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Belgravia

Gekürzte Lesung mit Beate Himmelstoß

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Hörbuch MP3-CD (gek.) ISBN: 978-3-8445-2491-8

Erschienen: 14.11.2016
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Liebe, Intrige und Verrat — Downton Abbey im London des 19. Jahrhunderts

London, 1841. James Trenchard ist ein ehrgeiziger Mann, der sich mit seinem Baugewerbe einen gewissen Wohlstand erarbeitet hat. Vor 25 Jahren starb seine Tochter im Kindbett. Ihr Sohn Charles, Spross einer heimlichen Liaison mit einem Mann aus dem Hochadel, wurde in die Obhut eines Geistlichen gegeben und seine Herkunft vertuscht. Jetzt droht das Familiengeheimnis enthüllt zu werden. Einzig die beiden Großmütter Anne Trenchard und Lady Brockhurst können den Enkelsohn vor üblen Machen schaften bewahren. Trotz der unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellung müssen sie gemeinsam für den Enkel einstehen. Können sie das Geheimnis um Charles’ Herkunft lüften und alles zum Guten wenden? Und wird er die Frau heiraten können, die er liebt, obwohl sie einem anderen versprochen ist?

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 15h 48)

Julian Fellowes (Autor)

Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset.


Beate Himmelstoß (Sprecherin)

Beate Himmelstoß wurde 1957 in Starnberg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Philosophie und Theaterwissenschaft in München und machte eine private Schauspielausbildung. Sie gestaltete mehrere Lyrikprogramme mit Musik und hält regelmäßig Originaltextlesungen philosophischer Texte.
Für den Hörverlag las sie u. a. Agatha Christies Klassiker "16:50 ab Paddington" und "Bertrams Hotel" sowie Franklins Erfolgsromane "Die Totenleserin", "Die Teufelshaube" und "Der König und die Totenleserin".

Übersetzt von Maria Andreas
Originalverlag: C. Bertelsmann

Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: 948 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2491-8

€ 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 14.11.2016

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Schöne Geschichte, gelungene Produktion!

Von: Emma Zecka Datum: 17.02.2017

ge-h-schichten.blogspot.com

Gestaltung
Wir werden hier regelrecht in die Geschichte geworfen. Nicht nur die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf. Julian Fellowes versteht sich auch darauf, gleich zu Beginn jede Menge Charaktere einzuführen. Mehr dazu aber im Gliederungspunkt Inhalt.
Was ich eigentlich sagen möchte: Um bei dem ganzen Wirrwarr den Durchblick zu behalten, braucht es neben einer spannenden Geschichte auch einen Hörbuchsprecher, dem man gut folgen kann. Anfangs hatte ich etwas Mühe mich an Beate Himmelstoß' Stimme zu gewöhnen, was aber mehr dran lag, dass mir der Einstieg in die Geschichte nicht leicht fiel. Nach und nach lernte ich aber ihre feine Art und die angenehme Stimmfarbe zu schätzen. Beate Himmelstoß lädt dazu ein, genauer hinzuhören. Mit ihrer feinen Stimme macht sie die unterschiedlichen Charaktere schnell fest. So klingen die Männer oft hart und tief, während die Frauen etwas weiches an sich haben. Auch Kleinigkeiten, wie Stimmungsschwankungen, transportiert sie gekonnt.
Ich freue mich auf weitere Hörbuchproduktionen mit Beate Himmelstoß als Sprecherin.

An sich war es ein genialer Schachzug des Hörverlags das Hörbuch als Serie zu produzieren. In der Geschichte gibt es nämlich einige Perspektivenwechsel bzw. einen großen Zeitsprung, die für mich wahrscheinlich besser zu verdauen gewesen wären, wenn ich mich hier an die Vorgabe der Folgen gehalten hätte.
Andererseits finde ich es auch toll, dass man das Hörbuch als Ganzes erwerben kann und so nicht viele einzelne Folgen kaufen muss.

Inhalt / Spannung
Ich hatte am Anfang Mühe mich in die Geschichte einzufinden. Julian Fellowes nimmt uns gleich mit in die Welt von Belgravia. Während ich mich gerade an Hauptcharakter Sophie gewöhnt habe, kommt es plötzlich zu einem Zeitsprung von 25 Jahren und die Geschichte wird zum Teil aus der Sicht ihrer Mutter Anne erzählt. Der Zeitsprung und die Fülle der eingeführten Charaktere sorgte bei mir erstmal für Orientierungslosigkeit. Nach und nach lernte ich aber die verschiedenen Perspektiven kennen, aus deren Sicht Belgravia erzählt wird und fand mich daher etwas besser in die Geschichte ein. Und jetzt kann ich sagen, dass es jede einzelnen Handlungsstrang braucht, damit Belgravia zu dem wird, was es eben ist.

Toll finde ich, dass sich Julian Fellowes mit den Problemen des 19. Jahrhunderts beschäftigt. Damals wurde noch zwangsverheiratet. Es ging nicht darum, einen Partner zu finden, den man liebe, sondern der zur passenden gesellschaftlichen Schicht gehörte. Wer ein uneheliches Kind in der Familie hatte, konnte seine Stellung in der Gesellschaft daher vergessen. So blieb James und Anne nichts anderes übrig, als den eigenen Enkel zur Adoption freizugeben. Denn ihre Tochter war getäuscht worden und nicht als verheiratete Frau im Kindbett gestorben. Als Anne und James Enkel Charles dann als Erwachsener nach London zurückkommt, sind die Eltern hin und her gerissen. Einerseits ist Charles eben ihr Enkel. Sie wollen den jungen Mann unterstützen, wo es nur geht. Andererseits stellt sich die Frage: Was wird die eigene Familie oder gar die Öffentlichkeit darüber denken?

