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Die Schlafwandler Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog

Ungekürzte Lesung mit Frank Arnold

Kundenrezensionen (2)

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Hörbuch MP3-CD ISBN: 978-3-8371-2329-6

Erschienen: 16.09.2013
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"Eine Wucht." Süddeutsche Zeitung

Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden neuen Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark (Preußen) zu einer anderen Einschätzung. Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen und zeichnet das Bild einer komplexen Welt, in der gegenseitiges Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionspläne und nationalistische Bestrebungen zu einer Situation führten, in der ein Funke genügte, den Krieg auszulösen, dessen verheerende Folgen kaum jemand abzuschätzen vermochte. Schon jetzt zeigt sich, dass "Die Schlafwandler" eine der wichtigsten Neuerscheinungen zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sein wird.

(4 mp3-CDs, Laufzeit: 29h 17)

Video-Interviews mit Christopher Clark Zum Special

"Wie aus der Krise ein Krieg wurde" - Deutschlandradio Kultur

Christopher Clark auf dem Blauen Sofa der Buchmesse 2013 - zdf.de

„Frank Arnold präsentiert diesen historischen Geschichtsbestseller mit einer einprägsamen Stimme, der man gerne über viele Stunden zuhört.“

Alex Dengler, denglers-buchkritik.de (17.10.2013)

Christopher Clark (Autor)

Christopher Clark, geboren 1960, lehrt als Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharine's College in Cambridge. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte Preußens. Er ist Autor einer Biographie Wilhelms II., des letzten deutschen Kaisers. Für sein Buch »Preußen« erhielt er 2007 den renommierten Wolfson Prize sowie 2010 als erster nicht-deutschsprachiger Historiker den Preis des Historischen Kollegs.


Frank Arnold (Sprecher)

Frank Arnold, Regisseur, Schauspieler und Dramaturg, studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin. Er arbeitete u. a. mit Dieter Dorn, Luc Bondy, George Tabori und Peter Stein zusammen, und hat viele erfolgreiche Hörbücher gelesen, u. a. auch Goethe. Kunstwerk des Lebens von Rüdiger Safranski.

„Frank Arnold präsentiert diesen historischen Geschichtsbestseller mit einer einprägsamen Stimme, der man gerne über viele Stunden zuhört.“

Alex Dengler, denglers-buchkritik.de (17.10.2013)

Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz
Originaltitel: The Sleepwalkers: How Europe Went to War in 1914 (Allen Lane, Penguin Group)
Originalverlag: DVA

Hörbuch MP3-CD, 4 CDs, Laufzeit: ca. 1757 Minuten

ISBN: 978-3-8371-2329-6

€ 29,99 [D]* | € 33,70 [A]* | CHF 41,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 16.09.2013

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Ein Wissensgewinn

Von: Skaldenmet Datum: 10.12.2015

https://wissenstagebuch.wordpress.com/

Als Clarks Sachbuch zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs punktgenau 2014, 100 Jahre nach Kriegsausbruch, erschien, hagelte es Lob und Kritik gleichermaßen.

Bemerkenswert war zuerst einmal, dass sich ein australischer Historiker daran machte, ein neues Standardwerk zum Ersten Weltkrieg zu verfassen. Clark wartet mit einer nuancierten Bewertung der Kriegsschuldfrage auf und hielt sich mit einem historischen Sachbuch wochenlang auf Platz Eins der Bestsellerlisten. Die Kritiker, unter ihnen auch zahlreiche Buchblogger, bemängelten nicht etwa die durchaus vorhandene Genauigkeit und die Materialauswahl (eine schier unüberschaubare Fülle), sondern waren häufig schlicht anderer Meinung als der Autor. Besonders aus Clarks Gewichtung der Ereignisse, aus der Rolle, die er ihnen für den Kriegsausbruch beimaß, speiste sich die Kritik. Daran kann und möchte ich mir an dieser Stelle gar nicht beteiligen, denn mir fehlt schlicht die Historiker-Ausbildung, die mir erlauben würde, eine eigenständige Bewertung der von Clark verwendeten Dokumente vorzunehmen. Schon aus Problemen der Zugänglichkeit heraus, ist es wohl leichter, vergleichbar umfangreiche Werke zum gleichen Thema zu lesen, um hier bewusst mit anderen Meinungen konfrontiert zu werden. Dass Clark seine Meinung auf Grundlage der von ihm ausgewerteten Dokumente kundtut, ist als Historiker nun einmal seine Aufgabe.

