Der Bücherdrache

Eine Erzählung aus Zamonien

Ungekürzte Lesung mit Andreas Fröhlich

Bestseller Platz 7
Spiegel Hörbuch Belletristik / Sachbuch

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Die Buchlinge sind wieder da!

In den Katakomben von Buchhaim erzählt man sich die alte Geschichte vom sprachmächtigen Bücherdrachen Nathaviel, den kein Buchling je gesehen hat. Die Legende sagt, der Drache sei die Belesenheit selbst. Der kleine Buchling Hildegunst Zwei, benannt nach dem zamonischen Großschriftsteller Hildegunst von Mythenmetz, macht sich eines Tages auf den Weg in den Ormsumpf, wo der Drache hausen soll. Für diese Mutprobe muss er zum ersten Mal seine geliebte Heimat, die Lederne Grotte, verlassen. Er wagt sich in Bereiche der Katakomben, in denen es von Gefahren nur so wimmelt, und ahnt nicht, dass die größte Gefahr vom Bücherdrachen selber ausgehen wird.

Gelesen von Andreas Fröhlich.

(4 CDs, Laufzeit: ca. 4h 25)

»So wunderbar das Buch ist, so herausragend ist das zugehörige Hörbuch«

Bremer Nachrichten (11. April 2019)

Originalverlag: Penguin HC
Hörbuch CD, 4 CDs, Laufzeit: 4h 25 min
ISBN: 978-3-8445-3323-1
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein wilder Ritt, ein lebensgefährliches Abenteuer

