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Das Walmesser Ein Färöer-Krimi

Gekürzte Lesung mit Martin Bross

Kundenrezensionen (38)

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Hörbuch MP3-CD (gek.) ISBN: 978-3-8371-3633-3

Erschienen: 28.12.2016
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Fremd auf den Färöern.
Blut an den Händen.

Du erwachst. Klatschnass, frierend, verkatert. Dein Kopf schmerzt. Du hast keine Erinnerung an den letzten Abend. In deiner Tasche findest du ein Grindaknívur — ein Messer, mit dem am Abendbrottisch das Walfleisch zerteilt wird. An der Klinge haftet Blut. Aber es ist nicht deines ...

Ein abgründiger Krimi vor der atemberaubenden Kulisse der Färöer Inseln, packend gelesen von Martin Bross.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 12h 52)

C. R. Neilson (Autor)

C. R. Neilson arbeitete zwanzig Jahre als Journalist, ehe er sich auf das Schreiben von Krimis und Thrillern verlegte. Er lebt in Schottland.


Martin Bross (Sprecher)

Martin Bross spielt und spricht für Bühne, Film, TV und Radio. Seit 2006 ist er als Gast am Theater an der Ruhr beschäftigt. Man hört ihn in zahlreichen WDR-Hörspielen und Hörbüchern von Random House Audio, oder sieht ihn im TV (z. B. Späte Aussicht, Die Gustloff).

Aus dem Englischen von Ulrich Thiele
Originaltitel: - Simon & Schuster
Originalverlag: Heyne TB

Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: ca. 772 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3633-3

€ 14,99 [D]* | € 16,90 [A]* | CHF 21,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 28.12.2016

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*+* C.R. Neilson: "Das Walmesser" *+*

Von: Irve liest Datum: 01.06.2017

irveliest.wordpress.com

Warum verlässt John Callum Glasgow und begibt sich Hals über Kopf in die unberührte Natur der Faröer Inseln? Er kennt dort niemanden und hat auch keine Arbeitsstelle im Gepäck. Ist er auf der Flucht? Hat er ein Verbrechen begangen oder anderen Dreck am Stecken?

Der Hörer ist diesbezüglich ebenso unwissend wie die männliche Hauptfigur selbst. John kann sich an nichts erinnern. Leidet er unter Amnesie, hat er schlimme Ereignisse erlebt und erfolgreich verdrängt? Oder kann er sich an nichts erinnern, weil einfach nichts passiert ist? Aber warum suchen ihn dann immer wieder diese undurchsichtigen Albträume auf?

Meine Neugier war geweckt. Ich wollte wissen, was John Callum erlebt hat, und auch, wie sich sein Leben im frei gewählten Exil entwickeln würde. Denn so leicht wie erhofft ist es nicht für den Mann. Er scheint vielmehr vom Regen in die Traufe geraten zu sein. Sein Neuanfang ist nicht leicht, er dringt in die eingeschworene Gemeinschaft eines Dorfes ein. Nicht jeder dort freut sich über solche Eindringlinge. So mancher zeigt ihm offen seine Ablehnung, andere sind zurückhaltender. Und zum Glück gibt es dort auch Menschen, die John die Hand reichen und ihm eine Chance geben. So findet er Arbeit in einer Lachszucht und schließlich glaubt er auch Amors Pfeil zu spüren. Diese positive Entwicklung hält jedoch nicht lange an….
Eines Morgens erwacht John im Hafen. Ohne jegliche Erinnerung an den letzten Abend und die Nacht, dafür mit einem blutigen Messer in der Tasche. Was hat er getan? Hat er überhaupt etwas getan, oder ist der Täter ein ganz anderer und will ihm ein Verbrechen anhängen?

Erneut kommen mir Fragen über Fragen in den Sinn. Und die Befürchtung, dass, egal was passiert ist, John im Zweifelsfall vermutlich immer den Kürzeren ziehen wird. Denn entweder hat er selbst das Messer benutzt, oder jemand schiebt ihm eine große Schuld in die Tasche – geschützt durch den Zusammenhalt des eingeschworenen Menschenschlags. Was wäre in diesem Fall stärker – die Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft oder die Reinheit des Gewissens?

