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Die Liebe unter Aliens

Auswahl mit Devid Striesow, Fritzi Haberlandt

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Hörbuch CD ISBN: 978-3-8371-3663-0

Erschienen: 26.09.2016
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Literarische Perle mit Starbesetzung

Kunstvoll erzählt Terézia Mora in Die Liebe unter Aliens von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben. Wir begegnen Frauen und Männern, die sich merkwürdig fremd sind und zueinander fi nden wollen. Einzelgängern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen. Träumern, die sich ihren Idealismus auf eigensinnige Weise bewahren. Mit präziser Nüchternheit erforscht Mora die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.

Besondere Stimmen für besondere Figuren: Gelesen von Fritzi Haberland und Devid Striesow.

(3 CDs, Laufzeit: 3h 49)

Devid Striesow über den Fall Alan Turing und das Hörbuch Der Sündenfall vom Wilmslow

Terézia Mora (Autorin)

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Bereits 1999 sorgte sie mit ihrem literarischen Debüt, dem Erzählungsband „Seltsame Materie“, für Furore. Für diese Erzählungen wurde sie u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Luchterhand der Band „Nicht sterben“ mit ihren Frankfurter Poetikvorlesungen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen.


Sprecher

Fritzi Haberlandt und Devid Striesow gehören zur ersten Riege der deutschen Schauspieler und wurden bereits vielfach ausgezeichnet. Beide waren nach ihrer Ausbildung an der Ernst Busch-Schauspielschule in Berlin, wo sie zum selben Jahrgang gehörten, in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen zu sehen. Auch ihre Qualitäten am Mikrofon sind herausragend: Für ihre Lesung von Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen erhielt Haberlandt die Goldene Schallplatte und Striesow brillierte mit dem modernen Klassiker Die Entdeckung der Currywurst von Uwe Timm.

Hörbuch CD, 3 CDs, Laufzeit: ca. 229 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3663-0

€ 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 26.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Autorentipp: Terézia Mora

Von: Irine Beridze Datum: 12.09.2017

https://readost.wordpress.com

Terézia Mora gehört zu den erfolgreichsten deutschen Gegenwartsautorinnen und erhielt seit Beginn ihrer Karriere als Schriftstellerin 1998 zahlreiche Literaturpreise, u.a. auch für ihre Übersetzungen aus dem Ungarischen (u.a. Péter Esterházy, Gábor Németh und Péter Zilahy). Die Autorin wurde 1971 im ungarischen Sopron geboren und wuchs zweisprachig auf. Mit dem Studium siedelte sie 1990 nach Berlin über, absolvierte ein Studium als Drehbuchautorin und begann, erste Texte zu veröffentlichen. Trotz ihrer ungarisch-deutschen Herkunft schreibt Terézia Mora auf Deutsch und sieht die Sprache auch als ihre Zugangssprache zur Literatur. In einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung sprach sie über diese Identifikation und darüber, dass sie das Ungarische weiterhin benutze, aber sich dennoch als Ausländerin fühlen würde. Ungarn ist dennoch oder gerade deswegen immer wieder Teil ihrer Erzählungen.
Mit diesem Beitrag wollen wir euch diese spannende Autorin mit ihren vielseitigen Texten vorstellen.

Die geplante Trilogie um den IT-Spezialisten Darius Kopp beinhaltet bisher die Teile „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ und „Das Ungeheuer“, die als Hardcover im Luchterhand Literaturverlag und als Taschenbuch bei btb erschienen sind. Als ich die ersten Kapitel von „Das Ungeheuer“ (ja, ich habe die Bände leider in der falschen Reihenfolge gelesen) las, war mir sofort klar: Her mit dem weiteren Band! Im Nachhinein kann ich nicht unbedingt benennen, was mir in dieser Erzählung um Darius Kopp so gefiel – die Sprache ist einfach und verständlich, mal frech und rotzig, mal versöhnlich, die Figuren eher bemitleidenswert als spaßbringend – und dennoch erinnere ich mich an den Sog, der mich erfasst hatte und nicht mehr losließ. Beide Teile schildern das Leben des „9 to 5-Durchschnittsarbeiters“ Darius Kopp, der eigentlich nur in Ruhe seinen Alltag bewältigen möchte. Ihr habt es sicher schon erraten: Dieser Wunsch wird nicht erfüllt. In „Der letzte Mann auf dem Kontinent“ kämpft Dario in einfacher Form gegen den kleinen Irrsinn der Globalisierung und versucht händeringend, einen seiner internationalen Chefs ans Telefon zu bekommen. Was soll er bloß mit dem Haufen Geld tun, das ein Kunde in seinem Büro hinterlassen hat? Es geht um seinen Job und um seine Existenz, denn die Geschäfte laufen schon lange nicht mehr gut. Das viel Geld in der Pappschachtel könnte ihn retten, nicht nur beruflich. In „Das Ungeheuer“ ist die Katastrophe geschehen: Der Job ist weg und seine geliebte Flora hat sich umgebracht. Eine Suche beginnt, die Suche, die ihn mit Floras Tagebuch bis nach Ungarn in ihre alte Heimat bringt und die eine vollkommen neue Welt der Emotionen zutage fördert. Für den Roman erhielt die Autorin 2013 den Deutschen Buchpreis.

Wie auch in den Kopp-Bänden geht es in Moras neuer Kurzgeschichtensammlung „Die Liebe unter Aliens“ (Luchterhand Literaturverlag) um einfache, durchschnittliche Menschen, ihre Emotionen, um das Reflektieren des Vergangenen und Zukünftigen. Moras Texte sind hierbei so nah an der Realität, das fast keine Luft mehr zum Atmen bleibt. Sie beschreibt Momentaufnahmen, die in ihrer Kürze und Intensität Romanen in nichts nachkommen. Bei jeder Geschichte könnte die kurze Erzählung den Start in ein neues Buch geben. Zwar lassen sich in der Sammlung für mich nicht unbedingt Highlights finden, dennoch beweisen sie Moras Erzählkraft und teils nüchterne, teils sehr emotionale Sprache.

Hier geht es zur Webseite der Autorin.

DIE LIEBE UNTER ALIENS. TERÉZIA MORA.

Von: buecherkompass Datum: 30.04.2017

instagram.com/buecherkompass

INHALT

Sie fühlen sich verloren. Sie fühlen sich einsam. Sie geben die Hoffnung nicht auf.

In Die Liebe unter Aliens erzählt Terézia Mora von zehn Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch eines verbindet: die Suche nach dem Zweck ihres Daseins, nach dem Halt in ihrem Leben.

Es sind die unterschiedlichsten Motive die die Protagonisten antreiben. Und so gehen sie ihrer Wege – fröhlich, strauchelnd, am Rande der Verzweiflung.

MEINUNG

Es ist schwer zu sagen, was ich von Terézia Moras Erzählband erwartete. Eines erwartete ich jedenfalls nicht: dass er mich mit einer solchen Wucht treffen und fortreißen würde [direkten Weges hinein in die Schicksale anderer].

Entscheidend für die Tragweite der Erzählungen war hierbei vor allem der sprachliche Stil der Autorin. Die Sprache tritt hier als besonders kraftvoll auf und schöpft in ihrer Eigentümlichkeit die Charaktere bis auf ihren tiefsten Grund aus.

Die Erzählungen sind ebenso kurz wie eindrucksvoll, kein Leben gleicht dem anderen und so ist jede Geschichte unvorhersehbar und einzigartig. Die Schicksale der Protagonisten berühren, weil man ihnen so nahe kommt, dass man sich letztlich in einen jeden [so zumindest in meinem Fall] hineinzuversetzen vermag. Oftmals scheint die Lage aussichtslos und so wird man zu Ende der Erzählungen sich selbst und seinen Gedanken überlassen – Terézia Mora bewegt und regt zum Nachdenken an.

Die Einsamkeit eines jeden einzelnen Charakters ist beim Lesen deutlich spürbar und eben dies bewirkt, dass man selbst sich ein bisschen weniger einsam fühlt, sich in der Einsamkeit mit den Protagonisten verbunden fühlt.

Letztlich gab es Geschichten, die mir mehr oder weniger gefielen. Geschichten, die mich mehr oder weniger berührten. Und Geschichten, die mich mehr oder weniger ins Grübeln brachten.

Terézia Mora ist hier ein absolut überzeugendes Gesamtwerk gelungen, das ich auch in Zukunft gerne wieder in die Hand nehmen werde.

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