Die Unausstehlichen & ich - Das Leben ist ein Rechenfehler

(Band 1)

(5)
Hörbuch CD (gekürzt)
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Die neue Serie der erfolgreichen Kinder- und Drehbuchautorin Vanessa Walder

Die 11-jährige Enni hat Grund zu fluchen: Ihre Pflegeeltern haben sie ins Internat gesteckt. Vom ersten Tag an will sie nur so schnell wie möglich wieder weg und zurück zu ihrem Bruder. Anfangs findet sie die anderen Internatsschüler unausstehlich. Doch Enni weiß, dass sie bei ihrem Ausbruch auf deren Hilfe angewiesen ist. Im Gegenzug fordern ihre Mitschüler auch Ennis Unterstützung. Sie wollen dem schüchternen Karan helfen, seine größte Angst zu überwinden: Durch eine heimliche, nervenzerfetzende Aktion.

Gelesen von Maxi Häcke.

(3 CDs, Laufzeit: 3h 33)


Originaltitel: Die Unausstehlichen und ich
Originalverlag: Loewe
Hörbuch CD (gekürzt), 3 CDs, Laufzeit: 3h 33 min
ISBN: 978-3-8445-3590-7
Erschienen am  24. Juni 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Unausstehlichen & ich-Serie

Leserstimmen

Internatsgeschichte auf Ausbrecherniveau!

