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Interview mit Dr. Yasmin Khushbu Varandani-Gogia zu dem Buch: „Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys"

Dr. med. Yasmin Khushbu Varandani-Gogia
© privat
Wie ergänzt Ayurveda, die traditionelle indische Medizin, die westliche Schulmedizin?

Bei akuten Beschwerden ist die westliche Medizin schnell wirksam und lindert die Symptome. Ayurveda kann langfristig Abhilfe schaffen und durch eine Ernährungs- und Lifestyleumstellung präventiv helfen, um einer erneuten Erkrankung vorzubeugen.

Worin unterscheidet sich Ayurveda insbesondere von der Schulmedizin?

Zum Schulmediziner kommt der Patient mit Symptomen, wenn er bereits erkrankt ist. Ayurveda ist die Wissenschaft vom langen und gesunden Leben. Es geht hier also um Prävention.
In der Ayurveda beruht die Gesundheit auf dem Gleichgewicht der fünf Elemente im Körper (Feuer, Wasser, Erde, Luft und Raum). Der Ayurveda-Arzt sieht den Patienten ganzheitlich und versucht, die Erkrankung an der Wurzel anstatt allein symptomatisch zu behandeln. In der Ayurveda wird viel Wert auf die Ernährung und den Lifestyle gelegt. Die Behandlung kann äußerlich und/oder innerlich mit Heilkräutern erfolgen. Im Gegensatz dazu wird in der Schulmedizin hauptsächlich mit chemisch hergestellten Medikamenten behandelt. Hier sind daher rasch Erfolge zu sehen. Dahingegen muss man ayurvedische Präparate mindestens 3 bis 4 Wochen anwenden bis sie die ersten Wirkungen zeigen.

Wo kann Ayurveda werdenden Müttern und Frauen mit Kinderwunsch besonders gut helfen?

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann verschiedene Ursachen haben. Es kann eine funktionelle, hormonelle oder strukturelle Störung vorliegen. Bei einer funktionellen Störung, bei der das Vata-Dosha aus dem Gleichgewicht geraten ist, wirkt Ayurveda besonders gut. Auch bei einer hormonellen Störung, bei der eine Pitta-Störung vorliegt, bringt eine ayurvedische Therapie gute Erfolge. Bei einer strukturellen Problematik kann Ayurveda jedoch nicht helfen.
Während der Schwangerschaft kann das Baby durch eine ayurvedische Ernährungsumstellung, pflanzliche Präparate, Lifestyleveränderung und Yoga sowie Meditation oder das Hören von Heilmusik positiv beeinflusst werden.

Was sind die klassischen ayurvedischen Heilmittel für schwangere Frauen, Frauen mit Kinderwunsch und Babys?

Bereits mit dem Kinderwunsch wird Frauen Shatavari (indische Wildspargelwurzel) empfohlen. Es stärkt die Gebärmutter. Während der gesamten Schwangerschaft soll 1 Tl. Shatavari morgens und abends in warmer Milch eingenommen werden. Auch in der Stillzeit sollte Shatavari nicht abgesetzt werden, da es milchfördernde Eigenschaften hat.
Es gibt natürlich auch viele weitere ayurvedische Heilmittel, die bei Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Erkältungsbeschwerden etc. helfen können.
Auch bei Babys mit Beschwerden wie Koliken, Durchfall, Verstopfung oder Schnupfen können verschiedenste ayurvedische Präparate oder Hausmittel helfen.
In der Ayurveda verwendet man meist eine Kombination von mehreren Heilkräutern und nur sehr selten einzelne Heilkräuter. Bekannte Präparate/Heilkräuter sind z.B. Triphala, Shatavari, Guggul, Ashwagandha, Trikatu, Tulsi, Brahmi, Manjistha, Kurkuma, Neem.

Welche Frauen kommen zu Ihnen in die Ayurveda Praxis?

In die Ayurveda-Praxis kommen Frauen, die einen Kinderwunsch haben und ihre Chancen schwanger zu werden mit Ayurveda optimieren möchten. Es kommen aber auch viele Frauen, die seit längerer Zeit einen unerfüllten Kinderwunsch haben und denen im Kinderwunschzentrum nicht geholfen werden konnte oder die eine zusätzliche ayurvedische Betreuung zur Kinderwunschbehandlung wünschen. Außerdem kommen Frauen in die Ayurveda-Praxis mit diversen gynäkologischen Beschwerden wie Blutungsstörungen, PCO-Syndrom oder auch Beschwerden in den Wechseljahren.

© Copyright Arkana Verlag. Abdruck des Interviews nur nach Rücksprache mit dem Verlag

Glückliche Schwangerschaft - glückliche Babys

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