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Meine geniale Freundin Band 1 der Neapolitanischen Saga: Kindheit und frühe Jugend

Die Neapolitanische Saga (1)

Ungekürzte Lesung mit Eva Mattes

Kundenrezensionen (5)

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Hörbuch MP3-CD ISBN: 978-3-8445-2352-2

Erschienen: 01.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Bestseller Platz 14
Spiegel Hörbuch Belletristik / Sachbuch

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Eine Freundschaft als Spiegel einer Stadt, einer Nation, einer ganzen Generation

Im Alter von 66 Jahren erfüllt sich Lila einen Traum: Sie verschwindet von einem Tag auf den anderen. Zurück bleibt ihre beste Freundin Elena und schreibt ihre gemeinsame Geschichte nieder: In den 1950er Jahren wachsen sie am Rande Neapels auf. Elena erzählt vom Alltag der kleinen Leute, vom Zugschaffner Donato, der Gedichte schreibt, vom tyrannischen Don Achille, von den Solara-Brüdern, die sonntags mit ihrem Auto den Corso abfahren. Von Mädchenträumen und erster Liebe. Doch auch wenn ihre Lebenswege nicht parallel verlaufen, da Elena das Gymnasium besuchen darf, als Lila schon auf ihre Hochzeit zusteuert, bleibt eines unverbrüchlich: ihre Freundschaft.

Theater- und Filmschauspielerin Eva Mattes leiht Elena ihre Stimme.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 11h 43)

"Eine Lesung, bestens geeignet für eine Autofahrt in die geschundene, schöne Stadt Neapel."

Jens Bisky in der Süddeutsche Zeitung (29.11.2016)

HÖRBÜCHER ZU DEN ROMANEN VON ELENA FERRANTE

Die Neapolitanische Saga

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Elena Ferrante (Autorin)

Elena Ferrante ist das Pseudonym einer in Neapel geborenen Schriftstellerin. Sie hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans Lästige Liebe 1992 für die Anonymität entschieden. Später veröffentlichte sie Tage des Verlassenwerdens und Die Frau im Dunkeln. Ihre Neapolitanische Saga umfasst Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege sowie Die Geschichte des verlorenen Kindes. Für den vierten und letzten Band der Reihe stand sie auf der Shortlist für den Man Booker International Prize.


Eva Mattes (Sprecherin)

Eva Mattes, 1954 in Tegernsee geboren, hatte schon mit zwölf Jahren erste Auftritte im Film und am Theater. Große Filmrollen erhielt sie 1970 in Michael Verhoevens Anti-Vietnamfilm "o.k." und 1971 in Reinhard Hauffs "Mathias Kneissl". Für beide Filme wurde sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet, machte damit Rainer Werner Fassbinder auf sich aufmerksam und erspielte sich unter seiner Regie ihren Ruf als eine der profiliertesten Darstellerinnen des jungen deutschen Films. Aber sie blieb dem Theater treu. 1981 etwa glänzte sie in Zadeks Shakespeare-Inszenierung "Der Widerspenstigen Zähmung".
1994 wurde Mattes fünftes Direktoriumsmitglied am Berliner Ensemble, neben Peter Zadek, Heiner Müller, Fritz Marquardt und Peter Palitzsch. Nach dem Weggang Zadeks 1995 legte sie ihren Direktionsposten am BE nieder, blieb aber als Schauspielerin im Ensemble. In Helma Sanders-Brahms' moderner Fassung von "Tausendundeine Nacht" spricht sie die Schah-Razade. Zuletzt las sie für den Hörverlag "Das Siegel der Tage" (2008) von Isabel Allende. Eva Mattes ermittelte jahrelang als Kommissarin Klara Blum für den Konstanzer "Tatort".

"Eine Lesung, bestens geeignet für eine Autofahrt in die geschundene, schöne Stadt Neapel."

Jens Bisky in der Süddeutsche Zeitung (29.11.2016)

03.05.2017 | 16:00 Uhr | Nordhausen

Lesung aus Elena Ferrantes Neapolitanischer Saga

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Stadtbibliothek Nordhausen
Markt 1
99734 Nordhausen

09.05.2017 | 19:30 Uhr | Bremen

Lesung in deutscher und italienischer Sprache aus Elena Ferrantes Roman "Die Geschichte eines neuen Namens"

Mitglieder der Deutsch-Italienischen Gesellschaft e.V. leihen Elena Ferrante ihre Stimme

Einführung: Professor Dieter Richter

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Buchhandlung Storm GmbH
Langenstraße 11
28195 Bremen

Tel. 0421/321523, storm@storm-bremen.de

17.05.2017 | 19:30 Uhr | Alzey

Carola Cernavin leiht Elena Ferrante ihre Stimme und liest aus "Die Geschichte eines neuen Namens"

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24.05.2017 | 20:15 Uhr | Braunschweig

Eva Mattes liest Auszüge aus Elena Ferrantes Neapolitanischer Saga.