Von: danielamariaursula

16.08.2019

Die Unausstehlichen & ich - Das Leben ist ein Rechenfehler, Vanessa Walder, gelesen von Maximiliane Häcke, der Hörverlag, 3 CDs 3 h 33 min, gekürzt, ab 9 Jahren Das Buch hat meinen beiden Töchtern so gut gefallen, daß sie gerne noch das Hörbuch hören wollten, damit sie ganz schnell wieder in die Geschichte hineinfinden, sobald Band 2 erscheint. Außerdem geht es um ein fluchendes Heimkind, dessen ständigen Kraftausdrücke in der Printversion mit Durchstreichungen „zensiert“ sind. Enni (11) ist ein Heimkind, das schon in verschiedenen Heimen, WGs und auch Pflegefamilien war. Doch mit ihren Wutausbrüchen, bei denen es in ihren Ohren rauscht und sie nur noch rot sieht, bleibt sie nirgends lange. Bis sie in eine wirklich nette Pflegefamilie kommt, die sie wie eine Tochter behandelt. Ihr Pflegebruder Noah (12) ist einsame Spitze! Hier will sie nie wieder weg. Doch dann muß der Pflegevater beruflich in die Schweiz, da soll Enni dann doch nicht mit. Noah flippt aus und zieht Enni in seinen unüberlegten Plan mit hinein. Da ist Ärger vorprogrammiert und Enni landet in einem piekfeinen Privatinternat für Schüler mit besonderen Bedürfnissen. Eigentlich ist es dort gar nicht schlecht, selbst die Lehrer erkennen ihre mathematische Begabung. Doch Enni will abhauen und Noah finden. Leider gleicht Internat Saaks fast einer Festung und diese zu verlassen wird ihre kniffeligste Knobelaufgabe, bei der sie zwangsläufig Hilfe braucht.... Nach ihrer Ausbruchsaktion muß Enni zum Schulpsychologen, da erzählt sie dann die ganze, wahre ungeschönte Geschichte. Natürlich mit den in Saaks verpönten und strafbewehrten Flüchen und Schimpfwörtern. Aber was soll man schon sagen, wenn das Leben …. Eben! Der Psychologe lässt sie ungeschönt reden, aber in einem Kinder- und Jugendbuch? Da hilft nur die Zensur und an Stelle jedes unziemlichen Begriffes gibt es längere oder kürzere Zensurpiepse, je nachdem wie ausschweifend sie sich auslässt. Was beim Lesen lustig ist und seiner Schimpfkreativität freien Lauf lässt, kann beim Hören bisweilen ganz schön nerven, insbesondere wenn Enni auf 180 ist. Zum Einschlafen stört es ganz besonders, man gewöhnt sich langsam daran, aber es ist suboptimal. Durch die Ich-Perspektive weiß der Hörer immer nur so viel, wie Enni bzw. so viel, wie sie von sich Preis gibt, denn über ihre Eltern spricht sie nicht und wehe wer sie bei dem Namen nennt, den ihr ihre Eltern gaben! Das dürfen nur diese. Enni hat viel mitgemacht bisher in ihrem Leben und sich diverse Überlebensstrategien angeeignet, über die die meisten Hörer aus behüteten Elternhaus nur staunen können (und die sie hoffentlich nicht anwenden wollen). Richtig toll finde ich den Inklusionsgedanken in dieser Geschichte. Alle haben ihren Ballast mit sich herum zu tragen, aber niemand möchte deswegen bemitleidet werden, sondern als Mensch für voll genommen werden. So lernt man durch Enni, die fast schon alles gesehen hat, ihre Mitschüler mit ihrem Blick kennen, immer erst die Person mit ihren Besonderheiten, bis auf das Handicap, das erwähnt sie immer so nebenbei. Das finde ich sehr charmant, mal den Focus weg von der Behinderung zu nehmen und sei es „Diätis“ (dieser Begriff, ist doch ein Knaller, oder?). Jeder von ihnen trägt sein Päckchen mit sich herum, dennoch hatte ich jetzt nie den Eindruck, daß die Autorin es jeder Minderheit recht machen wollte, damit sich jeder angesprochen fühlt. Nein, die Personen werden ungeschönt dargestellt, mit ihren Stärken, aber auch Schwächen. Die einen werden dadurch sympathischer, aber nicht alle - wie im echten Leben. Enni ist so ungewöhnlich, daß die Geschichte zu überraschen mag. Es ist nicht von Anfang an klar, was mit Enni passiert, man weiß nur sie hat Ärger und echt was auf dem Kerbholz und muß nun mit einem Psychodoc sprechen, wer das aber ist, zeigt sich erst nach ein paar Kapiteln, weil diese Erkenntnis bereits etwas über das Ende verrät, aber es ist ja auch eine Fortsetzung mit den Unausstehlichen geplant, da wird Enni wohl kaum von diesen getrennt werden. Dennoch eine wirklich erfrischende Erzählweise. Da ich beruflich den ganzen Tag mit Dingen zu tun habe die schief gehen und mein Mann Sonderpädagoge ist, war es mir wichtig, mit den Kindern Geschichten kennen zu lernen, in dem Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu Wort kommen und die Geschichte aus ihrer Sicht schildern dürfen, denn dann klingt es oft ganz anders. Es geht mir auch um das Vermitteln von Respekt! Auch diesen Kindern gegenüber, die aus welchen Gründen auch immer, nicht bei ihren Familien leben. Das ist Vanessa Walder, der Autorin von „Das wilde Mäh“ und noch über 80 weiteren Kinder- und Jugendbüchern, ausgezeichnet gelungen. Dabei geht es nicht um pädagogische Phrasen, sondern es wird eine spannende Internatsgeschichte auf Ausbrecherniveau mit besonderen Schülern. Dabei wird es am Ende noch mal besonders spannend und mit einem ganz erhebenden Solidarisierungsende – da bleibt kein Herz unbewegt und das Auge nicht unbedingt trocken. Maximiliane Häcke ist eine perfekt gewählte Sprecherin. Sie klingt jung, etwas eckig und kantig. Da klingt das „Vorsicht, nicht anfassen!“ gleich schon in der Stimme mit. Sie beherrscht die Emotionenklaviatur von rotzig-rebellisch bis unsicher und verstört. Das ist auch dringend nötig, da einige der Mitschüler sich nicht ganz so tough präsentieren wie sie. Die Lautstärke ist sehr gut ausbalanciert. Schwankungen sind lediglich gefühlt, aber nicht real, d.h. der Lautstärkeregler kann durchgehend auf einer Position bleiben. Alles ist gut verständlich. Im Innenteil der Klapphülle findet man eine farbige Illustration von Barbara Korthues mit den Hauptdarstellern und Infos zur Specherin und Autorin. Die Geschichte und die Sprecherin haben uns ausgezeichnet gefallen, das Zensur-Gepiepse leider nicht. Beide Töchter (und die Mutter) warten schon ganz gespannt auf die Fortsetzung dieser außergewöhnlichen Geschichte für ältere Kinder ab 9/10 Jahren. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Hörverlag und dem Bloggerportal für dieses ungewöhnliche Rezensionsexemplar.

