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Das Böse, es bleibt Thriller

Gekürzte Lesung mit Matthias Koeberlin

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Hörbuch MP3-CD (gek.) ISBN: 978-3-8445-2873-2

NEU
Erschienen:  26.02.2018
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Der zweite Südtirol-Thriller des internationalen Bestseller-Autors

Südtirol, im Winter. Marlene ist auf der Flucht, panisch steuert sie ihr Auto durch den Schneesturm. Im Gepäck hat sie einen Beutel mit Saphiren, den sie ihrem skrupellosen Ehemann aus dem Safe entwendet hat. Der ist der Kopf einer mafiösen Erpresserbande, und sie ist sich sicher, dass er seine Killer auf sie hetzt. Da stürzt ihr Wagen in eine Schlucht. Marlene erwacht in einer abgelegenen Berghütte. Dort lebt ein wortkarger Alter in Gesellschaft seiner Schweine, und sie glaubt sich in Sicherheit vor ihrem Mann. Bald jedoch stellt sie mit Entsetzen fest, dass von dem Einsiedler eine noch größere Gefahr ausgeht …

Gelesen von Matthias Koeberlin.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 7h 49)

Luca D'Andrea (Autor)

Luca D'Andrea wurde 1979 in Bozen geboren, wo er heute noch lebt. Er stieg mit seinem ersten Thriller sofort in die Riege der internationalen Top-Autoren auf: "Der Tod so kalt" erschien in rund 40 Ländern, wurde zum Bestseller und stand wochenlang unter den ersten 5 der Spiegel-Liste. Gegenwärtig wird "Der Tod so kalt" verfilmt. Sein zweites Buch, "Das Böse, es bleibt", ist seit Erscheinen in Italien auf der Bestsellerliste und wurde mit dem Premio Scerbanenco, dem renommiertesten italienischen Krimipreis, ausgezeichnet. Wie D'Andreas Erstling führt auch dieser Thriller in seine Heimat Südtirol.


Matthias Koeberlin (Sprecher)

Matthias Koeberlin, geboren 1974, hat sich seit seinem Fernsehdebüt 1999 zu einem der beliebtesten deutschen Schauspieler entwickelt. Er spielte in der erfolgreichen Andreas-Eschbach-Verfilmung "Das Jesus-Video" und war seitdem in vielen namenhaften TV-Produktionen zu sehen. Für "Tornado – Der Zorn des Himmels" wurde er als Bester Schauspieler mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Mit der Darstellung des Kommissars Marthaler landete Koeberlin sowohl beim Publikum als auch bei der Presse einen großen Erfolg. Seit 2014 spielt er in der Reihe "Die Toten vom Bodensee" die Rolle des Kommissars Michael Oberländer. 2017 verkörperte er Dr. Emil Behring in der erfolgreichen 6-teiligen Miniserie "Charité". In dem vierteiligen Hörspiel "Otherland" ist Matthias Koeberlin als Orlando Gardiner zu hören. Außerdem hat er u. a. "Der Distelfink" von Donna Tartt und "Der Tod so kalt" von Luca D’Andrea gelesen.

06.05.2018 | 18:00 Uhr | Unna

Italienische Kriminacht im Rahmen von „Mord am Hellweg“
Moderation: Jürgen Alberts
Deutsche Stimme: Heio von Stetten

Mord am Hellweg

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Mehr Infos

Bestattungen Gross GmbH
Massener Straße 130
59423 Unna

07.05.2018 | 19:30 Uhr | Düsseldorf

Lesung
Moderation: Daniela Bacchini
In Kooperation mit Italia Altrove e.V.

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Mehr Infos

Schulz & Schultz OHG
Geibelstraße 76
40235 Düsseldorf

Tel. 0211/59821888, info@schulzschultz.de

08.05.2018 | 19:30 Uhr | Hannover

Lesung
Deutsche Stimme: Gisa Zach
Moderation: Andrea Heußinger (NDR)

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Mehr Infos

Übersetzt von Susanne Van Volxem, Olaf Roth
Originalverlag: DVA

Bearbeitet von Anke Albrecht

Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 1 CD, Laufzeit: 469 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2873-2

€ 14,99 [D]* | € 16,90 [A]* | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

NEU
Erschienen:  26.02.2018

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Kleine Lissie

Von: wal.li Datum: 06.04.2018

wallis-buechersichten.blogspot.de/

Die junge Marlene flieht vor ihrem Mann. Im vereisten Winter des Jahres 1974 macht sie sich mit dem Auto auf durch eine unwirtliche Gegend in Südtirol. In dem beginnenden Schneesturm kommt sie mit ihrem Wagen von der Straße ab. Als Marlene wieder erwacht, findet sie sich auf dem Erbhof eines Bauern wieder, auf dem nur der Bauer Simon Keller lebt. Zunächst ist Marlene sehr erleichtert, dass ihr nicht mehr passiert ist und dass sie für ein paar Tage bei Simon unterkommen kann. Doch je länger sie sich in der Abgeschiedenheit aufhält, desto unheimlicher wird ihr der Gastgeber. Inzwischen hat auch ihr Mann den Auftrag gegeben, nach Marlene zu suchen.

Hat Marlene nun Glück im Unglück gehabt? Zumindest sieht es erstmal so aus. Alles kann nur besser sein als die Ehe mit einem Mann, der ein Verbrecher ist. Auf diesem einsamen Hof wird sie nicht so schnell gefunden werden. Doch je länger sie mit Simon Keller unter einem Dach ist, desto mehr bekommt sie es mit der Angst zu tun. Oder ist es normal, dass der Bauer mit den Schweinen redet, ihnen Namen gibt und besonders der Sau Lissie zugetan zu sein scheint. Lissie, eine ausgesprochen große Sau, die immer Hunger hat nach ihrem durch Simon liebevoll zubereiteten Nahrungsbrei. Offensichtlich versteht sich Simon mit seinen Schweinen besser als mit den Menschen.

