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Interview mit Julia Bähr zu »Sei mein Frosch«

Wussten Sie, dass Julia Bähr noch nie betrunken war?

Julia Bähr
© Susanne Krauss, München | www.susanne-krauss.de

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Ihren Traum vom Glück …?
Ein Geständnis: Ich bin besessen von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, schönen Künsten und trashigen Fernsehsendungen. Ein Traum vom Glück: mehr Zeit zum belletristischen Schreiben zu haben.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Zum kreativen Schreiben: über ein paar Kollegen, die einen winzigen Kurzgeschichtenwettbewerb in Pfaffenhofen an der Ilm organisierten. Sie brauchten noch Kandidaten. Ich hab unter lautem Wehklagen ("Kann das nicht!") eine Kurzgeschichte geschrieben. Und gewonnen.

Wie finden Sie Ihre Themen?
Glücklicherweise haben viele meiner Freunde ein ausgeprägtes Talent, in absurde Situationen zu geraten. Sobald ich aufhören kann zu lachen, frage ich dann immer: "Darf ich das für mein Buch verwenden? Bitte bitte bitte?"

Welche Szene in Sei mein Frosch war am schwierigsten zu schreiben?
Die Szene, in der Viola gegen ihren attraktiven Kollegen im Fechten antreten muss. Ich hatte nämlich vorher keine Ahnung vom Fechten!

Haben Sie eine Lieblingsszene?
Ich mag die Szenen, in denen Viola innere Zwiesprache hält. Bauch, Kopf und Herz sind bei ihr nämlich meist unterschiedlicher Meinung – und manchmal mischen sich noch andere Körperteile ein.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Meine Lieblingsfigur ist eigentlich Jean, eine Nebenrolle, die plötzlich auftaucht. Er entpuppt sich nämlich als ganz anderer Typ, als man zunächst denkt.

Was lesen Sie selber gerne?
Alles, was klug oder witzig ist (am besten beides!) und nicht im Mittelalter spielt. Krimis nur in Ausnahmefällen.

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
Unbedingt! 3 Bücher über das Alleinsein nämlich:
Die Arbeit der Nacht von Thomas Glavinic, Die Wand von Marlen Haushofer und Großes Solo für Anton von Herbert Rosendorfer. ln dieser Reihenfolge! Keinesfalls umgekehrt, sonst würden Sie sich im Meer ertränken!

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Essen. Leider. Immerhin sind Menschen meines Schlages sehr leicht glücklich zu machen. Besonders toll dabei: Wenn Sie das Wort "glücklich" durch "dick" ersetzen, stimmt der Satz immer noch.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Meine Güte, als hätten Sie es gewusst!
Chicken Madras für vier Personen:
600 g Hähnchenfilet
4 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 Dose Kokosmilch
3 Karotten
2 möglichst reife kleine Bananen
2 Chilischoten
250 ml Gemüsebrühe
150 g Cashewnüsse
Curry
Chilipulver
Korianderpulver
Kreuzkümmel
Zitrone

Zwiebeln, Knoblauch und Karotten würfeln. Das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und anbraten (am besten mit Ghee und im Wok, aber Sesamöl und Pfanne gehen auch). Fleisch rausheben, salzen, pfeffern und großzügig mit Curry bedecken. Dann das Gemüse anbraten, die Bananen schälen, zerdrücken und dazumischen. Mit Brühe ablöschen und 5 Minuten kochen. Währenddessen Chilischoten entkernen und kleinschneiden. Chili gemeinsam mit der Kokosmilch, den Cashewnüssen und dem Fleisch in den Wok werfen. 10-15 Minuten schmoren lassen, dann mit Zitrone, Salz, Pfeffer, Chilipulver, Korianderpulver und Kreuzkümmel abschmecken. Falls nötig, lässt sich die Konsistenz mit Kokosraspeln sämiger machen.

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Umgeben von lieben Menschen in der Sonne liegen und abwarten, wer als Erster aufgibt und frische Getränke holt.

Haben Sie ein Lebensmotto?
“Before you diagnose yourself with depression or low self-esteem, first make sure that you are not, in fact, just surrounded by assholes.”

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
1. Ich kann mir fast nur Sätze merken, die sich reimen.
2. Ich liebe Opern und Baumärkte.
3. Ich verachte schleimiges grünes Gemüse.
4. Ich war noch nie betrunken.
5. Ich lese heimlich Kitschromane. Also: so RICHTIG kitschige.

Wollen Sie Ihren Leserinnen und Lesern einen kurzen Gruß schreiben – wir würden uns freuen!
Liebe Leserinnen und Leser,

mehrere Monate des Schreibens habe ich mit Viola, ihren Freundinnen und ihren seltsamen Kollegen verbracht – und das mit großem Vergnügen. Jetzt hoffe ich sehr, dass Sie beim Lesen ebenfalls Spaß mit ihnen haben!

Ihre Julia Bähr

Sei mein Frosch Blick ins Buch

Julia Bähr

Sei mein Frosch

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