Der dunkle Bote

Ein Fall für August Emmerich

Hörbuch CD (gekürzt)
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Kommissar August Emmerich ist zurück!

Wien 1920: Ein Kälteeinbruch hat die Ernten vernichtet, jeder dritte Mann ist arbeitslos und das Verbrechen hat Hochkonjunktur. Doch der Mordfall, der jetzt die Stadt erschüttert, übertrifft alles bislang Dagewesene: Ein bizarr zugerichteter Toter wird aufgefunden, von einer Eisschicht bedeckt. Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Winter ermitteln – doch dieser Fall ist nicht das einzige Rätsel, das sie zu lösen haben. Emmerich ist immer noch auf der Suche nach Xaver Koch, dem Mann der seine Lebensgefährtin entführt hat und der sich als übermächtiger Gegner entpuppt ...

„Alex Beer recherchiert fantastisch und schreibt unfassbar spannend! Trotzdem werde ich nie wieder einen Emmerich-Krimi von ihr lesen. Ich möchte sie nur noch hören! Obonya spricht jede einzelne Figur genial! Er ist der Freddie Mercury des Hörbuchs!“ Bestseller-Autor Andreas Gruber

(6 CDs, Laufzeit: ca. 7h 37)


Originalverlag: Limes
Hörbuch CD (gekürzt), 6 CDs, Laufzeit: ca. 7h 37min
ISBN: 978-3-8371-4541-0
Erschienen am  27. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Wien, Österreich

Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe

Leserstimmen

Spannende Geschichte, sehr gut vorgelesen

Von: Ritja

12.11.2019

Es ist der dritte Fall von August Emmerich und seinem Assistenten Ferdinand Winter. Sie haben viel zu tun in dieser dunklen Zeit. Es ist 1920 und die Menschen hungern, frieren und die Kindersterblichkeit ist aufgrund der Mangelversorgung hoch. Die Wut der Bürger auf den Staat ebenfalls. Es bilden sich immer mehr radikale Gruppen (linke wie rechte), die den verlorenen ersten Weltkrieg nicht akzeptieren können oder wollen. Es herrschen teilweise chaotische Verhältnisse in Wien. Soldaten, die zurückgekommen sind, sind zumeist Krüppel oder Rohlinge geworden. Die Gewaltspirale dreht sich rasant nach oben. Und dann geschieht ein Mord. Ein sehr unschöner Mord. Die beiden Ermittler müssen ermitteln und bekommen bald die Nachricht, dass ein zweiter Mord geschehen ist. Der Frust der Ermittler ist hoch, denn sie stochern im Dunkeln und finden keinen guten Anhaltspunkt. Alex Beer hat zwei sehr unterschiedliche Ermittler aus dem Dezernat Leib und Leben erschaffen. Der eine, Kriminialinspektor Emmerich, aufbrausend, laut und manchmal auch über die Grenzen gehend, der andere (sein Assistent Winter) eher ruhig, leise und besonnen, klug und mit einem Gespür für die Menschen. Während der Ältere mit den Schrecken des ersten Weltkrieges zu kämpfen hat, muss der Jüngere sich erst noch behaupten. Beide ergänzen sich jedoch sehr gut. Wenn man der tiefen Stimme von Cornelius Obonya folgt, dann kann man ohne Probleme in diese Zeit abtauchen. Dank des unglaublich guten Dialektes von ihm ist man mittendrin in Wien. Die Ermittlungen sind noch echte „Handarbeit“, denn die Wege an die relevanten Informationen sind lang, die Bleistifte müssen stets gespitzt sein und die Kutschen sind nicht so schnell. Dazwischen tauchen immer wieder die ganz persönlichen Probleme von August Emmerich auf. Alex Beer hat einen spannenden und interessanten Fall geschrieben. Ihre Ermittler sind greifbare Charaktere, die ihre Fehler haben und die sich auch mal Fehler leisten. Sie kämpfen mit ihren ganz eigenen Dämonen und gegen das Verbrechen. Die beschriebene Zeit (Wien, 1920) ist richtig gut widergegeben worden und schon nach kurzer Hörzeit hat man ein (dunkles, trauriges) Bild vor Augen. Cornelius Obonya ist für diese Geschichte der ideale Sprecher und schafft es mit seiner Stimme, die verschiedenen Charaktere so gut darzustellen, dass man schon am Wechsel der Tonlage die Figur erkennt. Insgesamt ist ein sehr gutes und nach einer Fortsetzung rufendes Hörbuch.