Für mich war die Lektüre seines Werkes „Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“ bereichernd. Beim Lesen spürte man eine gewisse Distanz des Autors zu den Ereignissen, die vielleicht aus seiner Rolle als australischer Historiker, der sich nicht um die gerade vorherrschenden Strömungen und gewissermaßen die „Befindlichkeiten“ der europäischen und nationalen Geschichtswissenschaften kümmern muss, herrührt. Besonders beeindruckt hat mich der ausführliche und tiefgehende Einblick in die serbische Geschichte. Clark gesteht Serbien eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Kriegsausbruch zu und schildert detailverliebt die Ansichten verschiedener Nationalisten und die Planung des Attentats auf Franz Ferdinand. Für mich waren diese Feinheiten neu und lesenswert; in Serbien selbst hingegen, sorgte die komprimierte und nicht immer schmeichelhafte Darstellung der Landesgeschichte – schmeichelhaft ist bei Clarks Buch die Darstellung keiner nationalen Geschichte – für Aufregung. Interessant, wie auch noch hundert Jahre später ein Geschichtsbuch die Gemüter erregen kann.

Beeindruckend waren auch die große Anzahl der ausgewerteten Dokumente und die detaillierten Angaben der Fundstellen im Glossar, die es ermöglicht, sich bei Interesse ggf. selbst ein Bild des Sachverhalts zu machen. Clark reiht dabei nicht nur historische Fakten aneinander, auch, wenn der Text insgesamt sehr dicht ist und es sich empfiehlt, die eine oder andere Passage zweimal zu lesen. Der Autor schreibt so unterhaltsam, wie es für ein seriöses Sachbuch über die Vorgeschichte eines Weltkrieges möglich scheint. An einigen Stellen erschien mir persönlich Clarks Schreibstil aber zu locker; unangenehm aufgefallen ist hier besonders die Titulierung des jungen Zar Nikolaus als „Teenager Nicky“.

„Die Schlafwandler“ eröffnet einen weit differenzierteren Blick, als er im Schulunterricht ermöglicht wird. Denn egal, ob man den Thesen des Autors folgt oder nicht, so wird anhand des Buches deutlich, dass es durchaus möglich ist, die Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges und besonders die Schuldfrage, aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Wer also seine Geschichtskenntnisse vertiefen oder auffrischen will, ist mit der Lektüre sehr gut beraten. Um Längen zu vermeiden, ist es auch möglich, bestimmte Kapitel herauszugreifen und sich eingehender mit den Ereignissen eines bestimmten europäischen Landes zu befassen.

Zusammenhänge verstehen

Von: Anke liest Datum: 20.05.2015

www.anke-liest.blogspot.com


Wenn man sich für die Thematik interessiert, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Sehr ausführlich geht Christopher Clark auf die einzelnen Positionen ein. Zusammenhänge, die ich erst lange Jahre nach meinem Leistungskurs Geschichte zu verstehen beginne.

Christopher Clark schreibt sehr ausführlich, ohne dass er dabei unverständlich wird - daher ist das Buch nicht nur für absolute Profis zu lesen, sondern auch für mich. Ausführlich recherchiert ist es zudem, so dass man zu jedem Ereignis mindestens eine deutliche Quelle findet zum weiterrecherchieren.

Super informativ geschrieben stellt Clark Zusammenhänge derartig verständlich dar, dass ich sie endlich verstehe und das obwohl ich damals in meinem LK gar nicht schlecht war...

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