Nach und nach kommen immer mehr kleine Schnipsel der Wahrheit ans Licht, die sich zum überraschenden Bild der Tatnacht zusammenfügen. In dem Maße, wie sich die Verstrickungen auf den Faröerschen Inseln aufklären, wird John zunehmend von der Vergangenheit eingeholt und die damaligen Geschehnisse treten immer klarer zutage.

Der Autor hat vor der großartgen, bildgewaltigen Kulisse der Faröerschen Inseln einen ruhigen Thriller der leisen Töne erschaffen, dem trotz seiner Gemächlichkeit ein gutes Maß an subtiler Spannung innewohnt. Die Protagonisten sind ebenso undurchsichtig gezeichnet wie Johns Schicksal. Parallel zu dessen Aufklärung begreift der Hörer, wer wirklich auf der Seite des Mannes steht und wer sich lange Zeit hinter dem Deckmäntelchen eines raffinierten Lügengeflechts zu verstecken wusste.

Durch die Ich-Form der Erzählung hatte ich eine enge Bindung zur Hauptfigur und erlebte intensiv seine Zeit auf der Insel. Dabei haben mich die Geschehnisse ebenso in den Bann gezogen wie der großartige Lokalkolorit, mit dem der Krimi durchsetzt ist. Die raue Natur, die Flora und Fauna, die Traditionen, das harte Leben, das wilde Meer, das die Salzluft ebenso weit in die Kulisse schleudert wie der Autor die Schicksalsfäden Johns durch das Land ziehen lässt und am Ende schlüssig und mit Irrungen und Wirrungen garniert interessant und überzeugend auflöst.

Martin Bross als Hörbuchsprecher ist eine gute Wahl für „Das Walmesser“. Mit seiner ruhigen Art unterstützt er die Langsamkeit der Geschehnisse, fördert aber auch auf ganz unaufgeregte Weise den Aufbau der unterschwelligen Stimmung. Er gibt die verschiedenen Stimmungen der Protagonisten überzeugend wider, schildert aber auch nachhaltig die überwältigenden Naturgewalten. Ich lauschte sehr gerne seiner Stimme und hätte gerne noch etwas länger in der Geschichte, auf den Faröer-Inseln, verweilt.

Inhalt
Fremd auf den Färöern.
Blut an den Händen.
Du erwachst. Klatschnass, frierend, verkatert. Dein Kopf schmerzt. Du hast keine Erinnerung an den letzten Abend. In deiner Tasche findest du ein Grindaknívur — ein Messer, mit dem am Abendbrottisch das Walfleisch zerteilt wird. An der Klinge haftet Blut. Aber es ist nicht deines …

Autor
C. R. Neilson arbeitete zwanzig Jahre als Journalist, ehe er sich auf das Schreiben von Krimis und Thrillern verlegte. Er lebt in Schottland.

Sprecher
Martin Bross spielt und spricht für Bühne, Film, TV und Radio. Seit 2006 ist er als Gast am Theater an der Ruhr beschäftigt. Man hört ihn in zahlreichen WDR-Hörspielen und Hörbüchern von Random House Audio, oder sieht ihn im TV (z. B. Späte Aussicht, Die Gustloff).
Quelle: Random House Audio

Vor der Vergangeit kann man nicht flüchten

Von: Kaisu Datum: 28.04.2017

life4books.blogspot.de

John Callum ist ein Mann, der vor dem Leben flüchtet. Er hat Dinge erlebt, die er vergessen möchte, aber nicht kann und so zieht es ihn auf die Färöer Inseln. Klein. Abgeschieden. Niemandsland. Hier kann er einen Neustart wagen und neu Fuß fassen. Aber er ist ein Fremdling. Die fallen auf in einem Dorf, wo jeder jeden kennt. Vor allem die Alten beäugen ihn. Zum Glück gibt es Ausnahmen, die ihn mit offenen Armen aufnehmen und so findet er einen Job, wo er etwas Geld verdienen kann.

