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Der Zug der Waisen

Ungekürzte Lesung mit Beate Himmelstoß, Susanne Schroeder

Kundenrezensionen (42)

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Hörbuch MP3-CD ISBN: 978-3-8445-1748-4

Erschienen: 10.11.2014
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Ein vergessenes Kapitel AMERIKANISCHER GESCHICHTE, gelebt durch ZWEI STARKE FRAUEN

New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisenkindern wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch nur die wenigsten erwartet ein liebevolles Heim. Stattdessen müssen sie als billige Landarbeiter, Haushaltshilfen oder Näherinnen harte Knochenarbeit leisten. Auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor, bis es ihr nach entbehrungsreichen Jahren endlich gelingt, einen Ort der Geborgenheit zu finden und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Aber erst Jahrzehnte später vermag sie, durch die überraschende Freundschaft zu einem rebellischen jungen Mädchen, das wie sie seine Eltern verloren hat, das Schweigen zu brechen und wahren Frieden zu finden.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 10h 23)

Christina Baker Kline über ihr Buch »Der Zug der Waisen«

Christina Baker Kline (Autorin)

Christina Baker Kline wuchs in England und in den Vereinigten Staaten auf. Sie hat Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet und sich als Buchautorin und Herausgeberin von Anthologien einen Namen gemacht. Ihr Roman "Der Zug der Waisen" war in den USA ein großer Erfolg und hielt sich monatelang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste. Mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen lebt die Autorin in Montclair, New Jersey.


Sprecher

Beate Himmelstoß wurde 1957 in Starnberg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Philosophie und Theaterwissenschaft in München und machte eine private Schauspielausbildung. Seit 1987 arbeitet sie als Sprecherin beim Bayerischen Rundfunk. Seit 2004 hält sie im Rahmen des Philosophieprogramms an der Münchner Volkshochschule regelmäßig Originaltextlesungen philosophischer Texte. Für den Hörverlag las sie u. a. Agatha Christies Klassiker "16:50 ab Paddington" und "Bertrams Hotel" sowie Franklins Erfolgsromane "Die Totenleserin", "Die Teufelshaube" und "Der König und die Totenleserin".

Susanne Schroeder spielte an den Kammerspielen und am Residenztheater in München. Bekannt ist sie darüber hinaus durch ihre Auftritte in TV-Serien und Fernsehspielen. Für den Hörverlag war sie bereits in "Der Holzdieb" von Liza Marklund sowie "Sie kamen nach Bagdad", "Der Mann im braunen Anzug", "Der unheimliche Weg" und "Rächende Geister" von Agatha Christie zu hören.

Übersetzt von Anne Fröhlich
Originalverlag: Goldmann HC

Hörbuch MP3-CD, 1 CD, Laufzeit: 623 Minuten

ISBN: 978-3-8445-1748-4

€ 9,99 [D]* | € 11,20 [A]* | CHF 14,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 10.11.2014

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Kaum zu glauben, aber es ist amerikanische Geschichte

Von: LeseBlick Datum: 26.03.2017

leseblick.blogspot.de/

Zwei Zeiten, zwei Generationen und zwei ähnliche Geschichten. Dies beschreibt die Geschichte um den Zug der Waisen vorerst sehr gut. Aber nur Vivian Daly hat diesen Teil der Geschichte miterlebt. In einer neuen Stadt, verliert sie ihre gesamte Familie und steht vor dem Nichts. Auf Hilfe hoffend, gerät sie an eine Organisation, welche sich Waisenkindern widmet und diese vermittelt. Auch das Wort „vermittelt“ trifft es hier sehr gut. Die Kinder, meist wirklich noch Kleinkinder, mussten sich im Jahre 1929 auf die Reise vom Osten in den Westen Amerikas machen, um eventuell eine neue Familie zu finden. Dies hört sich erst sehr schön an, aber dann hörte Wörter wie „kostenlos“, „Probezeit“ und „zurückschicken“ und dachte nur, dass dies nicht wirklich passiert sein konnte. Aber so ist es. Ein Teil der Geschichte. Vor allem im ersten Teil des Hörbuches wird der Schrecken auf Seiten und auf Kosten der Kinder unheimlich gut rübergebracht und solche Szenen bleiben auf jeden Fall in Erinnerung eines Hörers bzw. Lesers.
Ein Fakt, der mich ganz besonders erschüttert hat, war der Werdegang des Namens Vivian. Denn Vivian ist nicht ihr erster Name und der Weg dorthin war einfach schrecklich, wenn man bedenkt, dass sich mit einem Namen auch eine Persönlichkeit entwickelt.