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Wunderschönes, einfühlsames, freches Hörbuch, das mitten ins ve-PIIIIIIEEEEPPP-te Herz geht. Absolute Hör- und Lese-Empfehlung!

Von: SternchenBlau

05.08.2019

Achtung: Hier wird geflucht, allerdings zensiert. Dieses grandiose Kinderbuch ab 10 ist frech und witzig, trotz der wichtigen und traurigen Themen, die es miterzählt. „Die Unausstehlichen und ich: Das Leben ist ein Rechenfehler“ gelingt Autorin Vanessa Walder sprachlich wunderschön und flüssig, wie ein einfühlsames Gespräch unter Freunden. Die verpiepten Flüchen ergänzen die Form genial und die Geschichte wurde von Maximiliane "Maxi" Häcke großartig eingelesen. Ich hatte zum Glück eine recht normale Kindheit, aber im Trotz von Hauptfigur Enni auf die Ungerechtigkeit dieser Welt habe ich mich trotzdem wiedererkannt – und mit ihr gelitten. Die meiste Zeit musste ich allerdings nicht mit ihr leiden, denn sie beißt sich durch, ist klug und kämpft voller Ideen um einen Platz in dieser Welt. Ich habe mich in diese Figur verliebt und war vom Hörbuch hin und weg. Grandiose Form Und wenn es dann Piiiiiieeeepp, oder Piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeppppppp macht – je nachdem, was, wie lang und wie viel Enni geflucht hat – lässt sich vor jedem Piepen der Hauch eines Anlaut erahnen. Und jede*r kann sich überlegen, ob Enni jetzt "v-PIIIIIIIIIEEEEEP" oder "k-PPPPIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEPPPP" gesagt haben könnte. Denn dieses Mädchen könnte nicht mit niedlichen Flüchen aufwarten, dazu hat sie schon zu viel erlebt: Seit sie 8 ist, wird sie zwischen diversen Heimen und „Pflegis“ hin- und hergeschoben. Bei Pflegebruder Noah scheint sie angekommen zu sein, doch dann ziehen die Eltern in die Schweiz und sie soll - wie ein Hamster - nicht mit. Noah und sie bauen Mist und dann geht die Geschichte richtig los. Enni landet in einem geheimnisvollen Internat. Dort trifft sie auf die Unausstehlichen. Divers und großartig Die sind divers und großartig und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Der sanftmütige Riese mit dem türkischen Vornamen Karan, bei dem der Background zwar keine Rolle spielt, aber spürbar ist. Der kleine Lucky, der an Diabetes erkrankt ist. Und dann der wunderschöne Dante, den alle Mädchen anhimmeln, sein Rollstuhl wird in einem Halbsatz erwähnt. Und Enni und die grandiose Autorin Vanessa Walder lassen uns dieses Detail immer wieder vergessen. Dantes Behinderung wird immer miterzählt, aber sie steht nicht im Vordergrund und wird schon gar nicht zum „Problem“. So sollte Inklusion im Kinderbuch (und auch in den Schulen) laufen. Erst recht, weil Lilith trotz ihrer Blindheit ein echtes Biest sein darf. Diesen Kindern blieb die Sonnenseite des Lebens oft verwehrt, aber selbst die skeptische, fast schon misanthrop Enni zeigt Witz und Optimismus. Ich hatte immer wieder zwei Zeilen aus einem wunderschönen Aimee Mann-Song im Kopf: "From the ranks of the freaks who suspect they could never love anyone.“ Obwohl diese Welt der Unausstehlichen also wahrlich nicht perfekt ist, baut sie Vanessa Walder so einfühlsam, dass ich am liebsten weit über die 3 Stunden und 33 Minuten dieses Hörbuches hinaus eintauchen möchte. Die Rechenfehler Der Untertitel des Buches „Das Leben ist ein Rechenfehler“ ist übrigens auch Konzept. Die Mathematik ist das Konstrukt, das Enni Halt gibt. Da ich Mathe schon immer geliebt habe, finde ich es in Büchern immer doof, wenn etwas vermeintlich schweres aber nur im Buch schwer ist. Ennis Mathe-Konstrukte sind komplex genug, um glaubhaft zu sein, gleichzeitig so gut erklärt, dass auch Leser*innen etwas damit anfangen können, die ihre Mathe-Liebe (noch?) nicht entdeckt haben. Fazit Zum Glück soll es von „Die Unausstehlichen und ich“ weitere Bände geben und in der Geschichte sind noch einige Geheimnisse offen, obwohl man sie sicherlich auch so abgeschlossen stehen lassen könnte. Aber wer sollte das wollen??? Ich warte auf alle Fälle sehnsüchtig auf den kommenden Band! Einstweilen vergebe ich eine absolute Leseempfehlung und warum gibt es auf der K-PIIIIIIIIIIEEEEEEEPPPPPP-Skala eigentlich nur 5 ver-PIIIIIIEEEPPPPPP-te Sterne?

