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Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Gekürzte Lesung mit Peter Matic, Manuel Rubey

Kundenrezensionen (14)

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Hörbuch CD (gek.) ISBN: 978-3-8371-3600-5

Erschienen: 26.09.2016
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Eine unerfüllte Liebe, ein ungeklärter Mord und eine große Lebenslüge

Als der junge Wiener Historiker Max Schreiber im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf kommt, um einem Geheimnis aus dem 19. Jahrhundert auf den Grund zu gehen, stößt er auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, deren Sprache verschüttet ist. Mehr und mehr gerät er in einen Sog aus Misstrauen und Aberglauben, und als der Winter mit tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation für ihn dramatisch zu.

Peter Matić und Manuel Rubey machen Jägers betörenden Roman zu einem eindringlichen Hörerlebnis.

(6 CDs, Laufzeit: 7h 19)

Gerhard Jäger (Autor)

Gerhard Jäger, geboren 1966 in Dornbirn, arbeitete als Behindertenbetreuer, Lehrer und Vertreter im Außendienst. Er absolvierte eine Journalistenausbildung und arbeitete als freier Journalist und als Redakteur. 1994 erhielt er ein Nachwuchsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1996 den Vorarlberger Literaturpreis für einen bisher unveröffentlichten Roman. Er lebt mit seiner Familie in Imst/Tirol.


Sprecher

Peter Matić, geboren 1937 in Wien, ist Schauspieler, Synchronsprecher und Hörbuchinterpret. Seine Stimme ist v. a. durch die Synchronisation des britischen Charakterdarstellers Ben Kingsley bekannt.

Manuel Rubey, geboren 1979 in Wien, ist Schauspieler und Kabarettist. Bekannt wurde er durch die Titelrolle im Kinofilm Falco – Verdammt, wir leben noch! und durch seine Zusammenarbeit mit David Schalko (Braunschlag, Altes Geld).

Hörbuch CD (gekürzt), 6 CDs, Laufzeit: ca. 439 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3600-5

€ 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 26.09.2016

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Nicht mein Fall

Von: Lesetante Datum: 13.11.2016

https://mittenimlebenaufdemlesesofa.wordpress.com

Diese Geschichte trifft leider nicht meinen Geschmack, denn sie ist langatmig und verwirrend, v.a. wenn man sie - wie ich - Stück für Stück im Auto auf dem Weg zur Arbeit hört. Man muss sich sehr konzentrieren, verliert oft den Faden und ich fragte mich zu oft, wohin das Ganze führen sollte.

Ein junger Mann macht sich 1950 auf in ein kleines Dorf, um etwas über einen lange zurück liegenden Todesfall zu erfahren und er trifft auf ein Dorf, das schweigt. Dort "verliebt" er sich und tritt damit in Konkurrenz zu einem ansässigen Bauern. Die ganze Dorfgeschichte endet mit einem Todesfall, bei dem man nicht weiß, warum es dazu kommt.

In einer zweiten Zeitebene begibt sich ein alter Amerikaner auf die Suche nach der Geschichte des jungen Mannes und reist anschließend auch in das Dorf.

Die Erzählperspektiven sind für mich nicht sauber herausgearbeitet, so sprechen sowohl der junge wie auch der alte Mann ab und zu in der dritten Person von sich. Das sorgt für Verwirrung.

Peter Matic ist als Sprecher toll, er strahlt Ruhe und Wärme aus, die Manuel Rubey abgehen. Seine Stimme finde ich sehr monoton und anstrengend und nicht nur einmal habe ich überlegt, das Hörbuch abzubrechen. An ihm liegt es auch, dass ich so schlecht in die Geschichte fand, denn aufgrund der eintönigen Leseleistung blieben die Handlungsschritte nicht im Gedächtnis.

Teilweise empfand es als Zeitverschwendung, dieses Hörbuch zu hören, denn weder die Geschichte packte mich noch war der Sprecher Rubey in der Lage, einer tristen Geschichte Leben einzuhauchen. Das finde ich schade, denn mit einem anderen Sprecher hätte die Geschichte anders bei mir ankommen können, wie ich das z.B. bei "Die Grammatik der Rennpferde" mit Martina Gedeck als Sprecherin erlebt habe.

