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Was vom Tage übrig blieb

Ungekürzte Lesung mit Gert Heidenreich

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Hörbuch CD ISBN: 978-3-8371-4241-9

Erschienen:  18.12.2017
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Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur 2017

Seit Jahrzehnten dient Stevens als Butler auf Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Er hat sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn gestellt, niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Jetzt bricht er zum ersten Mal aus seiner gewohnten Welt aus, um seine ehemalige Kollegin, Miss Kenton, in Cornwall zu besuchen. Die Fahrt wird für Stevens zu einer Reise in die Vergangenheit und schließlich auch zu einer Reise zu sich selbst.

Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

Meisterlich gelesen von Gert Heidenreich.

(8 CDs, Laufzeit: ca. 8h 51)

Kazuo Ishiguro (Autor)

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.


Gert Heidenreich (Sprecher)

Gert Heidenreich, geboren 1944, ist freier Schriftsteller und Sprecher. Sein Werk umfasst Romane, Theaterstücke, Essays und Lyrikbände sowie Übersetzungen englischer und amerikanischer Dramen. Er wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter zwei Adolf Grimme-Preise und der Deutsche Hörbuchpreis.

Aus dem Englischen von Hermann Stiehl
Originaltitel: The Remains of the Day (Faber and Faber Ltd.)
Originalverlag: Blessing

Hörbuch CD, 8 CDs, Laufzeit: ca. 531 Minuten

ISBN: 978-3-8371-4241-9

€ 20,00 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen:  18.12.2017

  • Leserstimmen

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Schöne Sprache, aber sehr langatmig

Von: Vanessas Bücherecke Datum: 09.03.2018

vanessasbuecherecke.wordpress.com

Rezension Kazuo Ihsiguro - Was vom Tage übrig blieb

Klappentext:
Seit Jahrzehnten dient Stevens als Butler auf Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Er hat sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn gestellt, niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Jetzt bricht er zum ersten Mal aus seiner gewohnten Welt aus, um seine ehemalige Kollegin, Miss Kenton, in Cornwall zu besuchen. Die Fahrt wird für Stevens zu einer Reise in die Vergangenheit und schließlich auch zu einer Reise zu sich selbst.
Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

Meinung:
Kazuo Ishiguro ist z. Z. wieder überall in Munde, was natürlich auch auf seinen Gewinn des Literatur-Nobelpreises 2017 zurückzuführen ist.
An Was vom Tage übrig blieb wollte ich schon länger herangehen, nun liegt die Geschichte endlich in Hörbuchform vor und dann auch noch in so einer hübschen Aufmachung. Doch zuerst mehr vom Inhalt:
Es wird die Geschichte des Butlers Stevens erzählt, der seit Jahrzehnten in Darington Hall angestellt ist. Nun, wir befinden uns in den 50er Jahren, hat ein Amerikaner den Sitz gekauft und veranlasst den treuen Diener, doch mal eine Reise zu unternehmen. Stevens, praktisch veranlagt wie immer, nimmt diese Reise als Anlass, eine ehemalige Angestellte erneut anzuwerben, um den aktuellen Personalmangel auszugleichen. Die Reise lässt Stevens zurück in die Vergangenheit denken, sein Leben Revue passieren zu lassen und auch, sich mit sich selber auseinanderzusetzen.
Was vom Tage übrig blieb ist nicht Ishiguros neuestes Buch und wurde bereits sehr erfolgreich mit Anthony Hopkins und Emma Thompson verfilmt. Dieser großartige Film war für mich auch ein Grund, warum ich mich dem geschriebenen Werk ebenfalls widmen wollte.
Gert Heidenreich leiht in diesem Hörbuch dem Butler Stevens seine Stimme und ist eine großartige Wahl für diese Art von Literatur. Leider kann Heidenreich es nicht verhindern, dass man es doch hier mit einem teils recht zähen Erzählstil zu tun hat. Das ist zum einen der Epoche, der Stevens entspringt, geschuldet, zum anderen aber auch den vielfältig vorkommenden Längen im Buch. Viel zu oft erwischte ich mich nämlich beim Hören dabei, dass meine Gedanken abdrifteten und Gerd Heidenreichs Stimme zum Hintergrundrauschen gerieten, ohne dass ich auf den Fortlauf der Geschichte achtete. Sehr schade eigentlich, denn gerade die Szenen zwischen Stevens und Miss Kenton beleben die Geschichte enorm und machen den besonderen Charme dieser Geschichte aus. Natürlich berührt der Roman mit ihrer bittersüßen, melancholischen Stimmung und oft genug wurde mein Herz von den Figuren berührt. Aber es war eine anstrengende Reise bis zum Ende, die mir einiges an Durchhaltevermögen abgerungen hat.