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Vita

Vanessa Walder

Vanessa Walder wurde 1978 in Heidelberg geboren und wuchs in Wien auf. Zunächst wollte sie Anwältin werden, bis eine ihrer Kurzgeschichten veröffentlicht wurde und sie auf den Gedanken kam, Geschichtenerzählen zu ihrem Beruf zu machen. Seit 2001 verfasste sie zahlreiche Bücher, Serien sowie Drehbücher für Kinofilme, die auch international erfolgreich sind. Seit 2008 lebt sie in Berlin.

Zur AUTORENSEITE

Maximiliane Häcke

Maximiliane »Maxi« Häcke kennen Kinder als die Stimme der Camila in der Serie »Violetta«, des KIKAninchen auf KiKA sowie der Prinzessin Lillifee in der gleichnamigen TV-Serie. Einem erwachsenen Publikum ist sie durch ihre vielen Synchronarbeiten (u. a. Cara Delevingne in »Valerian« oder Rihanna in »Ocean's 8«) bekannt.

ZUR SPRECHERSEITE

Norman Matt

Norman Matt, geboren 1974 in Köln, arbeitet als Werbe-, Synchron-, Hörbuch- und Off-Sprecher. Er ist u. a. die deutsche Stimme von Mark Ruffalo, Jonathan Rhys Meyers und Michael Fassbender. Er ist außerdem tätig als Autor von Dialogbüchern und Synchronregisseur. Seine Arbeit an der deutschen Synchronisation von "Inglourious Basterds" wurde im Jahr 2011 mit dem Zuhörerpreis "Silhouette" in der Kategorie Beste Synchronregie Film ausgezeichnet.

zum Regisseur

Events

19. Okt. 2019

Vanessa Walder präsentiert "Die Unausstehlichen & ich" auf der Frankfurter Buchmesse

13:30 Uhr | Frankfurt | Lesungen
Vanessa Walder
Die Unausstehlichen & ich - Das Leben ist ein Rechenfehler