalität, Solidarität, Zeit und offene Ohren und große Herzen – Mädels, ihr wisst wen ich meine – fühlt euch gedrückt. CHEERS!

Die witzige feministische Sicht auf unsere Gesellschaft, in der Gleichberechtigung zwar festgeschrieben aber immer noch nicht umgesetzt ist – und es wohl auf lange Sicht noch nicht sein wird, obwohl wir im Westen schon viel erreicht haben -, mit der Pearson ihre Kate erzählen lässt ist das Erfrischende und Besondere an diesem Roman über Älterwerden, Liebe, Mutterschaft, Beziehungen und das verdammte, schöne alltägliche Leben, das manchmal so bittersüß und manchmal so dermaßen herausfordernd sein kann, dass wir gerne erst gar nicht morgens aufstehen möchten. Einfach liegenbleiben … nur einmal. Die meisten stehen, wie Kate, aber doch auf. Auch nach nur vier Stunden schlechtem Schlaf, kümmern sich und organisieren, machen weiter.

„Wenn’s weiter nichts ist“ ist gleichzeitig witzige Unterhaltung, Motivationstraining, die beruhigende Versicherung, dass wir nicht alleine sind, wir sogenannten Babyboomerinnen, und LachYoga. Denn ernsthaft, wer nicht älter werden möchte verpast alles was nioch kommt und das möchte ja keine die noch einigermaßen bei Verstand ist. Dann doch lieber in Würde – und mit besserer Musik als einst auf der Titanic – in wunderbarem Schwanengesang gemählich untergehen. Mit Genuss! Und vor allem mit viel, viel Humor, den darf Frau sich gerne bei Allison Pearson abholen. Wellnesslesen.

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