Im Labyrinth der Lügen

Gekürzte Lesung mit Stefan Kaminski
Ab 10 Jahren
Hörbuch CD (gekürzt)
14,99 [D]* inkl. MwSt.
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Eine wahre Geschichte – spannend und unterhaltsam wie ein Krimi

Paul ist am Boden zerstört: Seine Eltern wurden von der Bundesrepublik freigekauft und beginnen in West-Berlin eine neues Leben – ohne ihn. Er darf die DDR nicht verlassen und ob er seine Eltern je wiedersehen wird, ist ungewiss. Doch dann hören Paul und seine Klassenkameradin Millie bei Onkel Henri, dem Nachtwächter im Pergamonmuseum, unerklärliche Geräusche und geraten bei ihren Nachforschungen in eine gefährliche Geschichte ...

Bewegend inszeniert vom Kinderliebling und preisgekrönten Hörbuchsprecher Stefan Kaminski

(4 CDs, Laufzeit: 4h 25)


Originalverlag: cbj
Hörbuch CD (gekürzt), 4 CDs, Laufzeit: ca. 4h 25 min
ISBN: 978-3-8371-3420-9
Erschienen am  29. Februar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spannender und unterhaltsamer Kinderroman

Von: Rela

24.10.2017

"Im Labyrinth der Lügen" eine sehr berührende Geschichte, wie sie ganz sicher tausende Male so oder so ähnlich in der DDR passiert ist. Eine Geschichte, die ein (ganz klein) wenig zeigt, wie der Geheimdienst in der DDR agiert hat. Es ist die Geschichte von Paul, seiner Oma, dem Onkel und nicht zuletzt seiner Freundin Milli. Das Zuhören geht nahe. Auch wenn es ein gutes Ende nimmt, hallt alles noch lange nach. Es ist spürbar, dass die Autorin Kinderbücher schreibt, ihr Schreibstil ist aussagekräftig und leicht verständlich. Und der Sprecher findet die richtige Tonart, so dass der Zuhörer (egal welchen Alters) von seinen Worten gefesselt wird. Ein wirklich empfehlenswertes Hörbüch.

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DDR-Geschichte verpackt in viel Action. Toll!

Von: Kinderohren

26.07.2016

Eltern bei Republikflucht festgenommen Paul, 12 Jahre alt und Schüler in Ost-Berlin, lebt bei seiner Großmutter und seinem Onkel, seit seine Eltern im Gefängnis sind. Sie hatten versucht, mit ihm zu fliehen, Paul kam in ein Kinderheim, aus dem er von seiner Oma geholt wurde. Sein Onkel arbeitet als Nachtwächter im Pergamon-Museum. Als er ihn eines Abends zusammen mit seiner neuen Klassenkameradin Milena, genannt Millie, besucht, hören die beiden merkwürdige Geräusche. Statt nach Hause zu gehen, schleichen sich die beiden zurück ins Museum. Dort beobachten sie merkwürdige Vorgänge. Paul versucht, das Gesehene zu verstehen. Er hat das Gefühl, dass alle Erwachsenen ihn belügen. Dann durchwühlt auch noch die Stasi die Wohnung. Paul versteht die Welt nicht mehr. Zwei Außenseiter schließen Freundschaft Paul muss viel mehr aushalten als die meisten anderen Jungen. Seine Eltern sind im Gefängnis, was er seinen Klassenkameraden natürlich verschweigt. Dann werden sie von der Bundesrepublik freigekauft und er fürchtet, sie nie mehr wieder zu sehen. Seine neue Klassenkameradin Millie ist wegen ihrer dunklen Hautfarbe, die Mutter ist Kubanerin, ebenfalls Außenseiterin. Als die beiden sich anfreunden, ist Paul glücklich, endlich jemanden gefunden zu haben, mit dem er offen reden kann. Doch dann geschehen Dinge, die ihn auch an Millie zweifeln lassen. Eine spannende Verfolgungsjagd in Ost-Berlin Das sehr spannende Hörbuch ist zum einen ein toller Bericht über die DDR. Vieles wird ganz nebenbei erwähnt, manches auch etwas ausführlicher erklärt, weil Paul beispielsweise seinen Onkel danach fragt. Eine weitere Handlungsebene nimmt die abenteuerliche Geschichte um die Vorgänge im Pergamon-Museum ein. Paul und Milena spielen Detektiv, doch aus der harmlosen Schnüffelei wird schnell eine sehr ernste Angelegenheit mit schlimmen Konsequenzen. Die dritte Ebene ist der Blick zurück auf die Geschichte der Göttin Ishtar, Babylons und des Ishtar-Tors, die eine wichtige Rolle spielt. Onkel Henri erzählt Paul und Milena erstmals davon, als sie ihn im Museum besuchen, später gibt es immer weitere Informationen. Das bedeutet, dass eine unheimliche Menge an Sachinformationen übermittelt werden. Das könnte leicht zu viel werden, ist es aber nach meinem Empfinden aber nicht, weil alles so gut in die Handlung integriert ist. Toller Mix aus Fakten und spannender Handlung Ich finde die Geschichte gleichzeitig sehr spannend und sehr informativ. Niemand weiß hier, wem er trauen kann, nicht einmal der eigenen Familie, die Atmosphäre ist daher meist etwas angespannt, das kommt sehr gut rüber. Sehr gut gefällt mir, dass die Geschichte nicht endet, als es einen Einschnitt in Pauls Leben gibt (ich will hier nicht zu viel verraten), sondern dass auch noch in die Zukunft geblickt wird und schließlich eine endgültige Aufklärung der Ereignisse erfolgt, die mit Überraschungen verbunden ist. Man hat sich eben doch nicht alles ganz richtig zusammengereimt. Der Hörer weiß also niemals mehr als Paul und muss ebenso wie er ziemlich lange warten, bevor er alles versteht. Vorleser Stefan Kaminski gelingt es, die Stimmungen gut aufzugreifen und den Personen viel Leben einzuhauchen. Zusatzinfos im Booklet Obwohl das meiste im Hörbuch erklärt wird, enthält das Booklet ein vierseitiges DDR-Glossar, in dem man Informationen zu Schlagwörtern wie Arbeiter- und Bauernstaat, Fahnenappell, SED oder Wanze nachlesen kann. Außerdem enthält es eine doppelseitige Berlinkarte, auf der die Schauplätze wie die Museumsinsel, der Bahnhof Friedrichstraße, das Theater am Schiffbauerdamm und das Metropol Hotel eingezeichnet sind. Fazit Spannend, informativ, lehrreich – ein empfehlenswertes Hörbuch für Kinder von 10 bis 14 Jahren, aber auch Erwachsene langweilen sich nicht, das geschickt DDR-Geschichte mit einer spannenden Krimi- und Spionagehandlung verbindet.

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Vita

Ute Krause, 1960 geboren, wuchs in der Türkei, Nigeria, Indien und den USA auf. An der Berliner Kunsthochschule studierte sie Visuelle Kommunikation, in München Film und Fernsehspiel. Sie ist als Schriftstellerin, Illustratorin, Drehbuchautorin und Regisseurin erfolgreich. Ihre Bilder- und Kinderbücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Fernsehen verfilmt. Ute Krause wurde u.a. von der Stiftung Buchkunst und mit dem Ver.di-Literaturpreis ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Zur AUTORENSEITE

Stefan Kaminski, geboren 1974 in Dresden, hat an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sein Schauspielstudium absolviert. Der beliebte Sprecher ist vor allem durch seine Live-Hörspiele am Deutschen Theater Berlin und sein "Stimmen-Morphing" bekannt.

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