Neben diesem Erzählstrang wird von Susanne Schroeder die Handlung der jugendlichen Molly im Jahre 2011 erzählt. Auch sie sieht sich als Waise und ist mit ihrer aktuellen Lebenssituation gar nicht zu frieden. Immer wieder bekommt sie zu spüren, dass sie in ihrer Pflegefamilie nicht erwünscht ist. Ein weiterer Punkt, der im Buch behandelt wird, sind ihre Sozialstunden, die sie abzuleisten hat, weil sie einen Diebstahl begangen hat. Auch wenn es eine wunderbare Sache war, die sie sich angeeignet hat. Und genau diese Sozialstunden sind es, die die beiden Generationen um Vivian und Molly zusammenführt.

Ich kann im Nachhinein gar nicht sagen, welche der beiden Sprecherinnen mir besser gefallen hat. Sowohl Beate Himmelstoß in Bezug auf Vivian, als auch Susanne Schroeder in Bezug auf Molly passten einfach sehr gut. Beide Sprechstimmen waren unheimlich angenehm.

Steht zu Beginn des Hörbuches die Geschichte um Vivian in der Vergangenheit doch sehr im Fokus, nimmt dieses im Verlauf nach und nach an Intensität ab. Die Autorin nimmt uns mit und fügt beide Leben nach und nach zusammen und diese Entwicklung und der Werdegang an sich waren sehr schön zu verfolgen.
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Wie die meisten Bücher, welche auf zwei Zeitebenen spielen, wechseln auch hier die Erzählstränge. Verwirrend beim Hören war nur, dass wenn sich die Geschichte im Jahre 2011 abspielte, es mehrere Male die Überschrift 2011 gab, so dass man immer kurz überlegen musste, ob es gerade einen Wechsel in der Zeitebene gab oder nicht. Dieser Punkt wurde wahrscheinlich eingefügt, um die einzelnen Kapitel in der jeweiligen Ebene nicht zu lang zu gestalten. Gewöhnungsbedürftig.

Ein weiterer Punkt, sind die Emotionen. Die erste Hälfte fesselte den Leser wirklich an die Geschichte. Da die komplette Lebensgeschichte von Vivian erzählt wird, kann dies nicht konstant aufrecht gehalten werden, aber vor allem ihre späteren Lebensjahre erschienen mir sehr emotionslos. Es wurde nur noch als Abhandlung von Ereignissen erzählt und ich hatte als Hörer Schwierigkeiten mich so schnell auf die verschiedenen Lebenssituationen einzulassen.

Mein Fazit
Egal ob hörend oder lesend, diese Geschichte kann ich jedem ans Herz legen. Vor allem den Hörern und Lesern, welche es wie ich nicht fassen können, dass es die „Orphan Trains“ wirklich gab. Dieses Buch vereint Vergangenheit und Gegenwart sehr gut und ist historisch gesehen sehr gut recherchiert.

historische, spannende Geschichte über zwei starke Frauen

Von: Claudias Bücherregal Datum: 02.05.2015

claudias-buecherregal.blogspot.de

New York, 1929. Vivian, Tochter irischer Einwanderer, verliert bei einem Brand ihre komplette Familie. Als 9-jährige Waise wird sie mit vielen anderen Kindem in den sogenannten „Zug der Waisen“ verfrachtet und Richtung mittlerer Westen gefahren. An verschiedenen Stationen können Paare sich Kinder wie Vieh aussuchen und mit nach Hause nehmen. Sie sollen ihnen eine neue Heimat bieten, doch meistens finden die Kinder dort nur ärmliche Bedingungen, harte Arbeit und körperliche Züchtigung vor.

Spruce Harbor, Maine, 2011. Molly ist seit dem Tod ihres Vaters Halbwaise und wurde von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht, da ihrer drogenabhängige Mutter sich nicht um sie kümmern konnte. Da sie in einer Bücherei ein Buch gestohlen hat, muss sie Sozialstunden ableisten. Sie soll einer über 90-jährigen Frau dabei helfen ihren Dachboden zu entrümpeln. Zunächst wird Molly zwar freundlich aber sehr distanziert aufgenommen, doch die Erinnerungsstücke sorgen dafür, dass die alte Dame anfängt ihre spannende Geschichte zu erzählen und die beiden Frauen stellen fest, dass sie ein ähnliches Schicksal teilen.

Dieser Roman wurde mir von einer Leserin empfohlen und ich bin sehr froh, dass ich mich von der Autorin bzw. den beiden Sprecherinnen in ein vergessenes Kapitel der amerikanischen Geschichte habe entführen lassen. Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen geschildert. Zum einen die Gegenwart (2011) zum anderen die Zeit aus Vivians Kindheit hin bis zum Erwachsensein (1929 — 1940???). Sehr angenehm fand ich, dass die Autorin stets einige Kapitel in einer Zeitebene verweilt und nicht ständig zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her springt. Außerdem sind die Zeitebenen insich chronologisch aufgebaut.

Bemerkenswert finde ich, dass die Autorin es geschafft hat, ein ernstes Thema anzugehen, dieses gefühlvoll und emotional zu beschreiben, so dass es mich wirklich berührt hat, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Ich fand es wahnsinnig bewegend mitzuerleben, wie Vivian eine Kindheit ohne Sicherheit erleben muss, wie sie sich ein neues Heim erhofft, aber doch stets nur auf Ausbeutung trifft und ihr einfach keine Liebe geschenkt wird. Ich habe mich mit der Protagonistin gefreut, als endlich auch einmal etwas Positives in ihrem Leben passiert ist, denn man wünscht es der sympathischen Hauptfigur wirklich sehr.

Durch Baker Klines detaillierte Beschreibungen konnte ich mir alle Settings bildlich vor Augen führen. Die Geschichte und ihre Figuren kamen mir nie fremd vor. Alles wirkte so authentisch, als wenn die Autorin ihr eigenes Leben beschrieben hätte. Sie verzichtet auf Effekthascherei, was der Atmosphäre sehr gut tut, und trotzdem ist der Roman niemals langweilig, dafür ist man zu sehr von den beiden Schicksalen gepackt.

Die Geschichte wird von den beiden Sprecherinnen Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder vorgelesen, die mir beide sehr gut gefallen haben. Beide Stimmen sind sehr angenehm und passen zu den jeweiligen Buchpassagen. Es handelt sich bei dem Hörbuch um eine ungekürzte Hörfassung mit über zehn Stunden Laufzeit und ich war positiv überrascht, dass die Einteilung in die jeweiligen Jahre nicht nur im Inlay festgehalten wurden, sondern auch von den Sprecherinnen vorgelesen wurden, so dass einem ein Zeitsprung stets direkt angekündigt wurde. Etwas, dass leider nicht jedes Hörbuch bietet.

Fazit: Eine unglaubliche Story über ein fast vergessenes Kapitel der amerikanischen Geschichte, die unglaublich authentisch und fesselnd präsentiert wird. Sowohl die Handlung als auch die Leistungen der Sprecherinnen haben mich begeistert. Absolute Hörempfehlung für alle, die an diesen Geschehnissen Interesse haben.



MP3: 1 CD - ca. 10h 23 min
Verlag: der Hörverlag; Auflage: ungekürzte Lesung (10. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3844517480
ISBN-13: 978-3844517484

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Nina Gilbert aus Delbrück Datum: 02.12.2014

Buchhandlung: Buchhandlung Meschede

(...)vielen Dank für das wunderbare Wochenende, welches Sie mir mit „Der Zug der Waisen“ beschert haben. Dieser Roman hat mich sehr berührt, eine tolle, vielschichtige Geschichte, die zu Herzen geht und dann auch noch literarisch ist. Schon lange bin ich nicht mehr so begeistert gewesen. Mein Mann ist Amerikaner, kannte aber das Phänomen der Waisenzüge auch nicht – Bildungslücke geschlossen. Vielen, vielen Dank und allerbeste Grüße aus Delbrück.

Von: Julia Krandiek aus Brühl Datum: 15.10.2014

Buchhandlung: Die Buchhandlung Karola Brockmann

"Der Zug der Waisen" hat mich tief bewegt und war ein ganz toller Schmöker. Ich freue mich darauf, ihn im Weihnachtsgeschäft anzubieten! Ich hätte nur nicht das Ende in der U-Bahn lesen dürfen, denn ich musste doch ein paar Tränchen verdrücken...

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