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Buchhandlung Graff GmbH
Sack 15
38100 Braunschweig

Tel. 0531/480890, infos@graff.de

28.05.2017 | 11:00 Uhr | Fellbach

Im Rahmen des Europäischen Kultursommers:
Silvia Maria Passera leiht Elena Ferrante ihre Stimme und liest aus "Meine geniale Freundin"

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Stadtbücherei
Berliner Platz 5
70734 Fellbach

heike.krockenberger-mauel@fellbach.de

08.06.2017 | 19:30 Uhr | Wiesbaden

Renate Krohn leiht Elena Ferrante ihre Stimme und liest aus "Die Geschichte eines neuen Namens"

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Literaturhaus Villa Clementine
Frankfurter Straße 1
65189 Wiesbaden

Tel. 0611/315745, literaturhaus@wiesbaden.de

27.06.2017 | 20:00 Uhr | Marburg

Lesung in deutscher und italienischer Sprache

Den italienischen Part lesen Tobias Fritzsche und Lucia Jorno

Moderation: Marco A. Cristalli (Philipps-Universität Marburg)

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TTZ Marburg
Softwarecenter 3
35037 Marburg

19.08.2017 | 19:00 Uhr | Hude

Gabriele Möller-Lukacz liest aus Elena Ferrantes "Meine geniale Freundin"

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Klostermuseum Hude
Von -Witzleben-Allee 1A
27798 Hude

13.10.2017 | 19:30 Uhr | Marbach

Markus Schneider und Claudia Werning lesen aus Elena Ferrantes Neapolitanischer Saga, 1-4

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Buchhandlung Taube In der Wendelinskapelle Inh. Markus Schneider e.K.
Marktstraße 2
71672 Marbach

Tel. 07144/8872788, marbach@buchhandlung-taube.de

10.11.2017 | 20:00 Uhr | Lauf

Im Rahmen der Literaturtage Lauf

Eva Mattes liest aus Band 3 der neapolitanischen Saga, "Die Geschichte der getrennten Wege"

Begrüßung: Renate Grabmaier

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Bertleinaula
Martin-Luther-Str. 2
91207 Lauf

17.11.2017 | Herborn

Karin Krieger liest aus Elena Ferrantes "Die Geschichte des verlorenen Kindes" und spricht über ihre Übersetzungsarbeit an der Neapolitanischen Saga

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Schlosshotel Herborn
Schlossstraße 4-6
35745 Herborn

Übersetzt von Karin Krieger
Originalverlag: Suhrkamp Verlag

Hörbuch MP3-CD, 1 CD, Laufzeit: 703 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2352-2

€ 22,99 [D]* | € 25,80 [A]* | CHF 32,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 01.09.2016

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Tiefgründige Geschichte mit einer ordentlichen Portion Italien!

Von: Emma Zecka Datum: 25.04.2017

ge-h-schichten.blogspot.com

Gestaltung
Meine geniale Freundin wird von Eva Mattes gelesen, die viele von euch wahrscheinlich als Schauspielerin kennen. Mir sagte sie nur vom Namen her was. Ich hatte aber das Gefühl, dass sie hier eine gute Sprecher Wahl sein könnte. Und ich habe mich nicht getäuscht.
Eva Mattes kommt definitiv auf die Liste meiner Lieblingshörbuchsprecherinnen. Sie hat Elena Ferrantes Roman einfach - um beim Titel zu bleiben - genial vertont. Ihre Stimme passt perfekt zu der Geschichte. Sie schafft es, die Feinheiten von Meine geniale Freundin gut zu transportieren, ohne die Geschichte zu überladen. Außerdem hat sie eine tolle Betonung der italienischen Namen und Ortschaften.

Inhalt
Der Klappentext fasst Meine geniale Freundin beinahe ziemlich gut zusammen und erwähnt so, auf was man sich bei der Lektüre einlässt. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Warum beinahe? Lest weiter!
Elena Ferrante führt gleich zu Beginn ihres Romanes eines meiner Lieblings Stilmittel ein: Sie erzählt die Geschichte in der Geschichte. Wir lernen Protagonistin Elena kennen, die einen Anruf von dem Sohn ihrer besten Freundin bekommt. Der Sohn ist mittlerweile erwachsen. Dennoch macht er sich große Sorgen. Seine Mutter Lila ist spurlos verschwunden. Nicht etwa, weil sie entführt wurde. Elena und der einsam zurückgebliebene Sohn müssen davon ausgehen, dass Lila freiwillig abgetaucht ist. Nun stellt sich die erste Frage: Warum?
Elena fasst einen Entschluss: Sie schreibt die Geschichte von Lila und ihrer Freundschaft nieder. In Meine geniale Freundin nimmt die Trilogie ihren Anfang.

