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Interview mit Leah Bach zu »Sanfter Mond über Usambara«

Wussten Sie, dass Leah Bach davon träumt, fliegen zu können wie ein Vogel?

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Momentan lebe ich in einer Wohngemeinschaft mit Tochter und Schwiegersohn in spe, außer-
dem wohnt bei uns ein Labrador-Mix namens Polo und Kater Benedikt, der mit 16 Jahren ein Veteran ist. Wir wohnen ländlich und schätzen die Ruhe, Spaziergänge mit Hund, Einkäufe in der nahegelegenen Kleinstadt. Meinen Traum vom Glück habe ich mir eigentlich durch meine Arbeit realisiert, ich wollte früher entweder Opernsängerin oder Schriftstellerin werden, mit dem Singen hat es nicht so geklappt, mit dem Schreiben aber schon.

Was mich ärgert, sind rasenmähende Nachbarn, verspätete Züge oder Briefkästen und Poststellen, die über Nacht verschwinden.

Welche Gabe ich gerne besäße? Ich würde gern fliegen können wie ein Vogel. Seit meiner Kindheit träume ich davon. Ohne Flugzeug natürlich, einfach die Flügel ausbreiten und abheben. Aber möglicherweise hat schreiben damit zu tun ...

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Ich kam auf vollkommen unspektakuläre Weise zum Schreiben. Meine gestrengen Eltern waren der Meinung, dass ein Schulkind am Abend ins Bett gehört und keinesfalls vor den Fernseher. Nach der Tagesschau war eigentlich Schluss, aber meist zögerte ich die Sache noch ein Viertelstündchen hinaus und bekam den Anfang irgendeines Films mit. Dann lag ich schlaflos im Bett, unterhielt mich mit den Filmfiguren und entwickelte die Geschichte nach meinem Dafürhalten. Später – viel später – lernte ich, solche Geschichten aufzuschreiben.

Wie finden Sie Ihre Themen?
Inspirierend kann eine schöne Landschaft sein, ein interessanter Mensch, ein ungewöhnliches Zusammentreffen oder einfach nur eine hübsche Vase in einem Antiquitätenladen. Ein Geruch, ein Baum, ein Geräusch oder die Berührung einer kleinen Welle, die am Strand über deine nackten Füße schwappt. Eine Farbe, die eine Erinnerung in sich trägt, Musik, die dich auf eine sinnliche Reise einlädt ... Sehr inspirierend ist auch die Frage meines Agenten: „Kannst du nicht mal ein Exposé für dies oder jenes Genre machen?“ Dann setze ich mich hin, denke nach und eigentlich fällt mir immer etwas Passendes ein.

Gibt es bestimmte geographische Orte, zu denen Sie oder Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Ich glaube, dass ich mich in fast jeden Ort der Welt hineindenken und –fühlen kann. Gleich ob Afrika, Amerika, die Highlands, die Antarktis oder Russland. Allerdings habe ich eine Affinität zu Ostfriesland und zum Taunus.

Was lesen Sie selber gerne?
Prosa, die mit leichter Hand und zugleich doppeltem Boden geschrieben ist. Biografien, Sachbücher, manchmal Lyrik.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Anton Cechov (Kurzgeschichten), Lew Tolstoi, Sten Nadolny, Christa Wolf, Ingo Schulze, Garcia-Marquez, Tabucci, Ingeborg Bachmann .... und natürlich Charles Dickens

Wer sind Ihre liebsten Romanhelden?
Scarlet O’Hara aus „Vom Winde verweht“, Oliver Twist

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
Ich hätte in diesem Fall lieber einen Stapel Papier und einen Bleistift. Oder besser eine Schreibmaschine. Noch besser einen Computer mit Internet ....

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Hübsche Sachen einkaufen, die ich eigentlich nicht brauche (vornehmlich Handtaschen, Füller und Portemonnaies). Lakritze. Irischer Whiskey. Irgendein armes Tier bei mir aufnehmen, das mich für die kommenden Jahre ans Haus fesselt und sich obendrein nicht mit den übrigen Haustieren verträgt ...

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Ich hasse kochen!

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Ein Schaumbad bei Kerzenschein und schöner Musik.

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Queen Elisabeth, die trotz ihres hohen Alters ein Vorbild an Disziplin und Hingabe an ihre Aufgabe darstellt.

Welche menschliche Leistung des letzten Jahrhunderts bewundern Sie am meisten?
Gorbatschow, der Russland nach Westen öffnen wollte und damit die friedliche Wieder-
vereinigung der beiden deutschen Staaten ermöglicht hat.

Welche Organisation oder welches Projekt würden Sie gerne unterstützen – oder tun dies bereits?
Tierschutzorganisationen, die gegen die Massentierhaltung vorgehen.

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
Ich hasse Staubsauger und Putzeimer. Ich liebe das strukturierte Chaos. Ich mag keine Schwimmbäder und liege niemals in der Sonne, ich wechsle öfter meine Haarfarbe, ich bin eine begeisterte, aber unsystematische Gärtnerin …

Sanfter Mond über Usambara Blick ins Buch

Leah Bach

Sanfter Mond über Usambara

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