Von: Petras Bücher-Apotheke

21.04.2019

Das Wissen all jener Bücher in denen es sich gewälzt hat, hatte es aufgesogen. Als Orakel zog man es einst zu Rate. Sein Schuppenpanzer war über und über mit kostbaren Büchern verwachsen. Und der Legende nach lebte es in den Katakomben der Bücherstadt Buchhaim. In Zamonien, wo ich bis dato noch nie wahr. Ein wenig bang ist mir schon gewesen, beim Abstieg hinab in die Lederne Grotte, ein bisschen muffig roch es hier auch und es ist ganz schön finster. Aber unerschrocken tastete ich mich immer weiter voran: Der Bücherdrache (Walter Moers) alias Hildegunst von Mythenmetz "Alles was wir sehen und schauen ist nur ein Traum in einem Traum". (Textzitat) Mit einer einzigen Frage fing alles an. Mit einer Frage für den Bücherdrachen. Die sollten sie sich ausdenken, die Schüler der Schulkasse um den Buchling Hildegunst Zwei. Und zu allererst, dass müssen wir gleich einmal klar stellen: Den Bücherdrachen gibt es wirklich. Mit dieser Aussage nähern sich Hildegunst Zwei sechs ältere Klassenkameraden, die bereits eine schulische Ehrenrunde gedreht haben und die sich wissend geben, ja, den Drachen selbst schon gesehen haben wollen. Und Hildegunst Zwei schwankt prompt zwischen Schock und Faszination. Wenn er dafür eine Prüfung bestehen musste, na dann ... Immer am Bernsteinbach entlang, dann hinter den Smaragdbäumen links und über die sich anschließende Granittreppe in die Tiefe. Diese Wegbeschreibung zum Ormsumpf klang doch gar nicht so kompliziert. Man durfte sich nur nicht im Kristallglas verirren, das konnte einen so übel schneiden ... Was für eine Aufnahmeprüfung! Du meine Güte! In diesem Sumpf geht es wahrhaftig unheimlich zu! Wir waten an der Seite von Hildegunst Zwei durch ein Sumpfmeer von Büchern, das so gut auch nicht riecht. Wollen das Wesen, das sich entschieden hat hier zu hausen, je länger wir laufen, doch nicht mehr treffen. Mythos hin oder her, Orakel rauf oder runter. Mission und Ritual gut und schön, man wird es sich doch wohl auch nochmal anders überlegen dürfen? Oder? Zu spät ... Der Boden unter uns wird immer weicher, das müssen Treibsandbücher sein! Vorbei an Bäumen voll mit erhängten Büchern, vermodernden Regalen ganzer Bibliotheken. Das Wasser fluoresziert grün und Insekten hat es hier, die man sonst noch nie gesehen hat und denen ich auch nicht so wirklich begegnen wollte. Fische mit Beinen und Schlangen ohne und allerlei anderes unglaubliches Getier. Von ausgeschütteten Herzen, Schuppensuppe und großem Mut. Von Schatzsuchern, Bücherfieber und von Plündern. Und über allem schwebt das Orm, ein umfassendes, mächtiges Wissen, von ihm wird man beseelt. Wahre Räusche kann es verursachen, die einen in die Lage versetzen, ganze Romanzyklen zu schreiben. Davon hätte ich ja auch gerne ein paar Tropfen! Sprechende, singende Schatten. Und während wir noch überlegen, wie viele Beine dieses Ungetüm hat und wie groß es wirklich ist, beginnt es auch schon zu philosophieren und plaudert mit uns über seine wilde Jugend, gut, ein paar Jungfrauen hatte er schon auch verkostet, Angst und Schrecken verbereiten war ja schließlich auch sein Job als Drache. Nicht? In der Folge aber lauerte man ihm auf, beschoss ihn, mit allem was zu Gebote stand, wohl wissend, dass junge Drachenhäute noch verwundbar waren. So war er schließlich unter der Erde gelandet, wer konnte ihm das auch verdenken? Das sich seine so geplante Auszeit bis zum heutigen Tage verlängert hatte, irgendwie schleichend war sie zu einem Daueraufenthalt geworden. Hier unter dem Midgardgebirge, in der Untenwelt war es ja auch keineswegs öde. Wasserfälle, Seen und Kristallwälder, alte Minen besichtigte er