Keine Hörempfehlung von mir für dieses Hörbuch.

Spurensuche in den Alpen

Von: YukBook Datum: 03.11.2016

www.yukbook.me

Wer sich auf die kalte Jahreszeit einstimmen möchte, liegt mit diesem Hörbuch genau richtig. Am besten macht man es sich mit einem heißen Kakao und warmer Decke bequem und lauscht den Sprechern Peter Matić und Manuel Rubey, die uns in die winterliche Bergwelt entführen.

Die Geschichte handelt von dem Wiener Historiker Max Schreiber, der im Herbst 1950 in ein abgeschnittenes Tiroler Bergdorf reist, um einem 100 Jahre zurückliegenden mysteriösen Todesfall auf den Grund zu gehen. Eine Hexe soll damals verbrannt worden sein. Mit seinen Recherchen kommt Schreiber jedoch nicht weit, denn überall stößt er auf Ablehnung. Die Dorfbewohnter behandeln ihn wie einen Störenfried und weigern sich stur, über die Vergangenheit zu sprechen. So ist Schreiber gezwungen, im Alleingang Fakten zu sammeln und sich die fremde Welt zu erschließen. Als er sich in die stumme Maria verliebt und kurz darauf ein Bauer tödlich verunglückt, wächst das Misstrauen der Dorfgemeinschaft nur noch mehr. Das Unglück nimmt weiter seinen Lauf, bis plötzlich tödliche Lawinen das Dorf verschütten. Eingebettet ist dieses Geschehen in eine Rahmenhandlung, in der sich ein 80-jähriger Amerikaner 50 Jahre später ebenfalls auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Er hofft, im Tiroler Landesarchiv mehr über den verheerenden Lawinenwinter herauszufinden und stößt auf das Manuskript von Max Schreiber.

Berge hatten für mich schon immer zwei Gesichter: friedlich und kraftvoll einerseits, bedrohlich und unberechenbar andererseits, besonders wenn die Witterung ins Spiel kommt. Durch seine bildhafte Sprache gelingt es Gerhard Jäger, uns in diese archaische Bergwelt hineinzuziehen und sie sinnlich zu erleben. Immer wieder schafft er scharfe Kontraste: zwischen der winterlichen Kälte und der lodernden Leidenschaft Schreibers zu Maria, zwischen der Schneelandschaft und der Verbrennung, die im Roman eine zweifache Rolle spielt. Einzelne Wörter und Sätze werden überdeutlich artikuliert, wiederholt und die Wirkung bekräftigt, was in starkem Gegensatz zur Stummheit von Maria steht. Man hat fast das Gefühl, dass Natur und Sprache miteinander verschmelzen. Manchmal geschieht dies sehr plakativ, was schon der Titel andeutet oder am Anfang der Geschichte, als eine tote Frau im Schnee beschrieben wird, „die Haare schwarz, die Kleidung grau, der Schnee weiß“.

Der Autor lädt die Szenen gern pathetisch auf, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist, die bedrohlich anmutende Melange aus Mistrauen und Aberglaube, auf die Max Schreiber trifft, und seine aus den Fugen geratenden Emotionen, jedoch gut einfängt. Der melancholisch-düsteren Stimmung und der zunehmenden Spannung und Dramatik kann man sich bis zum überraschenden Ende kaum entziehen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Regine Frei aus Bern Datum: 14.10.2016

Buchhandlung: Orell Füssli AG Stauffacher Buchhandlungen

Das Hörbuch ist toll. es entwickelt einen unglaublichen Sog - sprachlich und atmosphärisch. Bestimmt werde ich sowohl Buch, als auch Hörbuch auf den Winter hin gut verkaufen können.

Von: Clemens Rupp aus Wuppertal Datum: 26.08.2016

Buchhandlung: Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH

Dieser Roman ist eine fulminante Entdeckung – er ist große Literatur! In sprachgewaltigen Bildern und mit erzählerischer Raffinesse entfaltet Gerhard Jäger eine fast unglaubliche Geschichte – man liest sie geradezu atemlos!!!

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