Mord in Sunset Hall

Roman

Gekürzte Lesung mit Anna Thalbach
Hörbuch MP3-CD (gekürzt)
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Neues von der Bestsellerautorin (»Glennkill«, »Gray«): eine hinreißende Senioren-WG ermittelt

Eigentlich hat Agnes mit ihren Dritten, der Hüfte, Hörproblemen, dem Treppenlift, der yogaversessenen Edwina, dem Marschall, Hettie der Schildkröte und den anderen Mitgliedern ihrer verschrobenen Senioren-WG genug um die Ohren.

Doch dann liegt ihre Mitbewohnerin Lillith erschossen im Gartenschuppen, und im Nachbarhaus fällt die reiche und unbeliebte Mildred einer Kugel zum Opfer. In ihrem kleinen englischen Dorf geht der Tod um, und er scheint es auf alte Damen abgesehen zu haben! Einfach nur ein misslungener Raubüberfall – oder ist es etwa die Vergangenheit, die nun ihre langen dunklen Finger nach Agnes ausstreckt?


Originalverlag: Goldmann HC
Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 1 CD, Laufzeit: 8h 40min
ISBN: 978-3-8445-3734-5
Erschienen am  25. Mai 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Senioren-WG klärt mehrere Morde auf...

Von: Vanessa

17.07.2020

Ich habe von Mord in Sunset Hall von Leonie Swann das Hörbuch gehört. Agnes Sharp ist schon etwas älter als sie Lilith kennenlernt. Beide beschließen gemeinsam eine etwas andere WG zu gründen: Eine WG für Senioren. Inzwischen leben die beiden schon für einige Zeit zusammen, aber mit ihnen leben noch Bernadette, Edwina, der Marschall und Winston zusammen in einem Haus. Außerdem lebt noch Hettie bei ihnen, ihre Schildkröte. Der Roman setzt mit einer Toten, die im Schuppen liegt, ein, über die Hettie stolpert. Lilith wurde im Gartenschuppen ermordet. Doch sie ist nicht die einzige, die in dem kleinen Dorf in kurzer Zeit stirbt, denn auch Mildred Puck wird kurz darauf tot auf ihrer Veranda gefunden. Dort wurde auch sie erschossen und ist langsam verblutet. Wie sich langsam herausstellt wurde auch Mildred erschossen und sogar mit der gleichen Waffe wie Lilith, aber das ergibt alles keinen Sinn. Außerdem bekommt Sunset Hall noch eine neue Mitbewohnerin: Charlie (genau genommen eigentlich zwei, denn Brexit, ihr Hund, zieht auch noch). Gemeinsam will die skurrile, kleine Hausgemeinschaft nun herausfinden, was er mit den beiden Morden auf sich hat. Als plötzlich auch noch die Waffe, mit der Lilith erschossen wurde, auf ihrem Küchentisch liegt und niemand den Bringer der Waffe gesehen hat, wird die Angelegenheit persönlich. Bei ihren Ermittlungen kommen ihnen allerhand seltsame Leute unter: Sie beginnen ihre Spur beim dorfbekannten Kaffeetreff, weil sie sich dort Informationen erhoffen, doch nachdem Hettie verschwindet, findet nur Bernadette noch eine Freundin, Rosie, die Agnes später für eine Verdächtige hält. Außerdem lernen sie einen nächtlichen Einbrecher näher kennen: Sparrow steigt in ihr Haus ein, um sie auszurauben, doch das wissen die alten Herrschaften zu verhindern. Wie sich herausstellt, kundschaftet der Liftreparateur, der auch ihren Treppenlift repariert hat, die Häuser, in denen er arbeitet aus, und kommt dann nachts wieder und klaut ein bisschen was aus den jeweiligen Haushaltskassen. Da die Bewohner aus Sunset Hall allesamt interessante Berufe hatten, helfen sie ihm ein bisschen auf die Sprünge und zeigen ihm, wie man in Häuser richtig einbricht, ohne sich von einem Haufen Senioren schnappen zu lassen. In der Folge hilf er Agnes später aus der Patsche und bricht für die Senioren sogar in ein Haus ein, in dem eine weitere Ermordete liegt. Olive wurde ebenfalls ermordet und sie wurde von ihren Katzen in der Folge übel zugerichtet. Sparrow schießt für die Senioren ein paar Bilder, aber natürlich muss die Frau noch offiziell gefunden werden. Mit einem Trick schafft es Agnes, dass jemand anders die tote Olive findet und so gibt es ein drittes Opfer, obwohl die Bewohner von Sunset Hall natürlich noch mehr Informationen haben, die dem Leser bzw. Hörer erst nach und nach zur Verfügung gestellt werden. Agnes schweift immer wieder in ihre Vergangenheit mit ihrer Zwillingsschwester ab und wird zu dem kleinen Mädchen mit der sauberen und ordentlichen Kleidung und den zwei Zöpfen. Hier wird deutlich, dass der geistige Zustand sämtlicher Bewohner in Sunset Hall nicht mehr der beste ist und in jedem Gedächtnis hin und wieder Lücken auftreten, Sachen durcheinander gebracht werden und das Verhalten bisweilen recht unverständlich wird. Außerdem überwältigt Edwina eines Tages den Polizisten, der in dem Fall ermittelt, weil er Agnes verdächtigt und es einfach nicht einsehen will, dass Agnes unschuldig ist. Edwina weiß sich nicht anders zu helfen als den jungen Mann in den Kohlenkeller zu sperren und will ihn erst wieder herauslassen, wenn er einsieht, dass Agnes unschuldig ist. Um ihn letztendlich loszuwerden, streichen die Bewohner von Sunset Hall den Kellerraum und richten ihn gemütlich als geheimes Fernsehzimmer ein, außerdem setzen