auf seinen Wanderungen, bis er dann im Ormsumpf irgendwie stecken blieb und bis auf, ja bis auf die Einsamkeit, war das im Grunde auch eine attraktive Sache. "Jawohl, mein kleiner Freund: Es gibt ein Zwischenreich zwischen Schönheit und Schmerz, welches man Melancholie nennt". (Textzitat) Aus berufenem Munde erfahren wir von Drachenkarrieren, Dichtern, Denkern und zamonischen Wissenschaftlern, denn der Buchling Hildegunst Zwei memoriert das Gesamtwerk von Hildegunst von Mythenmetz, deshalb trägt er sogar seinen Namen und wir können ihn also fraglos als Experten betrachten. Ich bin wirklich froh, dass er es war, der mich bei meiner ersten zamonischen Reise an die Hand genommen hat. So konnte ich mich auch bei unserer Begegnung mit dem Bücherdrachen etwas im Hintergrund halten und man hörte hoffentlich nicht, wie mir die Zähne klapperten. Von gestohlenen Drachenschuppen und Befreiungsaktionen. Zwischen Schlammblasen werden gute Fragen gestellt, eigentlich die besten, die selbst das Orakel zögern lassen, die geheimsten Wünsche offen gelegt. Von Momenten der äußersten Entschlossenheit. Von Bücherjägern, leuchtenden Nebeln und Schwärmen von Irrlichtern. Ein wilder Ritt, ein lebensgefährliches Abenteuer, überbordend, ideenreich und fantasievoll erzählt, leidenschaftlich und lebendig vorgetragen von Andreas Fröhlich, mit dem Deutschen Hörbuchpreis wurde er erstmal 2010 ausgezeichnet, 2018 dann erneut als Bester Interpret, ebenfalls für einen Moers Titel. Neben diesen erfolgreichen Interpretationen leiht er auch als Synchronsprecher u.a. John Cusack und Edward Norton seine Stimme. Er zischt und faucht er als Drache Nataviel, das es eine Freude ist, in dieser Geschichte, die wie gemacht ist, um vorgelesen zu werden. Ich habe mich ja bewusst für das Hören entschieden und war dann aber schon ein bisschen traurig, weil alle immer so von den Illustrationen schwärmen, die Moers seinen Büchern schenkt. Als das Hörbuch dann bei mir eintraf war ich baff, auch hier gibt es in einem Booklet begleitend seine großartigen Zeichnungen. Man muss also nicht verzichten. Im Gegenteil, die CDs sind in einem schicken Kartonkästchen, welches rundum in das Cover gekleidet ist verpackt. Ein kleiner Schatz ist das geworden, schaut mal, eine Kostprobe habe ich zusammengebastelt (Foto auf dem Blog): Walter Moers, Autor und Schöpfer des Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz, den er seine zamonischen Abenteuer schreiben läßt, hat sich in die Herzen seiner Fans mit Tinte eingeschrieben und jetzt auch in meins. Eine wirklich coole Geschichte ist sein Bücherdrache geworden! Kurzweilig, spannend und sehr unterhaltsam. Einen so humorvollen Grundton bin ich in der Fantasy gar nicht gewohnt. Ein bisschen hatte ich mir ja Sorgen gemacht, dass es mir zu skurril werden könnte, so lange schon war ich um die Geschichten von Moers, pardon von Mythenmetz, herumgeschlichen. Unentschlossen, unsicher mit welcher ich den Anfang machen sollte. Gefunden habe ich jetzt mit seinem "Bücherdrachen" ein Märchen, eines an das man gern glauben möchte, eine Welt in die man nur zu gerne einen Kopf hineinstecken, sie entdecken möchte mit all ihren Schätzen und Wundern und all diesen Büchern, den Buchkundigen. Mit den Spezialisten unter den Buchlingen würde ich ja so wahnsinnig gerne mal fachsimpeln. Ich werde mich also, nach diesem meinem ersten Ausflug nach Zamonien, der mir wirklich gefallen hat, da noch mal etwas genauer umschauen. Vielleicht dann auch wieder hörend, die ersten Hörbücher der Reihe hat Dirk Bach zu seinen Lebzeiten noch eingelesen. Ihn kann ich mir, neben Fröhlich, in Kombination mit Moers ebenfalls sehr gut vorstellen ...