Weder der Titel noch der Klappentext lassen erahnen, dass die Freundschaft der beiden nicht immer harmonisch abläuft. Immer wieder ist ihre Beziehung von einer Hassliebe geprägt. Während sie einerseits tiefsinnige Gespräche führen und sich so gut es geht unterstützen, bricht auf der anderen Seite ein Wettstreit aus.

Ich-Erzählerin Elena identifiziert sich über Lila. Sie möchte nicht nur genauso gut sein, wie ihre beste Freundin, sondern in manchen Bereichen sogar glänzen und das Ziel vor ihrer Freundin früher erreichen. Wenn Lila ihr einen Schritt voraus ist, wertet Elena ihre eigenen Leistungen ab und hat das Gefühl, das ihr Leben, im Vergleich zu Lilas, belanglos und unwichtig ist.

Lila hingegen weiß schon früh, was sie will und ist sehr zielstrebig. Zudem ist sie auch unheimlich dickköpfig, was vielleicht auch mit dem italienischen Temperament zusammenhängt, ich bin mir da nicht so ganz sicher :-). Immer wieder gibt es Momente, in denen Lila Elena fördert und versucht das Beste aus ihr herauszuholen. Nur um ihr dann, nach Erreichen des ersten Etappenziels einen kleinen Stich zu versetzen.

Anfangs machten mich diese Szenen wahnsinnig: Die eine, die ständig besser sein möchte, als die andere und so weiter und so fort. Dann wurden die beiden älter und Elena Ferrante zeigte uns weitere Facetten der beiden Protagonistinnen. Ich bekam die Möglichkeit hinter Lilas Fassade zu blicken. Und das machte die Protagonistin, die ich eben noch für arrogant gehalten hatte, plötzlich ziemlich interessant.

Spannung
Elena Ferrante spinnt hier einen guten Spannungsbogen. Die Handlung ist ausgeglichen. Es gibt keinen Moment, an dem die Geschichte vor sich hin plätschert und nichts passiert. Immer ist irgendetwas los. Entweder im Innenleben der Charaktere oder im Äußeren.
Schon bei Meine geniale Freundin wird eine ausführliche Geschichte erzählt. Als das Hörbuch auf das Ende zusteuerte, fragte ich mich, wie Elena Ferrante das wohl hinbekommen würde, ohne die Geschichte mitten im Satz zu beenden. Aber sie hat es geschafft: Und die Vorfreude auf den zweiten Band ist sehr groß.
Dennoch ertappte ich mich dabei, wie ich gegen Ende etwas den Überblick verlor. Ich hatte Mühe wichtige Charaktere auseinanderzuhalten. Allerdings glaube ich, dass sich dieses Problem mit der Zeit auch gibt.

Schreibstil
Elena Ferrante hat einen tollen Schreibstil. Dieser Satz ist jetzt so wahnsinnig informativ, aber ich weiß nicht genau, wie ich diesen Schreibstil in Worte fassen soll. (Dann lass es doch einfach, wenn dir nichts einfällt...).
Die Autorin bringt mit ihrer Art, Meine geniale Freundin zu erzählen, ein Stückchen Italien direkt zum Leser nach Hause. Ich mochte die Beschreibungen der Dorfbewohner, die auf ein temperamentvolles Viertel schließen lassen sowie die Dialoge der Charaktere.
Ich hatte wahrhaftig das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein und wäre gerne noch ein bisschen länger bei Elena und Lila in Italien geblieben.

Gesamteindruck
Wie oben bereits erwähnt wurde mir das Buch von einem Leser dieses Blogs empfohlen. Als ich dann bei der Buchmesse erfuhr, dass ein Großteil von Meine geniale Freundin von dem Wettstreit zwischen Lila und Elena handeln sollte, wurde ich etwas misstrauisch. Ich war mir nicht sicher, ob das Buch was für mich ist, obwohl ich diese Identifikation der Protagonistin über ihre Freundin nachvollziehen konnte.
Letztendlich war ich vom Inhalt wirklich positiv überrascht..
Natürlich spielt der Wettkampf zu Beginn der Geschichte eine große Rolle. Doch je älter die Freundinnen werden, desto stärker kommen die anderen Elemente zur Geltung, die im Klappentext so treffend beschrieben werden.

Mit Meine geniale Freundin hat Elena Ferrante den tollen Auftakt einer neuen Buchreihe geschaffen, die in verregneten Frühlingstagen etwas italienisches Flair nach Hause bringt.

"Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante

Von: paper.and.poetry Datum: 07.01.2017

https://paperandpoetryblog.wordpress.com/

Zugegeben, zunächst konnte ich mit „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante so gar nichts anfangen. Die vielen Charaktere und deren ähnlich klingenden Namen verwirrten mich endlos und die Geschichte gefiel mir nicht. Ein weltweiter Bestseller, ein im Internet gehyptes Phänomen, das #FerranteFever, viele Freunde und Buchblogger, die fast alle Begeisterung zeigten und ich fand es blöd? Gründe genug, um einen Zweitversuch zu starten. Ich entschied mich also für die Hörbuchfassung aus dem Hörverlag, gelesen von Eva Mattes – und siehe da, das #FerranteFever infizierte nun auch mich. Die ruhige, aber dennoch ausdrucksstarke, an den richtigen Stellen lauter werdende und die Tonart anpassende Stimme der erfahrenen Schauspielerin konnte mich vollends ins Neapel der fünfziger Jahre beamen und mitten hinein in die Geschichte von Lina, Elena und all den anderen Bewohnern des Riones. Aber worum genau geht es nun in der vierteiligen, über alle Kontinente gefeierten Saga?
Elena (die fiktive Ich-Erzählerin des Werkes) und Lina (auch Lila genannt) sind von klein auf beste Freundinnen, sie haben so ziemlich alles miteinander erlebt und durchgemacht, was man als Freundinnen, aufgewachsen im Rione, einem ärmlichen Viertel Neapels der fünfziger Jahre, so erlebt. Gewalt, Unterdrückung, Neid, Missgunst, familiäre Streitigkeiten, Armut, Dreck, Schmutz und Elend. Sie träumen davon, es einmal besser zu haben. Ein gesichertes Leben voll Liebe, Zuversicht, Anerkennung, Freude und Reichtum. Dabei sind beide Mädchen von grundauf verschieden. Lina, als die aufbrausende Tochter eines Schusters und Elena, als die eher zurückhaltende Tochter eines Pförtners, beide nach Bildung strebend, beide sich gegenseitig überbieten wollend. Das Leben im Rione macht aus den Freundinnen rivalisierende Kämpferinnen und führt sie dann wieder zusammen. Immer und immer wieder. Von der Jugend, über das Erwachsenenalter bis in die heutige Zeit, in der Lina plötzlich verschwunden ist und die Geschichte um „Meine geniale Freundin“ startet. Warum verschwindet Lina plötzlich? Was ist passiert? Gibt es Gründe aus ihrer Vergangenheit, die zu ihrem Verschwinden führen? Elena nimmt sich dieser Fragen an und erzählt. Erzählt die Geschichte von ihnen beiden, in einer Welt, in der sie sich nicht nur gegenüber strenger Regeln, alten Ordnungen und brutalen Männern behaupten müssen.

Hauptsächlich dominiert wird die Tetralogie einerseits durch die Freundschaft zwischen Lina und Elena, die permanent zwischen Harmonie und Rivalität schwankt, sowie des Phänomens des „bösen Mannes“. Lina und Elena treffen immer wieder auf Männer, die betrügen, die schlagen, die lügen, (ihre) Frauen und Töchter schlecht behandeln, die sozusagen dem gängigen, stereotypen Bild eines „starken Mannes“ (nicht nur, aber auch) in den fünfziger Jahren entsprechen. Denn: Ein netter Mann gilt als verweichlicht, als ein, wie man ihn heute bezeichnen würde, Pantoffelheld. Die Freundinnen müssen sich der harten Realität stellen, dass Frauen in den Augen der meisten Männer wenig(er) wert sind und daher umso härter um Anerkennung kämpfen müssen. Beide, Lina und Elena, sind sture, unnachgiebige Mädchen, die zu sturen und unnachgiebigen Frauen heranwachsen, aber sie müssen auch einstecken. Von Vätern, von Vätern ihrer Freunde, von ihren Freunden, von Brüdern und Verlobten und späteren Ehemännern. Das Leben im Neapel der fünfziger Jahre ist also, nicht nur für Lina und Elena, alles andere als leicht.
Als Leser folgt man dieser Geschichte teils erstaunt, teils bedrückt, teils fassungslos, aber immer gespannt auf das, was da noch kommt. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich immer mal wieder eine der Personen, besonders Elena, anbrüllen oder ihr Ratschläge geben wollte, manchmal schüttelte ich auch einfach nur den Kopf angesichts der vielen Dinge, die Elena macht und die man ihr ausreden möchte. Das ist das Schöne an dieser Form der Ich-Erzählung. Man kann die Protagonistin bis ins kleinste Detail verstehen, man kann und muss ihre Handlungen nicht nachvollziehen können, aber man kann sich einfühlen und das macht enorm viel Spaß, denn dann ist man wirklich angekommen. Angekommen in der Geschichte von Lina und Elena im Neapel der Fünfziger. Ich bin jetzt schon ganz gespannt, wie es in „Die Geschichte eines neuen Namens“ weitergeht und kann die Fortsetzung kaum erwarten.

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