sie den Polizist unter Drogen und setzen ihn im Garten aus, damit es so wirkt, als wäre er dort alleine hingekommen. Der Polizist sagt zwar aus, dass er von der Senioren-WG gefangen gehalten wurde, aber da es dafür keine Beweise gibt, glaubt man ihm nicht. Natürlich löst Agnes das Rätsel um die Morde, die Opfer und den Täter, aber als sie zum Tee zum Mörder fährt, brennt dieser das Haus nieder. Nicht nur Agnes muss jetzt aus den Flammen entkommen, sondern auch Nathan, der Enkel des Marschalls, der sie gerade besucht, muss gefunden und gerettet werden… Wie ich oben schon schrieb, habe ich das Hörbuch zu Mord in Sunset Hall von Leonie Swann gehört. Ich muss leider gestehen, dass mir Glennkill und Garou natürlich etwas sagen, und ich auch die Cover kenne, aber ich habe die Bücher nie gelesen. Fangen wir mit der inhaltlichen Ebene an und ich gehe nachher noch auf die mediale Ebene ein: Die Geschichte um Agnes und ihre Hausgemeinschaft entwickelt sich am Anfang sehr langsam. Agnes hat den Verdacht, dass sich der Mörder in ihrer Nähe aufhält und ermittelt vor allem im Dorf. Doch eigentlich passiert ermittlungstechnisch in der Wohngemeinschaft nicht so viel. Die einzige, die wirklich ermittelt ist Agnes, die anderen halten sich eher zurück. Der Erzählstil passt zu dieser langsam Entwicklung und zu den bisweilen etwas vergesslichen Bewohnern: Die Charaktere hatten alle so ihre Eigenarten: Winston, der immer einen Schokoriegel zur Hand hat, Bernadette, die für ihr Leben gerne nascht, Edwina, die ständig Yoga macht oder Hettie versorgt und Charlie, die sich als neue Mitbewohnerin erst einmal in die Gemeinschaft einfügen muss. Der Marschall wird langsam vergesslich und verlegt den Revolver mit dem Lilith erschossen wurde und Agnes ist auch nicht mehr 100%ig klar im Kopf, da sie ihre Medikamente heimlich abgesetzt hat. Aber gerade diese Eigenheiten machten die Charaktere alle sehr liebenswert und es ist der Erzählerin wunderbar gelungen zu zeigen mit welchen Problemen die älteren Detektive zu kämpfen haben. Vor allem wenn es darum ging, dass der Kopf manche Sachen zusammenschmeißt und es nicht geling einzelne Beweise zu trennen und Aussagen festzuhalten, aber auch wenn es darum geht zu ermitteln: Mit dem Mörder kämpfen bei den begrenzten körperlichen Kräften? In den zweiten Tatort einsteigen und sich dort umkommen und Hinweise sammeln? Von der Polizei Ernst genommen werden? Alles wichtige Aspekte, die auch gesellschaftlich relevant sind, weil man hier mal gemerkt hat, wie häufig ältere Menschen für verrückt, geistig eingeschränkt und verschroben gehalten werden, als Zeugen nicht für glaubhaft gehalten werden und somit aufgrund ihres Alters diskriminiert werden. Die Probleme, die die WG aufgrund ihres Alters hat, sind natürlich vielfach bekannt, aber manche Sachen, waren mir gar nicht so bewusst. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch auf die Idee der Senioren-WG eingehen: Agnes und Lilith haben die Idee, eine Senioren-WG zu gründen, weil sie nicht alleine im Altersheim sitzen wollen und dort dann nicht mehr die Chance haben, über ihr eigenes Leben zu bestimmen. So gründen sie eine WG, weil sie davon ausgehen, dass selbst wenn sie nicht mehr ganz so fit sind, sie sich dennoch gegenseitig unterstützen können und gemeinsam noch alles auf die Reihe kriegen. Das wird im Dorf nicht gerne gesehen (sie werden als Hippies angesehen), was sie allerdings nicht von ihrem Vorhaben abhält. Der Vorteil an der WG ist, dass sie gegenseitig aufeinander achten und ein kleines schwarzes Buch haben, in dem drin steht, ab wann wer von ihnen nicht mehr weitermachen möchte. Soweit zum inhaltlichen, kommen wir nun zum medialen: Bei dem Hörbuch, das ich gehört habe, handelt es sich um die gekürzte Fassung, gelesen wurde sie von Anna Thalbach. Als ich anfing das Hörbuch zu hören, war ich wirklich genervt von der Stimme und habe mir kurz überlegt, ob ich das Hörbuch nicht unterbrechen sollte. Aber wenn man mal die ersten Kapitel durchgehalten hat, ist man sehr begeistert von der Sprecherin; ging zumindest mir so. Thalbach schafft es die Stimmung sämtlicher Persönlichkeiten in der WG, im Dorf, ja sogar die, der Polizisten, rüberzubringen. Sie spricht Agnes genauso überzeugend wie Edwina, und bringt die unterschiedlichen Charaktere in ihrer Stimme wirklich gut rüber. Sie schafft es sogar, meiner Ansicht nach, die Charakterisierung durch ihre Stimme vorzunehmen, und zu unterstützen. Zusätzlich zu den erwachsenen und älteren Charakteren, spricht sie auch noch Nathan, den Enkel des Marschall, den sie genauso überzeugend rüberbringt und der mir dann wirklich ans Herz gewachsen war. Insgesamt konnte mich Der Mord in Sunset Hall von Leonie Swann nicht vom Hocker reißen, aber vor allem durch Anna Thalbachs Stimme hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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Senioren-Krimi mit viel englischem Countryside-Flair