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Zamonien ist immer wieder eine Reise wert.

Von: Meggie

15.04.2019

Der Buchling Hildegunst Zwei, benannt nach dem bekannten Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, erfährt von dem Bücherdrachen Nathaviel, der im Ormsumpf leben soll. Er macht sich auf, den Drachen zu finden. Denn wenn er diese Mutprobe besteht, wird er in den Geheimbund der "Klassiker" aufgenommen und zu einem Ormling. Gefunden ist der Sumpf sehr schnell, doch kann Hildegunst Zwei es gar nicht glauben, dass der Drache wirklich existiert. Wenn er ihn jedoch findet, hat er eine Frage an ihn, denn angeblich weiß der Drache die Antwort auf jede Frage der Welt. Walter Moers ist der Meister der Worte und zeigt dies in seinem neuesten Werk wieder ganz deutlich. Zu Anfang des Buches wird uns im Comic-Stil erst einmal der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz gezeigt. Er träumt und trifft dabei auf den Buchling Hildegunst Zwei. Der Buchling ist deswegen nach dem Lindwurm benannt, da Hildegunst Zwei sämtliche Werke von Mythenmetz auswendig aufsagen kann. Hildegunst Zwei aber erzählt dem Lindwurm eine Interessante Geschichte über den Bücherdrachen Nathaviel, der tief in den Katakomben im Ormsumpf lebt. Natürlich erzählt Hildegunst Zwei nicht einfach nur. Nein, er entführt einem in eine spannende Geschichte, in der es um Leben und Tod geht. Dabei steigert er sich soweit in die Geschichte hinein, als würde er sie in seinem Inneren nochmals selbst durchleben. Wir spazieren förmlich in den Katakomben, wir entdecken Unentdecktes, wie lesen, reden, fühlen und ängstigen uns. Wir wandern auf unbetretenen Pfaden und verstricken uns in Geschichten, die vor Fantasie so strotzen. Zamonien fasziniert mich ungemein. Ich liebe es, mich in dieser Welt zu bewegen, sei es ober- wie auch unterirdisch. Die vom Autor geschaffenen Geschöpfe sind einzigartig. Diesmal lernen wir eben einen Buchling näher kennen. Schon in "Die Stadt der träumenden Bücher" kommen wir mit diesen seltsamen Kreaturen in Kontakt. Buchlinge sind harmlos. Ihr ganzes Leben richten sie nach dem Schriftsteller oder Dichter aus, den sie verehren. Selbst etwas zu schreiben, kommt ihnen nicht in den Sinn. Aber es gibt natürlich Ausnahmen. So wie Hildegunst von Mythenmetz, der Lindwurm, schon etwas außergewöhnliches ist, ist auch sein kleiner "Zwilling" Hildegunst Zwei anders als die anderen. Mutig und stur, neugierig und tapfer. Aber auch leicht naiv, wenn es um gefährliche Dinge geht. Die Wortspielereien kommen diesmal nicht so sehr zur Geltung. Zwar gibt es den Bücherdrachen, den Ormsumpf und noch einige weitere Dinge, die uns neu sind, doch so richtig spielt der Autor eher mit den Fremdwörtern, die vor allem der Drache einem um die Ohren wirft. Wieder schafft es der Sprecher Andreas Fröhlich den Charakteren eine eigene Stimmfarbe zu geben. Ich habe gebannt zugehört und bin sogar extra länger im Auto sitzen geblieben, nur im das Kapitel noch fertig zu hören, weil ich (trotz das ich das Buch vorher gelesen hatte) wissen wollte, wie es weitergeht. In dem kleinen Begleitheft sind einige Passagen aus dem Buch abgedruckt ebenso wie die schönen Illustrationen, die aus der Hand des Autors stammen. Die 4 CDs hören sich ungemein schnell weg und am Ende hatte ich den Wunsch, noch länger in Zamonien zu verweilen. Aber das nächste Buch "Die Insel der 1000 Leuchttürme" ist ja schon angekündigt und ich freue mich auf ein baldiges Wiederhören. Meggies Fussnote: Zamonien ist immer wieder eine Reise wert.

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Vita

Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie »Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers«, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim.

Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie »Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär«, »Die Stadt der Träumenden Bücher«, »Der Schrecksenmeister« und zuletzt »Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr« waren Bestseller.

Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

Zur AUTORENSEITE

Andreas Fröhlich, geboren 1965, wurde im Alter von sieben Jahren im Kinderchor des SFB entdeckt. Mittlerweile ist er als "Hörspieler" Interpret unzähliger Hörbücher und erhielt 2010 nach drei Nominierungen den Deutschen Hörbuchpreis als Bester Interpret für den Titel "Doppler", der in seiner eigenen Hörbuchreihe "Edition Handverlesen" erschien sowie 2018 ebenfalls als Bester Interpret für den beim Hörverlag erschienenen Titel "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" von Walter Moers. Für den Hörverlag übernahm er des Weiteren Rollen in den Hörspielen von Alexandre Dumas "Die drei Musketiere", den "Wallander"-Hörspielen, der "Otherland"-Saga, sowie "Das Geheimnis der Großen Schwerter" und "Der letzte König von Osten Ard" von Tad Williams. Darüber hinaus liest er den Bestseller "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" von Walter Moers. Andreas Fröhlich zählt zu den bekanntesten Synchronsprechern Deutschlands und leiht u. a. John Cusack und Edward Norton seine Stimme. Zudem ist er als Dialogbuchautor und Dialogregisseur tätig und u.a. für die deutsche Synchronfassung der "Herr der Ringe"-Trilogie verantwortlich, in der er auch die Rolle des Gollum übernahm.

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Events

24. Sep. 2019

Dietmar Wunder liest Walter Moers

Erfurt | Lesungen
Walter Moers
Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

09. Okt. 2019

Dietmar Wunder liest Walter Moers

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Walter Moers
Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

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