Was recht harmlos mit einer durchaus verständlichen Flucht beginnt, wächst sich zu einem richtigen Schauerroman aus. Marlene muss in großer Gefahr bestehen und man empfindet mit ihr, wenn sie vor Unbehagen und Angst nicht mehr ein noch aus weiß. Gleichzeitig verfolgt man die Suche, die ihr Mann in Auftrag gegeben hat. Und man fragt sich, wie Marlene der Bedrohung entkommen soll. Von allen Seiten scheint Gefahr zu drohen. An einem Punkt wünscht man fast, der Sucher würde der Retter sein, auch wenn er ein Mann des Vertrauens ist, der für seine Kunden abschließende Regelungen herstellt. Sehr gut gelingt es dem Autor, die Spannung langsam aufzubauen. Immer wenn die Rettung nah scheint, tut sich eine neue Gefahr auf, und wenn man meint, nun ist es aus, bietet sich doch ein Ausweg an. Allerdings wird man von diesem Spannungsroman erst gegen Ende hin wirklich gepackt.

Wie gewohnt liest Mathias Koeberlin gekonnt, seine „Süße Lissie, kleine Lissie“ ist schon allein des Hörens wert.
3,5 Sterne

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

„Süße Lissi, kleine Lissi“

Von: Martin K. Datum: 11.03.2018

blog.martinkrauss.eu/

Das Böse, es bleibt. Es setzt sich in den Lebensläufen fest. Es bleibt erhalten. Das zum Einen. Zum Anderen: Wird der Abzug einer Waffe gedrückt, folgt die Kugel unaufhaltbar ihrer Bahn. Zwei Weisheiten, aus denen der Südtiroler Autor Luca D’Andrea einen Thriller entwickelt hat. Ein Roman, bei dem alles passt. Dabei erscheint „Das Böse, es bleibt“ nur ein Jahr nach seinem Debüt „Der Tod so kalt“. Welches Potenzial in D’Andrea steckt, hat er aber bereits darin gezeigt.

Fast schon kammerspielartig setzt der Südtiroler diesmal einen Plot in Szene, der den Leser mit einer unerwarteten Wucht trifft. Mitten im tiefsten Winter ist Marlene auf der Flucht. Sie hat genug von ihrem skrupellosen Ehemann. Der ist nicht nur deutlich älter. Er ist auch eine Art Pate von Südtirol. Seine Organisation überzieht die Region um Bozen und Meran bis hin zu den Bergen mit Mord und Erpressung und Marlene weiß, er wird seine Killer auf sie hetzen.

Um für die Flucht finanziell gerüstet zu sein, hat sie einen Beutel mit Saphiren aus dem Safe ihres Mannes entwendet. Doch weit kommt sie nicht. Marlenes Wagen gerät auf der verschneiten Straße ins Rutschen. Sie rast auf eine Wand von Bäumen zu. Dunkelheit. Tage später erwacht sie auf einem abgelegenen Berghof. Ein Bauer pflegt sie gesund. Abseits jeglicher Zivilisation glaubt Marlene, aufatmen zu können. Dort gibt es nur den Bauern, die Berge und einen in Zwielicht getauchten, verwinkelten Koben voller Schweine.

Sie vertraut dem Mann den wahren Grund ihrer Flucht an. Doch das Böse klettert auch auf Berge. Das muss Marlene erkennen, als sie dahinterkommt, was sich hinter dem zärtlich dahingehauchten Satz des Bauern verbirgt: "Süße Lissi, kleine Lissi".

Raffiniert treibt Luca D’Andrea die Handlung innerhalb dieser Figurenkonstellation voran. Er erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Er erzählt in unterschiedlichen Zeitebenen. D’Andrea zeigt, dass das Böse stets einen Ursprung hat. Er zeigt, dass es die Menschen nicht loslässt. Sein Schreibstil, die teilweise knappen Kapitel und seine Neigung zum Horror sorgen für eine fesselnde Stimmung.

Von Beginn an nimmt „Das Böse, es bleibt“ an Tempo auf, entwickelt einen Sog. D’Andrea macht es den Lesern schwer, den Thriller aus der Hand zu legen. Beklemmend brutal wirkt seine raffinierte Spannung. Dabei gelingt es ihm, den Wahnsinn zu inszenieren ohne den Leser mit ihn anekelnden Gewaltszenen zu verstören. D’Andrea punktet durch Eleganz.

Einen besonderen Kick bietet der Handlungsstrang um das monströse Schwein Lissi. Hier zeigt sich dann auch eine Parallele zum Debüt „Der Tod so kalt“. Dort hatte D’Andrea auf einen Urzeitskorpion als Handlungselement gesetzt, bei dem er in seinem Roman stets zwischen Mystery und Horror balancierte. Und auf diese Weise erschafft der Südtiroler auch in seinem zweiten Thriller ein subtiles Gefühl der Beklemmung und des Grusels.

Demgegenüber stellt Luca D’Andrea jedoch auch in „Das Böse, es bleibt“ die heile und friedliche Bergwelt: Heimat. Die unberührte Natur. Der friedliche Anblick des Sternenhimmels in klaren Winternächten. Und dann der eiskalte Wintersturm. All das rundet die Atmosphäre des Thrillers ab.

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