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de

14.07.2020

Nachdem Leonie Swann schon verschiedene Tiere in ihren Romanen ermitteln ließ, ist es dieses Mal eine Senioren-WG, die sich mit Hüftleiden, Arthritis und Gedächtnisschwund daran macht, gleich mehrere zusammenhängende Fälle in ihrem eigenen Umfeld zu lösen. Unterstützt werden sie dabei von Agnes’ Enkel Nathan, dem Hund Brexit und der Schildkröte Hettie. So betulich, wie das jetzt klingt, ist Swans Krimi aber beileibe nicht. Sie spricht auch ernste Themen wie Demenz und Schizophrenie, die zweifelhaften Zustände in vielen Altersheimen und nicht zuletzt die Unerbittlichkeit des Alterns selbst an. So ist “Mord in Sunset Hall” ein ebenso unterhaltsamer wie hintergründiger Krimi mit viel englischem Countryside-Flair, hervorragend erzählt von Anna Thalbach, deren Intonierung die Figuren mehr als lebendig werden lässt.

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Vita

Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen „Glennkill“ und „Garou“ gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und Blauregen in England.

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Anna Thalbach ist 1973 in Ost-Berlin geboren und international bekannt als Künstlerin von Film, Fernsehen und Theater. Als Hörbuchsprecherin und Interpretatorin gefragt, wurden ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Deutschen Hörbuchpreis.

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