Das Walmesser

Ein Färöer-Krimi

Gekürzte Lesung mit Martin Bross
Hörbuch MP3-CD (gekürzt)
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Fremd auf den Färöern.
Blut an den Händen.

Du erwachst. Klatschnass, frierend, verkatert. Dein Kopf schmerzt. Du hast keine Erinnerung an den letzten Abend. In deiner Tasche findest du ein Grindaknívur — ein Messer, mit dem am Abendbrottisch das Walfleisch zerteilt wird. An der Klinge haftet Blut. Aber es ist nicht deines ...

Ein abgründiger Krimi vor der atemberaubenden Kulisse der Färöer Inseln, packend gelesen von Martin Bross.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 12h 52)


Aus dem Englischen von Ulrich Thiele
Originaltitel: - Simon & Schuster
Originalverlag: Heyne TB
Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: ca. 12h 52 min
ISBN: 978-3-8371-3633-3
Erschienen am  28. Dezember 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Hier ist Durchhaltevermögen gefragt

Von: Daggi

25.06.2017

Inhalt John Callum wacht eines Morgens verkatert am Hafen auf. An den vergangenen Abend hat er keine Erinnerung mehr, aber in seiner Tasche findet er ein Grindaknívur, ein blutiges Messer, das üblicherweise zum Schneiden von Walfleisch benutzt wird. Und in der Stadt gibt es nur ein Thema: der Mord, der in dieser Nacht geschehen ist. Protagonist John Callum lebt er seit kurzer Zeit auf den Färöer-Inseln. Er konnte eine kleine Hütte anmieten, hat eine Anstellung in einer Fabrik gefunden und in der Hauptstadt Tórshavn schon einige Menschen kennengelernt. Er ist nicht auf Ärger aus, hat sich aber schon einige Feinde gemacht. Dabei wollte er nur weit weg von seiner Heimat Schottland ein neues Leben beginnen. Meine Gedanken zum Buch Eine kleine Inselgruppe im Nordatlantik. Dreihundert Tage im Jahr Regen. Die Menschen leben von Fischfang, Schafzucht und der Jagd auf Grindwale. Wer freiwillig hierher kommt, ist anderswo vor etwas geflohen. Wie der Klappentext des Buches beginnt auch das Hörbuch mit einer ausschweifenden Beschreibung der wunderbaren Landschaft der Färöer verpackt in die Ankunft von John Callum. Eigentlich ganz nett, wenn ich nicht nach drei Stunden mühsamer Hörzeit immer noch darauf gewartet hätte, dass etwas Entscheidendes passiert. Mehr als einmal wollte ich das Hörbuch abbrechen, doch ein Blick auf die Statistik der überwiegend sehr guten Rezensionen hat mich zunächst davon abgehalten. Nach einer weiteren Stunde Hörzeit habe ich mir die Rezensionen ein wenig genauer angesehen und festgestellt, dass beim Hörbuch bereits direkt zu Beginn gekürzt wurde. Durch Zufall bin ich mit einer Bekannten ins Gespräch gekommen, die das Buch gekauft und es abgebrochen hatte, weil es sie nicht überzeugen konnte. Um einen Vergleich zwischen Hörbuch und Buch ziehen zu können, habe ich mir das Buch von ihr geliehen. Auch hier zogen sich die ersten 250 Seiten, doch ich dachte, wenn ein Buch so gute Bewertungen erhält, muss die zweiten Hälfte des Buches phänomenal sein um die „ersten“ Eindrücke auszubügeln. „Phänomenal“ war aber auch der zweite Teil des Buches nicht, gut ja, aber nicht überragend. Während sich die erste Hälfte darauf beschränkt, zu erzählen, wie John auf den Färöer-Inseln angekommen ist, was er seither erlebt und wen er kennengelernt hat, passiert dann (endlich) der Mord, womit dann auch der Untertitel „Krimi“ zu seinem Recht kommt. Ginge es in dieser Krimi nur um den Mord und die Aufklärung, hätte das Buch möglicherweise sogar vier Eulen von mir bekommen, aber da ich das Buch als Ganzes bewerte, reicht es nur für 2,5 Eulen. Eine halbe Eule lege ich noch für die Covergestaltung im Innenteil drauf. Fazit Nichts für Freunde rasanter Krimis. Um Spaß an diesem Buch zu haben muss man großes Durchhaltevermögen an den Tag legen und ein Faible für die Beschreibung von Land und Leute haben. Meinen Geschmack hat dieser Krimi leider nicht getroffen. Hätte ich nicht schon so viel Zeit investiert gehabt, hätte ich mit Sicherheit abgebrochen.

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*+* C.R. Neilson: "Das Walmesser" *+*

