Das Erbe

Gekürzte Lesung mit Thomas M. Meinhardt
Hörbuch MP3-CD (gekürzt)
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Eine Geschichte von Familie, Verrat und Verbrechen

Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: „Mona wird das Richtige tun.“ Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

München, 1938. Die vierzehnjährige Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater, dem Staatsanwalt Ernst-Friedrich Hacker, und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …

Gelesen von Thomas M. Meinhardt.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 10h 57)


Originalverlag: Penguin TB
Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 1 CD, Laufzeit: 10h 57min
ISBN: 978-3-8445-3535-8
Erschienen am  28. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Etwas mehr Tiefgang wäre schön gewesen

Von: buchina

14.10.2020

Nachdem mich bereits „Der Verrat“ der Autorin als Hörbuch genossen hatte, freute ich mich sehr über ihren neuen Roman. Die Geschichte ist wieder sehr mehrschichtig. Protagonistin ist Mona, die sich von ihrem Mann trennt und überraschenderweise, von einer Tante, die sie eigentlich nur einmal richtig getroffen hat, ein imposantes Mietshaus im Herzen von München erbt. Von ihrer Mutter erfährt, dass dieses Erbe eine dunkle Geschichte umgibt. Mona, die ein starkes Helfersyndrom hat und von ihrer Familie oft als Gutmensch verspottet wird, beschäftigt sich näher mit ihrem Erbe. Der Hauskauf war nicht ganz ohne, denn dieser geschah in Zeiten des Nationalsozialismus und die Verkäufer waren Juden. In verschiedenen Handlungssträngen wird nun die Geschichte des Hauses und auch Monas Entwicklung zu einer unabhängigen Frau erzählt. Dabei gibt es noch weitere Nebenstränge, die mir manchmal etwas zu viel waren, aber die dennoch spannend sind. Die Autorin greift hier mehrere Themen auf: die Enteignung von Juden, Flucht/Tod Zweiter Weltkrieg, Mord, Verrat, Gier. Es hätten nicht so viele Themen sein müssen, denn dadurch verlieren die einzelnen Handlungsstränge an Tiefe und sie kommen etwas zu kurz. Die Charaktere sind etwas klischeehaft gezeichnet und handeln wenig überraschend. Dennoch ist es eine sehr spannende Geschichte und ich wurde gut unterhalten. Das Buch hatte für mich keine Längen, die Spannung wurde durch die gekonnten Wechsel der Handlungsstränge gut gehalten. Die Autorin kann sehr gut beschreiben, ohne dass es langatmig wirkt. Die Umgebung in München im Jetzt und auch in der Vergangenheit konnte ich mir sehr gut vorstellen. Gelungen ist ihr dabei die Beschreibung wie sich das Verhältnis zu den jüdischen Nachbarn langsam gewandelt hat, von normaler Nachbarschaft, zu kritisch beäugen, zu denunzieren und schließlich zu Verrat und Mord. Ich konnte richtig mitleiden. Die Geschichte in der Jetztzeit war auch spannend, da gingen mir nur die Charaktere nicht so nah, weil sie einfach zu einseitig und übertrieben gezeichnet waren. Ich würde dennoch dieses Hörbuch empfehlen, da es sehr gut unterhält. Es beinhaltet viele Themen, Familiengeschichte, Krimi, Liebe. Auch der Sprecher ist sehr angenehm und spricht zum Glück die überzeichneten Charaktere nicht übertrieben.

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Eins der besten Hörbücher die ich 2019 gehört habe

Von: Uwe

20.11.2019

Es ist eine eindrucksvolle Familiengeschichte, voller Argwohn. Das Flair von München wird eindrucksvoll geschildert und auch die Zeit der Judenverfolgung wird plastisch dargestellt. Ich habe „Das Erbe“ von Ellen Sandberg als Hörbuch gehört. 7 Tage habe ich für die gekürzte Fassung von immerhin 10 Std. und 55 Min. gebraucht. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass es etwas gekürzt wurde. Es ist sehr kurzweilig und auch sehr spannend. An einem Tag hatte ich 4 Stunden an einem Stück gehört. Es gibt 4 Erzählstränge. Vor jedem Kapitel wird angesagt, um wen es geht und in welcher Zeit es spielt. Das finde ich super. Mona ist ein ‚Gutmensch‘. Deshalb erbt sie von ihrer Tante Klara auch ein Mehrfamilienhaus. Das ruft natürlich Neid und Missgunst in ihrer Familie hervor. Zunächst ist sie begeistert von ihrem neuen Leben als reiche Hausbesitzerin. Doch eine Bemerkung ihrer Mutter über die Vergangenheit des Hauses lässt sie aufhorchen und sie begibt sich auf die Suche nach den wahren Erben des Hauses. Und nicht nur danach forscht sie, sondern sie hat sich auch schon immer gefragt, warum sie in ihrer Familie als Außenseiterin behandelt wird. Diese zwei Geheimnisse werden im Laufe der Erzählung gelüftet. Gleichzeitig findet Sabine in Hamburg heraus, dass ihr Vater nicht der leibliche Sohn ihrer Oma ist. Sie begibt sich auf die Suche nach ihren wahren Vorfahren. Ich denke damit nicht zu verraten, dass die beiden Fäden irgendwann zusammenlaufen. Denn das ist schnell abzusehen. Zum Ende wird es dann auch noch recht dramatisch. Es gibt einige Action. Das hätte ich so, gar nicht erwartet. Normalerweise sollte meiner Meinung nach bei weiblichen Hauptrollen auch eine Frau lesen. Es liest aber Thomas M. Meinhardt und er macht es sehr gut. Die weichen Betonungen in seiner Stimme passen genau. Ich höre ihm gerne zu. Für dieses Hörvergnügen gebe ich 5 Sterne und spreche eine klare Hörempfehlung aus. Es ist eines der besten Hörbücher, das ich 2019 gehört habe. Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.

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Vita

Ellen Sandberg ist eine erfolgreiche Münchner Autorin. Ihre groß angelegten Spannungs- und Familienromane stehen regelmäßig in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit ihren Romanen »Die Vergessenen«, »Der Verrat« und »Das Erbe« bewegte und begeisterte sie ihre Leserinnen und Leser. Unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie eine erfolgreiche Krimireihe.

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Thomas M. Meinhardt ist ein Meister der düsteren, spannungsgeladenen Stoffe. Er las u. a. Elisabeth Herrmanns »Versunkene Gräber«, Erik Axl Sunds »Victoria-Bergman-Trilogie« und Ellen Sandbergs »Die Vergessenen«.

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