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Tödlich Seilschaften

Von: hasirasi2

09.06.2019

„Sag mir, wie du dir den Teufel vorstellst, und ich sage dir, wer du bist.“ Wien, November 1920: Die Stadt hat sich immer noch nicht vom Krieg erholt und ein Kälteeinbruch hat sie zusätzlich fest im Griff. Kriminalinspektor August Emmerich kämpft derweil gegen seine ganz eigenen Dämonen. Er hat den Drogen abgeschworen und sich der Suche nach seiner großen Liebe Luise verschworen. Deren Mann Xaver galt als im Kieg gefallen, ist aber vor einiger Zeit zurückgekehrt und hat seine Ansprüche an ihr und den Kindern geltend gemacht. Er will sich an Winter und Luise für die angebliche Untreue rächen: „Er war nicht aus dem Krieg zurückgekehrt, er hatte den Krieg mitgebracht.“ Da wird eine ungewöhnlich inszenierte Leiche gefunden. Der Tote wurde mittels kaltem Wasser eingefroren, allerdings nur bis zum Hals, die Zunge fehlt. Letztere taucht kurz danach bei mit einem Begleitschreiben der engagierten Journalistin Alma Lehner auf: „Lassen Sie die Welt wissen, dass ich mir seine Seele geholt habe.“ Bald folgen weitere Tote und die Ermittlungen ergeben, dass sie alle Dreck am Stecken hatten. Der Täter (der dunkle Bote) kennt ihre Taten und bestraft sie dafür. Aber woher weiß er davon? „Unser Mörder schafft dort Recht, wo die Gesetzgebung versagt.“ Die Reihe um August Emmerich ist für mich nicht nur ein historischer Krimi, sondern gleichzeitig auch eine Gesellschaftsstudie. Alex Beer zeigt die Verlierer der Geschichte, die Abgründe der Menschen, ihre schlechten Seiten. Es geht Bandenkriege, Schmuggel, Kriegsheimkehrer, Menschen ohne Zukunft, aber mit Idealen und Plänen, Politik. Besonders erschreckend fand ich die Schilderungen, wie eine (noch) kleine Gruppe die Wut gegen Ausländer und Juden schürt und sich nationalsozialistische Ideen immer weiter ausbreiten. Der alte Krieg scheint schon vergessen und der nächste in Vorbereitung zu sein. „Um das Böse zu finden, muss man nicht ein Geist und Dämonen glauben. Ein Blick in die menschliche Seele, reicht voll und ganz.“ Emmerichs Assistent Ferdinand Winter ist erwachsen geworden und ihm inzwischen ebenbürtig. Er überflügelt Emmerich bei den Ermittlungen und entdeckt entscheidende Hinweise und Zusammenhänge oft eher, da dieser durch seine Suche nach Xaver und Luise abgelenkt ist. Unterstützt werden sie auch von der „Hühnerarmee“: den Sekretärinnen und Telefonistinnen der Polizei – ebenfalls exzellente Ermittlerinnen, aber die Frauen durften damals ja nur Hilfsarbeiten erledigen. Auch Alma ist ihrer Zeit etwas voraus. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, in ihren Artikeln auf die herrschenden Missstände gegenüber Kindern und Frauen hinzuweisen, in der Hoffnung, damit etwas ändern zu können. Das (Hör-)Buch spannend bis zur letzten Minute, wenn die verschiedenen Handlungsstränge zusammenlaufen und der Täter entlarvt wird. Bis dahin präsentiert Alex Beer mehrere Verdächtige, nur um kurz darauf Zweifel zu säen und den Hörer zu verwirren. Cornelius Obonya hat es wieder geschafft, jeder Figur eine ganz eigene Stimme zu geben und dabei auch die charakterlichen Merkmale desjenigen herauszuarbeiten. Das ist ganz großes Hör-Kopf-Kino.

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Vita

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach »Der zweite Reiter«, ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteraur, und »Die rote Frau«, nominiert für den Friedrich Glauser Preis 2019, erscheint mit »Der dunkle Bote« der dritte, von den Fans lang erwartete Roman um Kriminalinspektor August Emmerich. Um es mit den Worten der Jury des Leo-Perutz-Preises zu sagen: »Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden.«

Zur AUTORENSEITE

Cornelius Obonya

Cornelius Obonya zählt zu den bekanntesten Schauspielern Österreichs. Er wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, u. a. in Tatort und CopStories sowie in den TV-Filmen Polt und Die Hebamme. Von 2013 bis 2016 verkörperte er den Jedermann bei den Salzburger Festspielen. Für Random House Audio las er bereits August Emmerichs ersten beiden Fälle: Der zweite Reiter und Die rote Frau.

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Events

01. Feb. 2020

Lesung

21:00 Uhr | Lech am Arlberg | Lesungen
Alex Beer
Der dunkle Bote

05. März 2020

Lesung

19:30 Uhr | Zirndorf | Lesungen
Alex Beer
Unter Wölfen

28. Mai 2020

Lesung

20:00 Uhr | Koblenz | Lesungen
Alex Beer
Das schwarze Band

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