Zwar ist der weit von seinem alten Beruf aus Schottland entfernt – nämlich Lehrer – doch er meckert nicht und nimmt das Leben so hin, wie es ihm entgegenkommt. Nur leider schlägt es fieser zu, als er sich je hat erträumen lassen. Denn nur durch einen Ortswechsel schüttelt man die Vergangenheit nun mal nicht einfach ab. Jemand kennt sein altes Ich und plötzlich ist da dieser Mord, wo er als alleiniger Schuldiger da steht.

„Ihr Name, bitte?“
„Callum. John Callum.“
„Ah, hier stehen Sie ja. Machen Sie in Tórshavn Urlaub, oder sind Sie auf Geschäftsreise hier, Mr. Callum?“
„Weder noch. Ich will hier leben.“ (S.22)

Mit diesem neuen Leben ist es dann erst einmal vorbei. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Das Blut. Die Tatzeit. Keine Zeugen und dann noch der Streit, den er erst vor kurzem mit dem Opfer hatte. Schnell ist klar, es muss ein Racheakt gewesen sein. Nur findet man keine stichhaltigen Beweise. Weder das Tatmesser wird gefunden, noch kann man zu 100prozentig nachweisen, dass er am Tatort war. Also muss eine Spezialistin her. Schließlich will man John hinter schwedischen Gardinen sehen!

Was an dieser Stelle nach einem flotten und zeitgleich nervenaufreibend, spannenden Krimi klingt, täuscht etwas. Denn all diese Ereignisse finden nicht in rascher Abfolge statt. Man wechselt ständig zwischen Erinnerungen, Träumen und der Gegenwart hin und her. Was genau damals passiert ist, kommt erst gegen Ende ans Tageslicht. Vorher kann man nur Vermutungen anstellen. Man weiß also nie, ob John Täter oder Opfer ist.

Bei der frischen Tat hat man eine Ahnung und sieht sich in der irgendwann bestätigt. Dennoch beherrscht der Autor perfekt das Verwirrspiel, was gut für die unterschwellige Spannung ist. Denn aufgebrochen wird die Story durch die zahlreichen Beschreibungen und Erklärungen rund um das Inselleben. Man hat wirklich das Gefühl sich dort zu befinden. Das Rauschen der Wellen zu hören, den Wind in den zerzausten Haaren zu spüren und atmet die vom Meer gewaschene Luft ein. Ein Traum.

Als Hörbuch funktioniert dies perfekt. In der Buchform stell ich mir das an einigen Stellen etwas zäh vor, da man ja mehr von John und seinen Dämonen wissen will und nicht eine Studie über die Färöer Inseln lesen möchte. Zudem kommt die melancholische Stimmung Dank Marton Bross, dem Sprecher, sehr gut herüber. Das gesamte Buch wird aus der Ich-Perpektive erzählt und John ist am Boden zerstört. Er weiß nicht weiter. Genau DAS spürt man deutlich beim hören.

Am Ende kommt natürlich die komplette Auflösung und mit ihr die Erkenntnis, dass man das (Hör-)Buch trotz seiner kleinen Ecken und Kanten mochte und nicht von den Inseln verschwinden möchte. Zu gern hat man den Worten des gebrandmarkten Mannes gelauscht und ihn auf seinen Hoch und Tiefs begleitet. Wer die Färöer Inseln mag und nichts gegen eine umfangreiche Darstellung der Umgebung eines Mörders (?) hat, sollte zugreifen!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Von: Sylvia Sauer aus Trier Datum: 26.08.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Im Gegenlicht

Dies ist ein außergewöhnlicher Krimi. Sehr gut geschrieben und sehr spannend.

Von: Lutz Heimhalt aus Hamburg Datum: 27.06.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Lutz Heimhalt

Atmosphärisch gute Darstellung der Eigenheiten der Inselbewohner.

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