Fazit:
Was vom Tage übrig blieb ist auch als Hörbuch keine leichte Kost. Der teilweise sehr sperrige Text kann auch von dem großartigen Sprecher Gerd Heidenreich nicht immer fesselnd übermittelt werden und es bedarf viel Konzentration, der Geschichte zu folgen. Sehr schade, denn diese bittersüße und zuweilen tieftraurige Geschichte lebt gerade von den Szenen zwischen dem Butler Stevens und Miss Kenton.
Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.
Vielen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar.

Bilanz eines Butlerlebens

Von: Barbara62 Datum: 21.02.2018

mit-büchern-um-die-welt.de/

Vieles hat sich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Leben des altgedienten Butlers Stevens auf dem englischen Landsitz Darlington Hall verändert. Auf Lord Darlington, dessen Familie über 200 Jahre im Besitz des Gutes war, ist ein amerikanischer Eigentümer gefolgt. Neuartige Pflichten, ein leichterer Umgangston und ein auf ein Minimum reduzierter Stab von Bediensteten stellen völlig neue Anforderungen an ihn, denen er sich als Mensch mit einer natürlichen Abneigung gegen Veränderungen nur schwer gewachsen fühlt.

Im Juli 1956 schlägt sein neuer Arbeitgeber ihm vor, während seiner Abwesenheit eine kleine Reise zu unternehmen, und gestattet ihm sogar die Nutzung seines Automobils. Nach längerem Zögern nimmt Stevens an und beschließt, die in den 1930er-Jahren als Haushälterin in Darlington Hall beschäftigte Miss Kenton in Cornwall zu besuchen und eventuell zu einer Rückkehr zu bewegen. Die sechstägige Reise ohne dienstliche Verpflichtungen gibt ihm die Zeit, über sein Leben, verpasste Gelegenheiten, seinen Stolz auf die geleistete Arbeit in einem vornehmen Haus, in dem die Großen ein und ausgingen und er der Narbe am Rad der Geschichte oft sehr nahe kam, aber auch über seine bedingungslose Loyalität zu einem Dienstherrn, der auf zweifelhafte Weise in die Politik zwischen den Weltkriegen verstrickt und nach 1945 ein gebrochener Mann war, nachzudenken. Und immer wieder beschäftigen ihn auch seine beiden Lieblingsthemen: die Würde des Butlers und die Frage, wann ein Butler ein Großer seines Fachs ist.

Gert Heidenreich ist für mich einer der besten deutschen Hörbuchsprecher, so auch bei dieser glücklicherweise ungekürzten Lesung von Kazuo Ishiguros Roman „Was vom Tage übrig blieb“ mit etwa zehn Stunden auf acht CDs, in denen er dem Butler seine Stimme leiht. Vor allem bei den Dialogen zeigt er sein großes Können, aber auch bei den ungewollt komischen Szenen des Berichts. Obwohl der Funke bei mir noch nicht von Beginn an übergesprungen ist, denn ich musste mich an die äußerst umständliche, verlangsamte Denk- und Erzählweise von Stevens erst gewöhnen, hat mich die Tragik seines verpassten Lebens und der bedingungslosen Unterordnung immer mehr gepackt. Mehrfach musste ich an Mr. Carson, den Butler auf Downton Abbey, denken, der wohl ähnlich empfand und formulierte wie Stevens, aber eine ungleich leichtere Aufgabe hatte. Beide verkörpern für mich den englischen Butler schlechthin, loyal bis zur Selbstaufgabe.

Kazuo Ishiguro, geboren 1954 in Nagasaki und britischer Schriftsteller japanischer Herkunft, hat 2017 den Literaturnobelpreis unter anderem für diesen außergewöhnlichen Roman erhalten, der 1989 bereits mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde. Wer Spaß an den feinen Nuancen der Sprache, Sinn für das britische Lebensgefühl und ein bisschen Ausdauer hat, wird dieses Hörbuch garantiert mögen.

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