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Takis Würger erzählt mit Tempo und Wucht die Geschichte einer Liebe im Jahr 1942

Berlin im Jahr 1942. Eine Geschichte über Angst und Hoffnung – und über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Friedrich kommt aus gut behütetem Haus vom Genfer See nach Berlin, ein stiller Mann auf der Suche nach der Wahrheit. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in ihre Nächte in geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Peitschenstriemen im Gesicht: „Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt.” Kristin ist nicht ihr richtiger Name. Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Ihre Entscheidung stellt Friedrich vor eine unmögliche Wahl.

Gelesen von Hörbuchpreisträgerin Valery Tscheplanowa und Schauspielstar Robert Stadlober.

(4 CDs, Laufzeit: ca. 5h 3)


Originalverlag: Hanser
Hörbuch CD, 4 CDs, Laufzeit: ca. 5h 3 min
ISBN: 978-3-8371-4643-1
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Takis Würger trifft seine Hörbuchsprecher - hier anhören!

Leserstimmen

Polarisierend

Von: Christiane

10.03.2019

Als Friedrich nach Berlin kommt, hat er keine Ahnung was ihn erwartet, geschweige denn wonach genau er sucht. Mit Sicherheit aber rechnet er nicht damit auf eine Frau wie Kristin zu treffen, unerschrocken, offenherzig und bereit für Abenteuer. Allerdings hütet sie ein Geheimnis, dass sie Friedrich erst eröffnet, als er ihr schon hoffnungslos verfallen ist. Wird es trotz allem eine Zukunft für die zwei Liebenden geben? „Stella“ ist zweifelsohne ein Titel, der mehr als kontrovers diskutiert wurde und wird. Die Frage, die sich immer wieder stellt: Was darf Kunst und welche Thematik darf der Unterhaltung dienen? Doch muss man ebenso bedenken, dass Takis Würger mitnichten für sich beansprucht einen Tatsachenbericht verfasst zu haben. Natürlich lebt die Geschichte von der Mischung aus belegbaren historischen Fakten und einer rein fiktiven Geschichte, doch sollte ebenfalls deutlich werden, worauf tatsächlich der Fokus des Geschehens liegt. Man stelle sich vor, der Autor hätte sämtliche Hinweise auf den Holocaust verschwiegen, den Krieg wegrationalisiert, dann wären ebenso Stimmen laut geworden, die Kritik geübt hätten. Entsprechend bezieht diese Besprechung sich rein auf den künstlerischen Aspekt, der auf den ersten Blick zeigt, dass der Autor sein Handwerk versteht. Er schafft es, den Hörer sogleich für sich einzunehmen, indem er zunächst Friedrichs Werdegang skizziert, bevor es überhaupt zu der verhängnisvollen Begegnung in Berlin kommt. Auch wenn die ein oder andere Passage etwas zu langatmig daher kommt, so wird man doch hineingezogen in ein Geschehen, das im weiteren Verlauf mit einigen Höhen und Tiefen aufwartet, gleichzeitig aber auch durchaus Überraschungsmomente bereit hält. Trotz der bedrückenden Atmosphäre auf Grund der vorherrschenden Ereignisse möchte man einfach wissen wie und ob es mit dem doch eher ungleichen Paar weitergeht. Vieles ist denkbar, und doch ergibt nur der erzählte Verlauf schlussendlich Sinn. Gelesen wird die Geschichte von Robert Stadlober und Valery Tscheplanowa, wobei Stadlobers Part deutlich überwiegt. Dennoch ist das Zusammenspiel beider Stimmen sehr gut gelungen und in sich eine runde Sache. Der Hörer kann sich auf die Charaktere einlassen und erschafft sich ein lebendiges Bild vor dem inneren Auge, auch von Begebenheiten außerhalb des eigentlichen Blickfeldes. Bleibt zu hoffen, dass Würger, der bereits mit seinem Debüt „Der Club“ ordentlich punkten konnte, sich nicht von den Kritikern verunsichern lässt, sondern Lesern und Hörern noch weitere, möglicherweise gleichsam polarisierende, Werke beschert.

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Wahr

Von: Nicole Globke aus Herten

27.02.2019

Ich habe dieses Buch begonnen und war erst nicht sehr angetan. Wie Daniel Kiehlmann auf der Rückseite schreibt: "(...) Man beginnt dieses Buch mit Skepsis, man liest es mit (...) Erschrecken, (...)" So habe ich mich auch gefühlt. Auch im Nachwort beschreibt eine Aussage es sehr treffen: "Du schreibst, dass als ob du keine Gefühle hast." Es ist wie Bericht geschrieben und mir etwas langweilig. Aber es ist so gewollt und so gut.

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Vita

Takis Würger

Takis Würger, geboren 1985, berichtet als Journalist für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel u. a. aus Afghanistan, Libyen und dem Irak. Mit seinen Reportagen gewann er zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Reporterpreis und den CNN Journalist Award. Mit 28 Jahren ging er nach England, um an der Universität von Cambridge Ideengeschichte zu studieren. 2017 erschien sein Debütroman Der Club, der für den aspekte-Literaturpreis nominiert war und mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet wurde.

Zur AUTORENSEITE

Valery Tscheplanowa, geboren 1980 in Kasan, kam als Kind nach Deutschland und wuchs in Kiel und Lübeck auf. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Ihre Theaterkarriere führte sie an große Häuser wie das Deutsche Theater Berlin, das Schauspiel Frankfurt und das Residenztheater in München. Für ihre Lesung von Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war von Paulus Hochgatterer wurde sie 2018 mit dem Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin ausgezeichnet.

Robert Stadlober, geboren 1982 in Kärnten, war schon als Kind als Synchronsprecher tätig. Es folgten Rollen in verschiedenen Fernsehproduktionen und Kinofilmen. Bereits in Sonnenallee erregte er Aufsehen. Sein Durchbruch gelang ihm im Jahr 2000 in der Hauptrolle des Benjamin in Crazy, für die er mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet wurde.

Robert Stadlober
Valery Tscheplanowa

Events

21. März 2019

Gespräch im Rahmen der Leipziger Buchmesse

13:30 Uhr | Leipzig | Lesungen & Events
Takis Würger
Stella

21. März 2019

Lesung im Rahmen von Leipzig LIEST

20:15 Uhr | Leipzig | Lesungen & Events
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Stella

22. März 2019

Gespräch im Rahmen der Leipziger Buchmesse

11:00 Uhr | Lesungen & Events
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Stella

25. März 2019

Lesung

Bonn | Lesungen & Events
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26. März 2019

Lesung

Essen | Lesungen & Events
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27. März 2019

Lesung

Koblenz | Lesungen & Events
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28. März 2019

Lesung im Rahmen der lit.COLOGNE

21:00 Uhr | Köln | Lesungen & Events
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Stella

29. März 2019

Lesung

Köln | Lesungen & Events
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