Der Klappentext bringt den Inhalt der Geschichte ziemlich gut auf den Punkt und konzentriert sich hier auf das Wesentliche: Liebe, Intrige und Verrat:
Charles ist einigen Herren der Gesellschaftsschicht schnell ein Dorn im Auge. Es stellt sich die Frage, wie sie ihn bestmöglich wieder loswerden können. Charles hingegen trifft in London die Liebe seines Lebens. Doch scheint seine Traumfrau in unerreichbarer gesellschaftlicher Schicht...

Julian Fellowes spinnt ein gutes Netz um die Familien Brockhurst und Trenchard. Familien, die sich nicht besonders gut leiden können, aber vom Schicksal zusammengeführt werden. Während ich befürchtete, dass ein Kampf zwischen den Familien ausbricht, hat Julian Fellowes wunderbare Stränge gesponnen, die zeigen, wie sich beide Parteien vorsichtig annähern und lernen mit der Situation, dem gemeinsamen Enkel, umzugehen.

Zudem hat Fellowes die gesamten Handlungsstränge Belgravias nicht nur gut verstrickt, sondern auch zum Schluss perfekt aufgelöst. Beinahe nichts bleibt unbeantwortet. Außerdem steigt der Spannungsbogen zum Finale nochmal schön an, was nicht nur für einen Adrenalinspiegel beim Leser sorgt, sondern auch dafür, dass die letzten Missverständnisse bestimmter Charaktere endlich aus dem Weg geräumt werden können.

Schreibstil
Julian Fellowes Schreibstil hat mir hier besonders gut gefallen. Er nimmt uns mit in das 19. Jahrhundert. Einem Jahrhundert, in dem die höhere Gesellschaftsschicht noch mit Dienstpersonal ausgestattet ist. Gut gefallen haben mir nicht nur die Etikette, Dinge, wie beispielsweise, dass sich die wenigsten Charaktere duzen, sondern auch sprachliche Feinheiten, wie das Einflechten bestimmter Wörter wie gespeist, was ich eher scherzhaft benutze.

Gesamteindruck
Zu Beginn von Belgravia fragte ich mich, worauf Julian Fellowes eigentlich hinaus will. Als die Fronten dann aber geklärt waren, wurde mir eine spannende Geschichte präsentiert. Schmunzelnd stellte ich gestern fest, dass es sich hier eben um eine Art Soap aus dem 19. Jahrhundert handelt.
Belgravia ist eine Geschichte, die ich jedem empfehlen kann. Wer auf Familiensagen oder historische Romane steht, wird sicher gerne in die Welt von Belgravia abtauchen.

Interessante Geschichte

Von: Bo Datum: 16.02.2017

https://boskleinefeinewelt.blogspot.de/

Es beginnt in Belgien am Vorabend der Schlacht um Waterloo und es geht um zwei gegensätzlichen Familien. Die eines aufstrebenden Händler James Trenchard, seiner Frau Anne und Tochter Sophia und die Englische Adelsfamilie Brockenhursts. Deren Sohn Lord Edmund Bellasis und Sophia haben eine Liebesbeziehung. Doch Edmund kommt 1815 auf dem Schlachtfeld um und Sophia stirbt im Kindbett. Der Junge wächst in einer Pristerfamilie unter dem Namen Charles Pope auf. Von seiner adeligen Abstammung weiß er nichts.

Auf einem Teenachmittag in London, 25 Jahre später, lernen sich Anne Trenchard und Lady Brockhurst kennen und Lady Brockhurst klagt darüber, dass sie nach dem Tod ihres Sohnes keinen Erben haben. Anne beschließt, gegen den Willen ihres Mannes, das Geheimnis über den Enkel Charles zu lüften.
Es entsteht ein weitere Konflikte, den auch James hat auch, ohne Wissen seiner Frau, Kontakt mit seinem Enkel gehabt. Auch Charles gerät ins Visier, denn er bekommt Einladungen und Hilfe aus Kreisen in denen er nicht verkehrt.

Der Autor versteht es sehr gut die Charaktere und die Unterschiede der gegensätzlichen Familien zu beschreiben. Auch die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen der Herrschaft und der Dienerschaft ist gut beschrieben und gibt Einblick in das Leben mit den dazugehörigen Vorurteile und Intrigen.
Wie bei Downton Abbey geht es in dem Roman Belgravia um große Gefühle, Affären, Intrigen, Lügen, Geheimnisse, Sticheleien und Spekulationen.
Fazit:

Sehr schönes Hörbuch mit tollen Charakteren. Man findet sich in der Zeit des 19. Jahrhunderts zurückversetzt, nimmt Teil am Leben der englischen Aristokratie und erfährt viel über die gesellschaftlichen Zwänge. Auch die Stimme der Sprecherin finde ich sehr angenehm und sie stellt die Charaktere sehr gut dar.
So fiebert man in der Geschichte mit, wer heiratet wen und wie wird es wohl enden? Gibt es ein Happy End? Mir hat das Hörbuch gut gefallen und es ist ein gelungener Roman, den man aber mit Downton Abbey nicht vergleichen kann.

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