VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Die Liebe unter Aliens

Auswahl mit Devid Striesow, Fritzi Haberlandt

Kundenrezensionen (5)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 19,99 [D]* inkl. MwSt.
€ 22,50 [A]* | CHF 28,50*
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch CD ISBN: 978-3-8371-3663-0

Erschienen: 26.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

Literarische Perle mit Starbesetzung

Kunstvoll erzählt Terézia Mora in Die Liebe unter Aliens von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben. Wir begegnen Frauen und Männern, die sich merkwürdig fremd sind und zueinander fi nden wollen. Einzelgängern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen. Träumern, die sich ihren Idealismus auf eigensinnige Weise bewahren. Mit präziser Nüchternheit erforscht Mora die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.

Besondere Stimmen für besondere Figuren: Gelesen von Fritzi Haberland und Devid Striesow.

(3 CDs, Laufzeit: 3h 49)

Terézia Mora (Autorin)

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Bereits 1999 sorgte sie mit ihrem literarischen Debüt, dem Erzählungsband „Seltsame Materie“, für Furore. Für diese Erzählungen wurde sie u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Luchterhand der Band „Nicht sterben“ mit ihren Frankfurter Poetikvorlesungen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen.


Sprecher

Fritzi Haberlandt und Devid Striesow gehören zur ersten Riege der deutschen Schauspieler und wurden bereits vielfach ausgezeichnet. Beide waren nach ihrer Ausbildung an der Ernst Busch-Schauspielschule in Berlin, wo sie zum selben Jahrgang gehörten, in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen zu sehen. Auch ihre Qualitäten am Mikrofon sind herausragend: Für ihre Lesung von Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen erhielt Haberlandt die Goldene Schallplatte und Striesow brillierte mit dem modernen Klassiker Die Entdeckung der Currywurst von Uwe Timm.

21.06.2017 | 19:30 Uhr | Zürich

Lesung

weitere Informationen

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Literaturhaus Zürich
Limmatquai 62
8001 Zürich

Tel. +41 (0)44 254 50 08, info@literaturhaus.ch

Weitere Informationen:
Netzwerk der Literaturhäuser e.V.
c/o Literaturhaus Hamburg
22087 Hamburg

Tel. 040/22702011, info@literaturhaus-hamburg.de

22.06.2017 | 20:00 Uhr | Salzburg

Lesung

weitere Informationen

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Literaturhaus
Strubergasse 23
5020 Salzburg

Tel. 0043 43/662422410, info@literaturhaus-salzburg.at

Weitere Informationen:
Netzwerk der Literaturhäuser e.V.
c/o Literaturhaus Hamburg
22087 Hamburg

Tel. 040/22702011, info@literaturhaus-hamburg.de

Hörbuch CD, 3 CDs, Laufzeit: ca. 229 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3663-0

€ 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 26.09.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

DIE LIEBE UNTER ALIENS. TERÉZIA MORA.

Von: buecherkompass Datum: 30.04.2017

instagram.com/buecherkompass

INHALT

Sie fühlen sich verloren. Sie fühlen sich einsam. Sie geben die Hoffnung nicht auf.

In Die Liebe unter Aliens erzählt Terézia Mora von zehn Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch eines verbindet: die Suche nach dem Zweck ihres Daseins, nach dem Halt in ihrem Leben.

Es sind die unterschiedlichsten Motive die die Protagonisten antreiben. Und so gehen sie ihrer Wege – fröhlich, strauchelnd, am Rande der Verzweiflung.

MEINUNG

Es ist schwer zu sagen, was ich von Terézia Moras Erzählband erwartete. Eines erwartete ich jedenfalls nicht: dass er mich mit einer solchen Wucht treffen und fortreißen würde [direkten Weges hinein in die Schicksale anderer].

Entscheidend für die Tragweite der Erzählungen war hierbei vor allem der sprachliche Stil der Autorin. Die Sprache tritt hier als besonders kraftvoll auf und schöpft in ihrer Eigentümlichkeit die Charaktere bis auf ihren tiefsten Grund aus.

Die Erzählungen sind ebenso kurz wie eindrucksvoll, kein Leben gleicht dem anderen und so ist jede Geschichte unvorhersehbar und einzigartig. Die Schicksale der Protagonisten berühren, weil man ihnen so nahe kommt, dass man sich letztlich in einen jeden [so zumindest in meinem Fall] hineinzuversetzen vermag. Oftmals scheint die Lage aussichtslos und so wird man zu Ende der Erzählungen sich selbst und seinen Gedanken überlassen – Terézia Mora bewegt und regt zum Nachdenken an.

