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Die Grammatik der Rennpferde Eine Liebesgeschichte

Gekürzte Lesung mit Martina Gedeck

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Hörbuch CD (gek.) ISBN: 978-3-8371-3393-6

Erschienen: 24.05.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Hörbuch Download (gek.)

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Linguistikdozentin trifft russischen Ex-Jockey mit Grammatik-Phobie

Grammatik ist öde? Stimmt nicht. Ein Zoo voll Wortarten, eine Theaterbühne für Satzglieder, Pronomen mit Rhythmus — für die Studenten von Salli Sturm ist die Grammatikstunde täglich großes Kino. Für Salli wird daraus eine echte Liebesgeschichte, mit der sie im Leben nicht mehr gerechnet hätte. Weil sie die Altersgrenze für Romanzen überschritten hat und weil sich ihr Privatschüler Sergey, der russische Ex-Jockey, so hartnäckig gegen Konjunktive und Artikel stemmt.

Gefühlvoll und humorig gelesen von Martina Gedeck.

(6 CDs, Laufzeit: 7h 56)

Angelika Jodl (Autor)

Angelika Jodl ist geboren in Niederbayern, hat Philosophie, Sprachen und Literaturwissenschaft studiert und unterrichtet Deutsch als Fremdsprache. Daneben hält sie Vorträge und Workshops zur deutschen Sprache und reitet ein ausgemustertes Rennpferd. Sie lebt mit Mann, Sohn, Hund und Katzen in München.


Martina Gedeck (Sprecherin)

Martina Gedeck, geboren in München, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Universität der Künste Berlin. Ihr Theaterdebüt gab sie am Frankfurter Theater am Turm, es folgten Engagements in Hamburg, Basel und Berlin. Gleichzeitig begann ihre vielfach prämierte Karriere (u. a. Adolf-Grimme-Preis) als Filmschauspielerin. Erste Filmrolle in Dominik Grafs Die Beute. Seitdem über 50 Produktionen für Film und FS, u. a. in Hölleisengretl, Der bewegte Mann, Rossini oder kürzlich in Bella Martha, für die sie 13 Preise gewann, zuletzt 2003 Die Goldene Kamera als beste Schauspielerin.

Hörbuch CD (gekürzt), 6 CDs, Laufzeit: ca. 476 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3393-6

€ 14,99 [D]* | € 16,90 [A]* | CHF 21,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 24.05.2016

  • Leserstimmen

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Spannend, amüsant und liebenswürdig

Von: lesbarer Datum: 25.10.2016

www.lesbarer.wordpress.com

Angelika Jodl ist mir seit Jahren bekannt als "Die, die immer alles über Grammatik weiß". Ich freue mich immer wieder, wenn sie im Autorenforum Montsegúr Fragen zu Schreibweisen und Satzbau erklärt, denn dann versehe ich es sogar.

"Die Grammatik der Rennpferde" ist schon vom Titel her etwas Besonderes und kann nur ein "Kind "von Angelika Jodl sein. Ich hatte das große Vergnügen, die Geschichte anhören zu dürfen. Martina Gedeck begeistert mich als Sprecherin. Sie schafft es, nicht nur Akzente und Dialekte authentisch rüberzubringen, vor allem die Stimmung, Zweifel, Stille, Freude ... mit ihrer Stimme auszudrücken.

Die Geschichte handelt von Salli Sturm, einer Dozentin für deuche Sprache, irgendwie hängengeblieben an einem Sprachinstitut. Ihr Name ist schon amüsant, denn "Sturm" kling nach einer aktiven, ja fast aggressiven Person. Salli jedoch scheint sich eher treiben zu lassen, bzw. passiv zu sein. Angeregt durch den von ihr angehimmelten Kollegenlässt sie ihr langjährigen Studien über Laute (die ich sehr interessant und nachvollziehbar finde) fallen und geht auf eine Art Wette ein. Sie will es schaffen, einem Ausländer in einem bestimmten Zeitraum Deutsch beizubringen, ihn dabei genau beobachten und alles exakt dokumentieren.

Ihr Versuchskaninchen entdeckt sie auch gleich in einer Zeitungsannonce: Sergej sucht einen Deutschlehrer.

Eigentlich sucht er ja jemanden der ihm hilft, ein Rennpferd z kaufen, aber das verrät er natürlich nicht. So finden sich die beiden sehr unterschiedlichen Menschen und vor allem Salli krempelt ihr Leben plötzlich komplett um.

Es macht viel Spaß, zu lesen bzw. zuzuhören, wie sich die zurückhaltende Salli zu einer aktiven Frau entwickelt, die ihre Prinzipien hinter sich lässt und einfach spontan handelt. Dass sie sich ihrer Angst vor Pferden stellt und sogar reiten lernt, gönnt man ihr herzlich, denn sie ist eine sehr sympathische Figur.

Fazit: Angelika Jodl hat ein zauberhaftes Buch über die Liebe zu Sprache geschrieben, in dem auch die Liebe zwischen Menschen nicht zu kurz kommt.

Martina Gedeck ist ein Geschenk für diese Geschichte

Von: Lesetante Datum: 19.09.2016

https://mittenimlebenaufdemlesesofa.wordpress.com

Martina Gedeck gibt bei diesem Hörbuch wirklich alles. Sie verleiht Salli einen spröden, verkopften Charakter und haucht Sergey (Wird der russische Name wirklich so geschrieben? Das sieht doch komisch aus, genau wie Salli mit -i-) so viel russische Seele ein, dass man sich als Zuhörer fragt, wie sie den Switch zwischen den Dialekten und Tonlagen hinbekommt. Sie schafft das einfach sensationell, ohne dass man Hektik oder Unsicherheit wahrnimmt. Frau Gedeck ist die perfekte Präsentatorin dieser Geschichte, die originell, wenn auch sehr konstruiert daher kommt.

Hätte ich das Buch gelesen, ich hätte es wahrscheinlich abgebrochen, denn für mich standen die Kapitelüberschriften in keinerlei Kontext zum Inhalt des jeweiligen Textabschnittes und die Geschichte wirkte auf mich zu konstruiert und mit einigen Längen. Ich habe selbst Germanistik studiert, insofern weiß ich um die Kompliziertheit (vor allem für Nicht-Muttersprachler) der deutschen Sprache, da brauche ich keine Dozentin für Deutsch als Fremdsprache, die mir die Beschaffenheit des deutschen Sprachgutes erklären will. Ja will, denn was sich die Autorin z.B. als Erklärung für die Präpositionen einfallen lässt, ist wirklich haarsträubend und selbst ich als erfahrene Muttersprachlerin habe dahinter keine Sachlogik erkennen können.

Gott sei Dank habe ich das Hörbuch gehört, denn Martina Gedeck, die ich als Mimin sehr schätze, rettet diese schwächelnde Geschichte, indem sie den Protagonisten echtes Leben einhaucht. Salli wird mir nicht sympathischer, aber sie rückt mir näher, Sergey ist ein russisches Original alter Schule und das Geklüngel an der Hochschule ist amüsant weil nicht unbekannt.

Zusammenfassend kann ich das Hörbuch wegen der tollen Leistung der Sprecherin empfehlen, die Geschichte an sich hätte gut werden können, wenn anders mit der Grundidee umgegangen wäre, die ich wirklich interessant finde. Warum muss immer eine Liebesgeschichte herhalten - hat Frau Jodl Angst, dass sich ihr Buch sonst nicht verkauft? Opfert sie deswegen ihre schrullige Dozentin? Schade, denn selbst wenn Salli auf Liebespfaden wandelt, dann doch bitte mit Stil und nicht so.

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