Von: Irve liest

01.06.2017

Warum verlässt John Callum Glasgow und begibt sich Hals über Kopf in die unberührte Natur der Faröer Inseln? Er kennt dort niemanden und hat auch keine Arbeitsstelle im Gepäck. Ist er auf der Flucht? Hat er ein Verbrechen begangen oder anderen Dreck am Stecken? Der Hörer ist diesbezüglich ebenso unwissend wie die männliche Hauptfigur selbst. John kann sich an nichts erinnern. Leidet er unter Amnesie, hat er schlimme Ereignisse erlebt und erfolgreich verdrängt? Oder kann er sich an nichts erinnern, weil einfach nichts passiert ist? Aber warum suchen ihn dann immer wieder diese undurchsichtigen Albträume auf? Meine Neugier war geweckt. Ich wollte wissen, was John Callum erlebt hat, und auch, wie sich sein Leben im frei gewählten Exil entwickeln würde. Denn so leicht wie erhofft ist es nicht für den Mann. Er scheint vielmehr vom Regen in die Traufe geraten zu sein. Sein Neuanfang ist nicht leicht, er dringt in die eingeschworene Gemeinschaft eines Dorfes ein. Nicht jeder dort freut sich über solche Eindringlinge. So mancher zeigt ihm offen seine Ablehnung, andere sind zurückhaltender. Und zum Glück gibt es dort auch Menschen, die John die Hand reichen und ihm eine Chance geben. So findet er Arbeit in einer Lachszucht und schließlich glaubt er auch Amors Pfeil zu spüren. Diese positive Entwicklung hält jedoch nicht lange an…. Eines Morgens erwacht John im Hafen. Ohne jegliche Erinnerung an den letzten Abend und die Nacht, dafür mit einem blutigen Messer in der Tasche. Was hat er getan? Hat er überhaupt etwas getan, oder ist der Täter ein ganz anderer und will ihm ein Verbrechen anhängen? Erneut kommen mir Fragen über Fragen in den Sinn. Und die Befürchtung, dass, egal was passiert ist, John im Zweifelsfall vermutlich immer den Kürzeren ziehen wird. Denn entweder hat er selbst das Messer benutzt, oder jemand schiebt ihm eine große Schuld in die Tasche – geschützt durch den Zusammenhalt des eingeschworenen Menschenschlags. Was wäre in diesem Fall stärker – die Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft oder die Reinheit des Gewissens? Nach und nach kommen immer mehr kleine Schnipsel der Wahrheit ans Licht, die sich zum überraschenden Bild der Tatnacht zusammenfügen. In dem Maße, wie sich die Verstrickungen auf den Faröerschen Inseln aufklären, wird John zunehmend von der Vergangenheit eingeholt und die damaligen Geschehnisse treten immer klarer zutage. Der Autor hat vor der großartgen, bildgewaltigen Kulisse der Faröerschen Inseln einen ruhigen Thriller der leisen Töne erschaffen, dem trotz seiner Gemächlichkeit ein gutes Maß an subtiler Spannung innewohnt. Die Protagonisten sind ebenso undurchsichtig gezeichnet wie Johns Schicksal. Parallel zu dessen Aufklärung begreift der Hörer, wer wirklich auf der Seite des Mannes steht und wer sich lange Zeit hinter dem Deckmäntelchen eines raffinierten Lügengeflechts zu verstecken wusste. Durch die Ich-Form der Erzählung hatte ich eine enge Bindung zur Hauptfigur und erlebte intensiv seine Zeit auf der Insel. Dabei haben mich die Geschehnisse ebenso in den Bann gezogen wie der großartige Lokalkolorit, mit dem der Krimi durchsetzt ist. Die raue Natur, die Flora und Fauna, die Traditionen, das harte Leben, das wilde Meer, das die Salzluft ebenso weit in die Kulisse schleudert wie der Autor die Schicksalsfäden Johns durch das Land ziehen lässt und am Ende schlüssig und mit Irrungen und Wirrungen garniert interessant und überzeugend auflöst. Martin Bross als Hörbuchsprecher ist eine gute Wahl für „Das Walmesser“. Mit seiner ruhigen Art unterstützt er die Langsamkeit der Geschehnisse, fördert aber auch auf ganz unaufgeregte Weise den Aufbau der unterschwelligen Stimmung. Er gibt die verschiedenen Stimmungen der Protagonisten überzeugend wider, schildert aber auch nachhaltig die überwältigenden Naturgewalten. Ich lauschte sehr gerne seiner Stimme und hätte gerne noch etwas länger in der Geschichte, auf den Faröer-Inseln, verweilt. Inhalt Fremd auf den Färöern. Blut an den Händen. Du erwachst. Klatschnass, frierend, verkatert. Dein Kopf schmerzt. Du hast keine Erinnerung an den letzten Abend. In deiner Tasche findest du ein Grindaknívur — ein Messer, mit dem am Abendbrottisch das Walfleisch zerteilt wird. An der Klinge haftet Blut. Aber es ist nicht deines … Autor C. R. Neilson arbeitete zwanzig Jahre als Journalist, ehe er sich auf das Schreiben von Krimis und Thrillern verlegte. Er lebt in Schottland. Sprecher Martin Bross spielt und spricht für Bühne, Film, TV und Radio. Seit 2006 ist er als Gast am Theater an der Ruhr beschäftigt. Man hört ihn in zahlreichen WDR-Hörspielen und Hörbüchern von Random House Audio, oder sieht ihn im TV (z. B. Späte Aussicht, Die Gustloff). Quelle: Random House Audio

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SPECIAL zu DAS WALMESSER von C.R. Neilson

Vita

C. R. Neilson

C. R. Neilson arbeitete zwanzig Jahre als Journalist, ehe er sich auf das Schreiben von Krimis und Thrillern verlegte. Er lebt in Schottland.

Zur AUTORENSEITE

Martin Bross

Martin Bross spielt und spricht für Bühne, Film, TV und Radio. Seit 2006 ist er als Gast am Theater an der Ruhr beschäftigt. Man hört ihn in zahlreichen WDR-Hörspielen und Hörbüchern von Random House Audio, oder sieht ihn im TV (z. B. Späte Aussicht, Die Gustloff).

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