Die Einsamkeit eines jeden einzelnen Charakters ist beim Lesen deutlich spürbar und eben dies bewirkt, dass man selbst sich ein bisschen weniger einsam fühlt, sich in der Einsamkeit mit den Protagonisten verbunden fühlt.

Letztlich gab es Geschichten, die mir mehr oder weniger gefielen. Geschichten, die mich mehr oder weniger berührten. Und Geschichten, die mich mehr oder weniger ins Grübeln brachten.

Terézia Mora ist hier ein absolut überzeugendes Gesamtwerk gelungen, das ich auch in Zukunft gerne wieder in die Hand nehmen werde.

Gemeinsam einsam

Von: YukBook Datum: 04.02.2017

www.yukbook.me

Schon das Cover macht neugierig auf die neue Kurzgeschichtensammlung von Terézia Mora. Winzige Menschen bewegen sich voneinander weg und mitten drin prangt der Titel „Die Liebe unter Aliens“. Handelt es sich etwa um einen Science-Fiction? Keineswegs, denn mit Aliens sind Menschen gemeint, die sich jedoch so fremd bleiben, als wären sie Bewohner verschiedener Planeten. In der gleichnamigen Kurzgeschichte zum Beispiel geht es um den jungen Koch Tim und seine Freundin Sandy, die eines Tages einen Ausflug ans Meer unternehmen. Tims Chefin Ewa hegt mütterliche Gefühle für Tim. Doch das Verhalten des zu spontanen Aktionen neigenden Paares ist für sie unverständlich. Ewas geregeltes Leben mit ihrem Ehemann, der auf Alltagsroutine wert legt, macht ihr den krassen Gegensatz der Lebensweisen nur noch deutlicher.

Oft fällt der Satz „Was es für Leute gibt!“, zum Beispiel in einer Geschichte, die auf einem Friedhof spielt. Ein Mann erfährt, dass sein Schulfreund verstorben ist und trifft sich mit dessen Schwester an seinem Grab. Sie bleibt seltsam verschlossen und es kommt kein Gespräch zustande. Obwohl sie sich kennen, stehen sie sich wie Fremde gegenüber. Auch ein Hotelmitarbeiter und seine Halbschwester hatten einmal eine enge Beziehung, merken jedoch, dass sie sich auseinander gelebt haben.

Die Figuren suchen entweder Anschluss und Nähe oder haben sich mit ihrem isolierten Dasein abgefunden. Halt oder gar Glücksmomente finden sie oftmals in der Natur – zum Beispiel am Meer, dass immer „großartig“ ist, ganz gleich, was in der Welt oder im Inneren der Menschen vor sich geht, vor einer Lärche, die ihre goldenen Nadeln fallen lässt oder auf einer Autofahrt durch den Wald bei Sonnenauf- und -untergang. Auffällig ist auch, dass die Figuren gern und ständig in Bewegung sind. Sie rennen wie die Verrückten während einer Verfolgungsjagd quer durch die Stadt, radeln vergnügt durch die Gegend oder legen an einem Kanal mehrere Kilometer zu Fuß zurück. Manchmal werden sie auch aus ihrem gewohnten Umfeld gestoßen und sind gezwungen, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, zum Beispiel ein Marathonläufer, der einen Dieb bis in ein angrenzendes Stadtviertel verfolgt oder ein japanischer Rentner, der sich seine neu gewonnene Zeit mit Spaziergängen durch sein Wohnviertel vertreibt und dabei ungewöhnliche Entdeckungen macht. Wenn auch rar, so gibt es sie doch – die kurzen Momente der Glückseligkeit und menschlichen Nähe, zum Beispiel als eine einsame Studentin, die aus Budapest nach London gezogen ist, unerwartet von deutschen Touristen zu einer Runde Fish & Chips eingeladen wird.

Mora erzählt sehr unkonventionell. Die ungewöhnlichen Satzkonstruktionen vermitteln stellenweise den Eindruck, sie schreibe ihre Gedanken so nieder wie sie kommen. Manchmal wechselt die Erzählperspektive abrupt von der dritten in die erste Person. Obwohl die Autorin eher nüchtern, kühl und zynisch schreibt – da fallen auch mal so grausame Sätze wie „Die Menschen sind überflüssig“ oder „Menschen sind dumm und böse“ – nimmt man als Leser doch großen Anteil am Schicksal und Gefühlsleben der Figuren. Man taucht mit ihnen in eine sehnsuchtsvolle Entrücktheit ein. Nach der Lektüre war ich ganz hin und weg, wie erfinderisch Terézia Mora die großen Fragen menschlichen Daseins in kleine literarische Kostbarkeiten verpackt hat.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin