Todesfuge

Gedichte und Prosa 1952-1967

Lesung, O-Ton mit Paul Celan
(1)
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Paul Celan: Einer der wichtigsten deutschsprachigen Dichter im Originalton

Seine Dichtung ist Weltliteratur voller Musikalität und Formkraft, die das Äußerste an menschlicher Erfahrung ins Wort setzt. Für die ganz besondere Art, seine Gedichte vorzutragen, war Paul Celan berühmt. Zwischen seiner skandalumwitterten Lesung 1952 vor der Gruppe 47 bis zu seinem Tod als gefeierter Lyriker liegen fast zwei Jahrzehnte, in denen Celan seine Gedichte in zahlreichen Rundfunk- und öffentlichen Lesungen vortrug und seinen Stil nach und nach veränderte. In dieser neuen Zusammenstellung sind diese Originalaufnahmen erstmals gesammelt zu hören.

Ausführlicher Begleittext mit Hintergründen zu Celans Leben, Werk und den Lesungen von Spezialist Hans-Ulrich Wagner.

Mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen.

Enthält: »Todesfuge«, »Ich zähle die Mandeln«, »Sprachgitter«, »Corona«, »Gespräch im Gebirg« u. v. a.


Hörbuch CD, 2 CDs, Laufzeit: 1h 59min
ISBN: 978-3-8445-3919-6
Erscheint am 14. September 2020

Leserstimmen

„Ich hörte sagen, es sei im Wasser ein Stein… und über dem Wasser ein Wort…“ Paul Celan im O-Ton. Hörverlag

Von: wortweg08

02.12.2016

„Ich hörte sagen, es sei im Wasser ein Stein… und über dem Wasser ein Wort…“ Paul Celan im O-Ton. Hörverlag „Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends/wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts/wir trinken und trinken/wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng…“ In einem seiner eindrücklichsten Gedichte, der „Todesfuge“ (zwischen 1944/45 geschrieben und 1948 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht). Es gleicht einer eindringlichen Komposition (Fuge), in der sich einem Choral gleich ein jüdisches Trauergebet (Kaddisch) sprachlichen Raum für das Unsagbare in intensiver Wiederholung und Betonung sucht. Die Stimme des Dichters selbst verstärkt dies. Paul Celan, am 23.November 1920 in Czernowitz (heute Ukraine/damals Rumänien) geboren, dessen Eltern dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fallen, gelingt es die Schoa zu überleben. Die Sprache, das Wort wird ihm eine Möglichkeit und teilweise eine persönliche Stütze die Erfahrung und Erinnerung des Verlustes und des Todes zu benennen und damit aufzuarbeiten. Sein Werk ist davon geprägt. In ausdrucksstarker Metaphernsprache benennt Celan das verlorene Leben eines Volkes und die Maschinerie des Todes („Der Tod ist ein Meister aus Deutschland…“). Erste Anerkennung erfährt Paul Celan im Mai 1952 bei der Tagung der Gruppe 47. Erste Gedichteditionen folgen. Unterstützung fand er dabei auch bei der österreichischen Dichterin Ingeborg Bachmann, die ihm Kontakte vermittelt und ermutigt. Beide verbindet auch eine Liebesbeziehung, die aber auch wesentlich von den traumatischen Erfahrungen Celans belastet bleibt. Die vorliegende Edition der Gedichte und Prosatexten Celans im Hörverlag bietet einen guten repräsentativen Querschnitt über sein Gesamtwerk. Die Aufnahmen, der Dichter spricht selbst, umspannen den Zeitraum von 1958-1967 in deutschen und schweizerischen Funkaufnahmestudios. Das Booklet führt alle Gedichte an und bietet auch einen Überblick über den Lebenslauf des Dichters. Paul Celan liest – Ich hörte sagen – Gedichte und Prosa, Hörverlag 2CD, Gesamtlaufzeit ca.100 min, 2004 Walter Pobaschnig, Wien 11_2016 https://literaturoutdoors.wordpress.com https://literaturoutdoors.wordpress.com/Rezensionen

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Vita

Paul Celan, (1920-1970), eigentlich Paul Antschel, wurde als Sohn deutschsprachiger Juden in Czernowitz/Bukowina geboren. Seine Eltern wurden 1942 während der deutschen Besatzung deportiert und ermordet. Er selbst überlebte den Krieg in einem Arbeitslager. Danach gelangte er über Bukarest und Wien nach Paris, wo er bis zu seinem Tod als Dichter, Übersetzer und Lektor an der École Normale Supérieure lebte und arbeitete. Seine ersten Gedichte erschienen 1947 in Bukarest. 1952 verlegte die DVA den Gedichtband »Mohn und Gedächtnis«, in dem eines seiner wichtigsten Gedichte, »Todesfuge«, enthalten ist. Paul Celan zählt zu den bedeutendsten Lyrikern der deutschen Nachkriegsliteratur und wurde u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

© Wolfgang Oschatz
Paul Celan

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